Beiträge zum Thema: Wehen

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageDer unglaublichste Tag in meinem Leben beginnt um 05:57:

Alle 5 min. hatte ich Wehen, dachte aber nicht daran, dass es nun wirklich heute losgehen könnte, da man ja immer hört, dass Wehen mit 20 min Abständen beginnen und dann die Abstände immer kürzer werden. Ich ließ mir also um 06:15 ein Bad ein, um zu sehen, ob die Wehen stärker werden. Sie wurden stärker.

Michis Wecker klingelte mittlerweile um 06:30. Als er diesen 5 min nachstellen wollte, bemerkte er, dass ich nicht mehr im Bett war.

Er schaute nach mir und fand mich in der Badewanne vor.

Er fragte ob es nun losgehen würde. Ich sagte, dass ich keine Ahnung habe, aber dass ich es schon glaube.

Er sagte: „Dann geht es los! Ich gehe nicht mehr arbeiten, wir fahren dann ins KH.“

Ich schickte meinen Eltern einen Screenshot von den Wehenabständen, die ich mir als Notiz aufgeschrieben hatte. Mein Papa fragte nur, ob wir wahnsinnig wären und dass wir sofort ins KH fahren sollten, da das ja ziemlich kurze Abstände sind. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass es so schnell gehen würde.

Ganz aufgeregt freute Michi sich, dass es so entspannt losgeht, an seinem Wunschdatum, dem 25. und er sich noch dazu duschen und stylen konnte.

Ich räumte noch unter den Wehen, die alle 5 min kamen die Wohnung auf, machte das Bett und saugte Staub, damit falls es länger dauern würde und Michi nicht nach Hause fahren konnte, jemand ohne, dass wir uns schämen müssen unsere Katzen füttern konnte (dazu muss ich hinzufügen, es war alles ordentlich). 

Um 08:00 Uhr fuhren wir dann weg. 

Im KH angekommen, sagte ich zu einer Schwester, ich glaube ich hab alle 5 min Wehen. Sie sagte, na dann schauen wir mal. Wir machten ein CTG auf dem deutlich schon Wehen erkennbar waren. Die Hebamme schaute nach dem Muttermund. Der Befund um 09:00 Uhr: noch geschlossen. Sie schickte uns eine Runde spazieren und Frühstücken und sagte auch, dass es sein kann, das sie uns nochmal nach Hause schicken muss, wenn sich nichts tut.

Wehmütig machten wir uns auf den Weg und taten, was man uns sagte.

Ich sagte noch zu Michi, dass ich solche Schmerzen habe und nicht wirklich spazieren gehen könnte. Beim Spar angekommen frühstückten wir, bereits unter heftigen Wehen, die mir sogar die Kellnerin anmerkte.

Wir fuhren wieder zurück zum KH und spazierten ein kleines Stück ins stille Tal.

Kamen aber nicht weit, da die Wehen so stark waren, dass ich mich alle paar Meter wo festhalten musste.

Gegen 11:00 waren wir wieder im KH und um 11:30 machten wir nochmals ein CTG.

Die Wehen waren sichtbar stärker. Um 12:00 wurden wir stationär aufgenommen. Ich veratmete die Wehen schon im Stehen und konnte noch ein paar Nachrichten verschicken, war noch gut gelaunt und machte mit ziemlich vielen Leuten per WhatsApp noch Scherze und schrieb, dass es losgehen würde. Mir wurde ein KH-Hemd gebracht, welches ich anzog. 20 min später konnte ich weder Scherze machen, noch Nachrichten schicken. Dies übernahm dann Michi für mich. Ich hatte solche Schmerzen und wollte Schmerzmittel. Die Hebamme sagte: Jetzt jammern wir noch nicht, das ist ja noch viel zu früh. Ich dachte mir: Scheiße, wird das schlimmer? Ich halt das dann nicht aus. Nach meiner Frage nach Schmerzmittel sah sich die Hebamme nochmal meinen Muttermund an, der bereits auf 3-4 cm geöffnet war. Aha, bin ich doch nicht so wehleidig dachte ich mir. Selbst die Hebamme war sehr überrascht, dass es so schnell voran ging.

Nach weiteren 30 min. sagte ich zu Michi, dass ich es nicht mehr aushalte. ICH BRAUCHE JETZT SCHMERZMITTEL!! Er ging also zu den Hebammen und Schwestern, die gerade gemütlich Mittag aßen und sagte ihnen dies. Meine Hebamme schaute sich also um 12:50 meinen Muttermund an, welcher bereits 10 cm offen war!

Ich konnte es nicht glauben. Michi auch nicht und die Hebamme ebenfalls nicht! Ich sprach nochmals die Schmerzmittel an, aber es war zu spät! Ich sagte nun zu Michi: „OK, super - ich sterbe jetzt!“ Die Hebamme gab mir dann eine Einlage und sagte mir, dass die Fruchtblase ziemlich Prall ist und sehr bald platzen würde.

Tja, um 13:01 ist meine Fruchtblase dann auch geplatzt. Alles Nass, sehr ungutes Gefühl.

Ich verspürte schon enormen Druck nach unten.

Ich wusste nicht mehr wie ich mich bewegen sollte, da die Schmerzen so stark waren. 

Ich musste jedoch noch die Wehen veratmen und durfte noch nicht pressen, es war aber schon so ein immenser Druck da, dass ich mir schwer tat, es nicht zu tun.

Michi musste mir immer wieder mit einer nassen Stoffwindel den Kopf abtupfen und mir die Beine mit einem Öl einmassieren, da ich die Schmerzen in den Beinen kaum noch aushielt. Ich dachte sie fallen mir ab und sind taub. Dies machte mir wirklich Angst und das sagte ich auch der Hebamme. Sie meinte nur, dass das normal wäre. Ich dachte: „Ja super, es tut trotzdem weh, ich wollte ja Schmerzmittel und bekam ja keine!“ (Im Nachhinein bin ich glücklich und stolz, dass es auch ohne ging).

Ich war sehr panisch, zog sogar einmal an dieser Glocke, um die Hebamme zu holen, obwohl sie nur 5m entfernt von mir war. Ich schrie vor Schmerzen (Ich sagte vorher immer, dass ich dies NIEMALS tun werde).

Als ich dann endlich mitpressen durfte, war es einerseits eine Erleichterung, dass ich die Wehen nicht mehr veratmen musste und andererseits wahnsinnig unglaublicher Druck in mir. Ich musste immer wieder am Rücken liegend die Beine anziehen und pressen. Michi hielt mir immer den Kopf nach vor. 

Als es dann soweit war, dass der Kopf meines Kleinen herausschaute, durfte ich greifen und Michi es sich ansehen. Er sagte: „Oh Blond, wie wir gedacht haben.“ Es war ein so unglaubliches Gefühl, dass es nun endlich so weit war.

Einmal presste ich noch, dann war der Kopf HALB draußen - aua, halb tut echt sau weh! Ich griff trotzdem nach seinem Kopf. Ich denke dabei sind mir dann auch die Schamlippen eingerissen. Ich fragte aber panisch, da es so wehtat, ob sie mir jetzt den Damm aufgeschnitten haben. Sie verneinten.

Ich war erleichtert, bis zur nächsten Wehe.

Ich presste nun nochmals und der Kopf war endlich da. Ich war erleichtert. 

Michi sah sich den Kopf an. Im Nachhinein erzählte er mir, wie blau er war. 

Ich griff nach dem Köpfchen.

Ich presste noch 3-mal und der kleine Mann war um 14:08 Uhr nach ca. 2 Stunden heftigen Wehen geboren. Also sehr schnell! Was für ein Gefühl! 

Sie legten ihn mir auf die Brust. Wahnsinn! Ich sagte glaub ich 1000-mal, wie schön er ist und küsste ihn ebenfalls 1000mal!

Michi glaubte es ebenfalls nicht.

Eine Hebamme, machte das 1. Foto von uns als Familie!

Die Nabelschnur durfte auspulsieren und der stolze Papa schnitt sie durch.

Ich presste nochmals die Plazenta aus meinem Körper und wurde dann noch genäht. Mir war alles egal, ich hatte mein Baby! 

Ach ja, und es stimmt, die Schmerzen sind vergessen, sobald das Baby da ist! Ich hätte das NIE geglaubt!

Katharina L.

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageEs war soweit. Der errechnete Termin war schon vor 3 Tagen und beim erneuten CTG schreiben hieß es: noch nicht wirklich geburtsreif. Tja siehe da, unser Zwerg war anderer Meinung und machte sich tags darauf, um etwa 10 Uhr vormittags, mit beginnenden Wehen auf den Weg. Am frühen Nachmittag, mit Absprache meiner Schwester (wollte auf Nummer sicher gehen, dass es auch wirklich richtige Wehen waren), fuhren wir ins Krankenhaus. Nach erster Untersuchung war der Muttermund etwa 2 cm offen. Die wollten mich ernsthaft nochmal Heim schicken, was ich mit den Schmerzen verweigerte. Nach 1 Stunde Treppensteigen war er dann schon 5cm offen – ich freute mich riesig und dachte das könnten wir noch vor Mitternacht schaffen. Um etwa 9 hielt ich es nicht mehr aus. Ich wurde 3x verstochen durch Assistenten mit dem ersten Schmerzmittel und da es nicht wirkte gab es kurz darauf die PDA. Ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Tja, 9cm offen, fehlte nur mehr 1 cm aber der blieb aus. Alle Versuche scheiterten. Es blieb bei 9 cm. Um etwa 4 Uhr früh wurde mir gesagt, dass es dem Kind nicht mehr so gut ging und ein Kaiserschnitt her muss. In dem Moment war ich schockiert und erleichtert zu gleich. Und etwa eine halbe Stunde später konnten wir unsere Maus endlich in den Armen halten. Egal wie es ablief, sie war und ist gesund. Unser ganzer Stolz! 

Theresa

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_16-09Samstagvormittag (06.01.) waren wir zum CTG in der Klinik, da ich ja schon ein paar Tage drüber war & alle 2 Tage zum Frauenarzt musste, blieb mir auch nichts anderes übrig. 

Dann sagte die Ärztin, wenn vorher nichts passiert, werde ich am Donnerstag (11.01) eingeleitet. 

Wie auch sonst war keine einzige Wehe zu sehen. Also ging es wieder nach Hause. Am Montag (08.01.) hatte ich dann schubartig heftige Rückenschmerzen, aber hab es nicht ernstgenommen, da ich auch die Monate davor dort immer mal wieder Schmerzen hatte. Also ging es wieder los zum Frauenarzt.

Alles wie immer: keine Wehe. Gar nichts. Nicht mal die Schmerzen konnte er erklären. Naja gut, also ging es wieder nachhause.

Mein Freund hat mir noch eine Wärmflasche gemacht, damit gingen die Schmerzen auch weg. Natürlich haben wir beim Arzt dann noch einen Termin für Mittwochmorgen (10.01.) ausgemacht.

Dienstagmorgen (09.01.) waren die Rückenschmerzen weg. Gegen Mittag wurde es aber wieder unerträglich. Da wir aber von Freunden Geschichten gehört hatten von wegen: „Die schicken euch wieder weg, wenn es noch nicht losgeht“, blieben wir zu Hause auf meinen Wunsch. 

Ich habe im Laufe des Tages vor Schmerzen das ganze Haus zusammen geschrien, irgendwann dämmerte es mir dann auch: DAS SIND WEHEN. Naja gut, ging dann auch irgendwann weg.

Mittwoch (10.01) immer noch dasselbe aber weniger, dafür, wenn sie kamen, umso schmerzhafter.

Eigentlich hätte ich ja meinen Frauenarzttermin gehabt, aber ich glaube die Busfahrt hätte ich nicht überstanden.

Gegen 19:30 war es dann so weit: Fruchtblase geplatzt. Erstmal das ganze Bett geflutet. 

Ich konnte mich vor Panik erstmal nicht bewegen, aber bin dann doch noch duschen gegangen (mit Hilfe von meinem Freund).

Mein Freund hat in der Zeit seinen Schwager angerufen (arbeitet auch beim städtischen Klinikum & kennt natürlich gefühlt jeden) – er  hat sich dann ins Auto gesetzt und uns zur Klinik gefahren. 

Um 20:13 Uhr wurde ich offiziell aufgenommen.

Soweit so gut. Ich wurde ans CTG angeschlossen, allerdings war ich dort grad mal 30 min.  Dann waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich drauf bestand etwas dagegen zu bekommen. 

Also erstmal an den Tropf. Schmerzen noch schlimmer, also nach einer PDA gebettelt.

Der, der die legen sollte war schon auf dem Weg, als er mit meinem Schwager ins Gespräch kam (von wegen: was machst du denn hier etc.). Dann meinte er auch, dass eine PDA bei mir schon nichts mehr bringt.

Nach 2 Stunden Klinik-zusammenbrüllen und Freund-fast-erwürgen (hab mich an seinem Pullover Kragen festgehalten) war der kleine Schatz um 22:15 Uhr da.

Ich werde nie vergessen wie mein Freund geschaut hat, er wollte weinen aber hat es unterdrückt. Er sagt mir bis heute noch wie sehr sich das Ereignis eingebrannt hat.

Er hat dann die Nabelschnur durchtrennt und ich hab erstmal mit Max gekuschelt, danach angelegt zum Stillen, da ich wollte, dass er die gute Vormilch bekommt. Dann habe ich 2 Abstilltabletten bekommen (persönliche Gründe). Die Ärztin hat alle Papiere fertig gemacht, was ewig gedauert hat. Gegen 00:30 Uhr ist mein Freund dann nach Hause gefahren (irgendwer muss sich ja noch um den Hund kümmern); gegen 01.30 Uhr waren wir auf unserem Zimmer, der Kleine hat durchgeschlafen und ich hab ihn die ganze Nacht beobachtet, weil ich es immer noch nicht fassen konnte .

Am 13.01. haben wir mit unserem Schwager und der Schwester von meinem Freund die Klinik verlassen und sind nach Hause gefahren.

Die 3 haben dann noch ein Paket vorbereitet mit Pre-Nahrung, Fläschchen und allem, was man so braucht. 

Damit hatte sich die Einleitung für Donnerstag (11.01) auch erledigt.

 

Vanessa W.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageMein Name ist Maike und ich bin 29 Jahre alt. Direkt, als mein Partner und ich erfuhren, dass ich schwanger war, hatten wir den kleinen Krümel in meinem Bauch in unser Herz geschlossen. Die Schwangerschaft verlief bis auf die üblichen Wehwehchen, wie hier mal ein Morgen mit Übelkeit und da mal etwas Rückenschmerzen, sehr ruhig und schön und mit jedem Mal Baby-TV bei der Frauenärztin, wurde unsere Vorfreude größer und größer. 

Der Krümel entwickelte sich auch super und war schon ziemlich schnell zum Brötchen geworden.

Weil er allerdings so groß geschätzt wurde, bekam ich einen Termin im Klinikum, bei dem geschaut werden sollte, ob eingeleitet wird, damit das Krümelchen nicht zu groß für eine natürliche Geburt wurde. Immerhin war er mein erstes Kind.

In der Nacht vor dem Termin (der 4 Tage vor dem errechneten Entbindungstermin lag) hatte ich dann allerdings auch schon leichte Wehen und im Klinikum wurde festgestellt, dass ich auch schon etwas Fruchtwasser verloren hatte, weshalb dann direkt eingeleitet wurde. Das kam für meinen Partner (der mich morgens spontan begleitet hat) und mich dann zwar ziemlich plötzlich, aber irgendwie war man auch erleichtert, dass es endlich losging. 

Um 11 Uhr wurde mir dann das Zäpfchen gelegt und gegen 15 Uhr hatte ich die ersten deutlichen Wehen.

Da wir allerdings gerade erst umgezogen waren, musste mein Partner nochmal weg, da die Wohnungsübergabe anstand. Also hielt ich die ersten Wehen ohne Hand zum Festklammern aus und musste regelmäßig zum CTG-schreiben. Die Wehen kamen, wurden schnell stärker und pünktlich zum Platzen der Fruchtblase gegen 17:30 Uhr kam mein Partner dann endlich zurück. Da ich zu dem Zeitpunkt schon auf meinem Zimmer lag und natürlich, wie das dann immer so ist, die beiden Zimmernachbarinnen gerade Besuch hatten, rief er eine Schwester, die mich samt Bett direkt in den Kreißsaal schob. Es sollte also losgehen.

Es ging dann auch tatsächlich alles ganz schnell, was laut Hebamme wohl eher ungewöhnlich war für eine Erstgeburt. Der Muttermund öffnete sich recht zügig und auch die Presswehen meldeten sich rasch an. Genau die machten uns dann aber Probleme. Als ich das erste Mal pressen durfte, meldete sich das CTG mit einem fiesen Piepen. Die Herztöne des Krümels waren gefährlich abgesackt und mit einem Mal ging alles ganz schnell. Während mein Partner mich beruhigte, standen auf einmal statt der einen Hebamme noch 3 weitere und zwei Ärzte im Kreißsaal und ich wurde für einen Notkaiserschnitt umgezogen. So wirklich realisiert habe ich allerdings nicht, was passierte, weil ich nur Sorge um mein Krümelchen hatte. Nachdem sich die Herztöne noch einmal beruhigt hatten und es dann bei der nächsten Presswehe aber doch wieder kritisch wurde, wurde ich in den OP gebracht. Leider durfte mein Partner nicht mitkommen, da alles so schnell gehen musste. In der Hektik und da ich noch Schmerzen durch die Wehen hatte und schlecht stillhalten konnte, war das Setzen der Betäubung schwierig, klappte dann aber irgendwann zum Glück doch, sodass ich zumindest keine Vollnarkose bekommen musste.

Dann ging alles ziemlich schnell. Ein sehr netter Pfleger saß die ganze Zeit an meinem Kopf und redete mit mir. Irgendwann konnte ich dann endlich einen Schrei hören und wusste der Krümel ist da. Nachdem er untersucht wurde, durfte ich ihn dann auch endlich kurz sehen und ich kann euch sagen: Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich. Er war gesund und munter. Die Herztöne waren mit jeder Presswehe abgesackt, weil sich seine Nabelschnur um seinen Hals gelegt hatte, aber das hatte der kleine Superheld gut überstanden.

Während er dann schon zum Papa gebracht wurde, der die ganze Zeit wartend im Kreißsaal verbracht hatte und schon ziemlich nervös war, wurde meine Bauchdecke noch wieder zugenäht und ich musste noch eine Weile im Aufwachraum überwacht werden.

Als ich dann endlich zu meinen zwei Liebsten durfte, war das ehrlich gesagt ziemlich komisch. Da lag mein Freund auf dem Bett und auf seiner Brust ein kleines Wesen. Mein erster Gedanke war: Das ist mein Baby? 

Als er mir dann auf dem Bauch gelegt wurde, brauchte ich tatsächlich noch einen Moment, um zu verstehen, dass er tatsächlich das Krümelchen ist, das 9 Monate in meinem Bauch war. Irgendwie fehlte mir dieser Moment, ihn direkt nach der Geburt bei mir gehabt zu haben. 

Ich stillte den Kleinen das erste Mal und genoss die Zeit dann immer mehr mit ihm. Ehrlich gesagt, so richtig verstanden, dass er mein Kind ist, habe ich in der Nacht noch nicht. Das brauchte tatsächlich seine Zeit und die ersten Tage waren etwas schwer. Aber mit jeder Minute wurde meine Liebe zu dem Krümel immer größer und langsam wurde mir auch bewusster, dass ich Mama bin; endlich. Und es gibt nichts Schöneres als dieses Gefühl. Wenn der Kleine mich heute, 3 Monate später anlacht, könnte ich Purzelbäume schlagen vor Freude. Auch wenn seine Geburt ziemlich aufregend war, gab es für mich keinen schöneren Tag in meinem Leben.

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageIch muss ausholen, von Anfang an erzählen. 

Unser Geburtstermin war der 28.07.2017, ich hoffte es würde der 17.07.2017 werden, weil es sich so schön schreibt und spricht... ich dachte allerdings, dass es völlig unrealistisch sei; 11 Tage zu früh und dann auch noch das erste Kind. Ich hatte von vielen gehört, dass sie das erste Kind übertragen hatten.

Nun, es war der 06.07.2017, ich hatte einen Termin bei meinem Frauenarzt zum CTG. Befund: „Oh, schon alle 8 Minuten Wehen. Merken Sie schon was?“. 

Ich spürte tatsächlich schon was, hatte aber beim besten Willen nicht an Wehen gedacht. 

In den Mutterpass wurde eingetragen: 36+6, CTG o.B. (ohne Befund). Gut, wir sind frühstücken gegangen und waren am nächsten Tag zum Geburtstag eingeladen. 

Ich hatte mich total gefreut und war dann ziemlich enttäuscht, dass ich solche Schmerzen hatte. Es fühlte sich an, wie ziemlich starke Unterleibsschmerzen. Mein Mann ging alleine und ich nähte noch ein Outfit fertig und legte mich aufs Sofa. 

Mein Mann berichtete natürlich, wieso ich nicht gekommen war. Er hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da bekam ich schon den ersten Anruf. „Sofort ins Krankenhaus, das sind Wehen!!“

Es war mein erstes Kind, ich war total verunsichert. Und na ja, dachte mir: „Der 07.07.2017 würde auch in Ordnung sein“.

Ich rief meine Hebamme an, um sie nach Rat zu fragen und sie sagte, dass es so lange keine Wehen sind, wie ich nachfragen müsste ob es welche sind! 

Gut, erst einmal entspannt bleiben also. Mein Mann kam trotzdem früher wieder. 

An dem Abend passierte nichts mehr und am nächsten Tag, 08.07.2017, sind wir gegen Abend ins Krankenhaus, so um 21:30. 

Die Schmerzen waren mittlerweile stärker geworden und ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. 

Es wurde ein CTG geschrieben – keine Wehen, Herztöne aber ziemlich hoch vom Kind (teilweise 190). Da der nächste Tag ein Sonntag war, sollten wir um 08:00 Uhr zurückkommen, um das Ganze noch mal zu überprüfen.

Muttermund getastet: verschlossen.

Die Ärztin machte ein Ultraschall und schickte uns dann mit dem Befund 'Geburtsbereit aber kein Geburtsbeginn' gegen 00:00 Uhr nach Hause. 

Um ca. 1:00 Uhr bin ich dann zu Hause eingeschlafen. Um 02:15 Uhr bin ich wach geworden und die Schmerzen waren so stark, dass ich sie „veratmen“ musste! 

Ich habe meinen Mann geweckt. Er hat dann den Abstand der Wehen gemessen: alle 5-6 Minuten. 

Die Nacht war zu Ende. Wir sind aufgestanden, ich bin rumgelaufen und habe versucht die Schmerzen irgendwie auszuhalten. 

Ich dachte, das kann ja gar nicht sein. Wir waren doch grade noch im Krankenhaus. 

Mein Mann machte sich Chicken Nuggets, er wusste wohl schon, dass es erstmal länger nichts gibt. 

Ich dachte: naja um 08:00 Uhr sollen wir sowieso ins Krankenhaus, dann können wir jetzt auch noch so lange warten. Um 6:30 rief mein Mann im Krankenhaus an, er war sich sicher, dass es keine normalen Schmerzen mehr waren. Er sagte, dass wir um 08:00 Uhr einen Termin hätten, ich aber schon solche Schmerzen habe, dass ich sie veratmen muss. 

Die Hebamme am Telefon sagte, dass wir jetzt schon kommen sollten. Wir machten uns fertig und fuhren los. Wieder wurde ein CTG geschrieben, ich sollte mich auf die Liegen legen... aber das ging nicht. Ich konnte es nur im Stehen aushalten. CTG Ergebnis: wieder nichts! Die Hebamme schaute nach dem Muttermund: 3cm! - wir durften bleiben! Mein Mann meldete mich an. Um 08:39 Uhr.

Wir kamen in den Kreissaal und mir wurde ein Zugang gelegt und dann lag ich erstmal da. Wieder am CTG, wieder keine Wehen angezeigt. Ich spürte aber definitiv etwas! 

Ich dachte, gut, 10.07.2017 wäre auch in Ordnung. Ich dachte, es würde bestimmt noch bis zum nächsten Tag dauern! Es folgten zahllose Positionswechsel und Toilettengänge. Irgendwann kam die Hebamme mit einem Gymnastikball. Ich sollte in den Vierfüßler gehen und meinen Oberkörper auf dem Ball abstützen. Die Hebamme ging raus und ließ uns erstmal alleine. Im 2. Kreißsaal lief eine andere Geburt. Plötzlich plätscherte es zwischen meinen Beinen: meine Fruchtblase war geplatzt! 

Mein Mann bekam sofort Panik und suchte den Knopf, um die Hebamme zurück zu holen. Sie kam und fragte, ob ich mich umziehen wollte. Aber nein, ich wollte die nassen Sachen nur ausziehen.

Sie untersuchte mich wieder: Muttermund 5 cm geöffnet!

Ich spürte plötzlich Presswehen und konnte das Pressen nicht unterdrücken. Die Hebamme Spritze mir etwas, was das Pressen unterdrücken sollte. Es wirkte nicht und zwischen den Presswehen untersuchte sie mich wieder: Muttermund 8 cm. Ich sollte weiter versuchen das Pressen zu unterdrücken. Es ging aber nicht und ich musste pressen. 

Um 12:39 Uhr, genau 4 Stunden nach Aufnahme, wurde unsere Tochter Emma am 09.07.2017 geboren. Bei 37+2, mit 3000g und 48cm. 

Das schönste Geschenk nach einer, für mich, Traumgeburt!

Auch das Datum ist für mich mittlerweile das Schönste. 

Es ging so schnell und auch die Wehen fühlten sich einfach an, wie wahnsinnig starke Unterleibsschmerzen. Keiner weiß, wieso das CTG meine Wehen nicht anzeigte. 

Die Ärztin, die uns am Vorabend nach Hause schickte, kam zu uns aufs Zimmer, als wir aus dem Kreißsaal kamen und entschuldigte sich dafür, dass sie meine Wehen nicht erst genommen hatte und uns nach Hause geschickt hatte.

 

Danielle D.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_26-08Ich kam am Freitag den 06.05.2017 mit Wehen ins Krankenhaus. In der 35+5 Woche wurde ich sofort an den CTG angeschlossen und es waren nur minimale Wehen zu sehen. Ich musste zur Überwachung da bleiben, weil ich keinen Gebärmutterhals hatte. Der Kleine hatte schon mit dem Kopf gedrückt, es hieß warten, warten, warten; entlassen würden die mich sowieso nicht, weil es viel zu riskant wäre, dachte ich. Ich bekam Magnesium, um alles etwas zu stoppen. Samstag verging sehr gut und ich hatte kaum Schmerzen. Sonntag auch. Am Sonntagnachmittag kam meine Hebamme und sagte, heute wird Magnesium abgenommen, wenn er kommen will, kommt er; wenn nicht, warten wir. Ich dachte mir, okay, dann noch schnell essen was das Zeug hält und ich hatte unfassbare Lust auf Schokolade. In der Zeit habe ich noch mit meinen Mädels in der Gruppe geschrieben. Es war alles super. Abends musste ich nochmal zur Untersuchung, um zu schauen, wie weit der Muttermund eröffnet ist. Er war bei 6 cm. Ich musste spazieren gehen. Treppe rauf, Treppe runter. In der Zeit bekam ich leichte Wehen, die ich eigentlich gar nicht bemerkt hatte. Aber das CTG Gerät schon - es war kurz nach Mitternacht, dann habe ich mich etwas hingelegt - meine Mama auch. Ich war die ganze Zeit mit meinen Mädels am Schreiben. Alle haben schon gewartet und kurz vor 6 platzte meine Fruchtblase. Ich dachte mir nur so, „Was war das?“. Meine Mama wurde wach, weil das ganze Wasser auf den Boden lief. Dann kam wieder eine Hebamme, um das CTG Gerät anzuschließen. Dann kam meine Mama mit dem Satz „In 30 min kommen die Wehen“. Aha, die kamen schon nach zwei Minuten – auf einen Schlag, sodass ich mich erstmal übergeben musste. Nein ich habe nicht vor Schmerzen geschrien, ich habe nur noch gesagt, „Meine arme Schokolade, die war doch so gut“. Nach all dem musste ich im Zimmer etwas rumgehen, damit der Muttermund mehr aufging. Das machte ich fünf Minuten, bis ich zu meiner Mama sagte, ich müsse auf Toilette. Meine Mama: „Nein, mein Schatz, du musst nicht, unser Emil macht sich auf den Weg“. 20 Sekunden später stand eine Hebamme im Zimmer, um zu fragen, was los ist. Bis ich wieder sagte, ich müsse auf Toilette. Beide entgegneten im gleichen Ton: „Nein du musst nicht“. Dann ging es in den Kreißsaal. 

Nach ein paar pressenden Wehen kam mein kleiner Sonnenschein in der 36. Schwangerschaftswoche mit stolzen 3500 Gramm zur Welt. Es war wirklich eine Traumgeburt und ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt. 

 

 

Eure Olga

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10 Tipps - zur Geburt

10_Tipps_Dienstag_VorlageGerade für Erstgebärende ist die Geburt des Kindes oft eine Herausforderung. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch, denn man weiss ja eigentlich kaum was auf einen zukommt.

Unsicherheit ist aber ganz normal, wir werden euch diese auch nicht komplett nehmen können, jedoch haben wir uns gedacht, wir schreiben einfach mal Tipps auf, damit ihr der Geburt entspannter entgegensehen könnt.

1. Die Klinikwahl

Schaut euch vorab ruhig mehrere Kliniken und Geburtshäuser im Umkreis an, denn ihr müsst euch dort wohl fühlen. Achtet auf die Räumlichkeiten, darauf ob bestimmte, für euch wichtige Dinge (wie z.B. eine Geburtswanne) vorhanden sind. Versucht auch herauszuhören ob es Unstimmigkeiten im Team gibt oder ob das Personal gut miteinander auskommt, gerade in Stresssituationen ist es wichtig dass alle an einem Strang ziehen. 

Auch, und es ist Schade dass dazu schreiben zu müssen, spielt die Hygiene eine große Rolle. Natürlich sind Keime nicht auf den ersten Blick sichtbar, das wäre zu einfach, aber man kann schon grob sehen ob ein Kranknhaus hygienisch/sauber ist. 

Wichtig ist: Ihr müsste euch wohl fühlen, sonst niemand. Nicht eure Begleitung oder jemand anderes, denn nur ihr selbst gebährt auch euer Kind.

2. Geburtsvorbereitungskurs

Beim Geburtsvorbereitungskurs werdet ihr, wie der Name schon sagt auf die Geburt vorbereitet. Dies kann Ängste und Sorgen nehmen, Unsicherheiten vorbeugen und offene Fragen beantworten. Im Kurs werden z.B. Dinge wie Atemübungen, Entspannungstechniken, spezielle Bewegungen, Geburtshaltungen, die anatomischen Vorgänge, die unterschiedlichen Wehenarten, das baldige Elternsein und Informationen zur Geburt ansich besprochen. 

Circa ab der 20. Woche könnt ihr euch dort anmelden, der Kurs sollte jedoch frühestens in der 25. spätestens jedoch in der 30. Woche beginnen, das hängt aber auch davon ab in welchem engen oder weiten Zeitraum die Kursstunden stattfinden.

In den meisten Fällen werden die Kosten für den Kurs von der Krankenkasse übernommen. Ist der werdende Vater erwünscht muss dieser jedoch meist selbst bezahlen.

Es gilt: Ein Geburtsvorbereitungskurs ist kein muss, eine Teilnahme kann aber wirklich hilfreich sein.

3. Dammmassage

Was ist das überhaupt? 

Bei der Geburt wird der Dammsteg stark belastet, es kann zu Rissen oder zu manuellen Schnitten kommen, dies ist meist während den Wehen nicht schmerzhaft, jedoch nach der Geburt kann dies zu Behinderungen und Schmerzen führen. Bei der Dammmassage bereitet ihr den Steg auf die starke Belastung bei der Geburt vor. Es gibt jedoch leider keine Garantie dafür dass die Massage auch eine Verletzung vorbeugt.

Ab der 34. Woche bietet es sich an dies 3-4x die Woche für circa 10 Minuten anzuwenden. (Informationen über das wie findest du bebildert z.B. hier: http://www.frauenzimmer.de/cms/dammmassage-anleitung-zur-intimen-geburtsvorbereitung-1356045.html)

Mit der Zeit wirst du feststellen dass Gewebe und Muskaltur immer lockerer werden und du das Gefühl der Dehnung immer leichter tolerieren kannst.

4. Nicht zu früh ins Krankenhaus/Geburtshaus

Beim ersten Kind ist man oft nicht sicher ob es richtige Wehen oder Übungswehen sind. Aber glaubt uns, man merkt meist definitiv wenn Wehen "echt" sind. Solange ihr noch darüber nachdenkt oder ohne weiteres sprechen/atmen könnt, sind die Wehen meist noch nicht ausgeprägt genug um sich auf den Weg zu machen. Vielleicht denkt ihr euch: "Lieber zu früh als zu spät.." Jaein, denn häufig endet es in einer Einleitung wenn man viel zu früh ins Krankenhaus fährt. Versucht euch lieber Zuhause noch etwas abzulenken, die letzten Dinge zu erledigen, ausruhen, oder macht einfach das, wonach ihr euch aktuell fühlt. Es kann zudem auch sein, dass wenn ihr zu früh im Krankenhaus ankommt und die Ärzte feststellen, dass es noch nicht so weit ist, ihr wieder heim geschickt werdet da alle Kreissäale besetzt sind, oder es wirklich nur Übungswehen waren.

"Echte" Wehen erkennt man oft an folgenden Punkten:

- regelmäßig, anfangs circa alle 10 Minuten

- dauern jeweils etwa eine bis eineinhalb Minuten

- beginnen leicht, haben einen Höhepunkt und flauen dann allmählich wieder ab

Wenn die Fruchtblase platzt heisst es: Sofort die Hebamme verständigen oder ab ins Krankenhaus!

5. Vertrauen in sich selbst

Unterstützende Geräte, wie z.B. CTG und co sind ein Segen, aber man kann sich dadurch auch enorm verunsichern lassen.

Ist ein Zacken zu hoch? Sind die Linien unregelmässig weil kurzzeitig falsch geatmet wurde? All das ist nicht schlimm, verunsichert Mutter und Vater jedoch sehr! 

Fragen wie: "Geht's meinem Kind nicht gut? Klingt alles normal?" sind mehr als Verständlich in solch einer Situation. Die Angst begleitet die meisten Frauen bei der Geburt.

Das muss allerdings nicht sein und kann deutlich eingedämmt werden! Vertraut sowohl der Hebamme und auch eurem Arzt, selbst wenn wenig bis keine Symphatie besteht (hier kommen wieder Näher zum Thema in Tipp 6). Eure Geburtsbegleiter wissen von was sie sprechen und werden euch rechtzeitig auf Gefahren, Unsicherheiten usw. hinweisen. Vertraut bitte auch euch selbst. Seit Jahrtausenden werden Kinder geboren, warum solltet gerade ihr dass dann nun nicht schaffen?

50% der Geburten, die Dauerüberwacht werden enden am Schluss in einem Kaiserschnitt. Warum? Weil man sich als baldige Mutter so arg unter Stress setzt und die natürliche Geburt dadurch blockiert. Sollte eine Dauerüberwachung seitens der Ärzte oder Hebammen notwenidg sein, lasst das CTG von euch wegdrehen und den Ton ausstellen, es reicht wenn fachkundige Personen dies überblicken können.

 

6. Die richtige Hebamme

Vertrauen, wie bereits weiter oben geschrieben, hilft beim Kinder bekommen. Habt ihr jedoch Geburtshelfer mit denen ihr auf menschlicher Ebene nicht zusammen passt, ist Vertrauen schwierig. Auch passt kaum eine Geburt in eine Dienstschicht der Hebamme... Das kann vor und Nachteile haben. Kamt ihr mit der ersten nicht klar, habt ihr bei Schichtwechsel nun die Chance mehr Symphatie zur neuen Hebamme zu haben. Andersrum ist das natürlich auch möglich, falls ihr bei Wechsel nun gar nicht mehr mit der neuen Hebamme klar kommt.

Das kann schlimm sein, denn kaum wann anders lässt man jemand so nah an sich ran wie während einer Geburt. Ist abzusehen dass die Geburt bald statt findet, bleiben die meisten Hebammen aber auch bei "ihren" Frauen bis das Kind geboren ist. 

Sollte es für euch jedoch unzumutbar sein, mit dieser Hebamme zu kommunizieren, könnt ihr auch vorsichtig fragen ob ein Hebammenwechsel möglich ist. Meist ist nicht nur eine diensthabende Hebamme vor Ort. Symphatie besteht in den meisten Fällen beidseitig nicht und auch für die Hebamme ist es verständlich und einfacher wenn hier der Wechsel stattfindet. Aber: Auch wenn das nicht geht, ihr schafft das!

7. Wehenpausen akzeptieren

Euer Körper ist keine Maschine, selbst Tim Bendzko hat das schon besungen ;)

Wehenpausen sind ganz normal, gerade bei Geburten die nachts beginnen. Euer Körper braucht zwischendrin eine Pause - und nicht nur euer Körper sondern auch ihr, zum durchatmen. Selbst eine Pause über mehrere Stunden muss keinenfalls schlimm sein. Sollte wirklich ein Geburtsstillstand vorliegen, erhaltet ihr wehenfördernde Mittel oder es werden weitere Maßnahmen getroffen. Diese obliegen Ärzten und Hebammen, die euch früh genug auf weiteres hinweisen werden. 

Setzt euch nicht unter Druck, falls möglich schlaft auch noch mal, so utopisch das klingt. Wenn der Körper wieder bei Kräften ist, kann auch die Geburt weiter gehen und sogar dann schneller vorangehen wie wenn ihr total ausgelaugt und kraftlos seid.

8. die PDA

Schmerzen bei der Geburt sind eigentlich normal. Lasst euch hier nicht von Foreneinträgen und Videos auf z.B. Facebook irritieren in denen beteuert wird dass eine Geburt auch ohne Hilfsmittel schmerzlos einhergeht. Natürlich ist das möglich, jedoch wirklich eine große Ausnahme. Jede Frau hat ein anderes Schmerzempfinden, somit muss auch jede Gebährende selbst für sich entscheiden ob schmerzlindernde Mittel zum Einsatz kommen.

Bei einer PDA bleibt ihr bei Bewusstsein, die Wehen kommen jedoch nur noch als Druck und nicht mehr als Schmerz an. Auf das Baby geht das Mittel so gut wie nicht über. Oft wird eine PDA auch dann eingesetzt, wenn ein langsamer Geburtsvorgang von statten geht, um die Durchblutung der Plazenta zu steigern, dem Baby somit mehr Sauerstoff und Kraft zu geben und um den Muttermund weicher zu machen. 

Sich eine PDA zu wünschen ist kein Zeichen von Schwäche. Die Geburt ist kein Wettkampf wer die meisten Schmerzen aushalten kann, im Gegenteil! Eine schöne Geburt, an die ihr euch auch noch gern erinnert ist etwas wundervolles. Zögert daher nicht eure Hebamme, bzw. euren Arzt darauf anzusprechen.

Dennoch gilt: In manchen Fällen ist es für eine PDA schon zu spät, gerade wenn die Presswehen schon eingesetzt haben. Dann habt ihr euer kleines Wunder aber auch so ganz bald im Arm.

9. Ruhe gönnen

Ist euer Kind erstmal geboren wird es in eurem Leben nicht mehr so ruhig sein wie es vorher einmal war. Ihr habt gerade auch unglaubliches geleistet und Kräfte eingesetzt von denen ihr vermutlich nicht mal wusstet dass ihr diese habt. Körperlich und Psychisch. 

Der Körper und auch der Kopf müssen dies nun erstmal verarbeiten - und das nicht nur bei euch, sondern auch bei eurem gerade geborenen Kind. Nehmt euch daher Zeit und Ruhe raus, auch wenn alle anderen jetzt schon den kleinen Erdenbürger besuchen möchten. Lehnt hier vielleicht doch besser erst einmal ab. Nicht nur euch zuliebe. Euer Baby möchte vermutlich erst mal seine Mama und vielleicht auch den Papa kennenlernen bevor noch mehr fremde, neue Eindrücke/Gerüche/Stimmen usw. auf es einprasseln. 

Versucht auch, wenn möglich, so lange wie Möglich im Kreissaal zu bleiben, denn hier seit ihr noch unter euch. Hier gibt es keine Bettnachbarn, kein Besuch, keine Krankenschwestern die das Essen bringen oder ähnliches. Hier seid ihr einfach nur unter euch, nun als kleine Familie! Geniesst das solange irgendwie möglich.

10. Nachwehen lindern

Nachwehen werden oft als "schlimmer" als die Geburtswehen empfunden, denn sie führen zu keinem positiven Ausgang mehr. Euer Kind ist bereits geboren, daher sind Nachwehen in vielen Augen unsinnig und werden als nervig empfunden. Gerade bei einem Dammriss- oder schnitt können einem diese sehr zu schaffen machen. Auch sind Nachwehen beim 2./3./... Kind entsprechend stärker weil die Gebärmutter mehr Kraft braucht um sich erneut zurück zu ziehen. 

Um Nachwehen zu lindern können z.B. Arnica Globuli verabreicht werden, auch Paracetamol und Ibuprofen dürfen eingenommen werden. Bei Dammverletzungen können auch Eichenrindesitzbäder Linderung versprechen. 

Generell gilt auch hier: Alles was es euch leichter macht die Nachwehen auszuhalten, sollte auch erlaubt sein. Bei Unsicherheiten sprecht hier vorab mit eurer Hebamme, diese haben oft noch weitere kleine Tipps und Tricks parat.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsbericht_12-08Mein Name ist Maike und ich bin 29 Jahre alt. Direkt als mein Partner und ich erfuhren, dass ich schwanger war, hatten wir den kleinen Krümel in meinem Bauch in unser Herz geschlossen. Die Schwangerschaft verlief bis auf die üblichen Wehwehchen, wie hier mal ein Morgen mit Übelkeit und da mal etwas Rückenschmerzen, sehr ruhig und schön und mit jedem Mal Baby-TV bei der Frauenärztin wurde unsere Vorfreude größer und größer. 

Der Krümel entwickelte sich auch super und war schon ziemlich schnell zum Brötchen geworden.

Weil er allerdings so groß geschätzt wurde, bekam ich einen Termin im Klinikum, bei dem geschaut werden sollte, ob eingeleitet wird, damit das Krümelchen nicht zu groß für eine natürliche Geburt wurde...Immerhin ist er mein erstes Kind.

In der Nacht vor dem Termin (der 4 Tage vor dem errechneten Entbindungstermin lag) hatte ich dann allerdings auch schon leichte Wehen und im Klinikum wurde festgestellt, dass ich auch schon etwas Fruchtwasser verloren hatte, weshalb dann direkt eingeleitet wurde. Das kam für meinen Partner (der mich morgens spontan begleitet hat) und mich dann zwar ziemlich plötzlich, aber irgendwie war man auch erleichtert dass es endlich losging. 

Um 11 Uhr wurde mir dann das Zäpfchen gelegt und gegen 15 Uhr hatte ich die ersten deutlichen Wehen.

Da wir allerdings gerade erst umgezogen waren, musste mein Partner nochmal weg, da ein die Wohnungsübergabe anstand. Also hielt ich die ersten Wehen ohne Hand zum Festklammern aus und musste regelmäßig zum CTG schreiben. Die Wehen kamen wurden schnell stärker und pünktlich zum Platzen der Fruchtblase gegen 17.30 Uhr kam mein Partner dann endlich zurück. Da ich zu dem Zeitpunkt schon auf meinem Zimmer lag und natürlich, wie das dann immer so ist, die beiden Zimmernachbarinnen gerade Besuch hatten, rief er eine Schwester, die mich samt Bett direkt in den Kreißsaal schob...Es sollte also losgehen.

Es ging dann auch tatsächlich alles ganz schnell, was laut Hebamme wohl eher ungewöhnlich war für eine Erstgeburt. Der Muttermund öffnete sich recht zügig und auch die Presswehen meldeten sich rasch an. Genau die machten uns dann aber Probleme. Als ich das erste Mal pressen durfte, meldete sich das CTG mit einem fiesen Piepen...Die Herztöne des Krümels waren gefährlich abgesackt und mit einem Mal ging alles ganz schnell...Während mein Partner mich beruhigte standen auf einmal statt der einen Hebamme noch 3 weitere und zwei Ärzte im Kreißsaal und ich wurde für einen Notkaiserschnitt umgezogen. So wirklich realisiert was passiert habe ich allerdings gar nicht, weil ich nur Sorge um mein Krümelchen hatte. Nachdem sich die Herztöne noch einmal beruhigt hatten und es dann bei der nächsten Presswehe aber doch wieder kritisch wurde, wurde ich in den OP gebracht. Leider durfte mein Partner nicht mitkommen, da alles so schnell gehen musste. In der Hektik und da ich noch Schmerzen durch die Wehen hatte und schlecht stillhalten konnte, war das setzen der Betäubung schwierig, klappte dann aber irgendwann zum Glück doch, sodass ich zumindest keine Vollnarkose bekommen musste.

Dann ging alles ziemlich schnell. Ein sehr netter Pfleger saß die ganze Zeit an meinem Kopf und redete mit mir. Irgendwann konnte ich dann endlich einen Schrei hören und wusste der Krümel ist da. Nachdem er untersucht wurde durfte ich ihn dann auch endlich kurz sehen und ich kann euch sagen: Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich...Er war gesund und munter...Die Herztöne waren mit jeder Presswehe abgesackt, weil sich seine Nabelschnur um seinen Hals gelegt hatte, aber das hatte der kleine Superheld gut überstanden.

Während er dann schon zum Papa gebracht wurde, der die ganze Zeit wartend im Kreißsaal verbracht hatte und schon ziemlich nervös war, wurde meine Bauchdecke noch wieder zugenäht und ich musste noch eine Weile im Aufwachraum überwacht werden.

Als ich dann endlich zu meinen zwei liebsten durfte, war das ehrlich gesagt ziemlich komisch. Da lag mein Freund auf dem Bett und auf seiner Brust ein kleines Wesen. Mein erster Gedanke war: Das ist mein Baby? 

Als er mir dann auf dem Bauch gelegt wurde brauchte ich tatsächlich noch einen Moment um zu verstehen dass er tatsächlich das Krümelchen ist, das 9 Monate in meinem Bauch war. Irgendwie fehlte mir dieser Moment ihn direkt nach der Geburt bei mir gehabt zu haben. 

Ich stillte den kleinen das erste Mal und genoss die Zeit dann immer mehr mit ihm. Ehrlich gesagt...So richtig verstanden dass er mein Kind ist, habe ich in der Nacht noch nicht...Das brauchte tatsächlich seine Zeit und die ersten Tage waren etwas schwer. Aber mit jeder Minute wurde meine Liebe zu dem Krümel immer größer und langsam wurde mir auch bewusster, dass ich Mama bin...Endlich. Und es gibt nichts Schöneres als dieses Gefühl. Wenn der Kleine mich heute, 3 Monate später anlacht, könnte ich Purzelbäume schlagen vor Freude. Und auch wenn seine Geburt ziemlich aufregend war, gab es für mich keinen schöneren Tag in meinem Leben.

 
 
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10 Tipps - um Wehen zu fördern

10_Tipps_Dienstag_VorlageDie letzten Wochen/Tage einer Schwangerschaft sind die kräftezehrendsten, das wissen auch wir... Viele Schwangere wünschen sich daher, gerade dann wenn es über den Entbindungstermin geht ein paar Kniffe und Tricks um die Geburt schneller herbeizuführen.

 

Doch vorab: Alle unsere Tipps können nur funktionieren wenn das Baby bereit für die Geburt ist und selbst dann können wir keine Garantie auf die erfolgreiche Wirkung geben.

Wir haben hier 10 Tipps zum "Ansporn" für euch.

1. Das "heiße" Bad


Wenn ihr die Möglichkeit einer Badewanne habt und euer Kreislauf noch fit genug ist, kann auf diese Weise Wehen ausgelöst werden. Macht das aber besser nicht wenn ihr allein Zuhause seid, denn der Kreislauf ist am Schluss der Schwangerschaft nicht mehr ganz so fit und es ist auch nicht mehr so einfach alleine aus der rutschigen Wanne zu steigen. Macht das Wasser nicht zu heiß, auch Badezusätze sind, bei noch geschlossenem Muttermund gerne erlaubt. Generell ist diese Methode eher unbedenklich, kann entspannend wirken und ein schnelles Ergebnis hervorrufen.

2. Massage


Diese Methode eignet sich am besten nach Methode 1, dem warmen Bad, denn so kann das Öl besser einziehen.
Ein bekanntes Rezept ist hierfür: 10ml Mandelöl mit jeweils zwei Teelöffeln Nelkenöl, Zimtöl, Eisenwurzöl und Ingweröl. Alles vermischt ergibt dies eine wohlriechende Massagebasis, welche sanft auf deinem Bauch einmassiert werden kann. Übt hier nicht zu viel Druck aus, nur so viel dass es für euch angenehm ist und ihr euch gut entspannen könnt. 
Nelken, Zimt, Ingwer und Eisenwurz sind bekannt für ihre Stimulationswirkung auf die Muskulatur und wirken daher wehenfördernd. Diese Methode ist nicht bedenklich und trägt auch noch zur Entspannung in den eh schon stressigen Tagen bei.

3. Heublumensitzbad


Neben dem eben erwähnten heißen Bad ist auch ein Sitzbad über Heublumenextrakt ein sehr hilfreiches und angenehmes Mittel. Ein bis zweimal die Woche kann man den in der Apotheke gekauften Zusatz anwenden. Wie folgt könnt ihr dabei vorgehen: Sucht euch entweder eine Schüssel die ihr in die Toilette stellen könnt oder nutzt ein Bidet und füllt dieses mit heißem, kochenden Wasser sowie einer Kappe vom Heublumenextrakt. Setzt euch nun für 10 Minuten darüber, nicht hinein! Hier besteht sonst Verbrühungsgefahr! Sollte es euch unangenehm sein oder zu heiß werden, brecht den Vorgang kurzzeitig ab und wartet ein paar Minuten bis das Wasser sich ein wenig abgekühlt hat.

Diese Methode hat gleich 2 Vorteile: Zum einen wird der Beckenboden durch ein Heublumenbad gelockert, was wiederum Wehen fördern kann, zum anderen kann man den Damm dadurch auf die Geburt vorbereiten. 

4. Brustwarzenstimulation


Diese weitere Methode kann gut und gerne zusammen mit dem Partner eingesetzt werden. Bei der Stimulation der Brustwarze wird das Wehenhormon Oxytocin freigesetzt, allerdings nur bei längerer Stimulation durch Massage.
Aber Achtung! Wenn die Gebärmutter bereit ist, setzen die Wehen normalerweise innerhalb einer Stunde ein. 

5. Sex


Ja, knallhart ausgesprochen. (Die Redaktion lacht sich grade wie 13 jährige kaputt über den Zusammenhang von Sex und knallhart, bitte entschuldigt dies...)

Zurück zum Thema: Auch Geschlechtsverkehr kann rund um den Geburtstermin Wehen auslösen. Denn, das Wehenhormon Oxytocin wird durch sexuelle Erregung hervorgerufen. Dazu kommt noch, dass Sperma Prostaglandine, das sind Gewebehormone, enthält. Gleiche Hormone werden auch bei der medikamentösen Einleitung verwendet. Diese machen den Muttermund weich und helfen dem Gebärmutterhals dabei, sich zu verlängern. Weiterhin kann auch der Orgasmus der Frau förderlich sein, denn dabei zieht sich die Gebärmutter zusammen und kann Wehentätigkeit auslösen.

 

6. nicht zu viel Faulenzen


Zwar sollten anstrengende Arbeiten und Tätigkeiten vor der Geburt vermieden werden - man braucht die Kräfte noch früh genug - jedoch leichte körperliche Aktivitäten können Wehen fördern. Spazieren gehen ist z.B. eine davon. Das Baby rutscht dadurch tiefer ins Becken und drückt dabei immer wieder auf den Gebärmutterhals. Auch kreisende Bewegungen auf dem Gymnastikball oder ein Bauchtanzkurz machen sich gut in dieser Situation. Treppensteigen, wie es allgemein verrufen ist, zählt allerdings nicht zu leichten Aktivitäten und zehrt wertvolle Kräfte die bei der Geburt noch benötigt werden, verzichtet darauf also lieber.

7. Alternative Methoden


Schon mal etwas von Akupunktur gehört? Oder vielleicht von einer Fussreflexzonenmassage? Hilfreich kann auch Homöopathie sein. Lasst diese Methoden jedoch nur und ausschliesslich von erfahrenen Personen durchführen! Wo genau es solche Alternativangebote bei euch gibt, wer diese anbietet oder ausführen kann bringt ihr am besten durch Suchmaschinen in Erfahrung. Auch wer an solche Mittel nicht "glaubt": ausprobieren schadet nicht.

8. Tee trinken


Verschiedene wehenfördernde Tees gibt es beispielsweise in der Apotheke, aber auch selbst machen ist möglich. Wir haben hier ein Rezept für euch:
1 Stange Zimt, 10 Gewürznelken, 1 kleine Ingwerwurzel und 1 EL Eisenkraut vermischen und mit 1 L kochendem Wasser übergießen. Lasst den Tee anschließend circa 10 Minuten ziehen und trinkt diesen lauwarm über den ganzen Tag verteilt in kleinen Schlucken. Ein weiterer, hilfreicher Tee ist auch der Himbeerblättertee, von dem bis zu 3 bis 4 Tassen am Tag getrunken werden können. Diesem wird nachgesagt er mache den Muttermund weich und lockere die Muskulatur der Gebärmutter.

9. Entspannung


Das klingt jetzt vielleicht in manchen Ohren wie Hohn, denn wie soll man sich denn jetzt noch entspannen, aber genau das ist eben wichtig. Stress ist ein fast garantierter Blocker für Wehen! Wer sich also mal zurück lehnt, die Füße hochlegt, die Gedanken sortiert und sich nicht mehr unter Druck setzt, der hat eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit um Wehen zu bekommen. Das Stresshormon Cortisol ist auch nicht gut für euer Baby, versucht euch daher wirklich zu entspannen, soweit noch irgendwie möglich...

10. Wehencocktails, Nelkentampons, Rizinusöl, Abführmittel, Alkohol...


Bitte lasst die Finger davon! Wehencocktails, Nelkentampons und Rizinusöl sollten wenn überhaupt nur von und mit einer Hebamme angewandt werden, NIEMALS alleine und in Eigenregie! Sprecht das in jedem Falle mit eurer Hebamme oder dem Frauenarzt ab. 
Und zum Thema Alkohol... Jeder von uns weiß ja eigentlich dass man auf Alkohol in der Schwangerschaft zu 100% verzichten sollte, macht es daher bitte auch nicht aus Verzweiflung weil die Geburt noch nicht startet, keiner von euch möchte vermutlich vernebelt die Geburt seines Kindes erleben, außerdem kann dies zu Komplikationen bei einer Anästhesie oder einer PDA führen. Somit - Finger weg!

Alles in allem bleibt jedoch die Frage: Ist es wirklich notwendig Wehen auszulösen? Euer Baby wird noch früh genug groß, um so länger es also bei euch im Bauch bleibt, desto später wird es auch 18 Jahre alt ;) Denkt mal drüber nach...

Wir wünschen euch alles Gute bei eurer anstehenden Geburt!

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsbericht_Montag_VorlageMeine Schwangerschaft war von Anfang an eine Risiko Schwangerschaft. Es war schon seit der 13ssw. Klar dass mein Mäuschen nur per Kaiserschnitt zur Welt kommen durfte.

Der ET war der 29.5.2018, für die Ssw. 38+0 war der KS geplant...

 

Doch wie so oft im Leben lief auch hier nichts wie geplant...

In der Ssw. 38+6 stellte meine FÄ einen verkürzten Gebärmutterhals fest, es waren nur noch 2,0 cm... Sie hatte mir Magnesiumtabletten verordnet und ich sollte mich so gut es geht schonen und liegen. Gesagt getan.

Bei 29+3 machte meine FÄ nochmal eine Kontrolle - da war der Gebärmutterhals schon nur noch 1,5 cm lang. Auf direktem Weg ging es für mich in die Klinik. Hier wurde dann gleich eine Lungenreife durchgeführt und ich hatte gelockerte Bettruhe.

Bei 30+6 und 31+6 wurde jeweils noch mal kontrolliert und ein Frühgeburtlichkeitstest gemacht. Mein Gbmh war dann mittlerweile schon nur noch 7mm lang und beide Male war der Test Positiv. Da aber meine Situation Stabil war und sich bei 32+6 noch nichts geändert hatte wurde ich nach Hause entlassen unter der Voraussetzung, dass ich 2x die Woche meine FÄ besuche zur Kontrolle und CTG. 

Gesagt getan. Mein erster Kontrolltermin bei meiner FÄ war dann bei 33+3, alles super, keine Änderung, keine Anzeichen dafür, dass die kleine demnächst kommen möchte, meine FÄ war zuversichtlich dass wir es bis 38+0 schaffen... 

 

Einen Tag später 33+4... morgens um 8:00 aufgestanden, alles ganz normal, angezogen, ins Wohnzimmer gegangen, mit meinem Freund darüber unterhalten demnächst zu frühstücken, wollte mich aber noch mal kurz ausruhen... 

Auf dem Sofa sitzend wollte ich mich zur Seite legen - Plötzlich innerhalb einer Sekunde bekomme ich einen Boxhieb meiner Tochter, es macht PLOP und es strömte nur so aus mir heraus... die Fruchtblase war geplatzt! Bei jeder Bewegung kam immer mehr und mehr heraus gelaufen. 

Aus diesem Grund entschied mein Partner sich dafür den Krankentransport zu alarmieren, das Krankenhaus in dem ich Gebären musste war auch ca. 30 Minuten entfernt... 

Im Krankenhaus angekommen ging es gleich in den Kreißsaal, dort wurde mir das CTG angehängt und eine Ärztin machte Ultraschall... meine Maus lag komplett trocken... 

Nach Langem hin und her entschieden sich die Ärzte noch mal eine Lungenreife durch zu führen und die Kleine erst bei 33+6 zu hohlen. 

Ich kam in einen Überwachungsraum, 2x pro Tag CTG und zur Vorsorge Wehen Hemmer. 

Wehen hatte ich aber die ganze Zeit über nicht.

 

Montag 16.04.2018 ssw. 33+6 

Um 10:00 Uhr ging es in den Op. Ich wurde vorbereitet, bekam die Spritze in den Rücken. Vor meinem Kopf wurde ein Tuch aufgehängt und mein Partner saß neben mir. Es wurde an mir rum gezubbelt und geruckelt, der Anästhesist erkundigte sich immer wieder nach meinem Befinden und um 10:39 Uhr hörten wir die ersten schreie unserer Tochter.

Die allerdings sofort in ärztliche Obhut kam und auf die Intensiv Station der angrenzenden Kinderklinik transportiert wurde.

So langsam wurde meine Anästhesie auch schon weniger, ich wurde noch zugenäht und kam wieder in mein Zimmer im Kreißsaal. 

Mein Partner durfte eine Stunde später schon zur Kleinen... Ich musste mich noch bis 16 Uhr gedulden.

Aber das Warten hatte sich gelohnt, auch wenn ich sie erst nur mit den Händen durch den Inkubator berühren durfte... 

 

Jasmin L.

 
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