Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mittwoch, 1. März 2017 gab es zu hohe Herztöne - bis 190 - auf dem CTG beim Frauenarzt. Sie wies mich sofort in die Klinik ein, da es ihr nicht geheuer war. In der Klinik angekommen, bezog ich mein Zimmer und alle CTG's waren unauffällig normal. Trotzdem musste ich zur Überwachung bis Freitag den 3. März 2017 bleiben. Immer hatte ich die Hoffnung, dass wenn ich schon mal im Krankenhaus bin, die Geburt vielleicht losginge. Es passiert leider bis zur Entlassung nichts und auch die Untersuchung ergab keinen geburtsreifen Befund. Die Ärztin sagte, dass wir Montag, den 6. März 2017 nach Befund entscheiden würden, ob eingeleitet wird. Somit musste ich die Klinik ohne Baby verlassen und am Wochenende jedoch zur CTG Kontrolle erscheinen. Samstag gab es keine Unauffälligkeit, Sonntag jedoch war das CTG wieder nicht optimal. 

 

Aufgrund des schlechten CTG am Sonntag, durfte ich wieder in der Klinik bleiben - und Montag, den 06.03.2017 wird eingeleitet. Der Tag auf den wir so lange gewartet haben - unser Engel soll geboren werden. Am besagten Montag war ich 8.45 Uhr mit meinem Gatten im Kreißsaal. Gleich wurde ich ans CTG angeschlossen, welches unauffällig war. Anschließend bekam ich meinen Einlauf, danach wurde die Fruchtblase geöffnet und ab 10.00 Uhr war ich am Wehentropf. Ganz sanft fingen die Wehen an - ich merkte wie der Bauch sich leicht zusammen zieht, aber ich konnte noch lachen und Spaß machen. Gegen 14.00 Uhr bekam ich ein leichtes Mittel gegen die Schmerzen - sie waren noch aushaltbar, aber stetig ansteigend.

 

Nach dem leichten Mittel gegen die immer stärker werdenden Schmerzen, ging es mir erstmal wieder besser. Gegen 16.00 Uhr wollte ich mich bewegen und durfte im Kreißsaal auf und ab gehen. Immer wieder blieb ich stehen oder hockte mich hin, um die Wehen zu veratmen. Jedoch hat mein Kreislauf nicht mitgespielt und ich musste mich wieder hinlegen. Natürlich wieder an das CTG geschlossen, und das bewegen tat dem Baby wohl nicht gut - die Herztöne wurden wieder schlechter. Eine Ärztin wurde gerufen, um zu schauen ob es dem Baby gut geht - soweit war alles in Ordnung. Gegen 18.00 Uhr ging alles ziemlich schnell. Meine Harnblase wurde geleert, in der Hoffnung, dass die Wehen noch stärker wurden. Ja, sie wurden stärker und meine Stimme deutlich lauter. Ich habe sehr oft mitgedrückt und nun leicht an meine Grenzen gekommen - wenn ich gewusst hätte, was in der letzten Stunde noch passiert.

 

Plötzlich wurden die Herztöne wieder schlechter und auf einmal wurden es im Kreißsaal immer mehr Menschen. Eine Hebamme, eine Hebammenhelferin und drei Ärzte in weißem Kittel waren anwesend. Ich wusste nicht wie mir geschieht, ich dachte, sie schneiden mich jede Minute auf. Der Arzt sagte, dass es dem Baby nicht gut geht und sie nun schnell handeln müssen. Meine Beine wurden fest geschnallt und ein grünes Tuch wurde darüber gelegt. Schlussendlich setzen sie die Saugglocke ein - ich musste mehrmals mitdrücken, ein anderer Arzt drückte von oben auf meinem Bauch um das Kind zum Ausgang zu schieben. Und plötzlich kam um 19.04 Uhr mein Baby aus mir heraus und hatte die Nabelschnur zweifach um den Hals, war blau und der Kopf sehr mitgenommen durch die Saugglocke. Aber Felix schrie und erholte sich schnell. Ich wurde geschnitten, bin gerissen und wurde schlecht genäht. 

 

Alle Schmerzen haben sich gelohnt, unser Baby, unser Felix, hat mit 3680 g und 53 cm am 6'märz 2017 das Licht der Welt erblickt und uns sprachlos und überglücklich gemacht.


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