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Geburtsbericht - Montagsblogserie

1111Marlon - unser Sternengucker

Als hätten wir es geahnt oder als hätte unser Krümel es gehört, war am Abend des 26.4.2017 zu Hause alles fertig! 

Am nächsten Morgen verabschiedete sich mein Mann bei mir um zur Arbeit zu fahren und ich blieb noch im Bett und döste weiter! Irgendwann merkte ich, dass ich untenrum nass war und dachte, ich hätte mir in die Hose gemacht. Auf der Toilette bestätigte sich aber, dass meine Fruchtblase geplatzt war. Also rief ich zuerst meinen Mann an und dann im Krankenhaus! Da ich vom letzten Ultraschall zwei Tage zuvor wusste, das der Kopf unseres Krümels schön tief im Becken lag, machten wir uns in Ruhe zu Hause nochmal frisch, packten noch ein paar Sachen in die Kliniktasche und gingen dann zu Fuß ins Krankenhaus, welches die Straße runter lag. Im Krankenhaus wurden wir in einem Kreißsaal aufgenommen, es wurde ein CTG gemacht und ich wurde untersucht. Der Muttermund war aber trotz der geplatzten Fruchtblase noch nicht geöffnet und ich hatte keine Wehen!

Da sich nach einer Stunde nichts tat, wurden wir in ein Zimmer umquartiert. Am Nachmittag kamen leichte und unregelmäßige Wehen. Auch die Nacht war ruhig, es wurde immer mal wieder ein CTG gemacht, die unregelmäßigen Wehen blieben und ich konnte zwar nicht wirklich schlafen, aber wir konnten uns etwas ausruhen.

Um 7:00 Uhr am nächsten Morgen ging es wieder in den Kreißsaal und die Einleitung begann. Zuerst bekam ich eine Tablette, die aber nicht anschlug. Um 10 Uhr wurde ich an den Wehentropf angeschlossen, der direkt seine Wirkung entfaltete. Nun kamen alle 3-4 Minuten starke Wehen. Um mich davon abzulenken und die Nerven meines Mannes zu beruhigen, schauten wir uns auf unserem Tablet eine Komödie an. Ich hatte die große Hoffnung, dass es bald geschafft war, wurde aber enttäuscht als die Hebamme uns um 13 Uhr mitteilte das der Muttermund erst 3 cm geöffnet sei. Ich muss zugeben ich wurde etwas ungeduldig, denn auch die Wehen wurden immer schwieriger zu ertragen! 

Eine Dreiviertelstunde später hielt ich es nicht mehr aus und bekam eine PDA. Ich konnte nochmal etwas durchatmen und entspannte, denn der Muttermund war nach einer guten Stunde in der PDA bei 7 cm Öffnung. 

Noch eine Stunde später ging es dann in die heiße Phase. Die Hebamme stellt fest, dass unser Krümel, der 3 Tage zuvor noch genau richtig im Becken gelegen hatte, sich um die eigene Achse gedreht hatte und nun falsch herum lag. Mit homöopathischen Mitteln und einigen Positionswechseln versuchten wir, ihn dazu zu bewegen sich erneut zu drehen, was er aber nicht tat. 

So kam unser Marlon um Punkt 20:00 Uhr, mit etwas Unterstützung in Form einer Ärztin, die von oben auf meinen Bauch drückte, als Sternengucker auf die Welt. 

Jessi Lenarduzzi

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_04-11Am 01.08.2017 gegen 5 Uhr sprang ich erschrocken aus dem Bett. Es war nass zwischen meinen Beinen. Ich lief so schnell ich konnte über den Gang zur Toilette - kein Zweifel - die Fruchtblase war geplatzt. Endlich!! Warteten wir doch schon seit fast einer Woche darauf, dass sich der kleine Mann endlich auf den Weg macht. ET: 25.07.

Hochsommer! Ich wollte endlich meinen Junge im Arm halten und auch diesen Bauch loswerden.

 

Es gab kein Zurück mehr!

Wie lange würde es dauern? 

Kommt er heute noch?

Werde ich die Schmerzen aushalten können?

Wo ist die Kliniktasche?!

Ach, und vielleicht sollte ich mal meinen Freund aufwecken!?

 

Ich rief in der Klinik an, kündigte uns an und man sagte mir, wir könnten uns Zeit lassen, solange ich noch keine großen Schmerzen hätte.

 

Gegen 7 Uhr trafen wir in der Klinik ein, CTG, ein paar Formulare ausfüllen, unser Familienzimmer beziehen.

Wir schalteten den Fernseher ein und warteten auf die Hebamme, die meinen Muttermund kontrollieren sollte. Noch ging es mir gut, bis auf ein leichtes Ziehen im Unterleib - beginnende Wehen dachte ich.

 

Von jetzt auf gleich bereitete sich mein Körper von selbst auf die Geburt vor - bestimmt 30 Minuten verbrachte ich auf Toilette. Die Schmerzen wurden stärker und gegen 9 Uhr fragte mein Freund nach, wann die Hebamme noch mal käme.

 

Sie kam - kontrollierte - Befund: Muttermund bei 9 cm - sofort ab in den Kreißsaal! 

Was? Schon??? 

Das sollen also diese Wehen sein?!

 

Und als ich dort lag setzten sofort die Presswehen ein. Schmerzhaft - ja, aber aushaltbar. 

Viel weniger schlimm, als ich mir es vorgestellt hatte.

Ein paar Mal wechselte ich die Position, fand jedoch im Liegen die Beste.

Ein Wehentropf sollte diese schnelle Geburt noch schneller beenden.

10:45 Uhr wurde Theo geboren.

Nur 1,5 Stunden im Kreißsaal!

Unser erstes Wunder kam in einer absoluten Traumgeburt 

 

Melanie von mellig.90

 
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Praktikumsbericht von Jonas

Gastbeitrag_VorlageStelle dich doch bitte kurz vor?

Ich bin Jonas, bin 14 Jahre alt und komme aus Oberbayern. Aktuell besuche ich die neunte Klasse einer Realschule. In meiner Freizeit fotografiere ich gerne und bearbeite Bilder.

Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie deine berufliche Zukunft aussehen könnte?


Ich hatte mir mal überlegt zur Polizei zu gehen habe diesen Wunsch aber wieder verworfen und seit dem ich meine Liebe zum Fotografieren und Bearbeiten gefunden habe, möchte ich eigentlich nur noch dies machen.

Welche Aufgaben und Arbeiten hast du denn bei omaMa-Shop im Praktikum bewältigt?

Ich habe verschiedene Bestellungen bearbeitet wie z.B. Grafiken für Kissen, Uhren, Bilder personalisiert, Schnullerketten und Beißringe sortiert, sowie Webshoppflege betrieben. Zudem war ich noch im Studio und habe bei verschiedenen Aufnahmen zugeschaut bzw. mitgeholfen. Desweiteren habe ich heute noch meine eigene Weihnachtskarte erstellt. Am nächsten Tag habe ich auf der Website von omaMa-Shop die Artikel (Beißringe und Schnullerketten), welche ich am Vortag sortiert habe, in den Shop eingestellt. Weiterhin werde ich heute noch diesen Blogeintrag hochladen, meine eigenen Produktfotos machen und ein paar Social Media Einträge planen.

Wie ist der Kontakt zu omaMa-Shop entstanden?

Als ich für das Passbilder machen in ein Fotostudio kam habe ich nach einem Praktikum gefragt und mache nun dieses Praktikum als Kaufmann für eCommerce und Mediengestalter, sowie Fotograf.

Was hat dir am meisten Spaß gemacht?

Das erstellen der Weihnachtskarte, des Gif´s, der Besuch und die Mithilfe im Studio und dass ich meine eigenen Produktfotos machen kann.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Die Webshoppflege.

Was konntest du in diesem Praktikum für deine eigene Zukunft lernen?

Das man nicht alles gleichzeitig machen kann z.B. fotografieren, im Laden sein und gleichzeitig noch bearbeiten oder eine Grafik erstellen. Außerdem kann man nicht damit rechnen das alles so läuft wie man es im voraus geplant hat.

Auf was bist du denn besonders stolz?

Auf meine Weihnachtskarte und auf meine eigenen Produktfotos.

Meine Weihnachtskarte könnt ihr hier herunterladen:

Jonas_Weihnachtskarte

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Happy baby - no alcohol - Wären Sie mal früher gekommen

04_Donnerstag_Happy_Baby_10-10Wie kann es sein, dass alle gewusst haben, dass meine Mutter Alkoholikerin und drogenabhängig war und das schon vor ihrer Schwangerschaft, und keiner hat etwas unternommen? Das kann und will die 24 Jahre alte Sandra* nicht begreifen. Alle, dass sind für Sandra die Mitarbeiter des Sozialamtes, des Jugendamtes, die Ärzte, die Familie,die Nachbarn; im Grunde alle, die sie sahen und erlebten.

Dass dem so gewesen sein muss, hat sie in den schriftlichen Unterlagen über sich nachgelesen. Erst als Sandra mit gut einem Jahr alt völlig verwahrlost, unterernährt und mit einer schlimmen Kopfverletzung in der Leipziger Kliniknotaufnahme abgegeben worden war, wurde gehandelt. “Ich war in einem so schlechten Zustand, dass man nicht einmal sicher war, ob ich es schaffen würde”, erzählt die Leipzigerin, “meine Mutter hatte mich nur mit Süßigkeiten gefüttert.”

Der kleine Wurm Sandra kämpfte sich durch und landete nach der Klinik zunächst in einem Kinderheim. Von dort ging es zu ihrer Tante, die mit ihrem Mann eigene Kinder hatte. Nach drei Monaten gab sie mit der Situation überfordert auf, denn Sandra benötigt besondere Aufmerksamkeit und Teilnahme. Inzwischen zwei Jahre alt, kam Sandra nun zu Pflegeeltern. Endlich kehrte Ruhe ein. Die Pflegeeltern, die keine eigenen Kinder bekommen konnten, gaben alles, damit es Sandra gut ging und sie sich gut entwickelte. “Ich bin sehr behütet aufgewachsen”, sagt Sandra.

ABER! Da taucht es sofort auf, dieses unausweichliche ABER, wenn es um Alkohol in der Schwangerschaft geht, ob in großen Mengen konsumiert, oder kleinen. “Ich hatte eine Menge Probleme und die sind mit dem Alter immer schlimmer geworden”, berichtet die 24jährige. Es begann mit Verhaltensauffälligkeiten: hohe Aggressivität, extreme Wutausbrüche, emotionale Achterbahnfahrten, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, ständige Diskussionen um alles mögliche, Antriebslosigkeit. Hinzu kamen Schlafstörungen, die Schwierigkeit den Fokus zu halten sowie eine gestörte Gefühlswahrnehmung. “Ich habe als Kind gebissen, um meine Zuneigung zu zeigen”, erinnert sich Sandra.

In der Schule zeigte sich alsbald, dass das Mädchen große Schwierigkeiten in Mathe hatte – Kopfrechnen beispielsweise geht bis heute nicht, weil Sandra sich keine Zahlen vorstellen kann. Es wurde eine Dyskalkulie diagnostiziert. Auch das räumliche Denken ist deutlich unterentwickelt, genauso wie das Gefühl für Zeit. Ebensoder Umgang mit Geld wurde zum leidigen Thema. Mal funktioniere es, dann wieder lege sich urplötzlich ein imaginärer Schalter um, sagt sie. Obendrein ecke Sandra gerne an, weil sie über ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden verfüge, vieles anders sehe als andere und das nur allzu deutlich kundtue.

Ahnungslos und wohlmeinend wie die Pflegeeltern seinerzeit waren, setzte vor allem die Mutter, eine Lehrerin, das Mädchen unter Leistungsdruck. Sie sollte doch wenigstens den Hauptschulabschluss schaffen. “Meine Noten hat eigentlich meine Mutter geschrieben”, gesteht die 24jährige.

Der ständige Leistungsdruck blieb nicht folgenlos. Sandra rebellierte immer mehr, war kaum zu bändigen. Die Ärzte äußerten aufgrund “minimaler Anzeichen” den Verdacht auf ADHS.

Das Verhältnis zu ihrer Pflegemutter wurde zusehends schlechter. Hinzu kam, dass Sandra’s leibliche Mutter verstarb. Für die damals9jährige ein heftiger Schlag.Hatte sie doch stets die Hoffnung im Herzen getragen, eines Tages zu ihrer leiblichen Mutter zurückkehren zu können. “Mir ist nie richtig erklärt worden, was mit meiner Mama los ist. Sie haben mir nicht die Wahrheit gesagt. Und sie haben mich nicht auf meine Weise trauern lassen”, klagt Sandra. 

Jetzt erst erfuhr sie, wie sehr drogenkrank ihre Mutter war, dass sie trotz ihrer Sucht noch drei weitere Kinder bekommen und zweiFehlgeburtenerlitten hatte.“Wir haben alle einen anderen Vater”, weiß die 24jährige inzwischen. “Meine Pflegeelternwolltenmich beschützen”, ist Sandra heute klar, “aber es war der falsche Weg.”

Dieser führte dazu, dass Sandra das Haus ihrer Pflegeeltern verließ. Sie entschied sich für eine betreute Mädchen-Wohngemeinschaft, in der sie blieb, bis sie ihren 18. Geburtstag feierte. Die WG habe ihr gut getan, resümiert die junge Frau, sie habe ihr alle Facetten des Lebens aufgezeigt. Hier habe sie Selbständigkeit, das Erwachsen werden und den Alltag zu meistern gelernt.

Sandra’s persönliche Probleme jedoch blieben. Nur ihre Wutanfälle nahmen ab. Dafür bekam sie starkeDepressionenund Nervenzusammenbrüche, die an Intensität und Quantität zunahmen.Man verabreichte ihr Antidepressiva. Für Sandra ein Horrortrip: “Ich mutierte zu einem Zombie.” Daraufhin verweigerte sie Medikamente.

Die junge Frau kann es selbst kaum glauben, dass sie nach dem Hauptschulabschluss erfolgreich eine Lehre als Verkäuferin absolvierte. “Gefühlt wollte ich wohl fünf Mal abbrechen”, erinnert sie sich. Aber sie kämpfte sich durch und heuerte im Anschluss bei Leiharbeiterfirmen an. Eineinhalb Jahre hielt sie bei der letzten Stelle durch. Dann plötzlich streikte von jetzt auf gleich ihr Körper. Sandra brach während der Arbeit zusammen. “Seitdem bin ich arbeitslos”, berichtet sie, “ich halte keinen Druck mehr aus”.

Inzwischen lebt Sandra alleine mit ihrem Hund in einer Einzimmer-Wohnung. Er hat sie, wie sie sagt, aus ihrer tiefsten Krise geholt. Allein die Verantwortung für ihn motiviert sie, jeden Tag aus der Wohnung zu gehen, selbst wenn es ihr noch so schlecht geht. Und er spüre immer, wenn es ihr nicht gut gehe. Dann gibt er ihr Nähe und Zuneigung und sucht sie aufzumuntern. Gut tue ihr außerdem eine Gesprächstherapie, zu der sie regelmäßig geht. Und schließlich zeichnet sich auch endlich ab, was die Ursache für all ihr Unglück ist. “Ich bin gerade dabei diagnosdiziert zu werden”, erzählt die 24jährige.

Es war ihr Pflegevater, der vor einem Jahr von dem Fetalen Alkoholsyndrom gehört hatte. Er begann sich intensiv damit auseinanderzusetzen, besuchte Seminare und überredete Sandra einen entsprechenden Arzt aufzusuchen: Komm’, wir probieren es, sonst wirst Du immer nur in die Schublade geschoben, dass Du faul, dummund depressiv bist.

Als Erwachsene einen Diagnostiker für das Fetale Alkoholsyndrom zu finden und einen Termin zu bekommen – leichter gesagt als getan. “Wären Sie mal früher gekommen, haben wir zu hören bekommen”, berichtet Sandra verärgert. Inzwischen sind Pflegevater und Tochter in derUniklinik Erlangen angenommen worden und es sieht ganz danach aus, dass sich der Verdacht des Pflegevaters bestätigt. Einer der Tests hat Sandra besonders beeindruckt: “Bei einem Farbtest bin ich mit so vielen verschiedenen Farben gleichzeitig konfrontiert worden, dass ich plötzlich Lila gesagt habe, obwohl da gar kein Lila war. Mein Gehirn war vollkommen überfordert und hat die Notbremse gezogen.”

Ist die Diagnose eine Erleichterung für sie? “Nein”, stellt Sandra klar, “es ist lediglich eine Erklärung. Es ist schwierig, das anzunehmen. Ich bin immer noch am Reflektieren. Das alles zu verarbeiten, das braucht Zeit”. Für die 24jährige wird erst einmal “jeder Tag ein Kampf” bleiben. Sie hofft allerdings, dass ihr eine anstehende Medikation hilft, insbesondere ihre emotionalen Achterbahnfahrten und ihre Schlafprobleme etwas in den Griff zu bekommen.

*Name ist auf persönlichen Wunsch geändert

Autorin: Dagmar Elsen

 

 

 

 


 

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10 Mütter im Interview - Findet ihr Disney Filme manchmal zu brutal oder gruselig für Kinder?

03_Mittwoch_10_Mutter_09-10„Ja es gibt schon Szenen die nicht ohne sind, aber ich empfinde sie schlimmer als meine Kinder.“ (Anja Z.)

 

„Nein, in Disney Filmen sehen die Kinder, dass es im Leben ein auf und ab gibt aber man niemals aufgeben sollte. Diese Message finde ich ganz gut. Natürlich sind Szenen wie beispielsweise der Tod von Mufasa in „der König der Löwen“ auf den ersten Blick brutal, aber auch der Tod gehört zum Leben dazu.“ (Corina K.) 

 

„Nein. Wir lieben Disney Filme.“ (Kenja K.)

 

„Ich habe Kinder kennengelernt die zb manchen Szenen von Frozen oder Dschungelbuch gruselig finden.

Ich selbst habe noch keinen brutalen oder gruseligen Film gesehen.“ (Yvette E.)

 

„Die Disneyfilme, die wir bisher mit den Mäusen geschaut haben, haben die beiden nicht verstört oder beängstigt oder irgendwas in diese Richtung. Meine Große (7) sagte vorhin, als wir die Fragen gemeinsam gelesen haben nur, dass sie die Filme oft traurig findet und z.b. bei Elsa nicht verstanden hat, warum sie so gemein zu ihrer Schwester Anna ist…“  (Saskia H.)

 

„Ja teilweise schon.“ (Anja W.)

 

„Ich finde Disneyfilme sind eigentlich ganz kindgerecht gestaltet. Kinder sollten nicht belogen werden. Leider leben wir nicht in einer Welt in der alles friedlich und rosarot ist, lieber werden solche Themen also in einem netten Disney Film verpackt. Ein bisschen realitätsnähe kann nicht schaden. Vielleicht kann man ja mit den Kindern nach dem Film darüber sprechen wenn man bedenken hat. „ (Tugba J.)

 

„Nein, da sie immer ein Happy End haben. Gruselig finde ich dagegen stellenweise die ursprünglichen Märchen, besonders von Hans Christian Andersen, da diese oft ein sehr trauriges Ende haben.“ (Nicole K.)

 

„Nein eigentlich soweit nicht, aber sie schaut auch noch kein Fernsehen.“ (Jasmin M.)

 

„Unser 2,5 Jähriger Sohn schaut kein Fernsehen.“ (Verena A.) 

 
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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

05_Freitag_Briefe_amK_04-10-2019Hallo mein Schatz, 

Kaum warst du auf der Welt, habe ich mir auch schon Gedanken darum gemacht, dass ich dich irgendwann leider verlassen muss. Ich hoffe wir werden noch viele Jahre zusammen haben, aber leider weiß man nie wie das Leben so spielt. Wie du weißt habe ich meine Mama sehr früh verloren und ich wünschte ich hätte ein paar Zeilen von ihr, die sie mir vor ihrem Leben geschrieben hat. Ich hatte so viele Fragen. Fragen, die mir niemand außer ihr beantworten kann. Ich möchte das Du all deine Fragen beantwortet bekommst, dass du weißt das du alles bist, was ich jemals wollte und ich immer wieder dieselben Entscheidungen treffen würde. Offene Fragen können einen quälen, aus diesem Grund hatte ich mir vorgenommen, dir jeden Tag einen Brief zu schreiben, welcher hoffentlich jede Frage zu deiner Kindheit beantwortet. Schnell wurde mir klar das, dass kaum möglich sein wird. Somit habe ich mich dazu entschieden, dir zumindest das Wichtigste zu sagen: „Jeder Sekunde meines Lebens habe ich dich mehr geliebt als alles andere auf der Welt. Ich bin so stolz wie eine Mutter auf ihr Kind nur sein kann. Bitte mache  immer das, was dich glücklich macht, nicht das was andere von dir erwarten. Sei du selbst, denn so bist du perfekt. Jede Hürde in deinem Leben, sollst du nehmen egal wie hoch sie ist, denn du kannst alles schaffen. Es gab keine Minute in der ich je an dir gezweifelt habe.

Es gibt so viele schöne Momente, welche ich dir erzählen könnte, so unfassbar viele. Dafür reicht aber kein Block mit Papier aus. 

Das erste Mal, als du mich richtig fest gedrückt hast, war der allerschönste Moment für mich, dass erste Lächeln und das erste Lachen - werde ich nie vergessen. In so kurzer Zeit kamen so viele neue Erfahrungen in mein, und vor allem in deinem Leben vor. 

Wenn du Erwachsen bist und selbst mal Papa wirst, falls du das möchtest, wirst du dich fragen: „Wann bin ich eigentlich zum ersten Mal gelaufen? Wann habe ich alleine gesessen?“ Fragen die ich dir unter Umständen nicht mehr beantworten kann. Aus diesem Grund gebe ich dir hier die Antworten darauf. Mein Schatz, du bist mit 9 Monaten das erste mal freihändig gelaufen, gesessen hast du mit 6 Monaten und gekrabbelt bist du eigentlich gar nicht.

Du bist auch schon mit 2 Jahren und 3 Monaten aufs Töpfchen gegangen und das alles hast du getan, weil du es wolltest. Du warst vom ersten Tag an ein richtiger Kämpfer und immer an der Front mit dabei. Jede Kleinigkeit die du gelernt hast, hat mich so unfassbar stolz gemacht, dass kannst du dir nicht vorstellen!  Ebenso war ich stolz darauf, dass du wusstest was du willst.  Du hast schon mit 2 Jahren versucht deinen Kopf durchzusetzen mit allen Mitteln. Dein starker Charakter hieß für mich, starke Nerven zu bewahren. Wenn du deinen Willen nicht bekommen hast, hast du dich auf dem Boden geworfen und gestrampelt und geschrien - es war richtig Bühnenreif  und ich wusste nicht was ich tun soll. Obwohl es nicht immer leicht war, denke ich gerne an jede einzelne Sekunde zurück. Die Zeit vergeht so schnell und ist so wertvoll jeder Moment ist mehr wert als es Geld auf der Erde gibt. Mein Kind, bitte denke daran egal wie hektisch der Alltag sein mag, vergiss niemals die Momente zu genießen, glücklich zu sein auch wenn dafür andere Dinge mal liegen bleiben. Die Zeit mit deinen Lieben wirst du nie zurückbekommen, die Wohnung jedoch ist auch noch morgen unordentlich. Ich habe immer versucht dir die wichtigen Werte im Leben zu vermitteln, Dankbarkeit , Respekt und Hilfsbereitschaft, das sind im Leben die wichtigsten. Denk  immer daran das ohne diese Grundlagen ein Zusammenleben nicht funktionieren kann. Ich habe dir bei deiner Geburt versprochen, dass ich immer deine Hand halten werde solange du es möchtest, du sollst wissen das du immer ein zu Hause hast, in dem du willkommen bist. Selbst wenn es mich nicht mehr geben sollte, wird es viele Menschen geben, die dich lieben. Dein Papa würde alles für dich geben, ebenso der Rest der Familie. Ich möchte, dass du nie vergisst, dass Familie das wichtigste ist - diese Menschen werden immer da sein, um dich aufzufangen wenn du mal fällst und zögern auch nicht dich zu schubsen, wenn es mal nötig ist. 

Ich hoffe, dass ich dich lange begleiten darf, sehen darf wie du groß wirst und deine eigene Familie gründest oder einen anderen Weg gehst, den du dir wünscht. Wenn du glücklich bist, bin ich es auch. 

Wie sagt man so schön, wenn man erfährt, dass man schwanger ist, trägt man sein Kind unter dem Herzen und nach der Entbindung an der Hand, irgendwann wollen die Kinder die Hand der Mutter nicht mehr und werden flügge, aber meine Hand wird immer da sein um dir das zu geben was du brauchst. Ich hoffe wenn du zurück blickst, blickst du auf schöne Momente. Da wäre zum Beispiel der Tag im Safariland, kaum 2 Jahre alt, aber du musstest auf die Achterbahn! Du hast dich so sehr gefreut und gequietscht. Das Wasser konnte dir auch keine Angst einjagen, Schwimmflügel an und eine Arschbombe ins Becken. Für dich gab es immer nur, höher, schneller weiter! Du kleiner Wirbelwind auf zwei Beinen hast mich zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht. Ohne dich hätte ich vergessen, wie schön das Leben ist. Du hast mich gelehrt die Welt aus einem anderen Winkel zu betrachten. Du hast mich daran erinnert, dass eine Pfütze nicht nur dreckiges Wasser ist, sondern ein Paradies zum planschen und springen und das selbst eine Pusteblume ein Wunder der Natur ist. 

Ich konnte nie verstehen, wenn andere Mütter sagten, dass die Liebe zwischen Mutter und Sohn etwas ganz besonderes ist. Ich dachte immer das alle übertreiben, doch ich muss gestehen das ich mich getäuscht habe. Die Liebe zu dir ist nicht in Worte zu fassen, dir mein Kind wünsche ich, dass du es irgendwann einmal selbst erleben darfst. 

Du hast mir so viel gegeben und soviel geschenkt nur mit der Tatsache, das es dich gibt!  Darum kann ich nicht viel sagen außer: danke! 

Danke, dass du mein Kind bist. Danke, dass du mein Leben lebenswert gemacht hast. Danke für jeden einzelnen Moment mit dir und vor allem Danke, dass es für dich ok war, dass ich nicht immer perfekt war, nicht immer die beste Mutter - egal was ich tat, ich tat es um dich glücklich zu machen. Ich wollte immer nur dein bestes, eine schöne Kindheit und eine blühende Zukunft. Danke, dass du mich geliebt hast, auch wenn ich mal unfair war. Manchmal habe ich dich nicht verstanden, egal wie sehr ich es probiert habe, aber du hast mir immer verziehen. In deinen Augen war ich die tollste Mutter der Welt, der perfekte Mensch, der alles wusste und wenn das mal nicht der Fall war, haben wir eben geforscht. Danke, dass du meine Welt wieder bunt gemacht hast!  

Ich werde dich immer lieben, mit dem ersten Herzschlag bis über den Tod hinaus.“ 

 

Deine dich immer Liebende Mama 

 

Mandy B.

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10 Tipps - gegen Langeweile bei schlechtem Wetter

02_Dienstag_10_Tipps_01-10Es regnet seit Tagen, alle Matschklamotten sind schon durchgeweicht, aber daheim fällt euch trotzdem die Decke auf den Kopf? Dann tritt oftmals Ideenlosigkeit ein... wir haben da mal ein paar erfahrungserprobte Tipps für euch:

 

1. Kino

Zugegeben meist recht teuer, aber man kann auch mit ein bisschen Glück, z.B. an Familientagen oder in der "Happy Hour" relativ sparsam einen super Nachmittag in einer lustigen, kinderfreundlichen Kinovorstellung verbringen. 

Gerade Kinderfilme aus den Illustration-Studios können wir empfehlen, denn anders wie in (leider jedem) Disneyfilm stirbt dort eher sehr selten ein, wenn auch fiktiver Darsteller.

 

2. Indoor-Spielplatz

Was bei schönem Wetter draußen der "ganz normale" Spielplatz ist, geht bei Regen noch mal eine Nummer größer: Oftmals mit Trampolinen, XXL-Klettergerüsten, Rutschen, Hüpfburgen, Mini-Kartbahnen und vielem mehr. In vielen der Indoorparks ist auch ein Café oder Restaurant integriert, in dem die Eltern zwischendrin Pause vom ganzen Trubel machen können. Ein Zusatztipp von uns: Gerade an verregneten Tagen ist es dort zu späteren Stunde recht voll, früh eintreffen lohnt sich ;)

 

3. Kartbahn

Ich fragt euch was ihr mit den kleinen Mäusen da sollt? Spaß haben! Viele Kartbahnen bieten inzwischen "Eltern-Kind-Karts" an oder auch spezielle Minikarts, womit auch die Kleinen schon, bei abgesperrter Bahn, einen riesen Spaß haben können. Selbst den allerkleinsten Mäusen macht es in der Karthalle (eventuell mit Ohrschutz) schon Freude, allein durch's zusehen, versprochen!

 

4. Kindermuseum

Ob das Nürnberger Spielzeugmuseum, die Augsburger Puppenkiste, ein Traktor- oder Flugzeugmuseum, Sea Life oder einer Museumsausstellung auf einer Burg... interessante Museen gibt es so viele und so langweilig sie für uns Erwachsene auch manchmal scheinen mögen, für Kinder gibt es so unglaublich viel Neues zu entdecken, anzusehen, auszuprobieren. Probiert es einfach mal aus, ihr werdet staunen welch große, glückliche Augen eure Kinder machen werden.

 

5. Schwimmbad

Sobald der Nabel eures Babys gut verheilt ist und am Besten auch alle Erstimpfungen vorgenommen sind, könnt ihr mit eurem Kleinen schon in das warm temperierte Babybecken. In vielen Bädern gibt es getrennte Bereiche für Babys, Nichtschwimmer und Schwimmer, wobei die einzelnen Bereiche meist auch super an die entsprechenden Bedürfnisse angepasst sind. Thermen sind meist nur an einem Tag in der Woche für Familien zugänglich, Sportbäder weiterhin nicht geeignet für den Nachwuchs. Sucht euch am besten ein Familienbad, hört euch nach Empfehlungen im Freundeskreis um und testet einfach aus, denn dies ist fast schon unser günstigster Tipp in diesem Artikel, ab 3,- pro Person seid ihr hier nämlich schon dabei!

 

6. Kinderfreundliche Restaurants

Wir reden hier nicht vom goldenen M, obwohl, zugegebener Maßen die Spielebereiche dort meist wesentlich ausgeprägter sind wie in den allermeisten anderen Restaurants. Es gibt aber auch Lokalitäten die genau darauf setzen: gutes Essen, entspannte Eltern und glückliche, strahlende Kinder. Manchmal ist es nur eine schöne, größere Spielecke mit viel Spielmöglichkeiten, ab und an ein seperater Raum mit Einsicht von den Tischen aus und mit viel Glück sogar ein richtiger Spielplatz im Lokal. Diese Etablissements sind sicher nichts für Eltern die mehr als ein paar Minuten Ruhe brauchen, jedoch entspannen, durchatmen und vor allem glückliche Zeit mit der Familie verbringen kann  man hier sehr wohl. Uns wurde sogar erzählt, man könne dort ein ganzes Gespräch mit dem Partner führen OHNE unterbrochen zu werden. Hatten wir für einen Mythos gehalten.

 

7. Theater und Konzerte für Kinder

Kasperletheater, Vorführungen vom ortsansässigen Turnverein oder ein richtiges Musical, ganz egal, hier ist eigentlich für jedes Budget etwas dabei. Aber auch hier gilt: Was für euch langweilig erscheinen mag, kann für ein Kind die Bretter der Welt bedeuten. Ein ganz einfaches, wenn auch nicht lang dauerndes Puppentheater macht schon den Kleinsten richtig Spaß! Letzteres kann man übrigens auch selbst bauen und bespielen, ein absolutes Highlight für die Kinder und toll um die eigene Phantasie anzuregen.

 

8. Zirkus

Nicht jedermanns Sache, das wissen wir. Gerade den Tierschützern unter euch werden jetzt die Haare zu Berge stehen, aber: es gibt auch Vorstellungen ohne Tiere. Mit Artisten, Clowns, Spaß und Spannung. Informiert euch am Besten vorab ob die Art und Weise des Schaustellers zu euren ethischen Grundsätzen passt und nehmt dann mit viel Freude an der entsprechenden Vorstellung teil. Den meisten von uns ist ein Zirkus aus der Kindheit doch noch eine bleibende Erinnerung oder?

 

9. Bowling und Indoor-Minigolf

Bei diesem Tipp sollten eure Kinder mindestens 5 Jahre alt sein, denn z.B. beim Bowling ist selbst die kleinste Kugel recht schwer und auch das Erfolgserlebnis bleibt aus wenn nicht die entsprechenden körperlichen Voraussetzungen gegeben sind. 

Beim Minigolf ist das Alter der Kinder FÜR DIE KINDER noch relativ egal, denn irgendwann geht der Ball schon in's Loch, für euch Eltern kann das allerdings zu einer nervenzerreissenden Geduldsprobe werden. Ab dem 5. Geburtstag sollten beiden Aktivitäten jedoch keine Hindernisse mehr im Weg liegen und ihr könnt einem tollen, durchaus sportlichen Tag verbringen.

 

10. Picknick Zuhause

Und für die, die bei diesem Sauwetter am liebsten gar nicht das Haus verlassen, haben wir hier noch eine Idee für euch.

Legt eine Decke mitten in das Wohnzimmer, bereitet einen Picknickkorb mit leckerem Fingerfood vor, deckt euren Platz mit Tellern und Trinkflaschen, macht es euch gemütlich und spielt vielleicht ein Gesellschaftsspiel. Auch für einen Filmabend anschließend eine tolle Variante.

Schon alle Tipps durch? Kopf hoch, die Sonne kommt bestimmt bald wieder!

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageDer unglaublichste Tag in meinem Leben beginnt um 05:57:

Alle 5 min. hatte ich Wehen, dachte aber nicht daran, dass es nun wirklich heute losgehen könnte, da man ja immer hört, dass Wehen mit 20 min Abständen beginnen und dann die Abstände immer kürzer werden. Ich ließ mir also um 06:15 ein Bad ein, um zu sehen, ob die Wehen stärker werden. Sie wurden stärker.

Michis Wecker klingelte mittlerweile um 06:30. Als er diesen 5 min nachstellen wollte, bemerkte er, dass ich nicht mehr im Bett war.

Er schaute nach mir und fand mich in der Badewanne vor.

Er fragte ob es nun losgehen würde. Ich sagte, dass ich keine Ahnung habe, aber dass ich es schon glaube.

Er sagte: „Dann geht es los! Ich gehe nicht mehr arbeiten, wir fahren dann ins KH.“

Ich schickte meinen Eltern einen Screenshot von den Wehenabständen, die ich mir als Notiz aufgeschrieben hatte. Mein Papa fragte nur, ob wir wahnsinnig wären und dass wir sofort ins KH fahren sollten, da das ja ziemlich kurze Abstände sind. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass es so schnell gehen würde.

Ganz aufgeregt freute Michi sich, dass es so entspannt losgeht, an seinem Wunschdatum, dem 25. und er sich noch dazu duschen und stylen konnte.

Ich räumte noch unter den Wehen, die alle 5 min kamen die Wohnung auf, machte das Bett und saugte Staub, damit falls es länger dauern würde und Michi nicht nach Hause fahren konnte, jemand ohne, dass wir uns schämen müssen unsere Katzen füttern konnte (dazu muss ich hinzufügen, es war alles ordentlich). 

Um 08:00 Uhr fuhren wir dann weg. 

Im KH angekommen, sagte ich zu einer Schwester, ich glaube ich hab alle 5 min Wehen. Sie sagte, na dann schauen wir mal. Wir machten ein CTG auf dem deutlich schon Wehen erkennbar waren. Die Hebamme schaute nach dem Muttermund. Der Befund um 09:00 Uhr: noch geschlossen. Sie schickte uns eine Runde spazieren und Frühstücken und sagte auch, dass es sein kann, das sie uns nochmal nach Hause schicken muss, wenn sich nichts tut.

Wehmütig machten wir uns auf den Weg und taten, was man uns sagte.

Ich sagte noch zu Michi, dass ich solche Schmerzen habe und nicht wirklich spazieren gehen könnte. Beim Spar angekommen frühstückten wir, bereits unter heftigen Wehen, die mir sogar die Kellnerin anmerkte.

Wir fuhren wieder zurück zum KH und spazierten ein kleines Stück ins stille Tal.

Kamen aber nicht weit, da die Wehen so stark waren, dass ich mich alle paar Meter wo festhalten musste.

Gegen 11:00 waren wir wieder im KH und um 11:30 machten wir nochmals ein CTG.

Die Wehen waren sichtbar stärker. Um 12:00 wurden wir stationär aufgenommen. Ich veratmete die Wehen schon im Stehen und konnte noch ein paar Nachrichten verschicken, war noch gut gelaunt und machte mit ziemlich vielen Leuten per WhatsApp noch Scherze und schrieb, dass es losgehen würde. Mir wurde ein KH-Hemd gebracht, welches ich anzog. 20 min später konnte ich weder Scherze machen, noch Nachrichten schicken. Dies übernahm dann Michi für mich. Ich hatte solche Schmerzen und wollte Schmerzmittel. Die Hebamme sagte: Jetzt jammern wir noch nicht, das ist ja noch viel zu früh. Ich dachte mir: Scheiße, wird das schlimmer? Ich halt das dann nicht aus. Nach meiner Frage nach Schmerzmittel sah sich die Hebamme nochmal meinen Muttermund an, der bereits auf 3-4 cm geöffnet war. Aha, bin ich doch nicht so wehleidig dachte ich mir. Selbst die Hebamme war sehr überrascht, dass es so schnell voran ging.

Nach weiteren 30 min. sagte ich zu Michi, dass ich es nicht mehr aushalte. ICH BRAUCHE JETZT SCHMERZMITTEL!! Er ging also zu den Hebammen und Schwestern, die gerade gemütlich Mittag aßen und sagte ihnen dies. Meine Hebamme schaute sich also um 12:50 meinen Muttermund an, welcher bereits 10 cm offen war!

Ich konnte es nicht glauben. Michi auch nicht und die Hebamme ebenfalls nicht! Ich sprach nochmals die Schmerzmittel an, aber es war zu spät! Ich sagte nun zu Michi: „OK, super - ich sterbe jetzt!“ Die Hebamme gab mir dann eine Einlage und sagte mir, dass die Fruchtblase ziemlich Prall ist und sehr bald platzen würde.

Tja, um 13:01 ist meine Fruchtblase dann auch geplatzt. Alles Nass, sehr ungutes Gefühl.

Ich verspürte schon enormen Druck nach unten.

Ich wusste nicht mehr wie ich mich bewegen sollte, da die Schmerzen so stark waren. 

Ich musste jedoch noch die Wehen veratmen und durfte noch nicht pressen, es war aber schon so ein immenser Druck da, dass ich mir schwer tat, es nicht zu tun.

Michi musste mir immer wieder mit einer nassen Stoffwindel den Kopf abtupfen und mir die Beine mit einem Öl einmassieren, da ich die Schmerzen in den Beinen kaum noch aushielt. Ich dachte sie fallen mir ab und sind taub. Dies machte mir wirklich Angst und das sagte ich auch der Hebamme. Sie meinte nur, dass das normal wäre. Ich dachte: „Ja super, es tut trotzdem weh, ich wollte ja Schmerzmittel und bekam ja keine!“ (Im Nachhinein bin ich glücklich und stolz, dass es auch ohne ging).

Ich war sehr panisch, zog sogar einmal an dieser Glocke, um die Hebamme zu holen, obwohl sie nur 5m entfernt von mir war. Ich schrie vor Schmerzen (Ich sagte vorher immer, dass ich dies NIEMALS tun werde).

Als ich dann endlich mitpressen durfte, war es einerseits eine Erleichterung, dass ich die Wehen nicht mehr veratmen musste und andererseits wahnsinnig unglaublicher Druck in mir. Ich musste immer wieder am Rücken liegend die Beine anziehen und pressen. Michi hielt mir immer den Kopf nach vor. 

Als es dann soweit war, dass der Kopf meines Kleinen herausschaute, durfte ich greifen und Michi es sich ansehen. Er sagte: „Oh Blond, wie wir gedacht haben.“ Es war ein so unglaubliches Gefühl, dass es nun endlich so weit war.

Einmal presste ich noch, dann war der Kopf HALB draußen - aua, halb tut echt sau weh! Ich griff trotzdem nach seinem Kopf. Ich denke dabei sind mir dann auch die Schamlippen eingerissen. Ich fragte aber panisch, da es so wehtat, ob sie mir jetzt den Damm aufgeschnitten haben. Sie verneinten.

Ich war erleichtert, bis zur nächsten Wehe.

Ich presste nun nochmals und der Kopf war endlich da. Ich war erleichtert. 

Michi sah sich den Kopf an. Im Nachhinein erzählte er mir, wie blau er war. 

Ich griff nach dem Köpfchen.

Ich presste noch 3-mal und der kleine Mann war um 14:08 Uhr nach ca. 2 Stunden heftigen Wehen geboren. Also sehr schnell! Was für ein Gefühl! 

Sie legten ihn mir auf die Brust. Wahnsinn! Ich sagte glaub ich 1000-mal, wie schön er ist und küsste ihn ebenfalls 1000mal!

Michi glaubte es ebenfalls nicht.

Eine Hebamme, machte das 1. Foto von uns als Familie!

Die Nabelschnur durfte auspulsieren und der stolze Papa schnitt sie durch.

Ich presste nochmals die Plazenta aus meinem Körper und wurde dann noch genäht. Mir war alles egal, ich hatte mein Baby! 

Ach ja, und es stimmt, die Schmerzen sind vergessen, sobald das Baby da ist! Ich hätte das NIE geglaubt!

Katharina L.

 
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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

05_Freitag_Briefe_amK_27-09„Ich will nur, dass du weißt was du mir bedeutest.“

Meine Hände zitterten, mein Herz bebte und meine Augen warteten. 

Gerade erst legte ich den Schwangerschaftstest auf den Rand unserer Badewanne ab, als ein paar Minuten später unmissverständlich das Wort „schwanger“ aufblinkte. 

Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so aufgeregt, so glücklich, so voller Vorfreude wie an diesem Tag, als ich erfuhr, dass du in mir heranwachsen würdest. Bis zu diesem Tag wusste ich nicht, was es heißt sich um jemanden zu sorgen und vor allen Dingen wusste ich nicht was es bedeutete, jemanden aufrichtig und bedingungslos zu lieben. 

Ich konnte es kaum erwarten, dass mein Bauch endlich zu wachsen begann.

Weißt du mein Schatz? In diesen 9 Monaten trug ich dich in mir und malte mir schon aus wie du vielleicht aussehen würdest und wem du ähneln würdest. In allen Geschäften rannte ich schnurstracks in die Babyabteilungen. Mein Smartphone war voll mit Apps über Schwangerschaften und mit Links von Babymöbeln und co. Der große Tag rückte immer näher und ich platzte vor Freude, aber gleichzeitig suchten mich Ängste und Sorgen heim. Würdest Du gesund auf die Welt kommen? Würde ich Dir eine gute Mutter sein? Würde ich dich vor allem und jedem Schlechten in dieser Welt beschützen können? Würde ich Dich gut genug erziehen können? Würde ich Dir alles geben können, was Du dir wünschst? 

Ich hatte keine Antworten auf diese Fragen bis zu jenem Moment als ich dein Schreien im Kreißsaal wahrnahm. 

Die Antworten auf all diese Fragen und Sorgen sind gleichgültig, denn ich wusste nur eines: Ich würde Dich lieben, bedingungslos lieben und für Dich kämpfen solange ich lebe. Als du das erste Mal auf meine Brust gelegt wurdest, da sah ich wie von nun an mein Herz außerhalb meines Körpers lebt. Du warst schöner als es meine Vorstellungskraft je hätte erahnen können. Wenn du schläfst, betrachte ich Dich und frage mich womit ich solch ein Geschenk verdient habe. Ich streichle deine zarte Haut, als sei sie aus Seide, Deinen Atem inhaliere ich als würde ich ohne ihn nicht mehr überleben. 

Du warst und bist das Schönste was mir je passiert ist und was mir je passieren wird. Kein einziges Wort und kein Roman können meine Gefühle Dir gegenüber beschreiben. 

Du bist schon als etwas Besonderes auf die Welt gekommen und du wurdest von Tag zu Tag wundervoller. Du bist nicht irgendjemand, du bist meine Sonne im kältesten Winter, du bist der Sommerregen in der dürrsten Wüste. 

Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich vor deiner Geburt gelebt habe. Mein Leben begann erst mit Dir. Ohne dich existierte ich vorher nicht. Ich war lediglich ein Schatten meiner Selbst und du hast mir Leben eingehaucht. 

Ich bin Deine Mutter und Du mein Kind. Dies ist die stärkste Verbindung auf Erden. Absolut nichts steht dem entgegen. 

Wir sind eins und zwei zugleich und nichts ist uns beiden gleich. 

Ich liebe Dich. 

Deine Mama

Saida A.

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happy baby - no alcohol - Mehr Bewusstsein für das Syndrom schaffen

04_Donnerstag_Happy_Baby_26-09Nach offiziellen Angaben der bundesdeutschen Drogenbeauftragten beläuft sich die Zahl der vom Fetalen Alkoholsyndrom Betroffenen im Jahr 2018 auf nunmehr 300.000. Für die Dunkelziffer geht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen von 1,5 Millionen aus. Jedes Jahr kommen in Deutschland wieder 10.000 Babys mit Alkoholschäden auf die Welt. Trotz des hohen Aufkommens ist das Syndrom auch unter Ärzten und Therapeuten wenig bekannt. Entsprechende Diagnosen werden deshalb oft erst im fortgeschrittenen Schulalter gestellt, nachdem die Eltern oder betreuenden Personen mit ihren Schützlingen bereits eine wahre Ärzte- und Therapeuten-Odyssee hinter sich haben.

Kinderärztin, Dozentin für Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin in spe, Dr. Nikola Klün aus München, die nicht zuletzt auch engagierte Botschafterin der Kampagne ‘Happy Baby No Alcohol‘ ist, hat zu dieser Thematik einige Fragen beantwortet:

In welchem Umfang ist das Fetale Alkoholsyndrom während Deines Medizinstudiums thematisiert worden?

Dr. Nikola Klün: Im Rahmen des Pädiatrie Semesters haben wir das Syndrom in einer Vorlesung gemeinsam mit anderen Fehlbildungen kennengelernt. Leider hat das Studium den Anspruch, einmal die ganze Humanmedizin zu lehren, sodass unsere Ausbildung sehr breitgefächert ist, aber nur jedes Thema einmal kurz berühren kann. Es wird von den Studenten erwartet, dass sie sich in ihren jeweiligen Fachrichtungen während und nach dem Studium selber weiterbilden. Das zu forcieren habe ich mir jetzt vorgenommen. Ich habe das Fetale Alkoholsyndrom in meinen Lehrplan für Pädiatrie an der Münchener Physiotherapieschule aufgenommen.

Wann bist Du persönlich auf das Fetale Alkoholsyndrom und seine Dramatik aufmerksam geworden?

Dr. Nikola Klün: Im Rahmen meiner Tätigkeit auf der neonatalen Intensivstation ist mir das Syndrom ganz am Rande begegnet, im Rahmen meiner Tätigkeit auf pädiatrischen Stationen hatte ich keinerlei Kontakt mit der Diagnose. Die Dramatik und Häufigkeit wurde mir das erste Mal bewusst, als ich die Initiative ‘Happy Baby No Alcohol‘ kennenlernte und begann, mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Adoptiv- und Pflegefamilien berichten immer wieder, dass in Geburts- und Arztberichten selten noch nicht einmal der Verdacht auf Alkoholschäden formuliert ist, obwohl diverse Symptome darauf hinweisen würden. Dies ist oft genug sogar dann der Fall, obwohl bekannt ist, dass die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat. Wie lässt sich das erklären?

Dr. Nikola Klün: Ich vermute, dass die Kinder und Babys durch das System rutschen. Die Diagnose ist nicht leicht zu stellen, erfordert Expertise in der Thematik, erfordert das Wissen um die wenigen Spezialambulanzen und die Überweisung an diese bei Verdachtsmomenten. Was ich als Arzt nicht kenne, kann ich auch nicht diagnostizieren. Die Diagnose selbst zu stellen, erfordert außerdem mehr Zeit als in der üblichen Kinderarztpraxis pro Patienten der Regel verfügbar ist. Das liegt natürlich nicht nur an den Kinderärzten, sondern auch an der Politik; generell sind die Kinderarztpraxen in Deutschland überlaufen und die Kinderärzte sehen an die 80 Patienten pro Tag. 

Im Mutterleib durch Alkohol geschädigte Babys kommen häufig als Frühchen zur Welt, zumindest körperlich unterentwickelt. Sollte hier nicht generell der Ethylglucuronid-Wert gemessen werden?

Dr. Nikola Klün: Wir wissen, dass die Angaben von mütterlichem Alkoholkonsum oft nicht zu verwerten sind. Der Ethylglucuronid-Wert als direkter Alkoholabbau-Paramter macht eine Aussagekraft hinsichtlich der Abstinenz der Mutter. Allerdings werden Gelegenheitstrinkerinnen (deren Babys genauso geschädigt sein können) durch den Wert nicht delektiert. Außerdem ist die Frage, wie ein solcher Parameter in der Praxis tatsächlich einzusetzen ist, da er natürlich das Einverständnis und damit auch das Vertrauen der Mutter voraussetzt. Ich denke, wir müssen auf Prävention und Aufklärung setzen. 

Experten auf dem Gebiet des Fetalen Alkoholsyndroms haben beobachtet, dass “klassische” Drogenabhängige und auch Raucher in der Regel zudem Alkohol konsumieren. Selten wird dies aber zugegeben. Wäre hier nicht auch eine Prüfung der Ethylglucuronid-Werte sinnvoll?

Dr. Nikola Klün: Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Aber auch hier frage ich mich, wie die Bestimmung des Wertes in der Praxis aussehen soll. Ich denke, eine gute Zusammenarbeit mit den Familien sollte auf Vertrauensbasis passieren.

Du arbeitest in der Neonatologie. Hast Du persönliche Erfahrungen mit von Alkohol geschädigten Neugeborenen gemacht?

Dr. Nikola Klün: Ich habe Neugeborene betreut, bei denen wir die Verdachtsdiagnose nach der Schwangerschaft gestellt haben. Oft wissen wir auf der Neonatologie von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, wenn die Mutter andere Substanzen wie Drogen oder Medikamente in der Schwangerschaft eingenommen hat und wir nach der Geburt mit einem Entzugssyndrom rechnen müssen. Von gelegentlichem Alkoholkonsum erfahren wir selten. Die Neugeborenen fielen durch eine ständige Unruhe auf, die sich durch die üblichen Maßnahmen wie saugen, trinken oder Körperkontakt nicht auflösen ließen. Die Säuglinge zeigen einen erhöhten Muskeltonus, ein unregelmäßigeres Schlafverhalten und ein oft unkoordiniertes Saugverhalten. Faziale (zum Gesicht gehörende) Auffälligkeiten sind in dem Alter schwer zu erkennen, oft misst man aber einen zu kleinen Kopfumfang und die Babys neigen eher zu Untergewicht.

Welche Maßnahmen werden unternommen, wenn der Verdacht auf Alkoholschäden beim Baby bestehen?

Dr. Nikola Klün: Akute Maßnahmen am Neonaten bestehen zunächst einmal in einer reizarmen Umgebung, man bezeichnet das auch als sogenanntes Comfort care. Der Säugling soll nicht mit zu vielen Reizen konfrontiert werden. Kangarooing (enger Körperkontakt mit der Bezugsperson) wirkt oft besser als jedes Medikament. Bei Säuglingen, die unter der Schwangerschaft mehreren Substanzen ausgesetzt waren, kann eine medikamentöse Unterstützung notwendig werden; z.B.mit Morphin.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern?

Dr. Nikola Klün: Da habe ich bis jetzt positive Erfahrungen sammeln dürfen. Wir arbeiten viel mit den sogenannten Frühen Hilfen zusammen, die uns wöchentlich auf den Stationen besuchen und sehen, welche Form der Unterstützung für die Familien notwendig werden. Wichtig ist hier aber auch, die entsprechenden Familien zu erkennen und vorzustellen. 

Was muss Deiner Meinung nach getan werden, dass sich die Situation für betroffene Kinder ändert?

Dr. Nikola Klün: Ich war völlig überrascht von dem Ausmaß des Syndroms in Deutschland. Wenn man sich damit beschäftigt, sieht man, wieviele Frauen Alkohol in der Schwangerschaft gelegentlich trinken. 

Ich denke, dass das A und O Prävention ist. Wenn die Schwangeren ausreichend aufgeklärt werden, dass jeder Tropfen Alkohol in der Schwangerschaft gefährlich ist, wenn mehr Bewusstsein für das Syndrom geschaffen werden würde, wäre schon viel geholfen. Das heisst also, die Schwangeren früh in der Schwangerschaft auf Alkohol anzusprechen und unterstützend mit dem Thema umzugehen. Da liegt viel Potenzial bei den betreuenden Frauenärzten. Wir Kinderärzte müssen mit offenen Augen arbeiten, um zu erkennen, dann aber auch keine Scheu haben, das Thema anzusprechen und Diagnostik zu leisten. Nur durch die gestellte Diagnose ist den Betroffenen geholfen, nur so können sie die entsprechende Hilfe bekommen, die sie dringend benötigen.

Autorin: Dagmar Elsen

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