Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Geburt Milo

 

Am 7.11 2017 war meine zweite Geburt. Dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlte unzählige Stunden hing ich am CTG, voller Aufregung. Schließlich hatte ich eine Einleitung noch nie erlebt. Und ganz ehrlich: Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit, gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette und hing zwei Stunden am CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen. Die kannte ich ja von der ersten Geburt von vor einem Jahr. Die Krankenschwester aber war der Meinung, das könnten keine Wehen sein, die kämen erst bei einer höheren Dosis. Ich hätte ja erst eine viertel Tablette bekommen. Die leichten Wehen blieben aber und ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette. Dieses Mal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr am CTG. Ich wollte so so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Besser gesagt, eine zeitnahe, denn ich wollte so schnell als möglich wieder nach Hause zum meinem anderen Sohn. Und das natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter gelaufen. Und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig, alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten und die Hebamme wollte ein CTG anschließen. Ich habe sie aber gebeten, mich erst einmal zu untersuchen. Und siehe da, mein Muttermund war schon bei 5 cm und keine einzige Wehe am CTG zu erkennen. Ich wusste was das heißt und habe ganz schnell mein Mann angeufen und meine Freundin. Die befand sich gerade schon wieder auf dem Heimweg.  Ich bat sie zu Lias zu fahren und meinen Mann zu mir zu kommen. Dann ging alles wie beim ersten Mal, nur noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer, ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Ich erinnere mich nur noch so halb, wie mein Mann herein kam, die Schmerzen waren heftig.  Ich  hatte sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später, um 22:26 Uhr, war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt, aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal  und durfte Milo noch ganz ganz lange auf dem Arm behalten. Wir sind sehr gut versorgt worden. Auch wenn Milo nach der schnellen Geburt auf die Intensivstation musste, weil er seine Körpertemperatur nicht halten konnte und sein Blutzucker nicht optimal war. Aber 3 Tage später durften wir nach Hause. 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren. Wer wünscht sich nicht eine schnelle Geburt. Selbst die Intensivbehandlung war nicht wirklich schlimm. Mir war es immer wichtig bei meinem Kindern zu sein. Das war bei Milo, wie auch bei unserem großen Sohn, kein Problem. Ich durfte jederzeit bei ihnen bleiben.  Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind. Wobei ich schon ein bisschen Angst habe dass, ich dann nur zehn Minuten dauert.


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