zum Blog

Aktuelle Inhalte als RSS-Feed anzeigen

Blog


41 - 50 von 276 Ergebnissen
Veröffentlicht am von

Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

Bei meinem jüngsten Sohn waren wir bei 40+4 im Krankenhaus zur Kontrolle. Es war ein Sonntag, die 2 Großen waren versorgt und mein Mann war dabei. Nachdem die Hebamme geschaut hatte meinte sie nur "er macht keinerlei Anstalten". Ich habe daraufhin gefragt ob man nicht einleiten könnte. Nein das könnte man erst am Mittwoch, außer es ist etwas nicht in Ordnung. Die Ärztin schaut jetzt aber nochmal drüber. Gesagt getan die Ärztin schallte und meinte dann auch, dass alles ok war. Ich wollte aber nicht mehr die Schwangerschaft war durch Krankenhaus Aufenthalte geprägt und jetzt gerade war mein Mann da und die Kinder versorgt. Nach einer halben Std. Betteln und Bitten hat sie dann gemeint, dass doch ein paar Verkalkungen zu sehen seien und wie einleiten könnten. Ich sollte mich aber auf eine absolute Horror-Geburt einstellen.

 

Mir wurde dann gegen 14 Uhr ein "Tampon" gelegt. Die Hebamme machte mir noch mächtig Vorwürfe und meinte dann, dass sie zum Glück Schichtende hat und wir spazieren gehen sollen. Gesagt getan. Der Tampon schlug eine halbe Stunde später schon an. CTG unauffällig, Muttermund weich, Köpfchen drückt. Bis 17 Uhr sind wir also hoch, runter, hin und her gelaufen. Ich hatte starke Wehen und wollt meine Mama zusätzlich bei mir haben. Ich sie also angerufen. Ich bin noch Fotos machen aber so, wie du dich anhörst hast du auch noch keine richtigen Wehen. Ich komme, sobald ich fertig bin. Mein Mann machte währenddessen auch Witze. Ich hätte bei unserer Tochter ganz anders ausgesehen, als es losging. Das würde noch dauern. Um 17.30 hab ich mich dann unter heftigen Schmerzen in den Kreißsaal geschleppt. CTG angeschlossen. Nicht eine Wehe, Muttermund 1 cm. Sie rief die Ärztin hinzu um den Tampon zu entfernen, bevor ich noch heftiger Schmerzen bekomme. Die Ärztin kam um 17.45 rein. Schaute. Meinte nur ‚ach du Scheiße‘ und zog mir alles aus und sagte zur Hebamme 6 cm. Plötzlich kam dann um 17.47 doch eine Wehe, die angezeigt wurde und ich durfte endlich pressen. Eine weitere Wehe – später um 17.50 Uhr lag mein Sohn bei mir auf dem Bauch. Durch die schnelle Geburt kam der Mutterkuchen nicht hinterher und so lag ich dann noch 45 min in Fruchtwasser, Urin und Blut. Nebenbei verfluchte ich meinen Mann, dem ich übrigens während der Geburt so heftig die Hand zerdrückt habe, dass er Tage später noch Erinnerung daran hatte. Und meine Mutter, die um 18.30 dann auch endlich mal da war.

 

Unser kleinster hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und hat die schnelle Geburt sehr gut weg gesteckt. Ich hingegen kam mir auch eine Woche danach wie in Trance vor und konnte nicht richtig realisieren, dass ich so schnell, mit so wenig Geburtsschmerzen ein Kind bekommen habe. Ich habe durch die schnelle Geburt bei der Teile von der Fruchtblase zurück geblieben sind 1 1/2 Wochen später einen Blutstau gehabt mit Fieber usw. Ich musste künstliche Wehen über einen Tropf bekommen, damit alles raus kommt. Erst danach, nach fast 2 Wochen, fühlte ich mich nicht mehr benommen und konnte anfangen die Zeit richtig zu genießen.

 

Ich hoffe euch gefällt der Geburtsbericht. Ich möchte damit niemandem vor einer Einleitung oder einen schnellen Geburt Angst machen. Aber es gibt viele Frauen, die sich danach wie ich gefühlt haben. Das ist nichts Schlimmes und nur weil man keine Tage in den Wehen lag oder unendlichen Schmerzen hatte, kann eine so heftige, schnelle Geburt auch sehr traumatisch sein.

 

Ich danke euch fürs Lesen.

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

Briefe_an_mein_Kind_Freitagsserie

 

An dem Tag, an dem du geboren wurdest, lag ich sehr lange morgens im Bett, nichts ahnend dass du am Abend mein Leben komplett verändern würdest. Es war 2 Wochen vor Termin, ich stand um 12Uhr auf, kontrollierte nochmals, wie fast jeden Tag, ob wir alles für dich haben, putzte nochmals die Wohnung durch und packte meine Kliniktasche erneut um. Papa fragte mich schon ob alles gut sei, da ich anders als die anderen Tage war. Ich fühlte mich super, nur der Papa hatte eine Vorahnung dass es bald losgehen würde. Dann wurde es Abend, 18Uhr, plötzlich eine starke Wehe. Dann ein Schwall Fruchtwasser! Ich fragte mich was das gerade war aber schnell wusste ich dass es nun ernst wird. Ich rief deinen Papa, lachend, glücklich aber sichtlich verunsichert sagte Er:,,Ich wusste es, so komisch wie du heute warst, war mir das schon klar, dass es bald losgeht!" Also, Kliniktasche schnappen und ab in die Klinik zur Abklärung. 

 

Im Kreissaal angekommen bekam ich einen Ultraschall. Dann der Schock. Beckenendlage. Ich sagte der Ärztin, das schaffe ich, ich möchte keinen Kaiserschnitt! Darauf erfolgt ein entsetzter Blick der Ärztin, sie sagte: ,,Wenn Sie denn das Risiko eingehen möchten, dass ihre Tochter stecken bleibt und schwerbehindert wird?" Darauf gefolgt klärte sie mich sowohl über eine normale Geburt in Beckenendlage als auch über einen Kaiserschnitt auf. Meinem Gefühl nach wollte sie gerne einen Kaiserschnitt machen lassen. Ich ließ mir einiges durch den Kopf gehen und entschied mich schweren Herzens für einen Kaiserschnitt, da mir deine Gesundheit am Wichtigsten war! Schnell wurde ich für den Kaiserschnitt vorbereitet da dein Fruchtwasser minütlich weniger wurde. Nun schob man mich in den OP Saal, während sich dein Papa Umzog um mit dabei zu sein. Mir wurde die Spinalanästhesie gelegt und als alles fertig verkabelt war, kam dein Papa in schicken OP-Klamotten in den Saal. Ohne Papa hätte ich das nicht geschafft! Er war meine Stütze!

 

Dann ging es los, der erste Schnitt, später dann das ruckeln und drücken auf meinem Bauch und dann war es endlich soweit! 21:37Uhr, dein erster Schrei, so wundervoll! Ich und Papa fingen an zu weinen, dann sagte der Arzt: ,,schauen sie gleich mal nach links!" Sekunden später wurdest du uns zum ersten Mal gezeigt, ein Unglaublicher Anblick! Da bist du! Du kleines Wesen, was ich 10 Monate in meinem Bauch hatte, das was mich täglich tritt, das Wesen worauf man so lange gewartet hat und wo man sich monatelang darauf vorbereitet hat! Endlich bist du da! Du wurdest untersucht, du warst komplett fit und reif! Dann kamst du wieder zu uns, ich durfte dich zum ersten Mal Berühren, so unglaublich weich deine kleinen Hamsterbäckchen! Dann ging die Hebamme mit Papa und dir in die OP Schleuse wo schon dein Bettchen stand. Papa ging sich schnell umziehen und war sofort wieder bei dir, während ich zugenäht und versorgt wurde. Schließlich war ich nun auch fertig versorgt und kam zurück in die Schleuse wo ihr beide mit der Hebamme gewartet habt.

 

Papa erzählte mir sofort, wie süß du an deiner Hand lutscht und wie friedlich du bist. Dann ging es zurück in den Kreissaal, die Hebamme schob mich, Papa schob dich. Im Kreissaal angekommen, wurdest du gewogen und vermessen. 3760 Gramm, 53cm Länge und 37cm Kopfumfang. Eine kleine proppere Prinzessin! Unsere Prinzessin! Dann das erste Kuscheln und stillen im Überwachungsraum. Unglaublich schön! Später ging es aufs Zimmer, Papa und ich sichtlich fertig. Nun ging es schlafen, es war mittlerweile 1Uhr Mitternacht. Du schliefst die ganze Nacht auf meiner Brust, da ich dich nicht loslassen wollte und mein Glück nicht fassen konnte. 

Ich liebe dich mein Kind!

Mama

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Happy Baby - NO ALKOHOL - Wir stellen vor

 
Logo_quer_Fraugross_1
 

KEIN ALKOHOL in der Schwangerschaft – das ist unsere Botschaft für gesunde und glückliche Kinder. Was viele nicht wissen: Schon ein Glas Alkohol kann fatale Folgen für das gesamte Leben des Kindes haben. Alkohol ist ein Nervengift und verhindert die Zellteilung des ungeborenen Kindes. Je höher der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, umso gravierender die körperlichen und/oder geistigen Schädigungen des Kindes. Fetales Alkoholsyndrom (FAS) nennt man diese irreversiblen Behinderungen. Jedes Jahr werden 10.000 Babys mit FAS in Deutschland geboren.  Das macht fassungslos. Das muss endlich aufhören. Schließlich ist FAS zu 100 Prozent vermeidbar - einfach mal neun Monate keinen Alkohol trinken.

Fakt ist, dass viele Menschen nicht wissen, was genau Alkohol im Mutterleib anrichtet. Denn 58% der Schwangeren greifen zu Sekt, Wein, Bier oder Schnaps, ohne die Folgen für ihr Baby vor Augen zu haben. Luca weiss aber, was die Folgen des Alkoholkonsums sind. Luca hat FAS. Er leidet sehr darunter. Wie alle FAS-Betroffenen. Es macht ihn wütend, dass es FAS überhaupt gibt. Als Luca sagte, „schreib’ drüber, sonst gibt es immer mehr wie mich“, haben wir ihn beim Wort genommen und die Aufklärungskampagne HAPPY BABY NO ALCOHOL ins Rollen gebracht.

KEIN ALKOHOL in der Schwangerschaft - das Thema geht uns alle an. Wir tragen alle die Verantwortung, dass unsere Kinder einen gesunden und glücklichen Start ins Leben bekommen. Jeder sollte sich mit der Thematik auseinander setzen, damit die falsche tradierte Vorstellung von wegen „ach, ein Gläschen schadet doch nichts“ endlich aus den Köpfen der Menschen verschwindet. Gemeinsam und mit einer flächendeckenden Aufklärung werden wir das Ziel erreichen, FAS zu stoppen.

 

WAS BEDEUTET FETALES ALKOHOLSYNDROM?

Medizinisch korrekt wird von Fetal Alcohol Spectrum Discorder, kurz FASD, gesprochen – zu deutsch: Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen. Dazu zählen alle körperlichen wie neurologischen Schädigungen des ungeborenen Babys; hervorgerufen durch Alkoholgenuss während der Schwangerschaft. Liegen Beeinträchtigungen in beiden Bereichen vor, handelt es sich um das Vollbild FAS. Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es insgesamt 419 Symptome von FAS mit begleitenden Erkrankungen oder Störungen.

Dagmar_einzeln_Kopie
 

WAS MACHT DER ALKOHOL?

Alkohol ist ein Nervengift, das alle Zellen, somit die Zellteilung und Organsysteme schädigen kann. Welche Schädigungen hervorgerufen werden, ist davon abhängig, wann, wie lange und wieviel die Mutter getrunken hat. Das Gehirn als Aufbauorgan reagiert am stärksten auf die toxische Wirkung des Alkohols, da sich die Hirnreifung über die gesamte Schwangerschaft vollzieht. Hat die Zellteilung an einem Tag nicht richtig funktioniert, dann fehlt dieser Entwicklungsschritt. Die Schädigung ist irreparabel.
Abgesehen davon, dass Alkohol ungebremst durch die Plazenta zu dem ungeborenen Kind fließt, ist auch die Leber des Embryos noch nicht ausgebildet. Das bedeutet, dass das Embryo den Alkohol nicht wie ein erwachsener Organismus abbauen kann. Angenommen, die Mutter hat einen Alkoholspiegel von 0,8 Promille, dann ist bei ihr der Alkohol nach acht Stunden wieder abgebaut. Das Embryo hingegen schwimmt drei Tage im Alkohol, bis dieser endgültig abgebaut ist.

 
 
Dagmar Elsen
Journalistin, Buchautorin, Pressefotografin, Bloggerin, 
Initiatorin der Kampagne „HAPPY BABY – NO ALCOHOL” und Mutter zweier Kinder

 

Es wird häufig argumentiert, dass doch gar nicht immer etwas passiert, wenn die Mutter mal ein oder zwei Gläser getrunken habe. Das lässt sich nicht bestreiten. Es muss nicht etwas passieren, kann aber. Nur: Keiner kann vorher wissen, wann es passiert.
Das liegt auch daran, dass viele weitere Umstände eine Rolle spielen. Wie hoch ist der Stresspegel der Schwangeren? Wie ernährt sie sich? Wie viel hat Sie vorher gegessen? Wie gut ist die Fähigkeit der mütterlichen Enzyme den Alkohol abzubauen? Wie alt ist die Mutter? – denn mit dem Alter sinkt die Fähigkeit den Alkohol abzubauen, weil sich unter anderem auch das Verhältnis von Körperfett und Körperwasser verändert. Erwiesen ist: Ab 30 Jahren verfünffacht sich das Risiko der Schädigungen, wenn die Schwangere Alkohol trinkt.
Wer die Risiken in Kauf nimmt und trotzdem trinkt, spielt eindeutig Russisches Roulette.
Entwarnung kann nur für die ersten vierzehn Tage nach der Befruchtung der Eizelle gegeben werden. Die Natur verfährt sozusagen nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Ist die Eizelle in diesem frühen Stadium durch Alkohol stark geschädigt, nistet sie sich nicht in der Gebärmutter ein und wird, in aller Regel mit der nächsten Blutung, unbemerkt abgestoßen.

 

fd1aeea9-d763-46b0-8671-e4bb10979282
 

WORAN ERKENNT MAN FAS?

Körperliche Beeinträchtigungen sind am einfachsten zu erkennen: Ist das Kind beispielsweise auffällig klein und leicht, hat es eine schmale Oberlippe, fehlt die Lidspalte, ist der kleine Finger verkürzt, fehlt das Philtrum (die Rinne zwischen Nase und Oberlippe), ist der Kopfumfang vermindert, ist der mittlere Teil des Gesichtes abgeflacht? Liegen Herzfehler, Fehlbildungen an den Ohren, Störungen der Nierenfunktion vor? Hat es grobe motorische Defizite? Sind epileptische Anfälle zu beobachten?
Handelt es sich um neurologische Schäden, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, oder ist die Intelligenz vermindert, wird die Diagnose schwieriger. Je nachdem, um was es sich handelt, kann, muss dies nicht, bereits im Kleinkindalter auffallen.

 

DIE HÄUFIGSTEN VORKOMMNISSE

In der Regel der Fälle ist unbekannt, ob die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat, weil es sich um Pflege- oder Adoptivkinder handelt. Diese Kinder haben per se mit Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten zu kämpfen. In welchem Maße, ist davon abhängig, mit welchem Alter sie in ihre neue Familie gekommen sind und welche traumatisierenden Erlebnisse sie hatten. Zu guter letzt spielt auch der Umstand eine Rolle, ob es sich um eine Auslandsadoption mit den damit einhergehenden kulturellen Unterschieden handelt.
In den genannten Zusammenhängen können die daraus resultierenden Auffälligkeiten deckungsgleich zu FASD sein. Es ist deshalb wichtig, die Kinder genauestens zu beobachten, in welcher Form sich Symptome äußern, in welcher Intensität und welchem Kontext sie zu weiteren Verhaltensmustern oder Begebenheiten stehen.
Intellektuelle Defizite zeigen sich vor allem im logischen Denken. Abstrahieren fällt den Kindern schwer, ebenso das Erkennen von Sinnzusammenhängen. Um so schwieriger ist es für sie, Regeln zu lernen und diese einzuhalten. Fast immer ist die Konzentrationsfähigkeit vermindert. Sie sind oft nur für kurze Zeit aufmerksam und lassen sich schnell selbst von Kleinigkeiten ablenken. Deswegen fällt es ihnen schwer, Aufträge bis zum Ende auszuführen und Verabredungen einzuhalten.
Die Frustrationsschwelle von Kindern mit FAS ist äußerst niedrig, Wut und Ärger schwer für sie zu kontrollieren. Sie sind sehr risikobereit, aber ohne die Gefahren richtig einschätzen zu können. Und: Sie lernen schlecht aus gemachten Erfahrungen.
Auffällig an Kindern mit FAS ist ihre hohe Hilfsbereitschaft. Da sie aber auch leichtgläubig, naiv, vertrauensselig sind, lassen sie sich leicht verleiten. Sie geraten schnell in unangenehme Situationen und sind sich der Folgen ihres sozialen Handelns nicht bewusst.

IMG_3379

 

DIAGNOSTIK

Die wichtigste Information zuerst: Wird FAS frühzeitig erkannt, ist die Chance am größten, die Auswirkungen der Behinderungen und Beeinträchtigungen durch individuelle, langfristige Hilfeplanungen und Beratungen möglichst gering zu halten. Ausserdem kann dadurch allen Beteiligten viel Frustration und Stress erspart werden.
Optimal ist, wenn alle, von den Eltern über die Hebammen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnnen, klinisch tätige oder niedergelassene Ärztinnen und Ärzte der Gynäkologie, der Kinder- und Jugendmedizin, einschließlich der Schwerpunktgebiete Neonatologie, Intensivmedizin, Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, der Allgemeinmedizin und des öffentlichen Gesundheitsdienstes sensibilisiert sind.

 

 

Botschafterin und Frauenärztin Dr. Elena Leineweber


Erst durch die Aufmerksamkeit und Kooperation aller kann gewährleistet werden, dass Risikokinder eine adäquate Diagnostik und Therapie erhalten.
Seit 2013 gibt es die sogenannte S3-Leitlinie, die einheitlich und wissenschaftlich basierte Kriterien zur Erkennung von FAS gelistet hat. Erarbeitet wurde diese von einer Kommission aus Fachleuten der Kinderheilkunde, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Hebammen, Vorsitzenden von Fachgesellschaften und Elterninitiativen, dokumentiert von Dr. Mirjam Landgraf und Professor Dr. Florian Heinen, mit gesamter Unterstützung der Bundesregierung (einzusehen unter www.awmf.org).

 

Hier könnt ihr euch noch weiter informieren:

http://www.happy-baby-no-alcohol.de

 

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

10 Mütter im Interview - Wie lang hat es bei euch gedauert, bis ihr schwanger wurdet?

preview_COLOURBOX6645671

„Gut 1,5 Jahre.“ (Anne W.)

 

„Da ich Gesundheitlich vor meinem Kinderwunsch alles abgeklärt hatte und ich so mit ruhigen gewissen starten konnte hat es im 4. Übungszyklus geklappt.“ (Victoria M.)

 

„Wir waren noch nicht lange zusammen aber es war klar das, dass bei uns passt und wir Seelenverwandt sind, klingt total kitschig. Hab die Pille nicht genommen und naja Kondom rausholen war in dem Moment nicht wirklich als Gedanke oder Handlung vorhanden. Also Wir haben es irgendwie schon drauf angelegt.“ (Janine B.)

 

„Da es ein Versehen war, kann ich es nicht einschätzen. Aber scheinbar ging es ziemlich flott.“ (Emine A.)

 

„Gedauert hat es bei uns 11 Monate nach dem absetzten der Pille. Leider hat mein Körper alleine 8 Monate gebraucht um überhaupt wieder in Einklang zu kommen und einen Eisprung zu haben. Aber danach ging es relativ schnell.“ (Julia B.)

 

„Einen Monat nach Absetzen der Pille.“ (Seyda A.)

 

„Beim ersten leider fast 2 Jahre. Das zweite ging dann mit ein paar Tricks schneller.“ (Susanne B.)

 

„Es hat ein paar Monate gedauert, es war genau 5 Monate nachdem ich die Pille abgesetzt habe. Ich war rasch wieder Schwager und hatte somit keinerlei Probleme.“ (Marie G.)

 

„Wir haben 1 Jahr geübt. Rafael war ein absolutes Wunschkind.“ (Verena K.)

 

„Unser erstes Kind kam nach einem Jahr "üben", das zweite Kind nach 5 Jahren (wir hatten schon die Hoffnung aufgegeben...) und das dritte Kind hat sich angekündigt als das zweite gerade einmal neun Monate alt war (ich dachte, Nr. 3 wird auch 5 Jahre brauchen, denkste).“ (Daniela F.)

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Fetales Alkoholsyndrom - Das unsichtbare Handicap - Donnerstagsblogserie

 

Luca

 

Ich möchte endlich nicht mehr hören müssen, dass ich verlogen, frech, faul, dumm und aggressiv bin. Das bin ich nicht. Jedenfalls nicht so, wie das alle immer denken. Ich weiß, dass ich so wirke. Das ist schrecklich. Weil deshalb viele Leute nichts mit mir zu tun haben wollen. Das ist auch der Grund, warum ich so schwierig Freunde finde; ganz besonders seit ich so 13 Jahre alt war.

 

Klar habe ich gemerkt, dass irgendwann die anderen in der Schule an mir vorbei gezogen sind. Ich bin ja nicht dumm. Ich habe sehr wohl mitbekommen, dass die immer schneller lernten und auch viel mehr lernten als ich. Aber nicht nur das. Bald konnte ich auch bei manchen Gesprächen nicht mehr mithalten. 

 

Erst konnte ich es noch überspielen. Aber immer öfter bin ich aufgeflogen. Die anderen fingen an, Witze über mich zu machen, mich auszulachen. Das war so frustrierend. Ich wurde wütend und aggressiv. Ich fühlte mich so hilflos. Ich wollte doch so gerne weiter dazu gehören.

 

Es war doch auch eigentlich meine Welt. Diese Welt war so schön gewesen, vom Kindergarten bis Ende der Grundschule – es war immer Montessori und international. Ich bin nie ausgegrenzt worden. Die meisten Kinder waren nett, auch die Eltern, vor allem die, mit denen sich meine Eltern angefreundet haben. Die waren ganz viel bei uns zu Hause. Wir hatten einen riesigen Garten mit einem Schwimmbad und einem großen Teich. Wir konnten uns austoben wie wir wollten. Wir durften so hoch klettern wie wir konnten, Frösche fangen, im Schlauchboot paddeln, wir haben Pfeil und Bogen gebaut, Himbeeren und Brombeeren gepflückt, Marmelade gekocht, Kuchen gebacken, in der Erde gebuddelt, Pilze gesammelt, gezeltet und im Kamin Würstchen gegrillt.

 

Unser Leben zu Hause war ziemlich geregelt. Und sehr reizarm, wie meine Mama immer betont hat. Viel Fernsehen durften wir nicht. Das fanden wir, ich habe noch einen Bruder, natürlich doof. Dafür hat Mama jeden Tag vorgelesen. Wir haben viel gebastelt, gemalt, zusammen gekocht, gesungen, getanzt, Musik gehört, ja, und ganz viel Sport gemacht. Mama war fast immer da, wenn wir aus der Schule nach Hause kamen, und hat sich mit uns beschäftigt.

 

Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Ich habe damals beide Sprachen fließend gesprochen. Englisch mochte ich sehr. Ich war einer der Besten im Lesen. Klar, ich hatte Mühe beim Lernen. Ich musste viel wiederholen; auch immer wieder ermuntert werden. Mathe war so gar nicht mein Fach. Das Addieren und Subtrahieren ging irgendwann ganz gut, aber Multiplizieren und Dividieren kann ich logisch bis heute nicht nachvollziehen. Ich konnte aber lernen wie es geht. Das ging vielen anderen auch nicht anders. Deshalb fiel es ja nicht auf, dass ich eigentlich anders war als die anderen.

 

Beim Sport war ich richtig gut. Die Trainer sagten alle immer: „Phantastische Motorik der Junge. Naturbegabung.“ Ich war stolz. Ich lernte alles immer schnell und leicht. Der Tennistrainer hat es mir vorgemacht und ich machte es einfach nach. Er sagte, ich könnte noch viel mehr werden als nur Vereinsmeister. Aber ich hatte ein Riesenproblem: Wenn ich etwas nicht gleich hinbekam, dann war ich schnell wütend. Das wurde dann so schlimm, dass ich mich immer schlechter konzentrieren konnte und die Matches verlor.

 

Vorbei mit der Tenniskarriere. 

 

Fußball habe ich auch so gerne gespielt. Aber nur, wenn es um nichts ging und alle durcheinander spielten. Im Fußballcamp habe ich die Spieltaktik nicht kapiert. Ich wollte immer mit dem Ball alleine durchstoßen. Ich habe den Trainer nicht verstanden, warum er die Nerven verlor mit mir.

 

Nach der Montessori-Schule musste ich in die Förderstufe der Gesamtschule. Es war schrecklich. Alles neu. Alles anders. Alles riesig. So viele Menschen. Ich war in ständiger Panik. Ich wusste überhaupt nicht wohin mit mir. Im Unterricht kam ich nicht mit. Ich bekam eine Extra-Lehrerin. Inklusion nannte sich das. Es half mir nur zum Teil. Außerdem war die Extra-Lehrerin nicht immer da. Ich wurde aggressiv und zog mich immer mehr zurück.

 

Eines Tages, als ich mal wieder die Schule schwänzte, gab es da auf einmal Jugendliche, denen war es egal wie ich war. Die sagten, “komm‘ doch mit” – die streiften durch die Gegend, rauchten, kifften, haben Getränkeautomaten kaputt getreten, im Kiosk Kaugummis geklaut, andere provoziert und sich mit denen geprügelt. Klar hab‘ ich da mitgemacht. Das konnte ich auch. Und endlich hatte ich wieder Freunde.

 

Angst? Ich hatte keine Angst. Vor was auch? Ich fand mich cool. Ich fand es sogar geil, aggressiv zu sein, ich habe ja nicht gewusst, dass das FAS ist. Heute weiß ich, dass mein Hirn diese Gefühle in mir ausgelöst haben. Ich hatte auch Null Gefühl für Zeit und Raum. Ja, wirklich, ich sehe Zeit nur bildlich, zum Beispiel wenn die Eieruhr läuft. Orientierung habe ich auch keine. Wenn ich den Weg nicht kenne, bin ich verloren. Naja, und Gedanken über Konsequenzen, was ich da alles anstellte, machte ich mir nicht. So weit habe ich da gar nicht gedacht. Oft war ich wie im Rausch unterwegs. Es war irgendwie nichts so richtig greifbar für mich. Ich bekam Ärger und Probleme ohne Ende.

 

Dann hat Mama die Reißleine gezogen. Ich kam auf einer Förderschule. Wieder war alles neu, alles anders. Aber wenigstens klein. Es wurde ruhiger. Aber nicht lange. Dann passierte etwas, was mich bis heute in Panik versetzt.

 

Mein damaliger Freund, zumindest dachte ich, es sei mein Freund, überredete mich, ein Mädchen klar zu machen. So hieß das. Eigentlich wollte er sie klar machen. Sie wollte aber nur mit ihm, wenn ich auch Sex mit ihr hätte. Das stimmte, das wusste ich von ihr. Sie war schon länger verknallt in mich. Ich aber wollte das eigentlich nicht. Es fühlte sich falsch an. Ich habe es trotzdem getan, weil mein Freund mich so sehr bedrängt hat. Er hat nicht aufgehört mich zu bedrängen. Ich war unfähig mich zu wehren, nein zu sagen.

 

Also haben wir es getan. Es ging ganz schnell. Es war scheußlich.

 

Ein paar Tage später, ich war mit Freunden unterwegs, rief meine Mama mich an. Die Kripo sei bei uns. Ich solle mit einem Mädchen gegen ihren Willen geschlafen haben.

 

Ich bin sofort nach Hause. Ich war außer mir. Es stimmte ja nicht. Aber so, wie es die Polizei behauptete, klang es ganz anders. Die machten Hausdurchsuchung. Die glaubten mir kein bisschen, die waren knallhart. Ich hatte so Mühe, die Geschichte gut wiederzugeben. Ich war total gestresst. Ein Albtraum. Ich war verzweifelt, wütend, todunglücklich. Mama auch.

 

Und alle haben dem Mädchen geglaubt und nicht mir. Ich wurde als Vergewaltiger beschimpft, gemobbt und verprügelt. Ich habe mich keine Sekunde mehr vor die Tür getraut.

 

Einige Tage später bekamen wir mitgeteilt, dass das Mädchen zugegeben habe, dass es komplett gelogen hatte und jetzt eine Anzeige bekäme wegen Vortäuschens einer Straftat. Da war ich schon längst in einer Klinik. Meine Mama hat mich ganz schnell aus dem Verkehr gezogen. Sie hatte es schon länger geahnt, aber jetzt war ihr endgültig klar geworden: Mit mir stimmt etwas nicht.

 

In der Klinik haben sie aber nichts besonderes feststellen können. Sie sagten, dass das alles mit meiner Vorgeschichte, meinen schrecklichen Erlebnissen und der Adoption zu tun habe. Mama glaubte ihnen nicht. Sie brachte mich in eine andere Klinik, weit weg in Münster. Seitdem weiß ich, dass ich FAS habe. Ich weiß auch noch genau, wie Mama mir erklärt hat, was genau FAS ist. Als sie gesagt hat, dass man es nicht heilen kann, war ich sehr wütend und traurig zugleich.

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

10 Tipps, um eine gute Mutter zu werden

preview_COLOURBOX1048988

 

1. Werdet keine Helikoptermutter

Ja, Vorsicht ist wichtig. Aber mal ehrlich: Ihr seid keine schlechte Mutter, wenn euch Gluten in Lebensmitteln egal ist und wenn Euer Kind auch mal im Schlamm spielen darf, ohne dass ihr panisch mit Sagrotantüchern hinter ihm herlauft.

 

2. Ihr seid nicht nur Mutter

Wer eine gute Mutter sein will, darf nicht aufhören, sich selbst zu erfinden. Viele Mamas gehen in der Rolle total auf – Super! Aber vergesst nicht, Ihr seid auch eine selbstständige Person mit Charakter und nicht nur eine Maschine, die Spuktücher wäscht und Essen kocht. Vergesst nicht – so abgedroschen es klingt – Euer eigenes Ding zu machen. Ansonsten droht Ihr zu einer Helikoptermama zu werden, die mit dem Auszug des Nachwuchses keinen Lebenssinn mehr hat.

 

3. Die kulinarische Mitte 

Sind wir ehrlich: Wir selbst lieben Muttis Hausmannskost. Und auch frisches und leichtes Essen ist sehr wichtig für die Gesundheit und die kindliche Entwicklung. Es zeichnet eine gute (und auch coole) Mutter aber auch aus, wenn es mal eine Pizza, Pommes oder Kuchen sein darf.  

 

4. Interessen haben und wecken

Ihr habt ein leidenschaftliches Hobby und investiert Zeit und Mühe dafür? Ihr liebt Euren Job und arbeitet hart? Gut so. Euer Nachwuchs wird es euch später danken. Wer Kinder, muss (meistens) Vorbild sein. Euer Ehrgeiz und euer Interesse wird sich in der zukünftigen Neugier und Leistungsbereitschaft (egal, ob Schule oder Fußballtraining) niederschlagen.

 

5. Heile Welt ? Nein, Danke.

Es kann nervig sein, immer eine Heile Welt vorgaukeln zu wollen und jeden entschuldigen zu müssen. Kinder – egal, wie alt – müssen lernen, dass nicht immer alles toll und jeder nett ist. Auch Ihr als Mütter könnt mal traurig oder wütend sein. Das macht Euch als Person aus.

 

6. Geheimnisse verbinden

Kleine Geheimnisse und Lästereien verbinden und stärken die Beziehung. Passt dies allerdings an das Alter Deines Kindes an. Es ist nicht mehr so toll, wenn Euer 5 Jähriger Spross beim versehentlichen Ausplaudern des Geheimnisses preisgibt, dass Ihr Eure Tante auch „nervig und doof“ findet.

 

7. Schimpfen und übertriebene Strafen vermeiden

Sicher muss man als Mama konsequent sein. Antiautoritäre Erziehung ist da selten die Lösung. Wichtig ist aber, mit Eurem Kind Lösungen für seine Probleme und Missgeschicke zu finden, statt immer „draufzuhauen“. Denkt dran, auch Ihr mochtet ein solches Gezicke und Gezeter nicht.

 

8. Interesse zeigen

Gut, wir sind manchmal genervt, wenn unsere eigenen Mütter mehrmals die Woche anruft. Aber: Würde sie sich nicht mehr melden, wären wir doch (in der Regel) auch enttäuscht. Hört Eurem Kind zu und interessiert Euch für seine Gedanken- und Gefühlswelt. 

 

9. Vertrauen ins Kind

Manchmal muss man das Kind einfach machen und probieren lassen. Ständige Kontrollen und Penetranz wirken selten fördernd und belasten die Mutter-Kind-Beziehung.

 

10. Ruhepunkt sein

Bei Eurem Kind geht etwas schief, es ist krank, es gab einen Misserfolg in der Schule, es hat Streit mit Freunden? Dann seid der verlässliche Ruhepunkt und gebt Eurem Kind die Sicherheit, die es gerade braucht.

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

Mein kleiner aber fixer Geburtsbericht. Meine Tochter ist bereits jetzt 3 Jahre alt, und auch wenn die Schmerzen der Geburt bereits nach wenigen Minuten vergessen waren, das Erlebnis ist dennoch wie in meine Gedanken gebrannt- und das ist auch gut so. Am Tag der Geburt meiner Tochter hätte ich im Leben nicht damit gerechnet, sie noch am selben Tag in meinen Armen halten zu können.

 

Auf die Plätze, fertig - los geht es

Der Morgen war ein ganz gewöhnlicher Morgen. Ich schlief aus, ich ging eine kleine Runde mit dem Hund spazieren und ich machte mich ein wenig zurecht. Meine Hebamme kam zu einem, ganz normalen Vorsorgetermin vorbei. Nichts Besonderes also. Bis zur Geburt waren noch gut 14 Tage Zeit, ich war also die Ruhe in Person. Ich kochte Kaffee und Tee und deckte den Tisch für den Besuch. 

 

Als meine Hebamme bei uns ankam, quatschen wir zunächst ein wenig über mein Wohlbefinden. Später legte ich mich zur Untersuchung auf die Couch, alles bereits reine Routine. Während ich also gemütlich mit frei liegendem Bauch auf der Couch lümmelte wusch sich meine Hebamme die Hände. Sie trat zu mir ins Wohnzimmer und hielt plötzlich mitten im Satz inne. Mit der Untersuchung hatte sie noch gar nicht begonnen, sie stand noch einige Meter entfernt von der Couch. "Nimm deine Kliniktasche und fahr ins Krankenhaus", war alles was sie sagte. Ich war zunächst irgendwie leicht verwirrt. Es stellte sich heraus, dass sie auch aus einigen Metern Entfernung sehen konnte, dass mein Bauch eckig wurde. Laut ihrer Aussage hatte ich verdammt starke wehen. "Merkst du denn gar nichts?" war die Frage. Naja ich hatte ein wenig Rückenschmerzen, aber an sich nichts Neues. Die Fruchtblase war nicht geplatzt. 

 

Nachdem ich 20 Minuten erstmal meinen Mutterpass gesucht hatte – ja, ich hatte ihn scheinbar verlegt, ging es dann auch los ins Krankenhaus. Wir kamen auch ziemlich schnell an die Reihe. Es wurde einiges getestet, ich durfte ans CTG (in meiner Schwangerschaft bereits gefühlt das 100. Mal) und es wurde geprüft, ob ich Fruchtwasser verliere. Allerdings - war bei mir alles im grünen Bereich. Ich verlor kein Fruchtwasser und auch meine Wehen hatten sich wieder gelegt. Das könnte noch dauern, hieß es.

 

Da bleiben sollte ich dennoch. Ich war mit meinen 21 Jahren wohl (laut Aussage der Hebammen) ziemlich jung, außerdem sei es mein erstes Kind. Im Krankenhaus bleiben kann also nicht schaden. Sollte sich über Nacht nichts ändern könnte ich auch nochmal nach Hause fahren. Super, ich kuschelte mich also ins Krankenhausbett und begann fröhlich zu lesen.

 

Währenddessen forderte ich Essen an - verdammt ich hatte Hunger! Mein Frühstück bzw. Mittagessen musste schließlich etwas unsanft abgebrochen werden. Und so saß ich einige Stunden im Krankenhaus und aß so vor mich hin. Bis ich auf die Toilette musste. Als ich aufstand sammelte sich unter mir eine riesige Pfütze Blut. Also rief ich die Schwester. - Und man glaubt es kaum, ich durfte wundervolle 30 Minuten wieder am CTG liegen. Auch die stärkeren Wehen waren zurückgekehrt. Es war zwar nicht schmerzhaft aber so langsam wurde es wirklich unangenehm. Als die dortigen Hebammen auf das VTG schauten gaben sie allerdings wieder Entwarnung, aber man wolle mal nach meinem Blutverlust schauen.

 

Also lief ich, das erste Mal in meinem Leben, in einen Kreissaal. " BVB oder Schalke Fan?" wurde ich gefragt. Wie bitte!?! Die Hebamme lachte: "Wir haben einen blauen und einen gelben Kreissaal, irgendeinen Wunsch?". Lachend wanderten wir in den gelben Kreissaal. Dort sollte ich erstmal stehen bleiben, damit das Kind auch schön im Becken liegt, und man schauen kann, was los ist. Als ich nun im Kreissaal herum stand, ein wenig Wasser trank und aus dem Fenster schaute, wurde es dann irgendwann doch verdammt unangenehm und ich musste mich hinsetzen. Da kam auch schon eine Hebamme um nachzuschauen. Nach einem kurzen Blick auf die untere Gegend sagte sie humorvoll "also ich hab gleich Feierabend, aber das schaffen wir noch, ihr Baby kommt - jetzt". Super dachte ich mir. Und glaub darauf ging es auch wirklich heftig los. Ich glaube, die anderen Kreißsäle konnten mich fluchen hören. Irgendwann dachte ich mir nur noch "ich muss jetzt pressen". Auch wenn die Hebammen anderer Meinung waren, ich wollte Pressen! Also hieß es los pressen, und tatsächlich - ich lag schon in den Presswehen. Trotz anderer Aussage der Hebammen. Teilweise habe ich so viel gepresst, dass ich tatsächlich Sternchen gesehen habe. Ich hatte keine Schmerzmittel oder anderes, also ja ich habe die volle Geburt mitbekommen und gefühlt, wie mein Engel die Welt betrat. Und es war wunderschön. Knappe 10 Minuten habe ich gepresst. Dann war sie da, meine pure Liebe. Während des Nähens lag sie auf meinem Bauch. Ich bin froh, dass ich nur "einige Macken" davon getragen habe. 

 

Wie lange ich im Kreissaal war? Eigentlich dürfte ich das wohl gar nicht sagen, weil Mamis, die eine lange Geburt und lange Wehen "ertragen" haben, mich jetzt wohl böse anschauen werden. Ich bin in den Kreissaal alleine hineingelaufen - und wurde eine Stunde später mit Baby wieder hinausgeschoben. 

 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nach der Geburt habe ich mich einfach wie auf Wolke sieben gefühlt, nachdem meine kleine Tochter geboren war, waren meine ersten Worte "Gib' sie mir". Ich musste allerdings warten, bis die Nabelschnur durchtrennt war. Doch dieses Glücksgefühl war nicht das einzige, was ich gefühlt habe.

 

Als meine Kleine weinte, wusste ich nicht, was sie eigentlich wollte. Ich legte sie an die Brust an und mein Schatz fing an zu trinken. Man sollte meinen, ich war total stolz, aber eigentlich hatte ich die ganze Zeit Angst, etwas falsch zu machen. Drei Mal rief ich die Schwester in mein Zimmer, damit sie sich anschauen kann, ob meine Tochter auch richtig an der Brust liegt. Ich war verkrampft und hatte Angst, sie würde an der Brust ersticken weil vielleicht ihre Nase nicht frei war. Also machte ich ihr immer genug Platz zum Atmen. Schon bald taten mir meine Brust, meine Arme und mein Rücken weh. Vor allem, da ich wahrscheinlich zunächst zu Beginn vollkommen falsch saß und verkrampft war. Als sie schlief, betrachtete ich sie voller Glück. Doch ja, ich legte sie in ihr Beistellbettchen. Man glaubt es kaum, aber so eine Geburt ist anstrengend. Ich rief ebenfalls die Nachtschwester, damit sie die Kleine für ein paar Stunden mitnimmt. Das ist einer der Vorteile von den Tagen im Krankenhaus. Ich wollte irgendwann einfach nur noch schlafen. Auch wenn "meine" Geburt ziemlich schnell vorbei war, ich war vollkommen erschöpft. In der ersten Nacht rief ich zwei Mal nach der Nachtschwester, ich brauchte Schmerztabletten für die Nachwehen - niemals hätte ich damit gerechnet, dass sie so weh tun würden. Sie brachten mich um den Verstand, beinahe mehr als die richtigen Wehen bei der Geburt.

 

Ich persönlich empfand die Geburt als etwas so unglaublich Wundervolles. Die Zeit seit meine Tochter geboren wurde, ist unersetzlich. Wunderschön und emotionsvoll, ja auch noch jetzt, 3 Jahre später.

 

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

Briefe_an_mein_Kind_Freitagsserie

 

Liebe Marie,

 

heute möchte ich dir von dem Tag erzählen, an dem du geboren wurdest bzw. was danach passierte. Ich bin mir ziemlich sicher dass ich nicht übertreibe wenn ich sage, dass es der aufregendste Tag in dem Leben von mir und deinem Papa war.

 

Aber fangen wir mal ganz von vorne an! Deine Geburt war nicht einfach (ich glaube, das ist keine Geburt), doch wenn ich mich mit anderen Mamis vergleiche, hast du es mir doch einigermaßen leicht gemacht! Sie dauerte acht Stunden und am Ende musstest du mit der Saugglocke geholt werden.

 

...und dann, ganz plötzlich und ganz ohne Vorwarnung warst du da. DU! Dein erstes Quietschen (irgendwie hattest du noch keine Lust auf Schreien) war der schönste Laut, den ich jemals gehört hatte. Du wurdest in ein Handtuch gewickelt und mir dann sofort auf die Brust gelegt. Endlich konnte ich dich zum ersten Mal betrachten. Du warst so winzig und doch warst du ein perfektes Wesen. Ich zählte deine Finger und Zehen und roch an deinen nassen, schwarzen Haaren. Ich verspürte das starke Bedürfnis, die Zeit für immer anzuhalten. Ich wollte einfach Ewigkeiten so daliegen, mit dir auf dem Arm, und glücklich sein. Was um uns herum geschah, nahm ich nur noch ganz verschwommen wahr. Alle Schmerzen, der Schweiß und die Tränen waren wie weggeblasen. Es war um ein Vielfaches schöner, als die Leute immer sagten.

 

Ich wurde noch einmal untersucht und auch du wurdest kurz von der Hebamme mitgenommen. Sie wog dich und auch deine Größe ermittelte sie. 

 

Zwei Stunden durften wir im Kreißsaal bleiben, die wir mit kuscheln und schmusen verbrachten. Es fielen nicht viele Worte in dieser Zeit. Es waren einfach keine Worte nötig.

 

Nach diesen zwei magischen Stunden kam eine Schwester, die uns in ein Krankenzimmer schob. Und plötzlich spürte ich, wie meine Kraft langsam nachließ. Das Adrenalin, das mich wach gehalten hatte, verabschiedete sich langsam aus meinem Körper. Und du entdecktest, dass du eine Stimme hast. Dir war nämlich bewusst geworden, dass du nicht mehr im warmen Bauch schlummern durftest, sondern das irgendwas anders war. Und auf einmal passte dir das gar nicht mehr. Du schriest aus vollem Hals und dein Papa lief ein paar Stunden mit dir auf und ab, in der Hoffnung, du beruhigst dich. Ich döste derweil so vor mich hin und versuchte ein wenig, alles zu verarbeiten und einen klaren Kopf zu bekommen. Das war gar nicht so leicht. Irgendwann wurdest du dann kurz von einer Schwester mitgenommen, die dich hübsch machte. Sie zog dir einen winzigen Body und einen niedlichen rosa Strampler an. Auch deine erste Windel bekamst du. 

 

Natürlich hatten deine Großeltern, Tanten und Onkels auch erfahren, dass du auf unserer Welt angekommen warst. Und jeder wollte dich unbedingt sehen. Nach und nach trudelten Richtung Nachmittag alle ein, um dich zu halten und zu bewundern. Und keiner konnte wirklich in Worte fassen, wie süß du bist! Es war so schön, alle Liebsten um uns versammelt zu haben und unser Glück mit ihnen teilen zu dürfen. 

 

Auf Trinken hattest du noch gar keine Lust, was mich ziemlich in Sorge versetzte. Heute weiß ich, dass Babys in den ersten Tagen fast nichts brauchen. Damals dachte ich, du verdurstest gleich. Ständig probierte ich dich anzulegen. Mit Stillhütchen, in den verschiedensten Positionen, mit der Hilfe von sämtlichen Schwestern. Aber du brauchtest einfach noch deine Zeit. Der erste Tag mit dir neigte sich dem Ende zu und es sollten noch viele, schlaflose Tage und Nächte folgen. Aber die nehme ich auch heute noch gerne in Kauf. Wenn ich dich jetzt so betrachte, bin ich erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht und wie viel Fortschritte du bereits gemacht hast. Und das fällt mir erst recht auf, wenn ich an den Tag deiner Geburt zurückdenke, an den schönsten, aufregendsten aber auch stressigsten Tag in unserem Leben. 

 

In Liebe,

deine Mama

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

10 Mütter im Interview - Jetzt einmal ehrlich, was ist das nervigste in der Schwangerschaft?

preview_COLOURBOX9426692

 

„Das absolu jeder denkt er sei der Gandhi der Schwangerschaft und dir Tipps geben will die einfach nur Banane sind.“ (Seyda A.)

 

„Da meine Schwangerschaft nicht komplett ohne Komplikationen verlaufen ist, war das für mich das nervigste, während der Schwangerschaft. Wenn ich jetzt darüber nachdenke fällt es mir echt schwer was Nerviges zu finden, weil ich jetzt sehe "wofür" ich das alles gemacht habe. Jetzt würde ich sagen, dass mir Mett, Salami und Leberwurst gefehlt haben.“ (Anne W.)

 

„Das nervigste für mich in der Schwangerschaft war die Dauer. Die letzten 6 Wochen wo man dann in Mutterschutz ist haben sich so gezogen und ich fand es einfach nur mega langweilig.“ (Janine B.)

 

„Ich fand das nervigste in der Schwangerschaft die Kompressionsstrümpfe. Das war was das ich bei beiden Schwangerschaften gehasst hab. Ansonsten hat ich leider bei der zweiten noch Schwangerschaftsdiabetis auch nicht toll. Ansonsten habe ich es geliebt Schwanger zu sein.“ (Susanne B.)

 

„Man kann seine ganzen schönen Sachen nicht mehr anziehen, alles ist zu kurz geworden am Bauch. Und das Sodbrennen, habe ich einmal 3 Stunden nix gegessen, habe ich richtig Magenschmerzen bekommen. Das war nicht sehr angenehm, aber man weiß ja für was man es macht.“ (Julia B.)

 

„Die Wassereinlagerungen machen am meisten zu schaffen und sind am nervigsten. Vor allem Füße leiden stark darunter.“ (Emine A.)

 

„Den Satz, zu hören: „Gell, aber du weißt, du musst nicht für zwei Essen.“…Nein, muss ich nicht, aber ich könnte. Dafür sind doch Gelüste da.  Oder nicht?“ (Verena K.)

 

„Das nervigste in der Schwangerschaft war das Sodbrennen. Immer wenn ich etwas Ungesundes gegessen habe, bekam ich sofort Sodbrennen.“ (Marie G.)

 

„Ständig aufs Klo zu müssen und das ich nicht auf dem Bauch schlafen konnte ... das war wirklich das aller schlimmste.“ (Victoria M.)

 

„Das nervigste in den Schwangerschaften war die Übelkeit und die Spuckerei...nicht nur morgens - den ganzen Tag.“ (Daniela F.)

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

10 Dinge, die man mit Kindern gemacht haben sollte

preview_COLOURBOX10340190

 

1. Gemeinsam die Seele baumeln lassen

Kinder werden viel zu schnell erwachsen. Gerade deswegen sollte man die Zeit, in der sie noch klein sind, nutzen. Einfach mal bei selbstgemachter Limonade und entspannender Musik die Seele baumeln lassen wirkt wahre Wunder.

 

2. Gemeinsam backen

Welches Kind mag keine süßen Naschereien? Gemeinsam einen Kuchen backen macht Spaß und bringt den Kindern ein Erfolgserlebnis, auf das sie stolz sein können.

 

3. Am See baden

Es muss nicht immer der große Urlaub sein. Auch ein Nachmittag am See mit der ganzen Familie ist vor allem für die Kinder ein großes Erlebnis. Tipp: einen Badesee suchen, an dem es auch einen großen Spielplatz gibt. So ist Ihr Kind beschäftigt und lernt gleich neue Spielkameraden kennen.

 

4. Picknicken

Picknicken mag auf den ersten Blick nicht ganz so spektakulär klingen, aber richtig vorbereitet wird das Picknick im Grünen ein großes Abenteuer. Vor allem abends, wenn es langsam dämmert, sorgen Fackeln und ein Nachtspaziergang für eine ganz besondere Stimmung.

 

5. Gemeinsame Rituale pflegen

Regelmäßige Rituale bringen Entspannung und sorgen für eine engere Bindung zwischen Kind und Eltern. Schon das tägliche Vorlesen vor dem Schlafengehen schafft eine enge Vertrautheit, an die sich sowohl Kind und Elternteil ihr Leben lang zurückerinnern werden.

 

6. Gemeinsam Sterne beobachten

Egal ob im Winter oder im Sommer – ein sternenklarer Himmel findet sich zu jeder Jahreszeit. Besonders für Kinder sind Sterne etwas Magisches. Das sollte man nutzen und gemeinsam mit den Kindern versuchen, ein paar Sternbilder herauszufinden. Vielleicht sehen Sie sogar eine Sternschnuppe?

 

7. Nach Italien fahren

Pizza und Pasta – kaum ein Kind sagt dazu nein. Und auch die meisten Eltern können einen entspannenden Italienurlaub gut gebrauchen. Italien ist auch deshalb eine gute Wahl, weil Kinder dort meist sehr gerne gesehen werden.

 

8. Eine Sandburg bauen

Oft braucht es nicht mehr als Sand oder Matsch, um ein Kind glücklich zu machen. Drücken Sie Ihrem und sich selbst eine Schaufel in die Hand und versuchen Sie doch einmal, die größte Sandburg Ihres Lebens zu bauen.

 

9. Jahrmärkte und Zirkus

Eine ganz eigene, wunderbare Welt stellen Jahrmärkte und Zirkusse dar. Fast jedes Kind ist von diesen besonderen Eindrücken und Gerüchen begeistert, welche die Kinderaugen zum Strahlen bringen.

 

10. Ein Bilderalbum basteln

So schön die Bilder mit dem Smartphone auch werden, leider sind sie oft ziemlich schnell wieder vergessen. Erinnerungen lassen sich am besten in Form von Bildern in einem gemeinsam angefertigten Album aufbewahren. 

 

Gesamten Beitrag lesen
41 - 50 von 276 Ergebnissen