Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Es war der 30. April und ich war sechs Tage drüber. Also sind wir ins Krankenhaus zur Kontrolle gefahren. Dort war eine Ärztin die ich bisher nicht kannte. Plötzlich war alles anders, sie machte mir total Angst - zu wenig Fruchtwasser. Keine richtige Versorgung mehr und so weiter. Bleiben durfte ich aber nicht, da sie schon drei Einleitungen hätten. Ich habe natürlich total Angst gehabt, weil ich den morgen auch schon mit starken Schmerzen wach wurde. Ich war mir sicher, dass es Wehen sind aber da im CTG nichts aufzuzeichnen war, wurde ich nach Hause geschickt. Über den Tag wurde es mal schlimmer, mal besser. Und abends fingen dann, wie ich jetzt weiß, wirklich Wehen an. Gegen 23 Uhr hatte ich auf einmal richtig starke Schmerzen und wollte ins Krankenhaus. Trotzdem immer dieser Hintergedanke, hoffentlich schicken sie mich nicht wieder weg. Trotzdem sind wir dann gegen 23:30 Uhr losgefahren. Dort angekommen, wurde ich sofort an CTG angeschlossen, wo natürlich keine mehr aufgezeichnet wird. Da ich aber schon alle drei Minuten Wehen hatte, habe ich darum gebeten mich auch so zu untersuchen. Diesmal war eine ganz liebe Ärztin da, die mich untersuchte. Muttermund 4 cm, sie fahren nicht mehr nach Hause. Ich sollte meinen Koffer aus dem Auto holen und wieder hochkommen. Nun war es ungefähr 24 Uhr. Mein Mann und ich sind runter zum Auto und ich dachte wirklich, ich schaffe es nicht mehr nach oben, so schlimm waren die Schmerzen. Also hat er mich nur noch in den Fahrstuhl gezogen. Wir sind hochgefahren. Und in den Kreißsaal. Eine Hebamme hat nachgeschaut und der Muttermund war auf 7 cm innerhalb der 5 Minuten. Mir war so schlecht und noch mal sollte ich aufstehen. Da sie den Kreißsaal mit der Badewanne brauchten und ich doch noch mal in einen anderen sollte. Auf dem Flur bin ich dann zusammengebrochen und konnte nicht mehr. Mir war schlecht ich hatte solche Schmerzen - zu einfach eine durchgehende Wehe. Trotzdem bin ich irgendwann im anderen Kreißsaal angekommen. Ich habe nur noch gerufen, es geht los, er kommt jetzt und die Hebamme ganz ruhig, ach wenn ich schon drückt, dann geht es bald richtig los, ich dachte, ich spinne - einfach solche Schmerzen von Null auf Hundert. Voller Schmerzen habe ich mich noch auf diesem Stuhl gezogen Punkt zu dem Zeitpunkt hatte ich sogar noch meine Jeanshose an die sie mir zack runtergezogen hat im CTG war immer noch keine Wehe, ich hatte aber eine durchgehende Wehe und plötzlich gingen die Presswehen los.

 

Ungefähr vier oder fünf die Jeanshose noch halb an meinem Bein war Lias um 0.47 Uhr schon da. Der bis dahin absolut schönste Moment beim ganzen Leben. Und mit nichts zu vergleichen, alle Schmerzen waren sofort vergessen. Durch die schnelle Geburt hatte er große Anpassungsschwierigkeiten musste leider auf die Kinderintensivstation für eine Woche, was aber an sich überhaupt nicht schlimm war, da wir wundervolle Betreuung hatten – tolle Stillberatung dort und alles super geklappt hat. Wir durften schnell nach Hause, außerdem hat er in der zweiten Nacht kurz aufgehört zu atmen, doppelt froh war ich natürlich, dass er angeschlossen war und gut betreut. Jetzt ist der kleine Mann bereits 28 Monate, unfassbar. Es war eine Geburt, die ich wirklich unglaublich lange verarbeitet habe. Weil ich sagen muss, gerade bei der ersten Geburt rechnet man mit 10 20 Stunden, aber nicht mit einer. Leider war es auch so stressig den Tag, dass ich einfach alles überhaupt kaum wahrgenommen habe.

 

Geburt Milo am 7.11 2017 war meine zweite Geburt, dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlt Stunden hing ich am CTG voller Aufregung – eine Einleitung. Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette + 2 Stunden CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen, die kannte ich ja nun von vor einem Jahr. Nein das kann nicht sein, sagte die Krankenschwester, Wehen kommen erst nach einer größeren Dosis das wäre ja nur eine Viertel-Tablette gewesen. Die leichten Wehen blieben aber, ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette diesmal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr CTG. Ich wollte so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Also ich meine zeitnah, da ich schnell wieder nach Hause zu meinem anderen Sohn wollte. Also natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam also meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch, zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten Punkt die Hebamme wollte ein CTG anschließen, aber ich habe sie direkt gebeten erstmal zu untersuchen, dass mir beim CTG die Wehen angezeigt werden. So war es dann auch Muttermund war bei 5 cm keine Wehe im CTG. Ich wusste was das heißt ganz schnell mein Mann anrufen und meine Freundin die ja gerade erst nach Hause gefahren ist dass sie bitte einmal zu Lias fährt und mein Mann kommt. Dann ging alles wie beim ersten Mal noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Wie mein Mann reingelaufen kam weiß ich nur noch so halb, weil die Schmerzen nicht wieder zu essen haben. Sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später um 22:26 Uhr war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal ich durfte Milo noch ganz lange auf dem Arm behalten, es wurde sich so gut gekümmert. Auch Milo musste auf die Kinderintensiv, weil er durch die schnelle Geburt seine Temperatur nicht halten konnte und der Blutzucker nicht optimal war aber nach 3 Tagen durften wir dann auch nach Hause.

 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren wer wünscht sich nicht so tolle Geburten. Selbst die Intensivbehandlung war nicht schön, aber es gibt wirklich Schlimmeres. Mir war es immer wichtig, bei meinen Kindern zu sein und das war aber bei beiden kein Problem, ich durfte immer bei ihm bleiben immer bei ihm sein. Ich hatte eine super Betreuung und Beratung. Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind wobei ich Angst habe dass ich dann nur zehn Minuten dauert.


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