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Gastbeitrag - Kinder kurz- und langfristig finanziell absichern

Gastbeitrag_22-08Wer genügend Geld zurücklegt, der kann mit einem guten Gefühl durch das Lebens schreiten. Doch spätestens dann, wenn erwachsene Menschen nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich sind, muss die Geldanlage für Kinder thematisiert werden. Das Sparen für Kinder ist gar nicht so kompliziert, wie man gemeinhin annimmt. Mit den folgenden Tipps gelingt es bestimmt!

Geld vermehren mit Geduld und Köpfchen

Wer Geld anlegen möchte, der sollte stets verschiedene Anlageformen miteinander vergleichen. Geld investieren funktioniert heute so einfach wie nie, da sich jeder Verbraucher innerhalb von kurzer Zeit online informieren kann. Auch das Lesen verschiedener Zeitschriften zum Thema Finanzen und Sparen geben Aufschluss darüber, welche Anlageformen sich wirklich lohnen.

Besonders bietet es sich natürlich an, einen Teil des Vermögens in Aktien oder in eine Immobilie zu investieren. Doch gerade der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zählt nicht zwingend zu den sicheren Absicherungen des eigene Nachwuchses. Zu hoch ist das Risiko, dass der Kredit nicht rechtzeitig abgezahlt werden kann oder hohe Kosten aufgrund dringender Reparaturen auf das Kind zurückfallen.

Um die Ersparnisse für das eigene Kind zu mehren, müssen Eltern in der Regel viel Zeit investieren. Gerade an der Börse lässt sich das Geld zumeist nicht von heute auf morgen mehren. Daher ist es wichtig, dass das Kapital schon so früh wie möglich angelegt wird. Umso größer wird die Rendite am Ende sein.

Existenzielle Bedrohungen mit finanziellen Reserven absichern

Geld macht nicht glücklich. Dieser Spruch ist zwar im Kern ganz richtig, allerdings kann fehlendes Geld in Verbindung mit einem Schicksalsschlag sehr wohl unglücklich machen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf lange Sicht zu planen. Befinden sich eines oder mehrere Kinder im Haus, so sollten diese in jedem Fall vor einem Jobverlust oder gar dem Tod eines Elternteils abgesichert werden.

Wenn der Hauptverdiener aus gesundheitlichen oder anderen Gründen von heute auf morgen nichts mehr beisteuern kann, dann sind Kinder auf Reserven angewiesen, die sofort greifbar sind. Es nützt in diesem Fall nichts, wenn das Geld fest angelegt wird, weil es eigentlich für das Erwachsenenleben gedacht war.

Geht es um eine konkrete Summe, welche speziell Kinder vor dem finanziellen Ruin schützt, so sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: Zum einen muss die Miete, Lebensmittel und Nebenkosten im besten Fall über mehrere Jahre gezahlt werden können. Zum anderen muss im Zweifel das Kind oder der verbliebene Elternteil für eine Beerdigung, den Umzug und einiges mehr aufkommen. Später kommen Ausbildungskosten hinzu.

Damit die Existenz gesichert wird, solange das Kind abhängig vom Elternhaus ist, muss viel Geld beiseite gelegt werden. Es bietet sich an, diese Summe breit zu streuen. Konkret bedeutet das: Ein Teil des Geldes muss im Notfall sofort verfügbar sein, ein Teil kann mittelfristig angelegt werden.

Ein guter Start ins Erwachsenenleben dank vorausschauender Eltern

Mindestens 50 bis 100 Euro sollten im Monat weggelegt werden, um dem Kind den Start ins Leben zu erleichtern. Wer schon in den ersten Lebensjahren mit dem Sparen speziell für das Kind beginnt, der kann auf diese Weise eine stattliche Summe ersparen.

Von den Ersparnissen kann auf lange Sicht hin der Einzug in die erste Wohnung, ein Aufenthalt im Ausland oder der Führerschein bezahlt werden. Es ist immer schön, wenn Kinder sich diese besonderen Ausgaben nicht selbst über Jahre erarbeiten müssen.

Natürlich ist es nicht für jede Familie möglich, diesen Betrag zu sparen. Jeder sollte so viel investieren, wie es das monatliche Einkommen erlaubt. Wichtig ist nur, dass die Beträge regelmäßig weggelegt werden. Wer hier einen Dauerauftrag bei der Bank einrichtet, der kommt gar nicht erst in die Versuchung, das Geld anderweitig ausgeben. Im Zweifel ist es auch sinnvoll, die Großeltern oder andere nahe Verwandte um Hilfe zu bitten. Wenn jeder einen kleinen Betrag dazu gibt, ergibt sich auf Dauer ein stattlicher Sparbetrag.

Verantwortung von klein auf lernen

Wer sich wünscht, dass die eigenen Kinder schon früh mit Geld umgehen können, der sollte die Sprösslinge zeitig mit dem Thema vertraut machen. Bereits in der Grundschule sollten Kinder ein geringes Taschengeld bekommen, das sie nach Belieben entweder ausgeben oder sparen können. Auf diese Weise lernen die Kinder: Nur wenn ich geduldig und sparsam bin, kann ich mir auch größere Anschaffungen leisten.

Außerdem sollten Eltern dem Nachwuchs kindgerecht vermitteln, dass das Geld nicht etwa zur freien Verfügung steht, sondern hart erarbeitet werden muss. In diesem Zusammenhang ergibt es Sinn, das Zusammenspiel aus Arbeitstagen unter der Woche und dem Finanzieren des nächsten Familienurlaubs zu erläutern. Nicht zuletzt spielt die Vorbildfunktion eine wichtige Rolle: Machen die Eltern keine Schulden und wissen mit dem Geld zu haushalten, ist das die halbe Miete.

Bildquelle: nattanan23 - Pixabay.co

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