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10 Tipps - um das Geschlecht des Babys zu steuern

02_Dienstag_10_Tipps_17-09Ihr wünscht euch eher ein Mädchen, oder nach 3 Stammeshalterinnen nun auch einen Jungen? Dann haben wir hier passende Tipps für euch.

Allerdings müsst ihr eurem Mann nicht wie früher in Frankreich den linken Hoden abbinden, oder wie damals in Griechenland euren Göttergatten nach rechts während dem Geschlechtsverkehr drehen, Nein, es gibt inzwischen wissenschaftliche Fakten, die man zur Planung gut nutzen kann.

Übrigens, noch vorab: Es ist nicht verwerflich sich ein bestimmtes Geschlecht zu wünschen, solange es dann, wenn tatsächlich doch das Gegenteil eintrifft, euer Kind genau so geliebt wird wie es ist.

1. Der richtige Zeitpunkt

Jeder von uns kennt den Spruch: Hauptsache es ist Gesund! Ja, das stimmt. Dennoch schlummert in dem ein oder anderen unter uns der Wunsch eher ein Mädchen oder doch einen Jungen zu bekommen. Wissenschaftlich gesehen kann der richtige Zeitpunkt hier ausschlaggebend sein. Ein Mädchen sollte circa 3 Tage vor dem Eisprung gezeugt werden, ein Junge am Tag, oder ein Tag nach dem Eisprung. Um diesen zu bestimmen besorgt euch am Besten in der Apotheke einen Ovulationstest, welcher euch euren Eisprung fast genau anzeigen kann.

2. der PH-Wert der Scheidenflora

Um ein Mädchen zu zeugen sollte dieser eher sauer sein, das bedeutet, ihr Mädels unter uns verzichtet besser auf den Orgasmus. Für einen geplanten Jungen hingegen ist ein solcher nur von Vorteil, denn nach dem Orgasmus ist der PH-Wert alkalischer und somit freundlich für männliche Spermien. Lasst euch aber bitte nicht den Spass bei der Zeugung nehmen, eine Garantie dafür, dass das mit der Geschlechtsbestimmung funktioniert gibt es leider eh nicht...

3. die Position beim Geschlechtsakt

Also doch wie damals in Griechenland, oder? Nein, nicht ganz, denn mit der Liegeposition des Mannes hat das dann doch eher weniger etwas zu tun, mehr mit der "Tiefe". Wer auf einen Jungen spekuliert, sollte seinen Partner möglichst tief eindringen lassen und so den männlichen Samen den Weg zur Eizelle verkürzen. Dadurch werden zum Beispiel auch die Spermien vor dem, in Punkt 2 erwähnten saurem PH-Wert besser geschützt.

4. die Anzahl der Spermien

Wird ein Junge gewünscht, sollte euer Partner vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr ein paar Tage enthaltsam sein, denn je höher die Spermiendichte, desto mehr männliche Spermien sind vorhanden. Hier empfiehlt sich auch weite Unterwäsche und auf Fahrrad fahren für ein paar Tage zu verzichten. 
Für ein geplantes Mädchen kann es hilfreich sein, wenn der Geschlechtsakt mehrere Tage hintereinander vollzogen wird, denn dann sind die weibliche Spermien meist in der Überzahl.

5. ein heißes Bad

Gut um ein Mädchen zu Zeugen ist es, wenn euer Partner vor dem Akt noch einmal heiß baden geht, denn männliche Spermien mögen Hitze überhaupt nicht. Solltet ihr also auf einen Jungen spekulieren, bewahrt in diesem Fall nicht nur einen kühlen Kopf ;)

6. geschlechtsbestimmende Temperatur

Im Sommer werden laut britischen Wissenschaftlern mehr Jungs als Mädchen gezeugt, ähnlich verhält es sich in warmen Wintern. Leider ist bis heute nicht klar warum dies so ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass wenn ihr im Sommer schwanger werdet, es automatisch auch ein Junge wird, ganz und garnicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon mal geringfügig höher wie wenn ihr euer Baby im Winter bei -30 Grad zeugt.

7. Ernährung

Ja, auch durch die Ernährung der werdenden Mutter kann das Geschlecht des Babys beeinflusst werden. Natürlich nicht wenn ihr schon schwanger seid, aber davor. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 hilft es, wenn die Frau sich vor und um den Zeugungstermin herum Zucker- und Energiereich ernährt um einen Jungen zu bekommen. Mädchen werden bei diesem Ernährungsstil seltener gezeugt. 

8. der chinesische Empfängniskalender

Ein uralter Kalender, bei dem man anhand des Alters der Frau bei der Zeugung ablesen kann, welches Geschlecht das Kind haben wird. Wissenschaftlich belegt ist dies nicht, dennoch scheint es bei vielen Frauen zuzutreffen. Wir haben euch hier einen Link zum Kalender rausgesucht: http://www.jolie.de/sex/chinesischer-empfaengniskalender-wird-es-ein-junge-oder-ein-maedchen

9. Stress

Mal abgesehen davon, dass man Stress sowieso vermeiden sollte, währe das im Bezug auf den Wunsch einen Jungen zu Zeugen noch wichtiger. Mädchen werden in anhaltenden Stresssituationen wie z.B. einem Krieg, einer Hungersnot oder ähnlichem häufiger gezeugt. Britische Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang auch in Ehekrisen oder starken finanziellen Nöten gefunden haben. Es ist ja allgemein bekannt, dass Jungs so oder so gemütlicher sind, wird ein solcher also gewünscht, sollten auch die Eltern einen Gang zurück schalten.

10. künstliche Befruchtung

Ethisch sehr fragwürdig und in Deutschland verboten, dennoch wollen wir euch auch diese Methode nicht vorenthalten, denn es ist die einzige die mit Sicherheit das Geschlecht bestimmen kann. In Kinderwunschkliniken in der USA, kann man sich für circa 2000 Euro für eine Geschlechterselektion entscheiden. In Deutschland allerdings gibt es das Embryonenschutzgesetz, dass die Geschlechterselektion, die nicht zur Vermeidung von bestimmten Erbkrankheiten durchgeführt wird, verboten ist. Das ist auch eigentlich ganz gut so, denn was würde passieren wenn sich z.B. 80% der Eltern weltweit nur noch Mädchen wünschen? Nicht auszudenken...

Generell gilt, ihr solltet nicht enttäuscht sein, wenn euer Wunschkind nicht auch das Wunschgeschlecht trägt, denn es soll dann einfach so sein. Ohne großes wenn und aber. Euer Kind ist euer Kind, ob Mädchen oder Junge, Hauptsache ist eben doch - es ist gesund! 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_16-09Samstagvormittag (06.01.) waren wir zum CTG in der Klinik, da ich ja schon ein paar Tage drüber war & alle 2 Tage zum Frauenarzt musste, blieb mir auch nichts anderes übrig. 

Dann sagte die Ärztin, wenn vorher nichts passiert, werde ich am Donnerstag (11.01) eingeleitet. 

Wie auch sonst war keine einzige Wehe zu sehen. Also ging es wieder nach Hause. Am Montag (08.01.) hatte ich dann schubartig heftige Rückenschmerzen, aber hab es nicht ernstgenommen, da ich auch die Monate davor dort immer mal wieder Schmerzen hatte. Also ging es wieder los zum Frauenarzt.

Alles wie immer: keine Wehe. Gar nichts. Nicht mal die Schmerzen konnte er erklären. Naja gut, also ging es wieder nachhause.

Mein Freund hat mir noch eine Wärmflasche gemacht, damit gingen die Schmerzen auch weg. Natürlich haben wir beim Arzt dann noch einen Termin für Mittwochmorgen (10.01.) ausgemacht.

Dienstagmorgen (09.01.) waren die Rückenschmerzen weg. Gegen Mittag wurde es aber wieder unerträglich. Da wir aber von Freunden Geschichten gehört hatten von wegen: „Die schicken euch wieder weg, wenn es noch nicht losgeht“, blieben wir zu Hause auf meinen Wunsch. 

Ich habe im Laufe des Tages vor Schmerzen das ganze Haus zusammen geschrien, irgendwann dämmerte es mir dann auch: DAS SIND WEHEN. Naja gut, ging dann auch irgendwann weg.

Mittwoch (10.01) immer noch dasselbe aber weniger, dafür, wenn sie kamen, umso schmerzhafter.

Eigentlich hätte ich ja meinen Frauenarzttermin gehabt, aber ich glaube die Busfahrt hätte ich nicht überstanden.

Gegen 19:30 war es dann so weit: Fruchtblase geplatzt. Erstmal das ganze Bett geflutet. 

Ich konnte mich vor Panik erstmal nicht bewegen, aber bin dann doch noch duschen gegangen (mit Hilfe von meinem Freund).

Mein Freund hat in der Zeit seinen Schwager angerufen (arbeitet auch beim städtischen Klinikum & kennt natürlich gefühlt jeden) – er  hat sich dann ins Auto gesetzt und uns zur Klinik gefahren. 

Um 20:13 Uhr wurde ich offiziell aufgenommen.

Soweit so gut. Ich wurde ans CTG angeschlossen, allerdings war ich dort grad mal 30 min.  Dann waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich drauf bestand etwas dagegen zu bekommen. 

Also erstmal an den Tropf. Schmerzen noch schlimmer, also nach einer PDA gebettelt.

Der, der die legen sollte war schon auf dem Weg, als er mit meinem Schwager ins Gespräch kam (von wegen: was machst du denn hier etc.). Dann meinte er auch, dass eine PDA bei mir schon nichts mehr bringt.

Nach 2 Stunden Klinik-zusammenbrüllen und Freund-fast-erwürgen (hab mich an seinem Pullover Kragen festgehalten) war der kleine Schatz um 22:15 Uhr da.

Ich werde nie vergessen wie mein Freund geschaut hat, er wollte weinen aber hat es unterdrückt. Er sagt mir bis heute noch wie sehr sich das Ereignis eingebrannt hat.

Er hat dann die Nabelschnur durchtrennt und ich hab erstmal mit Max gekuschelt, danach angelegt zum Stillen, da ich wollte, dass er die gute Vormilch bekommt. Dann habe ich 2 Abstilltabletten bekommen (persönliche Gründe). Die Ärztin hat alle Papiere fertig gemacht, was ewig gedauert hat. Gegen 00:30 Uhr ist mein Freund dann nach Hause gefahren (irgendwer muss sich ja noch um den Hund kümmern); gegen 01.30 Uhr waren wir auf unserem Zimmer, der Kleine hat durchgeschlafen und ich hab ihn die ganze Nacht beobachtet, weil ich es immer noch nicht fassen konnte .

Am 13.01. haben wir mit unserem Schwager und der Schwester von meinem Freund die Klinik verlassen und sind nach Hause gefahren.

Die 3 haben dann noch ein Paket vorbereitet mit Pre-Nahrung, Fläschchen und allem, was man so braucht. 

Damit hatte sich die Einleitung für Donnerstag (11.01) auch erledigt.

 

Vanessa W.

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

05_Freitag_Briefe_amK_13-09Der Tag an dem Ihr geboren wurdet, war ein ziemlich angsteinflößender Tag für mich und euren Papa. Ich war gerade erst in der 28. Schwangerschaftswoche und hätte nicht im Traum daran gedacht, dass eure Geburt kurz bevor stand. Die Schwangerschaft war sehr turbulent, und ich lag mehrere Wochen im Krankenhaus wegen starker Blutungen und vorzeitiger Wehen. Am Tag eurer Geburt machte ich noch Witze als die Visite kam und saß schon mit gepackten Koffern, um endlich wieder nach Hause zu gehen. Doch dann kam alles anders. Gegen elf Uhr bekam ich in regelmäßigen Abständen Wehen und musste in den Kreissaal. Dort wurde mir das CTG angelegt und ich konnte euren Herzen lauschen. Komischerweise sah man keine einzige Wehe auf dem Gerät. Die Wehen wurden stärker und die Oberärztin wurde hinzugezogen, diese untersuchte mich und sah mir schnell an, dass es sich um echte Wehen handelte. Mir wurde eine Spritze verabreicht, die eurer Lungenreife dienen sollte und hochdosiertes Magnesium um mögliche Hirnblutungen zu verhindern, da eure Venen und Gefäße noch ganz dünnwandig waren. Sämtliche Versuche die Wehen zu stoppen waren vergebens und so wurde ich gegen vier Uhr nochmal untersucht, zu diesem Zeitpunkt war der Muttermund schon 3 cm geöffnet und eure Geburt unausweichlich. Es ging alles Ratz Fatz und so war ich im Nullkommanix im Op, mir wurde eine Spinalanästhesie verpasst und ein paar Minuten später um genau 17.05 Uhr war er da, der erste kleine Schrei von der kleinen Leni- er war so leise aber er war da und ich war dermaßen erleichtert, dass ich mir die Tränen nicht mehr verdrücken konnte. Viel Zeit blieb mir nicht zum Durchschnaufen und da hörte ich schon den nächsten leisen Schrei von der kleinen Nele. Ich durfte euch nicht sehen, denn die Ärzte mussten euch sofort erstversorgen und euch ein Mittel namens Surfactant in die Lunge spritzen, damit ihr selbst atmen konntet. Nachdem ich genäht war, wurde ich kurz zu euch geschoben und mir wurde mitgeteilt, dass ihr selbstständig atmet, aber eine Atemhilfe benötigt um Atemaussetzer vorzubeugen. Geboren wurdet ihr mit 915 und 870 Gramm und jeweils 35 cm. Eine Handvoll Leben. Eine lange Zeit auf der Neo Intensiv stand uns bevor, aber wir haben jeden Tag gemeistert und ihr habt euch ins Leben gekämpft. Ich bin unsagbar stolz auf euch und liebe euch bis zum Mond und zurück. Der Tag an dem ihr geboren wurdet, hat mich zur Mama gemacht. Ein Tag voller Angst, aber noch mehr Liebe und Hoffnung. 

In ewiger Liebe eure Mama 

Melanie G.

 
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Happy baby - no alcohol - Maßgeschneidert und Unkonventionell

04_Donnerstag_Happy_Baby_12-09“It needs a village to raise a child”, hat schon immer meine englische Klassenlehrerin in der Montessori-Schule gesagt. Sie und meine Mutter waren immer im ganz engen Austausch miteinander und den anderen Lehrern und anderen Eltern, mit deren Kindern ich befreundet war. Nicht viel anders ist es in der Q+B-Maßnahme*, in der ich in einem Pflegeheim arbeite. Die Pflegedienstleiterin, die Leiterin der Q+B-Maßnahme, mein Intensivbetreuer der Wohngruppe und meine Mutter sind im permanenten Austausch.

Manchmal geht mir das auf den Wecker, weil ich das Gefühl habe, dass ich ständig überwacht bin. Ich bin doch kein kleines Kind mehr. Schließlich werde ich in diesem Jahr schon 18 Jahre alt. Aber Mama sagt immer, dass das daran liegt, dass die wenigsten Menschen über das Fetale Alkoholsyndrom Bescheid wissen. Und dass es so wahnsinnig viele Auswirkungen gibt, dass jeder Betroffene mit anderen Beeinträchtigungen zu kämpfen hat. Man kann also nicht von dem einen auf den anderen schließen.

Das stimmt. Und es hat bei meinen Kollegen hier lange gedauert, bis sie mich verstanden haben. Immer wieder kam es zu Situationen, die zu Missverständnissen geführt haben. Ein Beispiel: Ich habe einen festen Plan mit festen Zeiten für meinen Arbeitstag. Anhand von Zetteln arbeite ich die Aufgaben ab. Das macht es mir möglich, komplett selbständig zu arbeiten. Das gefällt mir. Nur, wenn ich zwischen diesen Aufgaben immer wieder kurzfristig gerufen werde etwas anderes zu erledigen, dann komme ich durcheinander. Es passiert, dass ich vergesse, was ich vorher gemacht habe, wie weit ich war, etc. Das stresst mich. Und wie das typisch für mich ist, wehre ich mich nicht, ich sage nichts. Ich kann es einfach nicht. Also finde ich für mich eine Lösung. Ich schließe mich in dem Zimmer, in dem ich gerade meine Arbeiten zu erledigen habe, ein. So kann ich in Ruhe meine Aufgaben erledigen. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass die anderen das komisch finden würden und sich wundern, was ich denn da im Zimmer treibe.

Ein anderes Beispiel: Die Bewohner im Heim sind nicht immer guter Laune. Manchmal sind sie so schlimm drauf, dass sie mich beschimpfen und beleidigen, so sehr, dass ich wütend werde. Ich spüre, wie in mir dieses Gefühl aufsteigt, dass ich bald die Kontrolle verliere. Um mich wieder in den Griff zu bekommen, habe ich gelernt wegzugehen, mich mit Musik oder rumlaufen abzulenken. Naja, und dann flüchte ich mich oft in den Umkleideraum und vergesse dort die Zeit, weil ich kein Zeitgefühl habe. Dann sitze ich dort gefühlt maximal zehn Minuten, in Wahrheit sind es locker zwanzig. Tja, und alle denken, ich habe keine Lust zu arbeiten, ich würde schwänzen.

Solche Sachen erzähle ich immer meiner Mutter. Die hat sich bisher mit den anderen ausgetauscht und erklärt. Jetzt soll ich aber lernen mich alleine zu verständigen. Deshalb mache ich jeden Freitag mit einer Kollegin eine Kaffeepause, während der wir über die Arbeit sprechen. Anfangs war mir das nicht möglich, weil mir alle noch zu fremd waren. Inzwischen geht es immer besser.

Überhaupt geht alles immer besser. Ich arbeite ja inzwischen schon 35 Stunden die Woche. Anfangs hatte ich noch Sorge, ob ich das schaffe. Aber es fiel mir tatsächlich gar nicht schwer. Ich fühle mich so wohl dort, dass ich gerne zur Arbeit gehe. Ich habe keine Probleme mit Motivation. Ich habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet abzubrechen. Ich werde auch viel gelobt für meine Arbeit. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Jetzt hat mir die Einrichtungsleitung sogar gesagt, dass sie mich gerne behalten wollen. Ich soll eine auf mich zugeschnittene feste Stelle bekommen. Mama sagt, dass das ein Novum ist. Denn ich habe ja keine Ausbildung und der Job wird ganz auf meine Fähigkeiten ausgerichtet. Ich freue mich wahnsinnig darauf. Denn dann bekomme ich ja auch Geld für meine Arbeit und kann für mich alleine sorgen.

 

Die Geschichte von Luca ist ein Paradebeispiel für gelungene Inklusion. Eine unkonventionelle Inklusion, wie sie von Martin Sonnenschein, Unternehmensberater und Vater dreier Söhne, einer davon behindert, in der Wochenzeitung Die Zeit vom 28.03.2019, gefordert wird:

“Wer inklusive Arbeitsplätze schaffen will, muss bereit sein, sich auf sehr individuelle Bedürfnisse einzulassen. Diese Bereitschaft ist bisher wenig ausgeprägt, auch wenn gerade die Betriebsräte und Gewerkschaften sehr engagiert dabei sind.Wir brauchen einen funktionsfähigen Arbeitsmarkt, neue Jobprofile, Vorbilder.Die Jobs für behinderte Menschen müssen kreiert werden, die gibt es nicht einfach so. Sie müssen zur Behinderung passen. Es gibt so viele verschiedene Behinderungen, dass man Jobs nur schaffen kann, wenn man erkennt, was der konkrete Bewerber wirklich braucht. Das ist eine Herangehensweise, die Unternehmen nicht gewohnt sind.

Nehmen wir an, ein junger Mensch mit leichten geistigen Einschränkungen möchte in einem Hotel eine Ausbildung machen. Er müsste nicht, wie es bei allen anderen Auszubildenden gehandhabt wird, sämtliche Stationen wie Rezeption, Restaurant, Room-Keeping oder Bankett durchlaufen. Man sollte besser von Beginn an überlegen, welche Arbeit er mit seinen Fähigkeiten gut ausüben kann, und ihn dann konkret dafür ausbilden, auch wenn das von der Regel abweicht.“

*Q+B-Maßnahme: In vielen Bundesländern in Deutschland wird die “Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung der Armut und jeglicher Diskriminierung” (Art. 9 Abs. 1 Nr. 9 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013) in Anspruch genommen. Im Vordergrund steht die Erweiterung des Berufswahlspektrums für eine Ausbildung oder Arbeit. Das heißt im Klartext, dass den Probanden die Möglichkeit gegeben wird, die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen, indem verschiedene Berufsfelder im zumutbaren Modus erprobt werden können. Das Gute ist, dass die Stabilisierung der Persönlichkeit der Q+B-Teilnehmer intensiv sozialpädagogisch begleitet wird. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, die Maßnahme sehr individuell zu gestalten. Dies hinsichtlich der zeitlichen sowie der mentalen Belastbarkeit und auch der Entscheidung, wann und ob ein berufsschulbildender Einsatz Sinn macht.

Autorin: Dagmar Elsen

 

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10 Mütter im Interview - Rauchen in der Schwangerschaft - Was haltet ihr davon?

03_Mittwoch_10_Mutter_Vorlage„Finde ich wirklich ganz schlimm! Solche Frauen dürften keine Kinder bekommen, wenn sie es nicht mal schaffen 9 Monate auf sowas zu verzichten.“ (Anja Z.)

 

„Rauchen in der Schwangerschaft ist genauso verantwortungslos wie trinken in der Schwangerschaft. Man schadet seinem ungeborenen Kind und ich finde diese einzigartige Gesundheit sollte man nicht wegen einer Zigarette aufs Spiel setzen. Natürlich sagen ganz viele Frauen, sie haben geraucht und alles ist gut, aber es gibt genug Fälle wo es dem Kind erheblichen Schaden zugefügt hat. Diesem Risiko würde ich mein Kind niemals aussetzen. Sobald man ein Kind plant sollte man mit dem Rauchen aufhören.“ (Corina K.)

 

„Geht gar nicht. Für mich fängt Verantwortung in der Schwangerschaft an. Ich habe sofort mit positivem Test aufgehört und seitdem keine Zigarette mehr angefasst.“ (Kenja K.)

 

„Rauchen in der Schwangerschaft ist ein absolutes no go und ich kann nicht verstehen, wie man so egoistisch sein kann und weiter raucht. Die Gesundheit des Kindes wird absichtlich aufs Spiel gesetzt. Wenn man sich für ein Kind entscheidet, dann muss man in einigen Dingen zurückstecken, ohne wenn und aber!“ (Yvette E.)

 

„Rauchen in der Schwangerschaft ist für mich ein absolutes No Go...allerdings bin ich auch Nichtraucher und kann eventuell nicht nachvollziehen, wie es ist von heute auf morgen das Rauchen sein zu lassen. Aber ich denke, das wohl des Kindes sollte für jede Mama an erster Stelle stehen und nicht die eigenen Bedürfnisse, die das Kind schädigen.“ aus zu gehen um erst mal Luft zu holen. Gewalt ist keine Lösung für mich.“ (Saskia H.)

 

„Das ist ein absolutes No Go!!!! Man schadet nicht nur sich, sondern auch dem Ungeborenen. Das kleine Würmchen kann sich nicht mal wehren.“ (Anja W.)

 

„Ich persönlich bin Nichtraucher und finde es unverantwortlich das schon dem ungeborenen Kind anzutun. Erwachsene Menschen haben Angst vor Entzugserscheinungen wenn sie das Rauchen aufgeben, warum möchte man das seinem kleinen Baby antun wenn es auf die Welt kommt? Ich finde das ist ein no go!! „ (Tugba J.)

 

„Ich bin selbst Raucherin, aber während Schwangerschaft und Stillzeit habe ich konsequent darauf verzichtet. Das Rauchen in der Schwangerschaft sollte per Gesetz verboten werden, ebenso wie Alkohol.“ (Nicole K.)

 

„Gar nichts - ein No-Go.“ (Jasmin M.)

 

„Rauchen in der Schwangerschaft ist in meinen Augen ein absolutes No-Go. 

Denn der kleine Bauchzwerg kann nichts dafür.“ (Verena A.)

 
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10 Tipps - Zum Oma/Opa werden

02_Dienstag_10_Tipps_10-09Wenn ein Kind geboren wird, ist das nicht nur für die Eltern das wohl größte Geschenk des Lebens – auch für die Großeltern beginnt mit der Geburt des Enkelkindes eine neue, eine, wie ich finde, unglaublich aufregende Zeit. Es ist wundervoll erleben zu dürfen, wie dieses kleine Wesen heranwächst, sich entwickelt und die Welt erkundet. „Das haben Großeltern doch bei den eigenen Kindern auch schon erlebt...“, werden jetzt vielleicht viele denken. Ja, das stimmt. Und dennoch ist es ein völlig anderes Erlebnis, Enkelkinder in ihr Leben begleiten zu dürfen. Nicht nur, weil die wenigsten Großeltern die Kleinen tagtäglich um sich haben sondern auch, weil die Erfahrung des Elternseins und die weit weniger große Verantwortung in Erziehungsfragen vieles einfacher macht. 

Damit ein gutes und harmonisches Zusammensein mit Großeltern, Eltern und Kindern funktioniert und Spannungen so gut wie möglich ausbleiben, hier ein paar Tipps aus der eigenen Erfahrung als Oma und Opa. 

1. Zurückhaltung 

„Sind die Söckchen nicht zu dünn? Das Kleine hat ja ganz kalte Füße!“ Omas Fürsorge ist sicherlich gut gemeint, macht jungen Müttern das Leben aber unnötig schwerer als es ohnehin schon ist. Wir Großeltern sollten und dürfen darauf vertrauen, dass auch unsere Töchter oder Schwiegertöchter genügend Urinstinkt mitbringen, um zu wissen, wie sie ihr Baby kleiden müssen. Wenn wir zurückdenken an unsere Zeit als frischgebackene Mama werden wir ganz schnell wissen, dass auch wir es ohne Zutun der eigenen Mutter ganz gut geschafft haben, unsere Kinder auf ihr späteres Leben vorzubereiten. Ohne Erfrierungen an den Füßen oder Händen. Eher waren unsere Kinder zu warm eingepackt und haben uns das mit rot erhitztem Gesichtchen und verschwitzten Haaren mehr als einmal deutlich gemacht. Auch wann und was der Nachwuchs essen oder trinken soll, müssen junge Mütter ganz für sich entscheiden. Kein Enkelkind ist das genaue Abbild unserer eigenen Kinder, darüber müssen wir uns im Klaren sein. Und auch darüber, dass sich in den letzten 20 bis 30 Jahren – in diesem Alter sind vermutlich unsere Kinder in dem Moment, in dem sie selbst Eltern werden – vieles geändert hat. Die Zusammensetzung der Nahrung, die textilen Eigenschaften der Kleidung und auch so manche Sichtweise, wie Kinder zu erziehen sind. 
Vertrauen wir einfach darauf, dass wir unsere Kinder zu guten, vernünftigen und verantwortungsbewussten Menschen erzogen haben, dann können wir sicher sein, dass es den Enkelkindern in ihrer Obhut an Nichts mangelt. 

2. Hilfsbereitschaft im Stand-By-Modus

Einmischen, das haben wir gerade erfahren, ist keine gute Idee. Aber bereit stehen, wenn Hilfe gebraucht wird, um Rat gefragt wird oder einfach nur jemand zum Zuhören gewünscht wird, das sollten Großeltern in jedem Fall. Erinnern wir uns zurück an die Zeit, als wir selbst junge, unerfahrene Eltern waren: Nicht selten sind Fragen aufgetaucht, auf die wir keine Antwort hatten, die wir mit unserem gesunden Menschenverstand und Instinkt einfach nicht gefunden haben. Wer seinerzeit Eltern hatte, auf deren Rat er vertrauen durfte, konnte deutlich entspannter in das Abenteuer der Kindererziehung starten. Seid da für eure Kinder, beantwortet ihre Fragen so gut es geht. Erzählt von euren Erfahrungen und gebt Tipps – wenn ihr danach gefragt werdet. Aber – ja, jetzt kommt ein großes Aber: Akzeptiert, wenn eure, ganz sicher gut gemeinten, Ratschläge letztlich doch nicht umgesetzt werden. Erstens stammen eure Erfahrungen aus einer Zeit, die sich doch sehr von der heutigen unterscheidet und zweitens kann ein Tipp aus eurem Erziehungs-Ratgeber durchaus auch der Anstoß für die jungen Eltern sein, etwas ähnliches, euch aber nicht unbedingt schlüssiges sein. 

3. Verwöhnen

Es gibt einen Spruch, der zum Nachdenken anregen soll und muss: „Nach einem Besuch bei Oma und Opa sind Kinder erziehungstechnisch wieder auf Werkseinstellungen zurück gesetzt“.  Das sollte auf keinen Fall passieren – wer von uns Großeltern möchte dafür verantwortlich sein, dass es zwischen den Enkelkindern und ihren Eltern nach einem Besuch bei uns ein unnötiges Spannungsverhältnis gibt? Wir sollten und müssen unseren Kindern und Schwiegerkindern so viel Respekt entgegen bringen, dass wir deren Erziehungs-Grundsätze akzeptieren, respektieren und auch im Umgang mit den Enkelkindern praktizieren. „Dann kann ich die Kleinen ja gar nicht verwöhnen! Das ist doch das schönste für mich als Oma oder Opa“, werden viele jetzt denken. Stimmt nicht – das geht trotzdem und sogar sehr gut! Besprecht einfach im Vorfeld mit den Eltern, was die Kleinen bei Oma und Opa dürfen, was zu Hause eher die Ausnahme ist. Ein Beispiel: Meine Enkelkinder kommen auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause an einer Bäckerei vorbei. Wenn Papa oder Mama die beiden abholen, ist Süßes aus der Bäckerei tabu. Sind aber Oma oder Opa dabei, dann wissen beide, dass sie sich in der Bäckerei eine Süßigkeit aussuchen dürfen. 
Es sollte Grundregeln geben, an die sich die Enkelkinder sowohl zu Hause als auch bei den Großeltern halten müssen. Gleichzeitig aber sollte es Dinge geben, die den Besuch bei Oma und Opa zu etwas ganz Besonderem machen. Immer aber in Absprache mit den Eltern – diese sind es nämlich, die tatsächlich im Alltag die „Arbeit“ haben, ihre Kleinen wieder auf Kurs zu bringen, wenn der Erziehungs-Kurs völlig aus dem Ruder gelaufen ist. 

4. Oma/Opa erzähl mal

Wenn Enkelkinder größer sind, spätestens, wenn der Nachwuchs in die Schule geht, dürften die ersten Fragen auch an uns Großeltern heran getragen werden nach dem Früher. Auch nach dem, wie Papa oder Mama als Kinder waren. Das ist eine Situation, in der sich Großeltern sehr genau überlegen sollten, wie sie dem Enkelkind was näher bringen. Die Unwahrheit – das versteht sich von selbst – sollte immer außen vor bleiben. Aber wie sag ich es meinem „Enkel“-Kinde, dass der Papa oder die Mama in jungen Jahren nicht nur ein Vorzeige-Kind gewesen ist. Wie viel Wahrheit ist gut für die Kleinen? Wie viel Wahrheit ist gut für die weitere Entwicklung und vor allem, mit welchen Aussagen untergrabe ich die Autorität der Eltern? Hier tut Abwägung Not und die Antworten sollten sich auch immer auf den jeweiligen Entwicklungsstand der Enkelkinder beziehen. Ist zum Beispiel die Pubertät gerade in vollem Gange und die Kinder rebellieren vor allem gegen die eigenen Eltern, sollte das nicht unbedingt noch damit befeuert werden, dass wir unsere eigenen Kinder in den Augen der Enkelkinder schlecht machen. Erklären Sie dem Enkel, dass es auch zwischen Ihnen und Ihrem Kind Streitigkeiten gab. Erklären Sie ihr oder ihm aber auch, was diese schwierige Phase für Sie persönlich bedeutet hat. Welche Ängste und Sorgen Sie als Eltern in dieser Zeit gehabt haben. Es könnte in Ihrem Enkelkind das Bewusstsein schaffen, dass auch seine Eltern eine schwere Zeit durchmachen und dass nichts desto trotz Mama und Papa und die Großeltern heute ein inniges Verhältnis zueinander haben. 

5. Vertrauen aufbauen

Vor allem dann, wenn die Enkelkinder schon etwas älter sind und – wie oben schon erwähnt – sich in der Pubertät befinden, gibt es Dinge, über die sie mit den Eltern nicht sprechen möchten. Vielleicht kommt ihr Enkel mit einem Problem zu ihnen um sich sein Herz auszuschütten. Gleichzeitig aber werden Sie gebeten, auf keinen Fall den Eltern etwas davon zu erzählen. Und jetzt? Jetzt sitzen wir zwischen den Stühlen! Zum einen möchten wir das Vertrauen des Enkelkindes auf keinen Fall enttäuschen, zum anderen sind wir aber der Meinung, dass das Thema unbedingt mit den Eltern besprochen und geklärt werden muss. Eines vorweg: Eigenmächtig mit den Eltern reden geht gar nicht! Wie würden Sie selbst reagieren, wenn eine Person ihr Vertrauen derart missbrauchen würde? Viel besser ist es, zu versuchen, diesem jungen, im Augenblick ziemlich verunsicherten Menschen das Gefühl zu geben, ihn an der Hand zu nehmen und durch das unruhige Fahrwasser zu geleiten. Schlagen Sie vor, gemeinsam mit den Eltern das Gespräch zu suchen. Suchen Sie gemeinsam mit der Enkeltochter oder dem Enkelsohn  nach Worten, mit denen das Thema angesprochen werden kann. Geben Sie ihrem Enkelkind einfach das gute Gefühl, nicht alleine zu sein.

 

6. Das Abenteuer „übernachten“

Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeit, die wir ohne die Eltern bei Oma und Opa verbringen durften. Meist war das in den Schulferien. Was für ein Spaß! Doch bis es soweit ist, dass die kleinen „Großen“ über einen längeren Zeitraum ohne die Eltern bei den Großeltern die Ferien verbringen dürfen, sollte es eine Phase der Vorbereitung geben. Wann diese beginnt, hängt unter anderem auch davon ab, wie oft euer Baby bzw. Kleinkind die Großeltern sieht. Denn je weiter die Familien voneinander entfernt leben, desto länger dauert naturgemäß der Prozess des Kennen- und Vertrauen-Lernens. Kinder, deren Großeltern quasi in der Nachbarschaft oder gar im gleichen Haus leben, können viel früher zunächst einzelne Stunden und dann auch mal ein ganzes Wochenende mit Oma und Opa verbringen. Kinder und Großeltern, denen es aufgrund der Entfernung seltener vergönnt ist, sich zu sehen, sollten dieses Abenteuer erst dann angehen, wenn die Kleinen ein Gefühl für Trennung, Entfernung und vor allem auch Zeit entwickelt haben. Denn was nutzt es, dem Kind zu erklären, dass Mama und Papa es in zwei Tagen wieder abholen, wenn das Kind mit diesem Zeitraum so gar nichts anfangen kann. Verlustängste und in nicht seltenen Fällen auch Panikattacken führen nicht nur zu Stress bei den Kindern, sondern auch bei den Großeltern, die sich dann oft überfordert fühlen. Zielführend für ein entspanntes Verhältnis zwischen den Generationen ist das sicherlich nicht. Daher gilt: Lieber später das Abenteuer „Ferien bei Oma und Opa“ angehen, als aufgrund überstürzter Aktionen eine Gefühlsbarriere für die Zukunft zu schaffen. Dann werden die Tage, die eure Kinder in der Obhut eurer Eltern verbringen durften, für immer in Erinnerung bleiben. Denkt ihr auch so gerne und mit verklärtem Blick an die Zeit zurück, in der Oma und Opa ganz und gar euch gehörten? Ich – und ich glaube, auch meine Kinder schon. 

7. Von der Anstrengung „Großeltern sein“

Zugegeben, ich bin Oma mit Haut und Haaren. Und ich genieße jeden Augenblick, den ich mit meinen Enkelkindern verbringen darf. Aber ich gebe auch zu, dass ich nach einem Nachmittag mit den beiden an meine Grenzen stoße. Mancher wird sich fragen: Wie hat sie das dann mit ihren eigenen beiden Kindern geschafft? Nun ja, das ist fast 30 Jahre her. Mit zunehmendem Alter nimmt die Belastungsfähigkeit einfach ab, nicht nur psychisch, auch physisch. Sind wir früher mit unseren eigenen Kindern stundenlang in deren selbst gebauter Höhle unter dem Tisch gesessen und haben vorgelesen, schmerzt heute nach kurzer Zeit der Rücken. Da liest es sich besser am Tisch oder auf dem Sofa – auch wenn das für die Enkelkinder natürlich nicht so spannend ist, wie in der Höhle. 
Beim Fußballspielen geht uns Großeltern schneller die Puste aus und auch das seit gefühlten Jahrhunderten so beliebte „Engelchen flieg“ fordert seinen Tribut schneller als des den Kindern lieb ist. Aber auch die Drahtseile, besser als Nerven bekannt, haben an Belastbarkeit verloren. Das liegt in der Regel daran, dass wir uns im Umgang mit den Enkelkindern unsicherer fühlen, oft ein unglaublich hohes Verantwortungsgefühl entwickeln und manchmal sogar ein schlechtes Gewissen. Wer hat sich nicht selbst schon dabei ertappt, den Enkeln Dinge erlauben zu wollen, die es früher bei den eigenen Kindern nie gegeben hätte. Wir befinden uns in einer Zwickmühle – auf der einen Seite verstehen wir uns als Eltern unserer Kinder, die immer noch Vorbild sein wollen, auf der anderen Seite wollen wir unseren Enkeln die besten Großeltern der Welt sein. Und die machen einfach alles mit, geben immer nach und stehen jederzeit für jedes Abenteuer bereit. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, zu ihren Kindern und ihren Enkelkinder. Reden Sie darüber, wenn Sie sich etwas nicht zutrauen, Ihnen eine Situation einfach zu anstrengend und nervenaufreiben ist. Nur Ehrlichkeit schafft Verständnis und Vertrauen. Sie werden sehen – weder die Kinder, noch die Enkelkinder werden sich zurückziehen oder in Ihnen nicht mehr die perfekten Großeltern sehen. 

8. Brücken bauen zwischen damals und heute


Wie haben wir es geliebt, wenn die Großeltern aus einer längst vergangenen Zeit erzählt haben! Und wie gerne erinnern wir uns an die legendären Dampfnudeln, die niemand so gut zubereiten konnte wie die Oma! Damit auch eure Enkelkinder später in solchen Erinnerungen schwelgen können, sind Rituale und Traditionen unerlässlich. Beim gemeinsamen Pfannenkuchen backen hören die Enkelkinder ganz besonders gerne zu, wenn Oma von früher erzählt. Oder wenn draußen die ersten Schneeflocken fallen, schaffen es Erzählungen aus der Kindheit von Opa oder Papa, in Kindern fantastische Bilder zu erzeugen. Verbunden mit dem Duft des heißen Kakao, den es mit dem typischen Geschmack nur bei Oma und Opa gibt, knüpft das Gehirn unauflösliche Bande der Erinnerung, die nicht selten der Beginn neuer Familienbräuche sein können. Oder eben uralte, seit Generationen gelebte Bräuche in ihrem Fortbestand sichern. In unserer Familie könnte, so hoffe ich es insgeheim ein bisschen, ein neuer Brauch entstanden sein. Auf die Frage an meinen Enkel (zu der Zeit fast 5), was er sich denn am Heiligen Abend zu essen wünsche, kam ohne zu überlegen die Antwort: „Pfannenkuchen“. Sein Wunsch wurde erfüllt – Pfannenkuchen in allen erdenklichen Variationen könnten der neue Weihnachtsbrauch in unserer Familie werden, denn alle drei Generationen waren begeistert. 


9. Was schenken wir?

Geburtstag, Weihnachten, Ostern ... das sind nur einige Anlässe, die Großeltern nutzen können und in der Regel auch wollen, dem Nachwuchs mit einem Geschenk eine Freude zu bereiten. Doch was? Diese Frage lässt sich zugegebener Maßen gar nicht so einfach beantworten. Natürlich sollte erst einmal das Kind nach seinen Wünschen gefragt werden – sofern es diese schon artikulieren kann. Schreiben Sie eine Wunschliste die Sie dann mit den Eltern der Kleinen durcharbeiten. Denn nicht jedes Geschenk, dass Ihr Enkelkind sich wünscht und das Sie vielleicht auch bereit wären, anzuschaffen, sorgt für Begeisterung bei den Eltern. Die nämlich müssen es im Alltag ertragen, wenn stundenlang Trommelwirbel aus dem Kinderzimmer zu hören ist oder der bellende und krabbelnde Hund im Wohnzimmer oder im Esszimmer seine unermüdlichen Runden dreht. Manchmal ist es aber schlichtweg so, dass Eltern ihrem Kind einen Wunsch schon seit einer Weile abschlagen, weil sie sich das Geschenk schlichtweg nicht leisten können. Junge Familien müssen in der Regel mit ihren Finanzen sehr genau haushalten. Dann gleicht es – wenn auch mit Sicherheit nicht beabsichtigt – wenn die Großeltern plötzlich genau mit diesem Geschenk vor der Tür stehen. Ist darüber aber im Vorfeld gesprochen worden, dann steht ungetrübter Freude natürlich nichts im Weg. 
Ein Tipp, wenn es um Geburtstagsgeschenke geht, ist mir an dieser Stelle aus persönlich gemachter Erfahrung zu einem Geburtstag meines Sohnes sehr wichtig! Schenken Sie auch den „Nicht-Geburtstags-Geschwistern“ eine Kleinigkeit. Es schmerzt und ist für kleine Kinder schlichtweg überhaupt nicht zu verstehen, wenn sie scheinbar nicht wertvoll genug sind, auch mit einer kleinen Aufmerksamkeit von den geliebten Großeltern (oder auch der Tante, dem Onkel) bedacht zu werden. 

10. In vollen Zügen genießen

Mein letzter Tipp für alle Großeltern, alle Omas und Opas, Großis, Omis und Opis oder wie auch immer die Enkelkinder euch nennen: Genießen wir die Zeit die uns geschenkt wird mit unseren Enkelkindern! Sie sind neben unseren Kindern der Garant dafür, dass ein Stück von uns auch dann noch diese wundervolle Erde bevölkert, wenn wir längst nicht mehr da sind. In ihnen leben wir weiter.  Die Kleinen sind geboren aus der Liebe, die wir an unsere Kinder weitergegeben haben. Im Vertrauen darauf, unsere Kinder zu verantwortungsvollen und liebenden Menschen erzogen zu haben können wir auch darauf vertrauen, unsere Enkelkinder zu ganz wundervollen Menschen heranwachsen zu sehen. Mit all ihrer Unvollkommenheit und all ihren Fehlern – die gehören nun einmal dazu. Wir dürfen stolz sein – auf unsere Kinder und ihre neue kleine Familie in der auch wir unseren Platz haben dürfen.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageMein Name ist Maike und ich bin 29 Jahre alt. Direkt, als mein Partner und ich erfuhren, dass ich schwanger war, hatten wir den kleinen Krümel in meinem Bauch in unser Herz geschlossen. Die Schwangerschaft verlief bis auf die üblichen Wehwehchen, wie hier mal ein Morgen mit Übelkeit und da mal etwas Rückenschmerzen, sehr ruhig und schön und mit jedem Mal Baby-TV bei der Frauenärztin, wurde unsere Vorfreude größer und größer. 

Der Krümel entwickelte sich auch super und war schon ziemlich schnell zum Brötchen geworden.

Weil er allerdings so groß geschätzt wurde, bekam ich einen Termin im Klinikum, bei dem geschaut werden sollte, ob eingeleitet wird, damit das Krümelchen nicht zu groß für eine natürliche Geburt wurde. Immerhin war er mein erstes Kind.

In der Nacht vor dem Termin (der 4 Tage vor dem errechneten Entbindungstermin lag) hatte ich dann allerdings auch schon leichte Wehen und im Klinikum wurde festgestellt, dass ich auch schon etwas Fruchtwasser verloren hatte, weshalb dann direkt eingeleitet wurde. Das kam für meinen Partner (der mich morgens spontan begleitet hat) und mich dann zwar ziemlich plötzlich, aber irgendwie war man auch erleichtert, dass es endlich losging. 

Um 11 Uhr wurde mir dann das Zäpfchen gelegt und gegen 15 Uhr hatte ich die ersten deutlichen Wehen.

Da wir allerdings gerade erst umgezogen waren, musste mein Partner nochmal weg, da die Wohnungsübergabe anstand. Also hielt ich die ersten Wehen ohne Hand zum Festklammern aus und musste regelmäßig zum CTG-schreiben. Die Wehen kamen, wurden schnell stärker und pünktlich zum Platzen der Fruchtblase gegen 17:30 Uhr kam mein Partner dann endlich zurück. Da ich zu dem Zeitpunkt schon auf meinem Zimmer lag und natürlich, wie das dann immer so ist, die beiden Zimmernachbarinnen gerade Besuch hatten, rief er eine Schwester, die mich samt Bett direkt in den Kreißsaal schob. Es sollte also losgehen.

Es ging dann auch tatsächlich alles ganz schnell, was laut Hebamme wohl eher ungewöhnlich war für eine Erstgeburt. Der Muttermund öffnete sich recht zügig und auch die Presswehen meldeten sich rasch an. Genau die machten uns dann aber Probleme. Als ich das erste Mal pressen durfte, meldete sich das CTG mit einem fiesen Piepen. Die Herztöne des Krümels waren gefährlich abgesackt und mit einem Mal ging alles ganz schnell. Während mein Partner mich beruhigte, standen auf einmal statt der einen Hebamme noch 3 weitere und zwei Ärzte im Kreißsaal und ich wurde für einen Notkaiserschnitt umgezogen. So wirklich realisiert habe ich allerdings nicht, was passierte, weil ich nur Sorge um mein Krümelchen hatte. Nachdem sich die Herztöne noch einmal beruhigt hatten und es dann bei der nächsten Presswehe aber doch wieder kritisch wurde, wurde ich in den OP gebracht. Leider durfte mein Partner nicht mitkommen, da alles so schnell gehen musste. In der Hektik und da ich noch Schmerzen durch die Wehen hatte und schlecht stillhalten konnte, war das Setzen der Betäubung schwierig, klappte dann aber irgendwann zum Glück doch, sodass ich zumindest keine Vollnarkose bekommen musste.

Dann ging alles ziemlich schnell. Ein sehr netter Pfleger saß die ganze Zeit an meinem Kopf und redete mit mir. Irgendwann konnte ich dann endlich einen Schrei hören und wusste der Krümel ist da. Nachdem er untersucht wurde, durfte ich ihn dann auch endlich kurz sehen und ich kann euch sagen: Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich. Er war gesund und munter. Die Herztöne waren mit jeder Presswehe abgesackt, weil sich seine Nabelschnur um seinen Hals gelegt hatte, aber das hatte der kleine Superheld gut überstanden.

Während er dann schon zum Papa gebracht wurde, der die ganze Zeit wartend im Kreißsaal verbracht hatte und schon ziemlich nervös war, wurde meine Bauchdecke noch wieder zugenäht und ich musste noch eine Weile im Aufwachraum überwacht werden.

Als ich dann endlich zu meinen zwei Liebsten durfte, war das ehrlich gesagt ziemlich komisch. Da lag mein Freund auf dem Bett und auf seiner Brust ein kleines Wesen. Mein erster Gedanke war: Das ist mein Baby? 

Als er mir dann auf dem Bauch gelegt wurde, brauchte ich tatsächlich noch einen Moment, um zu verstehen, dass er tatsächlich das Krümelchen ist, das 9 Monate in meinem Bauch war. Irgendwie fehlte mir dieser Moment, ihn direkt nach der Geburt bei mir gehabt zu haben. 

Ich stillte den Kleinen das erste Mal und genoss die Zeit dann immer mehr mit ihm. Ehrlich gesagt, so richtig verstanden, dass er mein Kind ist, habe ich in der Nacht noch nicht. Das brauchte tatsächlich seine Zeit und die ersten Tage waren etwas schwer. Aber mit jeder Minute wurde meine Liebe zu dem Krümel immer größer und langsam wurde mir auch bewusster, dass ich Mama bin; endlich. Und es gibt nichts Schöneres als dieses Gefühl. Wenn der Kleine mich heute, 3 Monate später anlacht, könnte ich Purzelbäume schlagen vor Freude. Auch wenn seine Geburt ziemlich aufregend war, gab es für mich keinen schöneren Tag in meinem Leben.

 
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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

05_Freitag_Briefe_amK_06-09Mein liebes Kind, 

Vor über 6 Jahren lernte ich Dich kennen, ich lernte es Dich zu lieben, ich lernte Dich zu verstehen auch wenn Du leise bliebst. Irgendwann nahmst Du meine Hand, du schenktest mir Vertrauen, Stück für Stück. Wir wurden ein Team, dein Papa, Du und Ich! 

Als Du größer wurdest lernten Wir uns zu streiten und vor allem uns wieder zu versöhnen. 

Für viele ist es normal solch eine Mama an der Seite zu haben, für Dich war es das nicht. Man merkte die Angst, dass ich Dich verlasse, an jedem Abend an dem ich Dich ins Bett bringen durfte, als Ich Dir Lieder sang und Geschichten vorlas. Ich wartete bis Du schliefst, hielt Deine Hand, summte leise Dein Lieblings Schlaflied und war für Dich da. 

Dann wurdest Du ein großer Bruder, dein Vertrauen, dass ich bei Dir bleibe wurde größer, ich hatte es nach 3 Jahren endlich geschafft. 

 

Nun bist Du bald 12 Jahre alt, ab und zu bin ich Dir peinlich und vor allem bin ich gemein, wenn Du aufräumen sollst. Im Streit sagst Du oft "Du hast mir nichts zu sagen, Du bist nicht meine Mutter" und bereust das sofort. Du verdrehst gern die Augen und stöhnst genervt, wenn Ich dir was sage. Klar tut das weh, aber es ist ok - es liegt am Alter und nicht an mir, das habe ich gelernt. 

Eine Mama kann niemand ersetzen, aber ich gebe mein bestes Dir eine Freundin zu sein, ein Vertrauter, ein Vorbild, der Trost an schlechten Tagen. Ich bin für Dich da, solange Du mich brauchst. 

Ich liebe Dich

Deine (fast) Mama ❤ 

 
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Happy baby - no alcohol - FAS ist ein weltweites Problem

04_Donnerstag_Happy_Baby_05-09Jede Stunde werden weltweit 1.700 Kinder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom geboren. Das sind 630.000 Kinder pro Jahr. Von den Regionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Europa am stärksten betroffen: Eine von 13 Frauen bringt auf diesem Kontinent ein Kind mit Fetalen Alkoholschäden auf die Welt.

Beim Ländervergleich liegt Südafrika mit weitem Abstand vorn: 111,1 Fälle kommen auf 1.000 Einwohner. Es folgen Kroatien (53,3 pro 1.000 Einwohner), Irland (47,4 pro 1.000 Einwohner), Italien (45,0 pro 1.000 Einwohner) und Weißrussland (36,6 pro 1.000 Einwohner).

In Südafrika leidet etwa jeder 17. Südafrikaner unter dem Fetalen Alkoholsyndrom. Jedes Jahr kommen 72.000 neue Fälle hinzu. Die Foundation for Alcohol Related Research spricht von mehr als drei Millionen Betroffenen. Am schlimmsten soll es in der Weinbauregion rund um Kapstadt sein. Hier zählte man bis zu 199 Fälle pro 1000 Einwohner. Das erklärt sich mit dem sogenannten Dop-System, einer vor 400 Jahren eingeführten Tradition, nach der die Sklaven und Arbeiter in den Weinbergen mit süßem Wein statt mit Geld für ihre Arbeit entlohnt wurden, um sie alkoholabhängig und damit gefügig zu machen. Zwar ist diese Praxis offiziell vor mehr als 50 Jahren verboten und mit einer hohen Geldstrafe (umgerechnet 66.000 Euro) belegt worden. Doch wie die Menschen eben so sind. Es gibt immer Mittel und Wege: Die Weinfarmer verkaufen einfach billige Spirituosen auf der farmeigenen Taverne auf Kredit.

Auch in anderen Ländern sind gibt es besondere Häufigkeiten zu beobachten. Beispielsweise in Schweden wurde eine hohe Prävalenz (512 auf 1.000 Kinder) gefunden bei Kindern, die von schwedischen Paaren aus Osteuropa adoptiert worden waren. Oder auch bei den kanadischen Ureinwohnern. Hier waren von 1.000 Personen 190 vom Fetalen Alkoholsyndrom betroffen.

Bei der Frage nach der Alkoholkonsum-Prävalenz in der Schwangerschaft verhält sich das Rating ein wenig anders. Hier liegt Europa mit Abstand vorn. Am meisten wird in Irland getrunken (60,4%), gefolgt von Weißrussland (46,6%) und Dänemark (45,8%). Weiter geht es mit Großbritannien (41,3%) und Russland (36,5%).

Südafrika liegt im Ranking deshalb nicht vorn, da nach Schätzungen der WHO mehr als zwei Drittel der Südafrikaner gar keinen Alkohol trinken, die übrigen dafür aber sehr viel.

23.470 Studien von 187 Ländern haben bei den Auswertungen des Teams von Svetlana Popova vom Centre for Addiction and Mental Health im kanadischen Toronto als Grundlage gedient. Deutschland war nicht dabei.

Quellen: The Lancet, Bayrische Akademie für Sucht – und Gesundheitsfragen, Jama Pediatrics, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ärzteblatt

 

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10 Mütter im Interview - Ein Klaps schadet nicht. Wie seht ihr das?

03_Mittwoch_10_Mutter_04-09„Absolut gar nichts. Wie sollen meine Kinder lernen, dass man andere Kinder nicht hauen darf, wenn sie es von mir lernen. Ich möchte auch nicht gehauen werden.“ (Anja Z.)

 

„Ich bin absolut gegen Gewalt an Kindern. Egal ob es nur ein Klaps ist oder nicht. Ich habe und werde meine Kinder nicht zur Bestrafung schlagen. Im Übrigen finde ich anbrüllen genau so blöd. Es gibt andere Möglichkeiten, um seinem Kind klar zu machen, dass es etwas blödes gemacht hat. Oft wissen die Kinder ja gar nicht, was jetzt blöd war und warum sie dafür einen Klaps bekommen haben.“ (Corina K.)

 

„Jeder Klaps ist einer zu viel. Geht gar nicht in meinen Augen.“ (Kenja K.)

 

„Ein Klaps schadet nicht? Ich bin da anderer Meinung, Gewalt, ja auch ein Klaps ist körperliche Gewalt, ist niemals notwendig. Es gibt immer eine andere Lösung.“ (Yvette E.)

 

„Da scheiden sich bei uns die Geister. Mein Mann ist in stressigen Situationen eher dazu veranlagt einen Klaps auf den Po zu verteilen. Mir ist es auch schon passiert, aber ich habe mich hinterher sehr schlecht gefühlt und versuche aus stressigen Situationen hinaus zu gehen um erst mal Luft zu holen. Gewalt ist keine Lösung für mich.“ (Saskia H.)

 

„Grundsätzlich bin ich gegen körperliche Gewalt bei Kindern, egal in welcher Form. Auch ein Klaps zählt dazu, denn das Kind kann in dem Moment nicht damit umgehen, dass Mama oder Papa es hauen. 

Ich muss allerdings gestehen, dass auch mir schon einmal die Sicherungen durchgebrannt sind und es einen Klaps auf den Po gab. Hinterher haben sowas meine Tochter als auch ich geweint, denn mir tat es im Nachhinein genauso weh. Ich habe mich bei ihr entschuldigt und mit ihr darüber gesprochen, warum die Situation so eskaliert ist.“ (Anja W.) 

 

„Ich finde diese Einstellung ganz schlimm. Es gibt keine Situation, die man nicht anders lösen könnte als mit Gewalt. Man muss als Eltern auch mal stressige Situationen aushalten können, kreativ werden um Lösungen zu finden und mit dem Kind versuchen Kompromisse zu schließen. Das Kind soll auf keinen Fall Angst vor Gewalt durch die Eltern haben müssen, schließlich sind Kinder die schutzlosesten unserer Gesellschaft und können sich gegen einen Erwachsenen nicht verteidigen.„ (Tugba J.)

 

„Das ist ein absolutes No-Go. Ich wurde als Kind sehr oft geschlagen und würde meinen Kindern so etwas nie antun.“ (Nicole K.)

 

„Ich bin dagegen, wobei ein leichten Klaps auf die Finger auf bedingte Situation ist was anderes.“ (Jasmin M.) 

 

„Mir hat’s nicht geschadet sagt man ja immer. Doch bei unserem Sohn würde ich diese Art der Erziehung nicht anwenden. Aber wer weiß wie man in entsprechenden Situationen reagiert. Und ich würde niemanden verurteilen.“ (Verena A.)

 
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