Beiträge zum Thema: schmerzen

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mein kleiner aber fixer Geburtsbericht. Meine Tochter ist bereits jetzt 3 Jahre alt, und auch wenn die Schmerzen der Geburt bereits nach wenigen Minuten vergessen waren, das Erlebnis ist dennoch wie in meine Gedanken gebrannt- und das ist auch gut so. Am Tag der Geburt meiner Tochter hätte ich im Leben nicht damit gerechnet, sie noch am selben Tag in meinen Armen halten zu können.

 

Auf die Plätze, fertig - los geht es

Der Morgen war ein ganz gewöhnlicher Morgen. Ich schlief aus, ich ging eine kleine Runde mit dem Hund spazieren und ich machte mich ein wenig zurecht. Meine Hebamme kam zu einem, ganz normalen Vorsorgetermin vorbei. Nichts Besonderes also. Bis zur Geburt waren noch gut 14 Tage Zeit, ich war also die Ruhe in Person. Ich kochte Kaffee und Tee und deckte den Tisch für den Besuch. 

 

Als meine Hebamme bei uns ankam, quatschen wir zunächst ein wenig über mein Wohlbefinden. Später legte ich mich zur Untersuchung auf die Couch, alles bereits reine Routine. Während ich also gemütlich mit frei liegendem Bauch auf der Couch lümmelte wusch sich meine Hebamme die Hände. Sie trat zu mir ins Wohnzimmer und hielt plötzlich mitten im Satz inne. Mit der Untersuchung hatte sie noch gar nicht begonnen, sie stand noch einige Meter entfernt von der Couch. "Nimm deine Kliniktasche und fahr ins Krankenhaus", war alles was sie sagte. Ich war zunächst irgendwie leicht verwirrt. Es stellte sich heraus, dass sie auch aus einigen Metern Entfernung sehen konnte, dass mein Bauch eckig wurde. Laut ihrer Aussage hatte ich verdammt starke wehen. "Merkst du denn gar nichts?" war die Frage. Naja ich hatte ein wenig Rückenschmerzen, aber an sich nichts Neues. Die Fruchtblase war nicht geplatzt. 

 

Nachdem ich 20 Minuten erstmal meinen Mutterpass gesucht hatte – ja, ich hatte ihn scheinbar verlegt, ging es dann auch los ins Krankenhaus. Wir kamen auch ziemlich schnell an die Reihe. Es wurde einiges getestet, ich durfte ans CTG (in meiner Schwangerschaft bereits gefühlt das 100. Mal) und es wurde geprüft, ob ich Fruchtwasser verliere. Allerdings - war bei mir alles im grünen Bereich. Ich verlor kein Fruchtwasser und auch meine Wehen hatten sich wieder gelegt. Das könnte noch dauern, hieß es.

 

Da bleiben sollte ich dennoch. Ich war mit meinen 21 Jahren wohl (laut Aussage der Hebammen) ziemlich jung, außerdem sei es mein erstes Kind. Im Krankenhaus bleiben kann also nicht schaden. Sollte sich über Nacht nichts ändern könnte ich auch nochmal nach Hause fahren. Super, ich kuschelte mich also ins Krankenhausbett und begann fröhlich zu lesen.

 

Währenddessen forderte ich Essen an - verdammt ich hatte Hunger! Mein Frühstück bzw. Mittagessen musste schließlich etwas unsanft abgebrochen werden. Und so saß ich einige Stunden im Krankenhaus und aß so vor mich hin. Bis ich auf die Toilette musste. Als ich aufstand sammelte sich unter mir eine riesige Pfütze Blut. Also rief ich die Schwester. - Und man glaubt es kaum, ich durfte wundervolle 30 Minuten wieder am CTG liegen. Auch die stärkeren Wehen waren zurückgekehrt. Es war zwar nicht schmerzhaft aber so langsam wurde es wirklich unangenehm. Als die dortigen Hebammen auf das VTG schauten gaben sie allerdings wieder Entwarnung, aber man wolle mal nach meinem Blutverlust schauen.

 

Also lief ich, das erste Mal in meinem Leben, in einen Kreissaal. " BVB oder Schalke Fan?" wurde ich gefragt. Wie bitte!?! Die Hebamme lachte: "Wir haben einen blauen und einen gelben Kreissaal, irgendeinen Wunsch?". Lachend wanderten wir in den gelben Kreissaal. Dort sollte ich erstmal stehen bleiben, damit das Kind auch schön im Becken liegt, und man schauen kann, was los ist. Als ich nun im Kreissaal herum stand, ein wenig Wasser trank und aus dem Fenster schaute, wurde es dann irgendwann doch verdammt unangenehm und ich musste mich hinsetzen. Da kam auch schon eine Hebamme um nachzuschauen. Nach einem kurzen Blick auf die untere Gegend sagte sie humorvoll "also ich hab gleich Feierabend, aber das schaffen wir noch, ihr Baby kommt - jetzt". Super dachte ich mir. Und glaub darauf ging es auch wirklich heftig los. Ich glaube, die anderen Kreißsäle konnten mich fluchen hören. Irgendwann dachte ich mir nur noch "ich muss jetzt pressen". Auch wenn die Hebammen anderer Meinung waren, ich wollte Pressen! Also hieß es los pressen, und tatsächlich - ich lag schon in den Presswehen. Trotz anderer Aussage der Hebammen. Teilweise habe ich so viel gepresst, dass ich tatsächlich Sternchen gesehen habe. Ich hatte keine Schmerzmittel oder anderes, also ja ich habe die volle Geburt mitbekommen und gefühlt, wie mein Engel die Welt betrat. Und es war wunderschön. Knappe 10 Minuten habe ich gepresst. Dann war sie da, meine pure Liebe. Während des Nähens lag sie auf meinem Bauch. Ich bin froh, dass ich nur "einige Macken" davon getragen habe. 

 

Wie lange ich im Kreissaal war? Eigentlich dürfte ich das wohl gar nicht sagen, weil Mamis, die eine lange Geburt und lange Wehen "ertragen" haben, mich jetzt wohl böse anschauen werden. Ich bin in den Kreissaal alleine hineingelaufen - und wurde eine Stunde später mit Baby wieder hinausgeschoben. 

 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nach der Geburt habe ich mich einfach wie auf Wolke sieben gefühlt, nachdem meine kleine Tochter geboren war, waren meine ersten Worte "Gib' sie mir". Ich musste allerdings warten, bis die Nabelschnur durchtrennt war. Doch dieses Glücksgefühl war nicht das einzige, was ich gefühlt habe.

 

Als meine Kleine weinte, wusste ich nicht, was sie eigentlich wollte. Ich legte sie an die Brust an und mein Schatz fing an zu trinken. Man sollte meinen, ich war total stolz, aber eigentlich hatte ich die ganze Zeit Angst, etwas falsch zu machen. Drei Mal rief ich die Schwester in mein Zimmer, damit sie sich anschauen kann, ob meine Tochter auch richtig an der Brust liegt. Ich war verkrampft und hatte Angst, sie würde an der Brust ersticken weil vielleicht ihre Nase nicht frei war. Also machte ich ihr immer genug Platz zum Atmen. Schon bald taten mir meine Brust, meine Arme und mein Rücken weh. Vor allem, da ich wahrscheinlich zunächst zu Beginn vollkommen falsch saß und verkrampft war. Als sie schlief, betrachtete ich sie voller Glück. Doch ja, ich legte sie in ihr Beistellbettchen. Man glaubt es kaum, aber so eine Geburt ist anstrengend. Ich rief ebenfalls die Nachtschwester, damit sie die Kleine für ein paar Stunden mitnimmt. Das ist einer der Vorteile von den Tagen im Krankenhaus. Ich wollte irgendwann einfach nur noch schlafen. Auch wenn "meine" Geburt ziemlich schnell vorbei war, ich war vollkommen erschöpft. In der ersten Nacht rief ich zwei Mal nach der Nachtschwester, ich brauchte Schmerztabletten für die Nachwehen - niemals hätte ich damit gerechnet, dass sie so weh tun würden. Sie brachten mich um den Verstand, beinahe mehr als die richtigen Wehen bei der Geburt.

 

Ich persönlich empfand die Geburt als etwas so unglaublich Wundervolles. Die Zeit seit meine Tochter geboren wurde, ist unersetzlich. Wunderschön und emotionsvoll, ja auch noch jetzt, 3 Jahre später.

 

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Am 10.10.2017 schlief ich wie gewöhnlich am Mittag. Ich war immer so furchtbar müde. Ich war alleine zu Hause, denn mein Mann konnte leider in der Woche vom E.T. (12.10.2017) nicht wie geplant zu Hause bleiben. Ich lag mit meiner Hündin auf der Couch. Wie immer machte sie sich unglaublich breit.  So wachte ich auf und wollte mir Platz schaffen. Plötzlich bemerkte ich das meine Hose nass war. Noch im Halbschlaf war ich leicht verwirrt und ging zur Toilette. Da das laufen nicht aufhörte wurde mir klar dass meine Fruchtblase gerissen war. Ich schnappte mir mein Handy und rief meinen Mann an. Der, völlig  aufgelöst, da er so weit weg war, versuchte seine Mutter zu erreichen. Allerdings hatte sie noch Kinder im  Auto, die sie nach  Hause bringen musste. Er rief dann also seinen Vater an. Der wohnt nur 20 min weg von uns und ist dann auch sofort losgefahren. Lustigerweise ist mein Mann wohl wie ein Blitz nach Hause gefahren, denn er kam zeitgleich mit seinem Vater an, obwohl er eigentlich über eine Stunde gebraucht hätte. 

Ich schnappte mir meine Tasche und wir fuhren ins Krankenhaus.

Wir kamen im Krankenhaus an und ich wurde gleich am CTG angeschlossen. Die Wehen waren deutlich zu sehen, allerdings spürte ich keine. Die Schwester gab mir eine dieser netten Einlagen, kontrollierte meinen Muttermund und verwies uns ins Wartezimmer damit ein Arzt sich das alles noch einmal anschaut. Und dort saßen wir nun ... volle 2 Stunden! In diesen 2 Stunden bekam ich spürbare Wehen. Ich lief den Gang auf und ab bis der Arzt dann endlich kam. Er untersuchte mich kurz, gab mir ohne weitere Erläuterung eine Tablette mit den Worten das mein Entzündungswert zu hoch sei und verwies uns wieder zur Schwester die nochmal nach meinem Muttermund schauen sollte. 2cm ... wir waren nun schon seit 3 Stunden dort und ich wusste das wird noch länger dauern. Mein Mann und ich gingen draußen spazieren und nach gefühlten 5 Stunden wieder zurück zum Kreißsaal. Dort bot man mir ein Bett und ein Zimmer an. So kam ein netter Herr und fuhr mich aufs Zimmer. Während der Fahrt nach oben wurde mir plötzlich schlecht und ich bekam einen Spuckbeutel den ich auch sofort benutzen musste. Auf der Station wurde ich von der Schwester mit den Worten :"Sie sehen aber gar nicht gut aus" begrüßt. Die Schwester brachte uns in unser Zimmer,  erklärte uns alles und schon brauchte ich einen zweiten Spuckbeutel. Sofort rief die Schwester im Kreißsaal an und ließ mich wieder nach unten bringen. Unsere Sachen können wir im Zimmer lassen sagte sie.

 

Und da waren er wieder. Wir warteten vor dem Wehenzimmer und kamen dann recht fix in ein Zimmer wo ich an ein CTG angeschlossen wurde. Und auch dort verbrachten wir sehr viel Zeit. Die Wehen bekamen spürbar kürzere Abstände und die Schwester bot mir Schmerzmittel über den Tropf an. Leider hatten diese keine große Wirkung. Gegen 21 Uhr wurde meine Muttermund noch einmal kontrolliert ... 5cm ... und schwupps wurden wir in den Kreißsaal geführt. Mittlerweile waren wir schon 6 Stunden im Krankenhaus. Dort bekam ich dann dieses durchaus modische Kittelchen und wurde wieder an sämtliche Geräte angeschlossen. Die Zeit dort verging so unglaublich langsam. Die Schwester teilte mir mit das mein Kind mit dem Gesicht nach oben liegt und sie jetzt versuchen werden ihn zu animieren sich zu drehen. Ich musste  auf allen Vieren auf meinem Bett knien. Das war unter den Umständen dass die Wehen mit nur noch 1 Minute Abstand kamen gar nicht so einfach. Alles versucht, nichts hat geholfen, also wieder in Rückenlage. Da ich unerträgliche Schmerzen hatte wurde mir Lachgas angeboten. Damit kam ich überhaupt nicht klar. So gegen  Mitternacht und 100  Positionswechseln (es stellte sich später heraus das diese mehr als unnötig waren) bekam ich eine PDA. Ab diesem Moment war alles wie auf Wolken, vielleicht war es aber auch die Mischung aus den ganzen Schmerzmitteln? Egal, dachte ich mir und versuchte mich auszuruhen. Ich schlummerte zwei Stunden vor mich hin. Eine Schwester kam zu mir mit den Nachrichten das meine Wehen aufgehört haben und ich nun einen Wehentropf bekomme. Völlig benebelt nickte ich mit dem Kopf und wurde an den Tropf angeschlossen.

 

Am Wehentropf angeschlossen ging es dann flott vorran. Allerdings hörte ich dann wie die Schwestern sich unterhielten und festgestellt haben das dieses blöde CTG Gerät nicht richtig funktioniert. Da wären wir dann bei den unnötigen Positionswechseln, denn geändert hat es am defekten CTG auch nichts. Eine Schwester kam mit einer riesigen Nadel auf mich zu und erklärte, dass sie meinem Baby Blut über den Kopf abnehmen müssten, da es ihm nicht gut geht. Der erste Versuch scheiterte, doch der zweite klappte dann. Nach kurzer Zeit bekam ich die Aussage zu hören, dass mein Fruchtwasser umgeschlagen ist. Auf meine Frage wieso dies so ist war die knappe Antwort der Schwester:" Ihr Kind ist sehr gestresst und hat in das Fruchtwasser gemacht". Keinerlei weitere Informationen. Ständig hörte ich die Schwestern tuscheln und langsam wurde mir etwas mulmig.  Eine weitere unnötige Information war das ein Kaiserschnitt nun nicht mehr möglich ist. Super dachte ich mir. WARUM genau teilt ihr mir das dann mit? Ich war so erschöpft, hatte Kopfschmerzen und stand mittlerweile völlig neben mir. Gegen 4 Uhr und weiteren unerträglichen Wehen kamen endlich die erlösenden Worte. SIE DÜRFEN JETZT PRESSEN ! Nach 45 min dann die Enttäuschung, wir würden es nicht alleine schaffen. Die Saugglocke kam zum Einsatz und um 04.59 Uhr erblickte unser kleiner Prinz das Licht der Welt. Sofort kam der Arzt rein gestürmt und nahm das Kind mit. Ich hatte keine Chance ihn überhaupt zu sehen. Mein Mann, der die ganze Zeit leise und brav in der Ecke saß, war sehr blass, aber sagte kein Wort. Es kam eine Ärztin, die mich nun dank der Saugglocke nähen musste. Mein Mann verließ dabei den Raum und kam auch sehr lange nicht wieder. Nach 40 min waren wir endlich fertig und die Schwester sagte zu mir ich solle mich doch bitte anziehen. Mit einer PDA ist das alleine fast unmöglich also übernahm mein Mann das, sagte aber immer noch keinen Ton.

Von unserem  Kind bis jetzt immer noch keine Spur.

 

Plötzlich kam der Arzt in den Raum - ohne unser Kind. Er erklärte uns kurz das er eine Infektion hat, kurz beatmet werden musste und nun auf der Neo liegt. Wir waren vollkommen geschockt. Mit der Information, dass dies halt manchmal vorkommt und dass wir gleich zu ihm gebracht werden. Meinem Mann schossen die Tränen in die Augen. Ich fragte ihn mehrmals was los sei bis er mir endlich eine Antwort gab. Unser Kind war komplett grün gewesen und hatte die Nabelschnur um den Hals. Die  Ungewissheit wo er ist und wie es ihm geht machte meinen Mann wahnsinnig. Mittlerweile war es 06.30 Uhr und wir waren immer noch in dem Zimmer. Mein Mann ging immer wieder zu den Schwestern und fragte wann wir unser Kind nun endlich sehen dürfen. Die unverschämteste Antwort die wir bekamen war: " Sie müssen noch warten wir haben gerade Schichtwechsel"  BITTE? Na und? Was zur Hölle soll das alles? Dieses Krankenhaus ist furchtbar, was sich im Laufe unseres Aufenthaltes mehrmals bestätigte. Um 7.00 Uhr endlich, nach 2 verdammt langen Stunden wurden wir zu unserem Kind gebracht. 

Dort lag er ruhig in seinem Kasten auf der Neointensiv, angeschlossen an tausend Kabeln. Ich sah ihn zum ersten mal und das war kein schöner Anblick... Ich fing an zu weinen, eine Schwester holte ihn aus seinem Kasten und legte ihn mir auf die Brust. Es war das schönste Gefühl der Welt doch gleichzeitig war ich einfach unglaublich traurig.

Aber er war da... er war endlich da! Und wir waren nun Mama und Papa.

 

Vanessa

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Geburt Milo

 

Am 7.11 2017 war meine zweite Geburt. Dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlte unzählige Stunden hing ich am CTG, voller Aufregung. Schließlich hatte ich eine Einleitung noch nie erlebt. Und ganz ehrlich: Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit, gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette und hing zwei Stunden am CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen. Die kannte ich ja von der ersten Geburt von vor einem Jahr. Die Krankenschwester aber war der Meinung, das könnten keine Wehen sein, die kämen erst bei einer höheren Dosis. Ich hätte ja erst eine viertel Tablette bekommen. Die leichten Wehen blieben aber und ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette. Dieses Mal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr am CTG. Ich wollte so so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Besser gesagt, eine zeitnahe, denn ich wollte so schnell als möglich wieder nach Hause zum meinem anderen Sohn. Und das natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter gelaufen. Und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig, alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten und die Hebamme wollte ein CTG anschließen. Ich habe sie aber gebeten, mich erst einmal zu untersuchen. Und siehe da, mein Muttermund war schon bei 5 cm und keine einzige Wehe am CTG zu erkennen. Ich wusste was das heißt und habe ganz schnell mein Mann angeufen und meine Freundin. Die befand sich gerade schon wieder auf dem Heimweg.  Ich bat sie zu Lias zu fahren und meinen Mann zu mir zu kommen. Dann ging alles wie beim ersten Mal, nur noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer, ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Ich erinnere mich nur noch so halb, wie mein Mann herein kam, die Schmerzen waren heftig.  Ich  hatte sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später, um 22:26 Uhr, war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt, aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal  und durfte Milo noch ganz ganz lange auf dem Arm behalten. Wir sind sehr gut versorgt worden. Auch wenn Milo nach der schnellen Geburt auf die Intensivstation musste, weil er seine Körpertemperatur nicht halten konnte und sein Blutzucker nicht optimal war. Aber 3 Tage später durften wir nach Hause. 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren. Wer wünscht sich nicht eine schnelle Geburt. Selbst die Intensivbehandlung war nicht wirklich schlimm. Mir war es immer wichtig bei meinem Kindern zu sein. Das war bei Milo, wie auch bei unserem großen Sohn, kein Problem. Ich durfte jederzeit bei ihnen bleiben.  Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind. Wobei ich schon ein bisschen Angst habe dass, ich dann nur zehn Minuten dauert.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Es war der 30. April und ich war sechs Tage über dem ET. Also sind wir ins Krankenhaus gefahren zur Kontrolle. Dort war eine Ärztin die ich bisher nicht kannte. Plötzlich war alles anders. Sie machte mir total Angst, weil ich zu wenig Fruchtwasser hätte. Keine richtige Versorgung mehr und so weiter. Bleiben durfte ich aber nicht da, sie schon drei Einleitungen hätten. Jetzt hatte ich natürlich erst recht Angst, zumal ich an diesem Morgen schon mit starken Schmerzen aufgewacht war. Ich war mir sicher, dass es Wehen sind, aber da im CTG nichts aufzuzeichnen war wurde ich nach Hause geschickt. Über den Tag wurde es mal schlimmer, mal besser. Und abends fingen dann, wie ich jetzt weiß, wirklich Wehen an. Gegen 23 Uhr hatte ich auf einmal richtig starke Schmerzen und wollte ins Krankenhaus. Trotzdem immer dieser Hintergedanke: hoffentlich schicken sie mich nicht wieder weg. Wir sind dann gegen 11:30 Uhr losgefahren. Im Krankenhaus angekommen wurde ich sofort an CTG angeschlossen, wo natürlich keine Wehe aufgezeichnet wurde. Da ich aber schon alle drei Minuten Wehen hatte, habe ich darum gebeten mich auch so zur Untersuchung zu bringen. Diesmal war eine ganz liebe Ärztin da, die mich untersuchte. „Der Muttermund liegt bei 4 cm.  Sie fahren nicht mehr nach Hause“, sagte sie zu mir. Ich sollte meinen Koffer aus dem Auto holen und wieder hochkommen.

 

Nun war es ungefähr 24 Uhr. Mein Mann und ich sind runter zum Auto und ich dachte wirklich ich schaffe es nicht mehr nach oben so schlimm waren die Schmerzen. Also hat er mich nur noch in den Fahrstuhl gezogen. Wir sind hochgefahren. Und in den Kreißsaal. Eine Hebamme hat nachgeschaut und der Muttermund war auf 7 cm innerhalb der 5 Minuten.  Mir war so schlecht und noch mal sollte ich aufstehen. Da sie den Kreißsaal mit der Badewanne brauchten und ich doch noch mal in einen anderen sollte. Auf dem Flur bin ich dann zusammengebrochen und konnte nicht mehr. Mir war schlecht, ich hatte solche Schmerzen, es kam mir vor wie eine durchgehende Wehe. Trotzdem bin ich irgendwie im anderem Kreißsaal angekommen. Ich habe nur noch gerufen, es geht los, er kommt jetzt und die Hebamme ganz ruhig ,,ach wenn ich schon drücke dann geht es bald richtig los,, ich dachte ich spinne. Solche Schmerzen von Null auf Hundert. Voller Schmerzen habe ich mich noch auf diesem Stuhl gezogen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich sogar noch meine Jeanshose an, die mir ruckartig heruntergezogen wurde. Im CTG war immer noch keine Wehe zu sehen. Aber ich hatte eine durchgehende Wehe! Plötzlich gingen die Presswehen los. Ungefähr vier oder fünf waren es. Meine Jeans hatte ich immer noch an einem Bein an. Um 0:47 Uhr war Lias da. 

 

Der bis dahin absolut schönste Momente in meinem ganzen Leben. Und mit nichts zu vergleichen. Alle  Schmerzen waren sofort vergessen. Durch die schnelle Geburt hatte mein Kleiner große Anpassungsschwierigkeiten und musste leider auf die Kinderintensivstation für eine Woche. Das war aber an sich überhaupt nicht schlimm, da wir eine wundervolle Betreuung hatten. Und auch eine tolle Stillberatung, so dass alles super geklappt hat und wir schnell nach Hause durften. Nur eine Schrecksituation gab es. Mein Sohn hat in der zweiten Nacht kurz aufgehört zu atmen. Zum Glück war er auf der Intensivstation ja an die richtigen Geräte angeschlossen und gut betreut.  Jetzt ist der kleine Mann bereits 28 Monate alt, für mich immer noch unfassbar. Es war eine Geburt, die ich wirklich unglaublich lange verarbeitet habe. Vor allem, weil man ja gerade bei der ersten Geburt damit rechnet, dass es 10 oder 20 Stunden dauern kann. Leider war es ein so stressiger Tag, dass ich das alles bewusst so gut wie gar nicht wahrgenommen habe. 

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