Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Liebe Marie,

 

heute möchte ich dir die Geschichte erzählen, wie ich deinen Papa kennengelernt habe.

 

Es war 2011 und eine meiner besten Freundinnen war gerade 18 geworden. Aus diesem Anlass lud sie viele Freunde und Bekannte zu sich nach Hause ein. Ich machte mich also schick und begab mich auf den Weg zu der Feier. Ich weiß noch genau, dass ich einen gemusterten Pullover getragen habe. Als ich eintraf, waren noch nicht viele Leute da. Wir aßen Pizza, lachten und hatten einen ziemlichen Spaß. Im Laufe des Abends trudelten immer mehr Gäste ein. Und irgendwann kam auch dein Papa zur Tür herein. Er war mit zwei Freunden mitgekommen und hatte ursprünglich gar nicht vor, auf die Feier zu gehen. Ich fand ihn sofort toll. Er hatte etwas längere blonde Haare und ein super ansteckendes Lachen. Im Laufe des Abends stellte uns eine Freundin einander vor. Wir redeten über Gott und die Welt, tauschten Handynummern aus und vergaßen völlig die Zeit. Ich war ganz schön traurig, als der Abend vorbei war. Leider verloren wir uns dann erstmal aus den Augen. Ich glaube, wir haben uns ungefähr zwei Jahre kein einziges Mal gesehen. Wir schrieben uns lediglich ab und zu, aber auch das wurde immer weniger. Irgendwann, es war Herbst 2012, schrieb mir dein Papa wieder und wir beschlossen, uns zu treffen. Wir gingen mit ein paar gemeinsamen Freunden Essen und hatten eine Menge Spaß. Also verabredeten wir uns wieder, diesmal schauten wir einen Film im Kino an. Die Treffen häuften sich und im Laufe der Zeit konnten wir gar nicht mehr ohne den anderen. An manchen Tagen fuhren wir einfach nur in der Gegend herum und redeten über das Leben. An anderen Tagen gingen wir ins Schwimmbad oder lernten die Familien des anderen kennen. Wir liebten es einfach, Zeit miteinander zu verbringen. Dann, am 30. Dezember 2012 fragte mich dein Papa auf einem Steg am Chiemsee mitten in der Nacht, ob ich mit ihm zusammen sein will. Und ja, ich wollte das mehr als alles andere (die Geschichte hört sich ein wenig nach einem kitschigen Liebesfilm an ,aber es ist wirklich so passiert, du kannst deinen Papa fragen ;)). Unsere Beziehung hat seitdem Höhen und Tiefen erlebt. Es gab Zeiten, da haben wir viel gestritten und uns sogar mal für eine kurze Zeit getrennt. Aber sie hat dafür mindestens genauso viele Höhen erlebt. Wir haben jung geheiratet (ich war 22 und dein Papa war 23) und wir haben dich bekommen, unser größtes Geschenk! Ich möchte keine Sekunde mit euch Zweien missen wollen, ihr beide seid meine große Liebe! Ich freue mich so sehr auf die Zukunft mit euch und bin so froh, dass ich dich und deinen Papa habe.

 

In Liebe,

 

deine Mama


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