Beiträge zum Thema: Wehen

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

Mein kleiner aber fixer Geburtsbericht. Meine Tochter ist bereits jetzt 3 Jahre alt, und auch wenn die Schmerzen der Geburt bereits nach wenigen Minuten vergessen waren, das Erlebnis ist dennoch wie in meine Gedanken gebrannt- und das ist auch gut so. Am Tag der Geburt meiner Tochter hätte ich im Leben nicht damit gerechnet, sie noch am selben Tag in meinen Armen halten zu können.

 

Auf die Plätze, fertig - los geht es

Der Morgen war ein ganz gewöhnlicher Morgen. Ich schlief aus, ich ging eine kleine Runde mit dem Hund spazieren und ich machte mich ein wenig zurecht. Meine Hebamme kam zu einem, ganz normalen Vorsorgetermin vorbei. Nichts Besonderes also. Bis zur Geburt waren noch gut 14 Tage Zeit, ich war also die Ruhe in Person. Ich kochte Kaffee und Tee und deckte den Tisch für den Besuch. 

 

Als meine Hebamme bei uns ankam, quatschen wir zunächst ein wenig über mein Wohlbefinden. Später legte ich mich zur Untersuchung auf die Couch, alles bereits reine Routine. Während ich also gemütlich mit frei liegendem Bauch auf der Couch lümmelte wusch sich meine Hebamme die Hände. Sie trat zu mir ins Wohnzimmer und hielt plötzlich mitten im Satz inne. Mit der Untersuchung hatte sie noch gar nicht begonnen, sie stand noch einige Meter entfernt von der Couch. "Nimm deine Kliniktasche und fahr ins Krankenhaus", war alles was sie sagte. Ich war zunächst irgendwie leicht verwirrt. Es stellte sich heraus, dass sie auch aus einigen Metern Entfernung sehen konnte, dass mein Bauch eckig wurde. Laut ihrer Aussage hatte ich verdammt starke wehen. "Merkst du denn gar nichts?" war die Frage. Naja ich hatte ein wenig Rückenschmerzen, aber an sich nichts Neues. Die Fruchtblase war nicht geplatzt. 

 

Nachdem ich 20 Minuten erstmal meinen Mutterpass gesucht hatte – ja, ich hatte ihn scheinbar verlegt, ging es dann auch los ins Krankenhaus. Wir kamen auch ziemlich schnell an die Reihe. Es wurde einiges getestet, ich durfte ans CTG (in meiner Schwangerschaft bereits gefühlt das 100. Mal) und es wurde geprüft, ob ich Fruchtwasser verliere. Allerdings - war bei mir alles im grünen Bereich. Ich verlor kein Fruchtwasser und auch meine Wehen hatten sich wieder gelegt. Das könnte noch dauern, hieß es.

 

Da bleiben sollte ich dennoch. Ich war mit meinen 21 Jahren wohl (laut Aussage der Hebammen) ziemlich jung, außerdem sei es mein erstes Kind. Im Krankenhaus bleiben kann also nicht schaden. Sollte sich über Nacht nichts ändern könnte ich auch nochmal nach Hause fahren. Super, ich kuschelte mich also ins Krankenhausbett und begann fröhlich zu lesen.

 

Währenddessen forderte ich Essen an - verdammt ich hatte Hunger! Mein Frühstück bzw. Mittagessen musste schließlich etwas unsanft abgebrochen werden. Und so saß ich einige Stunden im Krankenhaus und aß so vor mich hin. Bis ich auf die Toilette musste. Als ich aufstand sammelte sich unter mir eine riesige Pfütze Blut. Also rief ich die Schwester. - Und man glaubt es kaum, ich durfte wundervolle 30 Minuten wieder am CTG liegen. Auch die stärkeren Wehen waren zurückgekehrt. Es war zwar nicht schmerzhaft aber so langsam wurde es wirklich unangenehm. Als die dortigen Hebammen auf das VTG schauten gaben sie allerdings wieder Entwarnung, aber man wolle mal nach meinem Blutverlust schauen.

 

Also lief ich, das erste Mal in meinem Leben, in einen Kreissaal. " BVB oder Schalke Fan?" wurde ich gefragt. Wie bitte!?! Die Hebamme lachte: "Wir haben einen blauen und einen gelben Kreissaal, irgendeinen Wunsch?". Lachend wanderten wir in den gelben Kreissaal. Dort sollte ich erstmal stehen bleiben, damit das Kind auch schön im Becken liegt, und man schauen kann, was los ist. Als ich nun im Kreissaal herum stand, ein wenig Wasser trank und aus dem Fenster schaute, wurde es dann irgendwann doch verdammt unangenehm und ich musste mich hinsetzen. Da kam auch schon eine Hebamme um nachzuschauen. Nach einem kurzen Blick auf die untere Gegend sagte sie humorvoll "also ich hab gleich Feierabend, aber das schaffen wir noch, ihr Baby kommt - jetzt". Super dachte ich mir. Und glaub darauf ging es auch wirklich heftig los. Ich glaube, die anderen Kreißsäle konnten mich fluchen hören. Irgendwann dachte ich mir nur noch "ich muss jetzt pressen". Auch wenn die Hebammen anderer Meinung waren, ich wollte Pressen! Also hieß es los pressen, und tatsächlich - ich lag schon in den Presswehen. Trotz anderer Aussage der Hebammen. Teilweise habe ich so viel gepresst, dass ich tatsächlich Sternchen gesehen habe. Ich hatte keine Schmerzmittel oder anderes, also ja ich habe die volle Geburt mitbekommen und gefühlt, wie mein Engel die Welt betrat. Und es war wunderschön. Knappe 10 Minuten habe ich gepresst. Dann war sie da, meine pure Liebe. Während des Nähens lag sie auf meinem Bauch. Ich bin froh, dass ich nur "einige Macken" davon getragen habe. 

 

Wie lange ich im Kreissaal war? Eigentlich dürfte ich das wohl gar nicht sagen, weil Mamis, die eine lange Geburt und lange Wehen "ertragen" haben, mich jetzt wohl böse anschauen werden. Ich bin in den Kreissaal alleine hineingelaufen - und wurde eine Stunde später mit Baby wieder hinausgeschoben. 

 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nach der Geburt habe ich mich einfach wie auf Wolke sieben gefühlt, nachdem meine kleine Tochter geboren war, waren meine ersten Worte "Gib' sie mir". Ich musste allerdings warten, bis die Nabelschnur durchtrennt war. Doch dieses Glücksgefühl war nicht das einzige, was ich gefühlt habe.

 

Als meine Kleine weinte, wusste ich nicht, was sie eigentlich wollte. Ich legte sie an die Brust an und mein Schatz fing an zu trinken. Man sollte meinen, ich war total stolz, aber eigentlich hatte ich die ganze Zeit Angst, etwas falsch zu machen. Drei Mal rief ich die Schwester in mein Zimmer, damit sie sich anschauen kann, ob meine Tochter auch richtig an der Brust liegt. Ich war verkrampft und hatte Angst, sie würde an der Brust ersticken weil vielleicht ihre Nase nicht frei war. Also machte ich ihr immer genug Platz zum Atmen. Schon bald taten mir meine Brust, meine Arme und mein Rücken weh. Vor allem, da ich wahrscheinlich zunächst zu Beginn vollkommen falsch saß und verkrampft war. Als sie schlief, betrachtete ich sie voller Glück. Doch ja, ich legte sie in ihr Beistellbettchen. Man glaubt es kaum, aber so eine Geburt ist anstrengend. Ich rief ebenfalls die Nachtschwester, damit sie die Kleine für ein paar Stunden mitnimmt. Das ist einer der Vorteile von den Tagen im Krankenhaus. Ich wollte irgendwann einfach nur noch schlafen. Auch wenn "meine" Geburt ziemlich schnell vorbei war, ich war vollkommen erschöpft. In der ersten Nacht rief ich zwei Mal nach der Nachtschwester, ich brauchte Schmerztabletten für die Nachwehen - niemals hätte ich damit gerechnet, dass sie so weh tun würden. Sie brachten mich um den Verstand, beinahe mehr als die richtigen Wehen bei der Geburt.

 

Ich persönlich empfand die Geburt als etwas so unglaublich Wundervolles. Die Zeit seit meine Tochter geboren wurde, ist unersetzlich. Wunderschön und emotionsvoll, ja auch noch jetzt, 3 Jahre später.

 

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Am 10.10.2017 schlief ich wie gewöhnlich am Mittag. Ich war immer so furchtbar müde. Ich war alleine zu Hause, denn mein Mann konnte leider in der Woche vom E.T. (12.10.2017) nicht wie geplant zu Hause bleiben. Ich lag mit meiner Hündin auf der Couch. Wie immer machte sie sich unglaublich breit.  So wachte ich auf und wollte mir Platz schaffen. Plötzlich bemerkte ich das meine Hose nass war. Noch im Halbschlaf war ich leicht verwirrt und ging zur Toilette. Da das laufen nicht aufhörte wurde mir klar dass meine Fruchtblase gerissen war. Ich schnappte mir mein Handy und rief meinen Mann an. Der, völlig  aufgelöst, da er so weit weg war, versuchte seine Mutter zu erreichen. Allerdings hatte sie noch Kinder im  Auto, die sie nach  Hause bringen musste. Er rief dann also seinen Vater an. Der wohnt nur 20 min weg von uns und ist dann auch sofort losgefahren. Lustigerweise ist mein Mann wohl wie ein Blitz nach Hause gefahren, denn er kam zeitgleich mit seinem Vater an, obwohl er eigentlich über eine Stunde gebraucht hätte. 

Ich schnappte mir meine Tasche und wir fuhren ins Krankenhaus.

Wir kamen im Krankenhaus an und ich wurde gleich am CTG angeschlossen. Die Wehen waren deutlich zu sehen, allerdings spürte ich keine. Die Schwester gab mir eine dieser netten Einlagen, kontrollierte meinen Muttermund und verwies uns ins Wartezimmer damit ein Arzt sich das alles noch einmal anschaut. Und dort saßen wir nun ... volle 2 Stunden! In diesen 2 Stunden bekam ich spürbare Wehen. Ich lief den Gang auf und ab bis der Arzt dann endlich kam. Er untersuchte mich kurz, gab mir ohne weitere Erläuterung eine Tablette mit den Worten das mein Entzündungswert zu hoch sei und verwies uns wieder zur Schwester die nochmal nach meinem Muttermund schauen sollte. 2cm ... wir waren nun schon seit 3 Stunden dort und ich wusste das wird noch länger dauern. Mein Mann und ich gingen draußen spazieren und nach gefühlten 5 Stunden wieder zurück zum Kreißsaal. Dort bot man mir ein Bett und ein Zimmer an. So kam ein netter Herr und fuhr mich aufs Zimmer. Während der Fahrt nach oben wurde mir plötzlich schlecht und ich bekam einen Spuckbeutel den ich auch sofort benutzen musste. Auf der Station wurde ich von der Schwester mit den Worten :"Sie sehen aber gar nicht gut aus" begrüßt. Die Schwester brachte uns in unser Zimmer,  erklärte uns alles und schon brauchte ich einen zweiten Spuckbeutel. Sofort rief die Schwester im Kreißsaal an und ließ mich wieder nach unten bringen. Unsere Sachen können wir im Zimmer lassen sagte sie.

 

Und da waren er wieder. Wir warteten vor dem Wehenzimmer und kamen dann recht fix in ein Zimmer wo ich an ein CTG angeschlossen wurde. Und auch dort verbrachten wir sehr viel Zeit. Die Wehen bekamen spürbar kürzere Abstände und die Schwester bot mir Schmerzmittel über den Tropf an. Leider hatten diese keine große Wirkung. Gegen 21 Uhr wurde meine Muttermund noch einmal kontrolliert ... 5cm ... und schwupps wurden wir in den Kreißsaal geführt. Mittlerweile waren wir schon 6 Stunden im Krankenhaus. Dort bekam ich dann dieses durchaus modische Kittelchen und wurde wieder an sämtliche Geräte angeschlossen. Die Zeit dort verging so unglaublich langsam. Die Schwester teilte mir mit das mein Kind mit dem Gesicht nach oben liegt und sie jetzt versuchen werden ihn zu animieren sich zu drehen. Ich musste  auf allen Vieren auf meinem Bett knien. Das war unter den Umständen dass die Wehen mit nur noch 1 Minute Abstand kamen gar nicht so einfach. Alles versucht, nichts hat geholfen, also wieder in Rückenlage. Da ich unerträgliche Schmerzen hatte wurde mir Lachgas angeboten. Damit kam ich überhaupt nicht klar. So gegen  Mitternacht und 100  Positionswechseln (es stellte sich später heraus das diese mehr als unnötig waren) bekam ich eine PDA. Ab diesem Moment war alles wie auf Wolken, vielleicht war es aber auch die Mischung aus den ganzen Schmerzmitteln? Egal, dachte ich mir und versuchte mich auszuruhen. Ich schlummerte zwei Stunden vor mich hin. Eine Schwester kam zu mir mit den Nachrichten das meine Wehen aufgehört haben und ich nun einen Wehentropf bekomme. Völlig benebelt nickte ich mit dem Kopf und wurde an den Tropf angeschlossen.

 

Am Wehentropf angeschlossen ging es dann flott vorran. Allerdings hörte ich dann wie die Schwestern sich unterhielten und festgestellt haben das dieses blöde CTG Gerät nicht richtig funktioniert. Da wären wir dann bei den unnötigen Positionswechseln, denn geändert hat es am defekten CTG auch nichts. Eine Schwester kam mit einer riesigen Nadel auf mich zu und erklärte, dass sie meinem Baby Blut über den Kopf abnehmen müssten, da es ihm nicht gut geht. Der erste Versuch scheiterte, doch der zweite klappte dann. Nach kurzer Zeit bekam ich die Aussage zu hören, dass mein Fruchtwasser umgeschlagen ist. Auf meine Frage wieso dies so ist war die knappe Antwort der Schwester:" Ihr Kind ist sehr gestresst und hat in das Fruchtwasser gemacht". Keinerlei weitere Informationen. Ständig hörte ich die Schwestern tuscheln und langsam wurde mir etwas mulmig.  Eine weitere unnötige Information war das ein Kaiserschnitt nun nicht mehr möglich ist. Super dachte ich mir. WARUM genau teilt ihr mir das dann mit? Ich war so erschöpft, hatte Kopfschmerzen und stand mittlerweile völlig neben mir. Gegen 4 Uhr und weiteren unerträglichen Wehen kamen endlich die erlösenden Worte. SIE DÜRFEN JETZT PRESSEN ! Nach 45 min dann die Enttäuschung, wir würden es nicht alleine schaffen. Die Saugglocke kam zum Einsatz und um 04.59 Uhr erblickte unser kleiner Prinz das Licht der Welt. Sofort kam der Arzt rein gestürmt und nahm das Kind mit. Ich hatte keine Chance ihn überhaupt zu sehen. Mein Mann, der die ganze Zeit leise und brav in der Ecke saß, war sehr blass, aber sagte kein Wort. Es kam eine Ärztin, die mich nun dank der Saugglocke nähen musste. Mein Mann verließ dabei den Raum und kam auch sehr lange nicht wieder. Nach 40 min waren wir endlich fertig und die Schwester sagte zu mir ich solle mich doch bitte anziehen. Mit einer PDA ist das alleine fast unmöglich also übernahm mein Mann das, sagte aber immer noch keinen Ton.

Von unserem  Kind bis jetzt immer noch keine Spur.

 

Plötzlich kam der Arzt in den Raum - ohne unser Kind. Er erklärte uns kurz das er eine Infektion hat, kurz beatmet werden musste und nun auf der Neo liegt. Wir waren vollkommen geschockt. Mit der Information, dass dies halt manchmal vorkommt und dass wir gleich zu ihm gebracht werden. Meinem Mann schossen die Tränen in die Augen. Ich fragte ihn mehrmals was los sei bis er mir endlich eine Antwort gab. Unser Kind war komplett grün gewesen und hatte die Nabelschnur um den Hals. Die  Ungewissheit wo er ist und wie es ihm geht machte meinen Mann wahnsinnig. Mittlerweile war es 06.30 Uhr und wir waren immer noch in dem Zimmer. Mein Mann ging immer wieder zu den Schwestern und fragte wann wir unser Kind nun endlich sehen dürfen. Die unverschämteste Antwort die wir bekamen war: " Sie müssen noch warten wir haben gerade Schichtwechsel"  BITTE? Na und? Was zur Hölle soll das alles? Dieses Krankenhaus ist furchtbar, was sich im Laufe unseres Aufenthaltes mehrmals bestätigte. Um 7.00 Uhr endlich, nach 2 verdammt langen Stunden wurden wir zu unserem Kind gebracht. 

Dort lag er ruhig in seinem Kasten auf der Neointensiv, angeschlossen an tausend Kabeln. Ich sah ihn zum ersten mal und das war kein schöner Anblick... Ich fing an zu weinen, eine Schwester holte ihn aus seinem Kasten und legte ihn mir auf die Brust. Es war das schönste Gefühl der Welt doch gleichzeitig war ich einfach unglaublich traurig.

Aber er war da... er war endlich da! Und wir waren nun Mama und Papa.

 

Vanessa

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Geburt Milo

 

Am 7.11 2017 war meine zweite Geburt. Dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlte unzählige Stunden hing ich am CTG, voller Aufregung. Schließlich hatte ich eine Einleitung noch nie erlebt. Und ganz ehrlich: Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit, gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette und hing zwei Stunden am CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen. Die kannte ich ja von der ersten Geburt von vor einem Jahr. Die Krankenschwester aber war der Meinung, das könnten keine Wehen sein, die kämen erst bei einer höheren Dosis. Ich hätte ja erst eine viertel Tablette bekommen. Die leichten Wehen blieben aber und ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette. Dieses Mal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr am CTG. Ich wollte so so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Besser gesagt, eine zeitnahe, denn ich wollte so schnell als möglich wieder nach Hause zum meinem anderen Sohn. Und das natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter gelaufen. Und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig, alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten und die Hebamme wollte ein CTG anschließen. Ich habe sie aber gebeten, mich erst einmal zu untersuchen. Und siehe da, mein Muttermund war schon bei 5 cm und keine einzige Wehe am CTG zu erkennen. Ich wusste was das heißt und habe ganz schnell mein Mann angeufen und meine Freundin. Die befand sich gerade schon wieder auf dem Heimweg.  Ich bat sie zu Lias zu fahren und meinen Mann zu mir zu kommen. Dann ging alles wie beim ersten Mal, nur noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer, ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Ich erinnere mich nur noch so halb, wie mein Mann herein kam, die Schmerzen waren heftig.  Ich  hatte sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später, um 22:26 Uhr, war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt, aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal  und durfte Milo noch ganz ganz lange auf dem Arm behalten. Wir sind sehr gut versorgt worden. Auch wenn Milo nach der schnellen Geburt auf die Intensivstation musste, weil er seine Körpertemperatur nicht halten konnte und sein Blutzucker nicht optimal war. Aber 3 Tage später durften wir nach Hause. 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren. Wer wünscht sich nicht eine schnelle Geburt. Selbst die Intensivbehandlung war nicht wirklich schlimm. Mir war es immer wichtig bei meinem Kindern zu sein. Das war bei Milo, wie auch bei unserem großen Sohn, kein Problem. Ich durfte jederzeit bei ihnen bleiben.  Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind. Wobei ich schon ein bisschen Angst habe dass, ich dann nur zehn Minuten dauert.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Es war der 30. April und ich war sechs Tage über dem ET. Also sind wir ins Krankenhaus gefahren zur Kontrolle. Dort war eine Ärztin die ich bisher nicht kannte. Plötzlich war alles anders. Sie machte mir total Angst, weil ich zu wenig Fruchtwasser hätte. Keine richtige Versorgung mehr und so weiter. Bleiben durfte ich aber nicht da, sie schon drei Einleitungen hätten. Jetzt hatte ich natürlich erst recht Angst, zumal ich an diesem Morgen schon mit starken Schmerzen aufgewacht war. Ich war mir sicher, dass es Wehen sind, aber da im CTG nichts aufzuzeichnen war wurde ich nach Hause geschickt. Über den Tag wurde es mal schlimmer, mal besser. Und abends fingen dann, wie ich jetzt weiß, wirklich Wehen an. Gegen 23 Uhr hatte ich auf einmal richtig starke Schmerzen und wollte ins Krankenhaus. Trotzdem immer dieser Hintergedanke: hoffentlich schicken sie mich nicht wieder weg. Wir sind dann gegen 11:30 Uhr losgefahren. Im Krankenhaus angekommen wurde ich sofort an CTG angeschlossen, wo natürlich keine Wehe aufgezeichnet wurde. Da ich aber schon alle drei Minuten Wehen hatte, habe ich darum gebeten mich auch so zur Untersuchung zu bringen. Diesmal war eine ganz liebe Ärztin da, die mich untersuchte. „Der Muttermund liegt bei 4 cm.  Sie fahren nicht mehr nach Hause“, sagte sie zu mir. Ich sollte meinen Koffer aus dem Auto holen und wieder hochkommen.

 

Nun war es ungefähr 24 Uhr. Mein Mann und ich sind runter zum Auto und ich dachte wirklich ich schaffe es nicht mehr nach oben so schlimm waren die Schmerzen. Also hat er mich nur noch in den Fahrstuhl gezogen. Wir sind hochgefahren. Und in den Kreißsaal. Eine Hebamme hat nachgeschaut und der Muttermund war auf 7 cm innerhalb der 5 Minuten.  Mir war so schlecht und noch mal sollte ich aufstehen. Da sie den Kreißsaal mit der Badewanne brauchten und ich doch noch mal in einen anderen sollte. Auf dem Flur bin ich dann zusammengebrochen und konnte nicht mehr. Mir war schlecht, ich hatte solche Schmerzen, es kam mir vor wie eine durchgehende Wehe. Trotzdem bin ich irgendwie im anderem Kreißsaal angekommen. Ich habe nur noch gerufen, es geht los, er kommt jetzt und die Hebamme ganz ruhig ,,ach wenn ich schon drücke dann geht es bald richtig los,, ich dachte ich spinne. Solche Schmerzen von Null auf Hundert. Voller Schmerzen habe ich mich noch auf diesem Stuhl gezogen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich sogar noch meine Jeanshose an, die mir ruckartig heruntergezogen wurde. Im CTG war immer noch keine Wehe zu sehen. Aber ich hatte eine durchgehende Wehe! Plötzlich gingen die Presswehen los. Ungefähr vier oder fünf waren es. Meine Jeans hatte ich immer noch an einem Bein an. Um 0:47 Uhr war Lias da. 

 

Der bis dahin absolut schönste Momente in meinem ganzen Leben. Und mit nichts zu vergleichen. Alle  Schmerzen waren sofort vergessen. Durch die schnelle Geburt hatte mein Kleiner große Anpassungsschwierigkeiten und musste leider auf die Kinderintensivstation für eine Woche. Das war aber an sich überhaupt nicht schlimm, da wir eine wundervolle Betreuung hatten. Und auch eine tolle Stillberatung, so dass alles super geklappt hat und wir schnell nach Hause durften. Nur eine Schrecksituation gab es. Mein Sohn hat in der zweiten Nacht kurz aufgehört zu atmen. Zum Glück war er auf der Intensivstation ja an die richtigen Geräte angeschlossen und gut betreut.  Jetzt ist der kleine Mann bereits 28 Monate alt, für mich immer noch unfassbar. Es war eine Geburt, die ich wirklich unglaublich lange verarbeitet habe. Vor allem, weil man ja gerade bei der ersten Geburt damit rechnet, dass es 10 oder 20 Stunden dauern kann. Leider war es ein so stressiger Tag, dass ich das alles bewusst so gut wie gar nicht wahrgenommen habe. 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

Bei meinem jüngsten Sohn waren wir bei 40+4 im Krankenhaus zur Kontrolle. Es war ein Sonntag, die 2 großen waren versorgt und mein Mann war dabei. Nachdem die Hebamme geschaut hatte meinte sie nur "er macht keinerlei Anstalten".. Ich habe darauf hin gefragt ob man nicht einleiten könnte. Nein das könnte man erst am Mittwoch, außer es ist etwas nicht in Ordnung. Die Ärztin schaut jetzt aber nochmal drüber. Gesagt getan, die Ärztin schallte und meinte dann auch das alles ok war.. Ich wollte aber nicht mehr, diese Schwangerschaft war durch Krankenhaus-Aufenthalte geprägt und jetzt gerade war mein Mann da und die großen Kinder versorgt.. Nach einer halben Stunde betteln und bitten hat sie dann gemeint dass doch ein paar Verkalkungen zu sehen seien und wir einleiten könnten.. Ich sollte mich aber auf eine absolute Horror-Geburt einstellen. Mir wurde dann gegen 14 Uhr ein "Tampon" gelegt. Die Hebamme machte mir noch mächtig Vorwürfe und meinte dann das sie zum Glück Schicht-Ende hat und wir spazieren gehen sollen.. Gesagt getan. Der Tampon schlug eine halbe Stunde später schon an. Ctg unauffällig, Muttermund weich, Köpfchen drückt.. Bis 17 Uhr sind wir also hoch, runter und hin und her gelaufen..ich hatte starke Wehen und wollte meine Mama zusätzlich bei mir haben. Ich habe sie also angerufen.. Sie meinte nur: „Ich bin noch Fotos machen, aber so wie du dich anhörst hast du auch noch keine richtigen Wehen. Ich komme sobald ich fertig bin“.. Mein Mann machte währenddessen auch Witze.. Ich hätte bei unser Tochter ganz anders ausgesehen als es los ging.. Das würde noch dauern.. Um 17.30 hab ich mich dann unter heftigen Schmerzen in den Kreißsaal geschleppt.. Ctg angeschlossen.. Nicht eine Wehe, der Muttermund gerade einmal 1 cm geöffnet. Die Ärztin wurde hinzu gerufen, um den Tampon zu entfernen bevor ich noch heftigere Schmerzen bekomme.. Die Ärztin kam um 17.45 rein. Schaute.. Meinte nur „ach du Scheiße“ und zog mir alles aus und sagte zur Hebamme: „6 cm“.. Plötzlich kam dann um 17.47 doch eine Wehe die angezeigt wurde und ich durfte endlich pressen...eine weitere Wehe später, um 17.50, Uhr lag mein Sohn bei mir auf dem Bauch..Durch die schnelle Geburt kam der Mutterkuchen nicht hinterher und so lag ich dann noch 45 min in Fruchtwasser, Urin und Blut.. nebenbei verfluchte ich meinen Mann dem ich übriges während der Geburt so heftig die Hand zerdrückt habe das er tage später noch Erinnerung daran hatte. Und meine Mutter, die um 18.30 dann auch endlich mal da war.. Unser Lleinster hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und hat die schnelle Geburt sehr gut weg gesteckt. Ich hingegen kam mir auch eine Woche danach wie in Trance vor und konnte nicht richtig realisieren das ich so schnell mit so wenig Geburtsschmerzen ein Kind bekommen habe. Ich habe durch die schnelle Geburt, bei der Teile von der Fruchtblase zurück geblieben sind, 1 1/2 Wochen später einen Blutstau gehabt mit Fieber usw. Mit künstlichen Wehen, eingeleitet über einen Tropf wurde nachgeholfen. Erst danach, fast zwei Wochen nach der Geburt, fühlte ich mich nicht mehr benommen und konnte anfangen die Zeit richtig zu genießen..

 

Ich hoffe euch gefällt mein Geburtsbericht. Ich möchte damit niemandem Angst machen vor einer Einleitung oder einen schnellen Geburt. Aber es gibt viele Frauen die sich danach wie ich gefühlt habe. Das ist nichts schlimmes und nur weil man nicht stunden- oder sogar tagelang in den Wehen lag oder unendlichen Schmerzen hatte, kann eine so heftige schnelle Geburt auch sehr traumatisch sein..

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Auf die Plätze, fertig - los geht es

Mein kleiner aber fixer Geburtsbericht. Meine Tochter ist jetzt bereits  3 Jahre alt. Und auch wenn die Schmerzen der Geburt schon nach wenigen Minuten vergessen waren, das Erlebnis hat sich fest in meine Gedanken gebrannt - und das ist auch gut so. Am Tag der Geburt meiner Tochter hätte ich nämlich im Leben nicht damit gerechnet, sie noch am selben Tag in meinen Armen halten zu können.

 

Auf die Plätze, fertig - los geht es

Der Morgen war ein ganz gewöhnlicher Morgen. Ich schlief aus, ich ging eine kleine Runde mit dem Hund spazieren und machte mich ein wenig zurecht. Meine Hebamme kam zu einem ganz normalen Vorsorgetermin vorbei. Nichts besonderes also. Bis zur Geburt waren noch gut 14 Tage Zeit, ich war also die Ruhe in Person. Ich kochte Kaffee und Tee und deckte den Tisch für den Besuch. 

Als meine Hebamme bei uns ankam, quatschen wir zunächst ein wenig über mein Wohlbefinden. Später legte ich mich zur Untersuchung auf die Couch, alles bereits reine Routine. Während ich also gemütlich mit frei liegendem Bauch auf der Couch lümmelte, wusch sich meine Hebamme die Hände. Sie trat zu mir ins Wohnzimmer und hielt plötzlich mitten im Satz inne. Mit der Untersuchung hatte sie noch gar nicht begonnen, sie stand noch einige Meter entfernt von der Couch. "Nimm deine Kliniktasche und fahr ins Krankenhaus", war alles was sie sagte. Ich war zunächst irgendwie leicht verwirrt. Es stellte sich heraus, dass sie auch aus einigen Metern Entfernung sehen konnte, dass mein Bauch eckig wurde. Laut ihrer Aussage hatte ich verdammt starke Wehen. "Merkst du denn gar nichts?" war die Frage. Naja ich hatte ein wenig Rückenschmerzen, aber an sich nichts neues. Die Fruchtblase war nicht geplatzt. 

Nachdem ich 20 Minuten erstmal meinen Mutterpass gesucht hatte - ja, ich hatte ihn scheinbar verlegt, ging es dann auch los ins Krankenhaus. Wir kamen auch ziemlich schnell an die Reihe. Es wurde einiges getestet, ich durfte ans CTG (in meiner Schwangerschaft bereits gefühlt das 100. mal) und es wurde geprüft, ob ich Fruchtwasser verliere. Allerdings war bei mir alles im grünen Bereich. Ich verlor kein Fruchtwasser und auch meine Wehen hatten sich wieder gelegt. Das könnte noch dauern hieß es.

Da bleiben sollte ich dennoch. Ich war mit meinen 21 Jahren wohl (laut Aussage der Hebammen) ziemlich jung, außerdem sei es mein erstes Kind. Im Krankenhaus bleiben kann also nicht schaden. Sollte sich über Nacht nichts ändern könnte ich auch nochmal nach Hause fahren. Super, ich kuschelte mich also ins Krankenhausbett und begann fröhlich zu lesen.

Währenddessen forderte ich Essen an - verdammt ich hatte Hunger! Mein Frühstück  bzw. Mittagessen musste schließlich etwas unsanft abgebrochen werden. Und so saß ich einige Stunden im Krankenhaus und aß so vor mich hin. Bis ich auf die Toilette musste. Als ich aufstand sammelte sich unter mir eine riesige Pfütze Blut. Also rief ich die Schwester. - Und man glaubt es kaum, ich durfte wundervolle 30 Minuten wieder am CTG liegen. Auch die stärkeren Wehen waren zurückgekehrt. Es war zwar nicht schmerzhaft aber so langsam wurde es wirklich unangenehm. Als die dortigen Hebammen auf das VTG schauten gaben sie allerdings wieder Entwarnung, aber man wolle mal nach meinem Blutverlust schauen.

Also lief ich, das erste mal in meinem Leben, in einen Kreißsaal. " BVB oder Schalke Fan?" wurde ich gefragt. Wie bitte!?! Die Hebamme lachte: "Wir haben einen blauen und einen gelben Kreissaal, irgendeinen Wunsch?". Lachend wanderten wir in den gelben Kreissaal. Dort sollte ich erstmal stehen bleiben, damit das Kind auch schön im Becken liegt, und man schauen kann was los ist. Als stand ich nun im Kreissaal herum. Trank ein wenig Wasser und schaute aus dem Fenster. Irgendwann wurde es dann doch verdammt unangenehm und ich musste mich hinsetzen. Da kam auch schon eine Hebamme um nachzuschauen. Nach einem kurzen Blick auf die untere Gegend sagte sie humorvoll "also ich hab gleich Feierabend, aber das schaffen wir noch, ihr Baby kommt - jetzt". Super dachte ich mir. Und gleich darauf ging es auch wirklich heftig los. Ich glaube, die Frauen in den anderen Kreißsälen konnten mich fluchen hören. Irgendwann dachte ich mir nur noch "ich muss jetzt pressen". Auch wenn die Hebammen anderer Meinung waren, ich wollte pressen! Also hieß es los pressen, und tatsächlich - ich lag schon in den Presswehen. Trotz anderer Aussage der Hebammen. Teilweise habe ich so viel gepresst, dass ich tatsächlich Sternchen gesehen habe. Ich hatte keine Schmerzmittel oder anderes, also ja ich habe die volle Geburt mitbekommen und gefühlt, wie mein Engel die Welt betrat. Und es war wunderschön. Knappe 10 Minuten habe ich gepresst. Dann war sie da, meine pure Liebe.  Während ich genäht wurde, lag sie auf meinem Bauch. Ich bin froh, dass ich nur "einige Macken" davon getragen habe. 

Wie lange ich im Kreissaal war? Eigentlich dürfte ich das wohl gar nicht sagen, weil Mamis, die eine lange Geburt und lange Wehen "ertragen" haben, mich jetzt wohl böse anschauen werden. Ich bin in den Kreissaal alleine hineingelaufen - und wurde eine Stunde später mit Baby wieder hinausgeschoben. 

 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nach der Geburt habe ich mich einfach wie auf Wolke sieben gefühlt, nachdem meine kleine Tochter geboren war, waren meine ersten Worte "Gib' sie mir". Ich musste allerdings warten, bis die Nabelschnur durchtrennt war. Doch dieses Glücksgefühl war nicht das einzige, was ich gefühlt habe.

Als meine Kleine weinte, wusste ich nicht, was sie eigentlich wollte. Ich legte sie an die Brust an und mein Schatz fing an zu trinken. Man sollte meinen, ich war total stolz, aber eigentlich hatte ich die ganze Zeit Angst, etwas falsch zu machen. Drei mal rief ich die Schwester in mein Zimmer, damit sie sich anschauen kann, ob meine Tochter auch richtig an der Brust liegt. Ich war verkrampft und hatte Angst, sie würde an der Brust ersticken weil vielleicht ihre Nase nicht frei war. Also machte ich ihr immer genug Platz zum Atmen. Schon bald taten mir meine Brust, meine Arme und mein Rücken weh. Vor allem, da ich wahrscheinlich am Anfang vollkommen falsch saß und verkrampft war. Als mein Baby schlief, betrachtete ich sie voller Glück. Doch ja, ich legte sie in ihr Beistellbettchen. Man glaubt es kaum, aber so eine Geburt ist anstrengend. Ich rief ebenfalls die Nachtschwester, damit sie die Kleine für ein paar Stunden mitnimmt. Das ist einer der Vorteile von den Tagen im Krankenhaus. Ich wollte irgendwann einfach nur noch schlafen. Auch wenn "meine" Geburt ziemlich schnell vorbei war, ich war vollkommen erschöpft. In der ersten Nacht rief ich zwei mal nach der Nachtschwester, ich brauchte Schmerztabletten für die Nachwehen - niemals hätte ich damit gerechnet, dass die so weh tun würden. Sie brachten mich um den Verstand, beinahe mehr als die richtigen Wehen bei der Geburt.

 

Ich persönlich empfand die Geburt als etwas so unglaublich wundervolles. Die Zeit seit meine Tochter geboren wurde, ist unersetzlich. Wunderschön und emotional, ja auch noch jetzt, 3 Jahre später.

 

Carina

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Traumgeburt am 24.8.17 

 

Mein errechneter Entbindungstermin war der 19.08.17, so saßen mein Mann und ich wir da und warteten und warteten, von seinem Urlaub blieben immer weniger Tage über. An Tag et +3 dachten wir wirklich, unsere ist die Erste, die für immer drin bleibt!

 

Aber nein, auch wir durften eine gefühlte Ewigkeit später unsere Maus in den Armen halten. 

Wir wussten nämlich schon seit der 13 ssw, dass es ein Mädchen wird. 

 

Am 23.8.17 ging ich wie immer um 21:00 Uhr ins Bett. Ich merkte da jedoch ein leichtes Ziehen im Unterleib, da ich aber jeden Abend, bei jedem zuperl dachte: „Jetzt gehts aber los!“, nahm ich meinen Körper irgendwie nicht mehr ganz so ernst und verließ mich ganz auf die Aussagen: „Du wirst merken, wenn es los geht!“

 

Um 23:00 Uhr wurden die regelschmerzartigen Kontraktionen heftiger und regelmäßiger, mit Hilfe einer App konnte ich die Abstände messen. Diese waren aber noch sehr unregelmäßig. 

Um meinen Mann nicht zu stören, da einer ja fit sein musste, verzog ich mich auf das Sofa und dämmerte so vor mich hin. Die Abstände blieben bis am nächsten Tag gegen 11:00 Uhr unregelmäßig. 

Aber dann, oh je, kam die Steigerung, ok, jetzt wusste ich, wozu diese ganze Veratmungsübungen gut sein sollten. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass seien richtige Wehen, weil sie mich sogar in die Knie zwangen. Und da wusste ich: Jetzt ist der Zeitpunkt da, an dem wir losfahren sollten. 

Nach einer sehr schmerzhaften Autofahrt waren wir um 11:45 Uhr im Krankenhaus. 

Wir kamen gleich dran, nach CTG und vielen Veratmungen, zu meinem erschrecken, hat sich nichts getan! Was?

Auch wir sollten erstmal zwei Stunden spazieren gehen. Das war mein absoluter Horror, denn ich hasse warten!

Als wir zurück kamen, hieß es, es hat sich um 1 cm etwas getan, aber wir könnten ruhig nochmal nach Hause fahren. Das dauere sicherlich noch bis zum nächsten Tag. 

Nein, seid ihr wahnsinnig, dachte ich!

Da war ich absolut dagegen. Also bekam ich ein Zäpfchen und ein Zimmer angeboten und sollte um 17:00 Uhr zum ctg wieder kommen. 

 

Bis 16:30 Uhr habe ich es ausgehalten, mehr ging nicht. Auch während des ctg's hatte ich sehr starke Wehen für mein Empfinden. Allerdings zeigte das blöde Ding nichts an!

Die Wehen wurden immer stärker, um 18:00 Uhr hatte endlich eine Hebamme Zeit für uns. 

Diese war eine "vom alten Schlag " und war sehr liebevoll und streng, würde ich sagen. 

Nach der Untersuchung war mein Muttermund bei 6 cm und sie meinte, dass wir heute noch Eltern werden! Oh mein Gott, 

der schönste Satz in meinem Leben!

 

Jetzt begann die Austreibungsphase und diese war so richtig fies! Der Kleinen ging es aber wunderbar - die Herztöne waren stabil und sie kämpfte so toll mit. 

Um ca. 19:30 Uhr begannen die Presswehen. Diese waren wirklich sehr schmerzhaft und ich dachte mein Beckenboden verreist es gleich. Aber da konnte ich gut mitarbeiten und eben pressen! Immer wieder war das Köpfchen kurz zu sehen und dann wieder weg. 

Ich lag seitlich auf der Liege und mein Mann hielt meine Hand. 

Es war eine ruhige und entspannte Atmosphäre und ich wimmerte vor mich hin, getröstet von meinem Mann und der Hebamme, die mir ein Schmerzmittel anhängte (was einfach Kochsalzlösung war, das hab ich aber erst am Schluss durch meinen Mann erfahren, der das auf der Flasche gelesen hatte). 

Dann um 20.21 Uhr kam unser Wunder auf die Welt! Das schreien blieb leider aus, da die kleine Maus sehr viel Fruchtwasser geschluckt hatte bei der langen 

Austreibungs- und Pressphase. 

Sie war das Schönste was wir je gesehen haben! Diesen Satz sagen wirklich alle, aber begreifen tut man ihn erst, wenn man es wirklich erlebt hat. 

Da in dieser Nacht 16 weitere Babys die Welt erblickten, waren wir, nachdem ich versorgt wurde und die Kleine für gesund befunden wurde, drei Stunden alleine im Kreißsaal. Die Hebammen und Schwestern hatten einfach keine Zeit mich ins Zimmer zu bringen und so genossen wir diesen magischen Moment zu dritt und ich konnte intuitiv stillen ohne irgendwelche Tipps oder fremde Hände. 

Wir waren die glücklichsten Menschen auf der Welt und sind es heute noch!

 

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Ich heiße Laura, bin 22 Jahre jung…

 

und habe am 13.7.2016 meine wunderschöne Tochter Amelie zur Welt gebracht. Ich hatte gegen Ende der Schwangerschaft leider einige Probleme und musste daher für ein paar Wochen ins Krankenhaus. Meine Muttermund hat sich bereits in der 35 ssw geöffnet und mein Mutterhals hat sich verkürzt. Ich habe viele Medikament bekommen, dass die kleine Maus noch etwas drin bleibt. In der 38 ssw durfte ich dann endlich wieder nach Hause. Drei Tage später ging ich am Abend gegen 22 Uhr ins Bett. Ich habe noch ein Buch gelesen wollte dann nur das Nachtlicht ausmachen und dann passierte es, es lief auf einmal und ich dachte ich pinkele gerade ins Bett. Ich bin dann schnell aufs Klo gegangen doch es hörte nicht auf! Da war mir klar, dass die Fruchtblase gerissen ist. Da war ich da sofort total aufgeregt hab nach mein Freund gerufen und ihm gesagt, dass es los geht. Dann haben wir uns angezogen, er hat sich die Taschen geschnappt und wir sind dann direkt ins Krankenhaus gefahren. Meine Lieblings-Krankenschwester, die ich schon vom Aufenthalt kannte hat uns in Empfang genommen. Als erstes ging es zu CTG. Er hat schon leichte Wehen aufgezeichnet und danach wurde ich untersucht. Mein Muttermund war bereits 3 cm geöffnet und ich bekam schon leichte Wehen. Dann durften wir uns einen Kreißsaal aussuchen, da alle frei waren. Ich habe mich natürlich für den mit der Wanne entschieden, weil ich gerne unter den Wehen dort rein wollte. Als die Wehen mehr wurden, wurden mir Medikamente angeboten jedoch wollte ich erstmal ohne weiter machen. Als die Wehen dann nach zwei bis drei Stunden immer stärker wurden, wollte ich dann doch Medikamente haben. Die Hebamme hat mich an einen Tropf gehangen und meinte, dass es wahrscheinlich nicht mehr lange dauern kann bis die kleine Maus kommt. Und so war es dann auch. 

 

Ich hatte sehr starke Schmerzen und nach langen Wehen war es soweit: ich bekam Presswehen. Jedoch wusste ich in dem Augenblick nicht, dass es welche waren. Ich meinte zur Hebamme, dass ich mal aufs Klo muss, groß. Sie sagte "Jetzt geht's los Laura! Nicht mehr lang, dann hast du deine Maus!" Bei der nächsten Presswehe sollte ich drücken. Aber so komisch wie es sich auch anhört, hab ich mich irgendwie nicht getraut. Ich hatte keine Angst vor den Schmerzen, ich habe mich einfach nicht getraut. Aber dann hat sie nochmal gesagt, dass ich pressen soll was das Zeug hält und das habe ich dann auch. Ein paar Mal pressen später, kam unsere kleine Amelie Marie mit 50 cm und 2860g um 06:05 Uhr auf die Welt. Es war für mich so befreiend, als sie endlich auf meiner Brust lag. Ich hab nur noch geweint und gezittert. Endlich sind wir eine Familie. Endlich bist du bei uns. Amelie und mir ging es sehr gut. Sie hatte keine Start-Probleme und ich musste nicht genäht werden oder sonstiges. Nun ist sie schon 1 Jahr und 5 Monate alt und hält uns schön auf Trab.

 

Laura

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Am 22.11.2016 war der ET…

 

…aber da unser Mäusschen noch nicht kommen wollte, hatten wir einen Frauenarzt Termin. Dort angekommen wurde ich untersucht und meine Werte waren nicht so gut, da ich ein paar Wochen zuvor ins Krankenhaus musste wegen Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung, sollte ich an dem Abend noch ins Krankenhaus. Dort angekommen wurde nochmal alles angeschaut und der Muttermund war schon durchlässig und etwas Fruchtwasser ging auch schon ab. Die Ärzte entschieden am nächsten Morgen mit Tabletten einzuleiten. In der Nacht hatte ich schon oft einen harten Bauch, aber konnte trotzdem sehr gut schlafen. Um 08:00 Uhr sollte ich dann in den Kreißsaal und habe ein Stück von der Tablette bekommen und sollte dann noch 1 Std am CTG bleiben. In der Zeit kam auch mein Mann. Wir waren viel spazieren im Park und nach dem Mittagessen blieben wir im Zimmer und haben versucht zusammen auf dem Bett zu schlafen, was wirklich schwer war mit dem Bauch und dem angefutterten Bäuchlein meines Mannes. Die Wehen wurden regelmäßig und ich konnte sie nur noch im Stehen veratmen. Ich lief im Zimmer herum und mein Mann lag im Bett und schaute fern und stoppte die Wehen. Es war schon 18:00 Uhr und es tat ordentlich weh und ich tönte vor mich hin. Um 18:30 Uhr sollten wir wieder in denn Kreißsaal. Der Muttermund war schon 4 cm und den Schleimpfropf hatte ich auch schon verloren. Wir hatten eine so tolle Hebamme. Sie hat mich ganz alleine machen lassen, so wie es mir gut tat. Es war so, als ob sie nicht da war und das wollte ich auch alles alleine machen. Sie sagte mir, dass wir jetzt die Fruchtblase aufmachen und die Kleine bald da ist. Das war sehr unangenehm und der Schwall blieb weg, weil der Kopf schon sehr tief lag. Ich stand dann wieder hängend an meinem Mann und tönte vor mich hin. Um 19:00 Uhr fragte mein Mann mich "Was glaubst du, wann ist sie da?" Ich meinte so um 20:00 Uhr, aber wer weiß schon wie schnell oder langsam das alles dauert.

 

Um 19:30 Uhr wurde nochmal der Muttermund kontrolliert. "8 cm, bald haben sie es geschafft“. Ich muss sagen, die Wehen Schmerzen fand ich dieses mal nicht so schlimm, wie beim ersten Mal. Ich kniete auf einer Matte, weil ich so müde vom Stehen war und plötzlich durchzog mich so ein Drang durch meinen Körper und ich drückte etwas mit. Dann wollte ich aufstehen und ich hängte mich wieder an denn Nacken vom meinem Mann und meinte „Ich muss pressen!“ 

"Nein noch nicht!“, sagte die Hebamme, aber da war ich schon dabei und dann ging es ganz schnell. Die Hebamme hinter mir auf dem Boden: in einer Hand hielt sie den CTG Kopf am Bauch und in der anderen Hand das Telefon. "Es geht los!“ und bei dem Satz war der Kopf da und die Ärztin kam ins Zimmer (das hat mein Mann mir so erzählt). Dann hockte auch die Ärztin unter mir und musste etwas rumfummeln, weil sich eine Schulter etwas "verhakt" hatte. Beim nächsten Pressen war sie dann da! Um 20:13 Uhr mit 3080g und 53 cm groß - unsere Paula. Die Ärztin hat sie aufs Bett gelegt. Mein Mann schnitt die Nabelschnur durch und ich schaute mir mein Mäusschen an. Ich habe sie gestreichelt und noch mal selber geguckt, ob es wirklich ein Mädchen ist. Dann legte ich mich aufs Bett und holte mir die Kleine hoch und wir kuschelten und genossen die erste Zeit. Für mich war das eine Traum-Geburt.

 

Svetlana

 

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Nun war es soweit zwei Tag vor dem eigentlichen Termin.

 

Es fing an mit Unterleibsschmerzen, als würde ich meine Tage bekomme. Da es unser erstes Kind war, war ich sehr unsicher und rief beim Frauenarzt an. Die nette Arzthelferin meinte nur: "Das sind Wehen. Sie haben ja nur noch zwei Tage bis zur Geburt wir wünschen ihnen eine schöne und angenehme Geburt.“ Okay dachte ich und jetzt? Gut, ich bin dann Treppen gelaufen also hoch und runter, abends bin ich dann in die Wanne gegangen. Die Wehen wurden stärker und der Abstand wurde kürzer. Also sind wir ins Krankenhaus gefahren. Da wurde ich dann direkt ans CTG angeschlossen und untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Muttermund schon 5 cm offen war. Somit musste ich dann da bleiben. Die wehen hingegen wurden leider wieder schwächer. Mitten in der Nacht um ca. 05:00 Uhr wurden sie dann wieder stärker, also wieder in den Kreissaal und wieder ans CTG. Die Hebamme war sehr motiviert und meinte, dass das ein guter Tag ist, um Geburtstag zu feiern. Also haben wir uns schon gefreut, dass es heute so weit ist. Da der Muttermund sich nicht verändert hat, wurde ich nochmal auf die Station geschickt. Dort kam mir mein Frauenarzt entgegen und meinte noch, was ich denn schon hier machen würde. Ich habe ihm dann alles berichtet und das mein Baby Boy und auch ich einen Nierenstau hatten. Er hat sich dann mit dem Arzt und den Schwestern zusammengesetzt und entschieden, dass ich eingeleitet werde. Gesagt getan: Also wieder runter in den Kreissaal. Ich wurde mit Hilfe von Tabletten eingeleitet, was wir gegen Mittag leider abbrechen mussten, da es zu viele Geburten gab und zu wenig Hebammen. Ich war mittlerweile echt genervt und sauer. 

 

Ich bin dann am Freitag um ca. 09:00 Uhr wieder runter in den Kreißsaal gegangen. Die Wehen waren kaum da und der Muttermund war auch unverändert. Also begann alles wieder von vorne mit der Einleitung: Immer eine Tablette, eine Stunde CTG und dann laufen, laufen und laufen. Aber das half alles nicht wirklich. Also haben sie sich dazu entschieden, einen Einlauf zu legen. Der sollte wohl Wunder bewirken. Tja, was sollte ich sagen, das tat er auch und ich hatte danach Wehen. Doch leider war der Muttermund unverändert und ich bin wieder auf mein Zimmer gegangen und habe versucht ein bisschen zu schlafen. So gegen 22:00 Uhr hörte ich ein Knacken im Bauch und ich musste dann zur Toilette. Ich habe dann eine Schwester gerufen. Die hat mich wieder in den Kreissaal gebracht. Dort wurde dann festgestellt, dass ich einen Blasensprung hatte. Die Wehen wurden dann immer heftiger. Ich bin dann nochmal in die Wanne gegangen. Dadurch wurden die Schmerzen nur noch schlimmer. Ich habe mich so ca. gegen 3:00 Uhr dann für die PDA entschieden, weil ich es nicht mehr geschafft habe. Ich war bis zu dem Zeitpunkt fast vier Tage wach und hatte keine Kraft mehr.

Leider war der Muttermund immer noch nicht weit genug offen -also hieß es weiter warten. Ich habe dann noch ein Wehenhemmer bekommen, weil wir gesehen haben, dass immer wenn ich Wehen hatte, die Herztöne runtergingen. 

 

Ich habe dann endlich ein bisschen geschlafen und bin so ca. gegen 9:00 Uhr wieder wach geworden, weil das CTG gepiepst hat wo wir mit erschrecken festgestellt haben, dass die Herztöne von meinem Baby Boy weg waren. Relativ schnell wurde festgestellt, dass er hochgerutscht war und ein Notkaiserschnitt gemacht werden musste. Dann ging alles schnell und ich wurde vorbereitet. Mein Partner wurde umgezogen, ich habe Medikamente bekomme und schwups lag ich da und hörte Baby Boy endlich schreien! Ich war so erleichtert, dass es ihm gut ging und gleichzeitig auch so erschöpft und auf einmal waren wieder alle weg. Ich wurde dann kurz darauf zu ihm in den Kreißsaal gefahren, wo uns dann erklärt wurde, dass Baby Boy einen echten Knoten in der Nabel Schnur hatte und der sich immer zugezogen hatte, wenn ich Wehen hatte und das dann die Sauerstoffzufuhr weg war und deswegen seine Herztöne weg waren. Aber Baby Boy geht es super er hat keine bleibenden Schäden davon getragen. Wir sind überglücklich und dieses kleine Wunder hat alles wieder gut gemacht.

 

Tasja

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