Beiträge zum Thema: Schwangerschaft

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Happy Baby - NO ALKOHOL - Wir stellen vor

 
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KEIN ALKOHOL in der Schwangerschaft – das ist unsere Botschaft für gesunde und glückliche Kinder. Was viele nicht wissen: Schon ein Glas Alkohol kann fatale Folgen für das gesamte Leben des Kindes haben. Alkohol ist ein Nervengift und verhindert die Zellteilung des ungeborenen Kindes. Je höher der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, umso gravierender die körperlichen und/oder geistigen Schädigungen des Kindes. Fetales Alkoholsyndrom (FAS) nennt man diese irreversiblen Behinderungen. Jedes Jahr werden 10.000 Babys mit FAS in Deutschland geboren.  Das macht fassungslos. Das muss endlich aufhören. Schließlich ist FAS zu 100 Prozent vermeidbar - einfach mal neun Monate keinen Alkohol trinken.

Fakt ist, dass viele Menschen nicht wissen, was genau Alkohol im Mutterleib anrichtet. Denn 58% der Schwangeren greifen zu Sekt, Wein, Bier oder Schnaps, ohne die Folgen für ihr Baby vor Augen zu haben. Luca weiss aber, was die Folgen des Alkoholkonsums sind. Luca hat FAS. Er leidet sehr darunter. Wie alle FAS-Betroffenen. Es macht ihn wütend, dass es FAS überhaupt gibt. Als Luca sagte, „schreib’ drüber, sonst gibt es immer mehr wie mich“, haben wir ihn beim Wort genommen und die Aufklärungskampagne HAPPY BABY NO ALCOHOL ins Rollen gebracht.

KEIN ALKOHOL in der Schwangerschaft - das Thema geht uns alle an. Wir tragen alle die Verantwortung, dass unsere Kinder einen gesunden und glücklichen Start ins Leben bekommen. Jeder sollte sich mit der Thematik auseinander setzen, damit die falsche tradierte Vorstellung von wegen „ach, ein Gläschen schadet doch nichts“ endlich aus den Köpfen der Menschen verschwindet. Gemeinsam und mit einer flächendeckenden Aufklärung werden wir das Ziel erreichen, FAS zu stoppen.

 

WAS BEDEUTET FETALES ALKOHOLSYNDROM?

Medizinisch korrekt wird von Fetal Alcohol Spectrum Discorder, kurz FASD, gesprochen – zu deutsch: Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen. Dazu zählen alle körperlichen wie neurologischen Schädigungen des ungeborenen Babys; hervorgerufen durch Alkoholgenuss während der Schwangerschaft. Liegen Beeinträchtigungen in beiden Bereichen vor, handelt es sich um das Vollbild FAS. Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es insgesamt 419 Symptome von FAS mit begleitenden Erkrankungen oder Störungen.

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WAS MACHT DER ALKOHOL?

Alkohol ist ein Nervengift, das alle Zellen, somit die Zellteilung und Organsysteme schädigen kann. Welche Schädigungen hervorgerufen werden, ist davon abhängig, wann, wie lange und wieviel die Mutter getrunken hat. Das Gehirn als Aufbauorgan reagiert am stärksten auf die toxische Wirkung des Alkohols, da sich die Hirnreifung über die gesamte Schwangerschaft vollzieht. Hat die Zellteilung an einem Tag nicht richtig funktioniert, dann fehlt dieser Entwicklungsschritt. Die Schädigung ist irreparabel.
Abgesehen davon, dass Alkohol ungebremst durch die Plazenta zu dem ungeborenen Kind fließt, ist auch die Leber des Embryos noch nicht ausgebildet. Das bedeutet, dass das Embryo den Alkohol nicht wie ein erwachsener Organismus abbauen kann. Angenommen, die Mutter hat einen Alkoholspiegel von 0,8 Promille, dann ist bei ihr der Alkohol nach acht Stunden wieder abgebaut. Das Embryo hingegen schwimmt drei Tage im Alkohol, bis dieser endgültig abgebaut ist.

 
 
Dagmar Elsen
Journalistin, Buchautorin, Pressefotografin, Bloggerin, 
Initiatorin der Kampagne „HAPPY BABY – NO ALCOHOL” und Mutter zweier Kinder

 

Es wird häufig argumentiert, dass doch gar nicht immer etwas passiert, wenn die Mutter mal ein oder zwei Gläser getrunken habe. Das lässt sich nicht bestreiten. Es muss nicht etwas passieren, kann aber. Nur: Keiner kann vorher wissen, wann es passiert.
Das liegt auch daran, dass viele weitere Umstände eine Rolle spielen. Wie hoch ist der Stresspegel der Schwangeren? Wie ernährt sie sich? Wie viel hat Sie vorher gegessen? Wie gut ist die Fähigkeit der mütterlichen Enzyme den Alkohol abzubauen? Wie alt ist die Mutter? – denn mit dem Alter sinkt die Fähigkeit den Alkohol abzubauen, weil sich unter anderem auch das Verhältnis von Körperfett und Körperwasser verändert. Erwiesen ist: Ab 30 Jahren verfünffacht sich das Risiko der Schädigungen, wenn die Schwangere Alkohol trinkt.
Wer die Risiken in Kauf nimmt und trotzdem trinkt, spielt eindeutig Russisches Roulette.
Entwarnung kann nur für die ersten vierzehn Tage nach der Befruchtung der Eizelle gegeben werden. Die Natur verfährt sozusagen nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Ist die Eizelle in diesem frühen Stadium durch Alkohol stark geschädigt, nistet sie sich nicht in der Gebärmutter ein und wird, in aller Regel mit der nächsten Blutung, unbemerkt abgestoßen.

 

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WORAN ERKENNT MAN FAS?

Körperliche Beeinträchtigungen sind am einfachsten zu erkennen: Ist das Kind beispielsweise auffällig klein und leicht, hat es eine schmale Oberlippe, fehlt die Lidspalte, ist der kleine Finger verkürzt, fehlt das Philtrum (die Rinne zwischen Nase und Oberlippe), ist der Kopfumfang vermindert, ist der mittlere Teil des Gesichtes abgeflacht? Liegen Herzfehler, Fehlbildungen an den Ohren, Störungen der Nierenfunktion vor? Hat es grobe motorische Defizite? Sind epileptische Anfälle zu beobachten?
Handelt es sich um neurologische Schäden, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, oder ist die Intelligenz vermindert, wird die Diagnose schwieriger. Je nachdem, um was es sich handelt, kann, muss dies nicht, bereits im Kleinkindalter auffallen.

 

DIE HÄUFIGSTEN VORKOMMNISSE

In der Regel der Fälle ist unbekannt, ob die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat, weil es sich um Pflege- oder Adoptivkinder handelt. Diese Kinder haben per se mit Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten zu kämpfen. In welchem Maße, ist davon abhängig, mit welchem Alter sie in ihre neue Familie gekommen sind und welche traumatisierenden Erlebnisse sie hatten. Zu guter letzt spielt auch der Umstand eine Rolle, ob es sich um eine Auslandsadoption mit den damit einhergehenden kulturellen Unterschieden handelt.
In den genannten Zusammenhängen können die daraus resultierenden Auffälligkeiten deckungsgleich zu FASD sein. Es ist deshalb wichtig, die Kinder genauestens zu beobachten, in welcher Form sich Symptome äußern, in welcher Intensität und welchem Kontext sie zu weiteren Verhaltensmustern oder Begebenheiten stehen.
Intellektuelle Defizite zeigen sich vor allem im logischen Denken. Abstrahieren fällt den Kindern schwer, ebenso das Erkennen von Sinnzusammenhängen. Um so schwieriger ist es für sie, Regeln zu lernen und diese einzuhalten. Fast immer ist die Konzentrationsfähigkeit vermindert. Sie sind oft nur für kurze Zeit aufmerksam und lassen sich schnell selbst von Kleinigkeiten ablenken. Deswegen fällt es ihnen schwer, Aufträge bis zum Ende auszuführen und Verabredungen einzuhalten.
Die Frustrationsschwelle von Kindern mit FAS ist äußerst niedrig, Wut und Ärger schwer für sie zu kontrollieren. Sie sind sehr risikobereit, aber ohne die Gefahren richtig einschätzen zu können. Und: Sie lernen schlecht aus gemachten Erfahrungen.
Auffällig an Kindern mit FAS ist ihre hohe Hilfsbereitschaft. Da sie aber auch leichtgläubig, naiv, vertrauensselig sind, lassen sie sich leicht verleiten. Sie geraten schnell in unangenehme Situationen und sind sich der Folgen ihres sozialen Handelns nicht bewusst.

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DIAGNOSTIK

Die wichtigste Information zuerst: Wird FAS frühzeitig erkannt, ist die Chance am größten, die Auswirkungen der Behinderungen und Beeinträchtigungen durch individuelle, langfristige Hilfeplanungen und Beratungen möglichst gering zu halten. Ausserdem kann dadurch allen Beteiligten viel Frustration und Stress erspart werden.
Optimal ist, wenn alle, von den Eltern über die Hebammen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnnen, klinisch tätige oder niedergelassene Ärztinnen und Ärzte der Gynäkologie, der Kinder- und Jugendmedizin, einschließlich der Schwerpunktgebiete Neonatologie, Intensivmedizin, Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, der Allgemeinmedizin und des öffentlichen Gesundheitsdienstes sensibilisiert sind.

 

 

Botschafterin und Frauenärztin Dr. Elena Leineweber


Erst durch die Aufmerksamkeit und Kooperation aller kann gewährleistet werden, dass Risikokinder eine adäquate Diagnostik und Therapie erhalten.
Seit 2013 gibt es die sogenannte S3-Leitlinie, die einheitlich und wissenschaftlich basierte Kriterien zur Erkennung von FAS gelistet hat. Erarbeitet wurde diese von einer Kommission aus Fachleuten der Kinderheilkunde, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Hebammen, Vorsitzenden von Fachgesellschaften und Elterninitiativen, dokumentiert von Dr. Mirjam Landgraf und Professor Dr. Florian Heinen, mit gesamter Unterstützung der Bundesregierung (einzusehen unter www.awmf.org).

 

Hier könnt ihr euch noch weiter informieren:

http://www.happy-baby-no-alcohol.de

 

 

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10 Mütter im Interview - Wie lang hat es bei euch gedauert, bis ihr schwanger wurdet?

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„Gut 1,5 Jahre.“ (Anne W.)

 

„Da ich Gesundheitlich vor meinem Kinderwunsch alles abgeklärt hatte und ich so mit ruhigen gewissen starten konnte hat es im 4. Übungszyklus geklappt.“ (Victoria M.)

 

„Wir waren noch nicht lange zusammen aber es war klar das, dass bei uns passt und wir Seelenverwandt sind, klingt total kitschig. Hab die Pille nicht genommen und naja Kondom rausholen war in dem Moment nicht wirklich als Gedanke oder Handlung vorhanden. Also Wir haben es irgendwie schon drauf angelegt.“ (Janine B.)

 

„Da es ein Versehen war, kann ich es nicht einschätzen. Aber scheinbar ging es ziemlich flott.“ (Emine A.)

 

„Gedauert hat es bei uns 11 Monate nach dem absetzten der Pille. Leider hat mein Körper alleine 8 Monate gebraucht um überhaupt wieder in Einklang zu kommen und einen Eisprung zu haben. Aber danach ging es relativ schnell.“ (Julia B.)

 

„Einen Monat nach Absetzen der Pille.“ (Seyda A.)

 

„Beim ersten leider fast 2 Jahre. Das zweite ging dann mit ein paar Tricks schneller.“ (Susanne B.)

 

„Es hat ein paar Monate gedauert, es war genau 5 Monate nachdem ich die Pille abgesetzt habe. Ich war rasch wieder Schwager und hatte somit keinerlei Probleme.“ (Marie G.)

 

„Wir haben 1 Jahr geübt. Rafael war ein absolutes Wunschkind.“ (Verena K.)

 

„Unser erstes Kind kam nach einem Jahr "üben", das zweite Kind nach 5 Jahren (wir hatten schon die Hoffnung aufgegeben...) und das dritte Kind hat sich angekündigt als das zweite gerade einmal neun Monate alt war (ich dachte, Nr. 3 wird auch 5 Jahre brauchen, denkste).“ (Daniela F.)

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Fetales Alkoholsyndrom - Das unsichtbare Handicap - Donnerstagsblogserie

 

Luca

 

Ich möchte endlich nicht mehr hören müssen, dass ich verlogen, frech, faul, dumm und aggressiv bin. Das bin ich nicht. Jedenfalls nicht so, wie das alle immer denken. Ich weiß, dass ich so wirke. Das ist schrecklich. Weil deshalb viele Leute nichts mit mir zu tun haben wollen. Das ist auch der Grund, warum ich so schwierig Freunde finde; ganz besonders seit ich so 13 Jahre alt war.

 

Klar habe ich gemerkt, dass irgendwann die anderen in der Schule an mir vorbei gezogen sind. Ich bin ja nicht dumm. Ich habe sehr wohl mitbekommen, dass die immer schneller lernten und auch viel mehr lernten als ich. Aber nicht nur das. Bald konnte ich auch bei manchen Gesprächen nicht mehr mithalten. 

 

Erst konnte ich es noch überspielen. Aber immer öfter bin ich aufgeflogen. Die anderen fingen an, Witze über mich zu machen, mich auszulachen. Das war so frustrierend. Ich wurde wütend und aggressiv. Ich fühlte mich so hilflos. Ich wollte doch so gerne weiter dazu gehören.

 

Es war doch auch eigentlich meine Welt. Diese Welt war so schön gewesen, vom Kindergarten bis Ende der Grundschule – es war immer Montessori und international. Ich bin nie ausgegrenzt worden. Die meisten Kinder waren nett, auch die Eltern, vor allem die, mit denen sich meine Eltern angefreundet haben. Die waren ganz viel bei uns zu Hause. Wir hatten einen riesigen Garten mit einem Schwimmbad und einem großen Teich. Wir konnten uns austoben wie wir wollten. Wir durften so hoch klettern wie wir konnten, Frösche fangen, im Schlauchboot paddeln, wir haben Pfeil und Bogen gebaut, Himbeeren und Brombeeren gepflückt, Marmelade gekocht, Kuchen gebacken, in der Erde gebuddelt, Pilze gesammelt, gezeltet und im Kamin Würstchen gegrillt.

 

Unser Leben zu Hause war ziemlich geregelt. Und sehr reizarm, wie meine Mama immer betont hat. Viel Fernsehen durften wir nicht. Das fanden wir, ich habe noch einen Bruder, natürlich doof. Dafür hat Mama jeden Tag vorgelesen. Wir haben viel gebastelt, gemalt, zusammen gekocht, gesungen, getanzt, Musik gehört, ja, und ganz viel Sport gemacht. Mama war fast immer da, wenn wir aus der Schule nach Hause kamen, und hat sich mit uns beschäftigt.

 

Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Ich habe damals beide Sprachen fließend gesprochen. Englisch mochte ich sehr. Ich war einer der Besten im Lesen. Klar, ich hatte Mühe beim Lernen. Ich musste viel wiederholen; auch immer wieder ermuntert werden. Mathe war so gar nicht mein Fach. Das Addieren und Subtrahieren ging irgendwann ganz gut, aber Multiplizieren und Dividieren kann ich logisch bis heute nicht nachvollziehen. Ich konnte aber lernen wie es geht. Das ging vielen anderen auch nicht anders. Deshalb fiel es ja nicht auf, dass ich eigentlich anders war als die anderen.

 

Beim Sport war ich richtig gut. Die Trainer sagten alle immer: „Phantastische Motorik der Junge. Naturbegabung.“ Ich war stolz. Ich lernte alles immer schnell und leicht. Der Tennistrainer hat es mir vorgemacht und ich machte es einfach nach. Er sagte, ich könnte noch viel mehr werden als nur Vereinsmeister. Aber ich hatte ein Riesenproblem: Wenn ich etwas nicht gleich hinbekam, dann war ich schnell wütend. Das wurde dann so schlimm, dass ich mich immer schlechter konzentrieren konnte und die Matches verlor.

 

Vorbei mit der Tenniskarriere. 

 

Fußball habe ich auch so gerne gespielt. Aber nur, wenn es um nichts ging und alle durcheinander spielten. Im Fußballcamp habe ich die Spieltaktik nicht kapiert. Ich wollte immer mit dem Ball alleine durchstoßen. Ich habe den Trainer nicht verstanden, warum er die Nerven verlor mit mir.

 

Nach der Montessori-Schule musste ich in die Förderstufe der Gesamtschule. Es war schrecklich. Alles neu. Alles anders. Alles riesig. So viele Menschen. Ich war in ständiger Panik. Ich wusste überhaupt nicht wohin mit mir. Im Unterricht kam ich nicht mit. Ich bekam eine Extra-Lehrerin. Inklusion nannte sich das. Es half mir nur zum Teil. Außerdem war die Extra-Lehrerin nicht immer da. Ich wurde aggressiv und zog mich immer mehr zurück.

 

Eines Tages, als ich mal wieder die Schule schwänzte, gab es da auf einmal Jugendliche, denen war es egal wie ich war. Die sagten, “komm‘ doch mit” – die streiften durch die Gegend, rauchten, kifften, haben Getränkeautomaten kaputt getreten, im Kiosk Kaugummis geklaut, andere provoziert und sich mit denen geprügelt. Klar hab‘ ich da mitgemacht. Das konnte ich auch. Und endlich hatte ich wieder Freunde.

 

Angst? Ich hatte keine Angst. Vor was auch? Ich fand mich cool. Ich fand es sogar geil, aggressiv zu sein, ich habe ja nicht gewusst, dass das FAS ist. Heute weiß ich, dass mein Hirn diese Gefühle in mir ausgelöst haben. Ich hatte auch Null Gefühl für Zeit und Raum. Ja, wirklich, ich sehe Zeit nur bildlich, zum Beispiel wenn die Eieruhr läuft. Orientierung habe ich auch keine. Wenn ich den Weg nicht kenne, bin ich verloren. Naja, und Gedanken über Konsequenzen, was ich da alles anstellte, machte ich mir nicht. So weit habe ich da gar nicht gedacht. Oft war ich wie im Rausch unterwegs. Es war irgendwie nichts so richtig greifbar für mich. Ich bekam Ärger und Probleme ohne Ende.

 

Dann hat Mama die Reißleine gezogen. Ich kam auf einer Förderschule. Wieder war alles neu, alles anders. Aber wenigstens klein. Es wurde ruhiger. Aber nicht lange. Dann passierte etwas, was mich bis heute in Panik versetzt.

 

Mein damaliger Freund, zumindest dachte ich, es sei mein Freund, überredete mich, ein Mädchen klar zu machen. So hieß das. Eigentlich wollte er sie klar machen. Sie wollte aber nur mit ihm, wenn ich auch Sex mit ihr hätte. Das stimmte, das wusste ich von ihr. Sie war schon länger verknallt in mich. Ich aber wollte das eigentlich nicht. Es fühlte sich falsch an. Ich habe es trotzdem getan, weil mein Freund mich so sehr bedrängt hat. Er hat nicht aufgehört mich zu bedrängen. Ich war unfähig mich zu wehren, nein zu sagen.

 

Also haben wir es getan. Es ging ganz schnell. Es war scheußlich.

 

Ein paar Tage später, ich war mit Freunden unterwegs, rief meine Mama mich an. Die Kripo sei bei uns. Ich solle mit einem Mädchen gegen ihren Willen geschlafen haben.

 

Ich bin sofort nach Hause. Ich war außer mir. Es stimmte ja nicht. Aber so, wie es die Polizei behauptete, klang es ganz anders. Die machten Hausdurchsuchung. Die glaubten mir kein bisschen, die waren knallhart. Ich hatte so Mühe, die Geschichte gut wiederzugeben. Ich war total gestresst. Ein Albtraum. Ich war verzweifelt, wütend, todunglücklich. Mama auch.

 

Und alle haben dem Mädchen geglaubt und nicht mir. Ich wurde als Vergewaltiger beschimpft, gemobbt und verprügelt. Ich habe mich keine Sekunde mehr vor die Tür getraut.

 

Einige Tage später bekamen wir mitgeteilt, dass das Mädchen zugegeben habe, dass es komplett gelogen hatte und jetzt eine Anzeige bekäme wegen Vortäuschens einer Straftat. Da war ich schon längst in einer Klinik. Meine Mama hat mich ganz schnell aus dem Verkehr gezogen. Sie hatte es schon länger geahnt, aber jetzt war ihr endgültig klar geworden: Mit mir stimmt etwas nicht.

 

In der Klinik haben sie aber nichts besonderes feststellen können. Sie sagten, dass das alles mit meiner Vorgeschichte, meinen schrecklichen Erlebnissen und der Adoption zu tun habe. Mama glaubte ihnen nicht. Sie brachte mich in eine andere Klinik, weit weg in Münster. Seitdem weiß ich, dass ich FAS habe. Ich weiß auch noch genau, wie Mama mir erklärt hat, was genau FAS ist. Als sie gesagt hat, dass man es nicht heilen kann, war ich sehr wütend und traurig zugleich.

 

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10 Mütter im Interview - Jetzt einmal ehrlich, was ist das nervigste in der Schwangerschaft?

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„Das absolu jeder denkt er sei der Gandhi der Schwangerschaft und dir Tipps geben will die einfach nur Banane sind.“ (Seyda A.)

 

„Da meine Schwangerschaft nicht komplett ohne Komplikationen verlaufen ist, war das für mich das nervigste, während der Schwangerschaft. Wenn ich jetzt darüber nachdenke fällt es mir echt schwer was Nerviges zu finden, weil ich jetzt sehe "wofür" ich das alles gemacht habe. Jetzt würde ich sagen, dass mir Mett, Salami und Leberwurst gefehlt haben.“ (Anne W.)

 

„Das nervigste für mich in der Schwangerschaft war die Dauer. Die letzten 6 Wochen wo man dann in Mutterschutz ist haben sich so gezogen und ich fand es einfach nur mega langweilig.“ (Janine B.)

 

„Ich fand das nervigste in der Schwangerschaft die Kompressionsstrümpfe. Das war was das ich bei beiden Schwangerschaften gehasst hab. Ansonsten hat ich leider bei der zweiten noch Schwangerschaftsdiabetis auch nicht toll. Ansonsten habe ich es geliebt Schwanger zu sein.“ (Susanne B.)

 

„Man kann seine ganzen schönen Sachen nicht mehr anziehen, alles ist zu kurz geworden am Bauch. Und das Sodbrennen, habe ich einmal 3 Stunden nix gegessen, habe ich richtig Magenschmerzen bekommen. Das war nicht sehr angenehm, aber man weiß ja für was man es macht.“ (Julia B.)

 

„Die Wassereinlagerungen machen am meisten zu schaffen und sind am nervigsten. Vor allem Füße leiden stark darunter.“ (Emine A.)

 

„Den Satz, zu hören: „Gell, aber du weißt, du musst nicht für zwei Essen.“…Nein, muss ich nicht, aber ich könnte. Dafür sind doch Gelüste da.  Oder nicht?“ (Verena K.)

 

„Das nervigste in der Schwangerschaft war das Sodbrennen. Immer wenn ich etwas Ungesundes gegessen habe, bekam ich sofort Sodbrennen.“ (Marie G.)

 

„Ständig aufs Klo zu müssen und das ich nicht auf dem Bauch schlafen konnte ... das war wirklich das aller schlimmste.“ (Victoria M.)

 

„Das nervigste in den Schwangerschaften war die Übelkeit und die Spuckerei...nicht nur morgens - den ganzen Tag.“ (Daniela F.)

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10 Mütter im Interview - Was war vorher eure absolute Priorität und ist seit dem Muttersein ganz weit nach hinten gerutscht?

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„Nägel lackieren, Schminken, … und so was habe ich vor Armin stundenlang machen können. Jetzt genügt ein Zopf und etwas Wimperntusche.“ (Luisa M.)

 

„Am Wochenende was trinken gehen mit einer Freundin und nicht ungeschminkt aus dem Haus. Manchmal schaffe ich es nicht mich zu schminken, dann ist das so! Und der Cocktail? Den kannst du haben, ich kuschle lieber mit meinen Männern.“ (Pia T.)

 

„Pünktlichkeit! ich war immer Pünktlich oft sogar 15 min eher da, ABER jetzt richte ich mir meistens schon einen kleinen Puffer ein.  Mit Kind ist Pünktlichkeit oft unmöglich, da ist man schon komplett angezogen und es kann eigentlich losgehen und Zack ...Windel voll.“ (Victoria M.)

 

„Meine Priorität war ohne Kinder ja irgendwie ich selber. Ich habe mir Gedanken in erster Linie um mich gemacht...Worauf habe ich Hunger, was möchte ich tun, was mache ich danach usw. Seitdem ich Mutter bin, mache ich mir als erstes Gedanken um meine Familie...danach bin ich dran.“ (Daniela F.)

 

„Prioritäten vor meinen Kindern? Kann ich mich nicht mehr erinnern. So wie es jetzt ist, ist es Perfekt.“ (Tina R.)

 

„Alles egal was. Es gibt keine Priorität mehr. Sowas könnte ich z.B. vor meinem Kind bei anderen Müttern auch nicht verstehen es ist ja nicht so dass mein Leben vorbei ist. Aber es ist in der Tat anders, aber schön anders.“ (Anne W.)

 

„Ausgehen. Ich war wirklich gerne unterwegs! Mit Freunden, Familie, meinem Mann. Aber jetzt würde ich jede Verabredung und jeden Termin für mein Kind sausen lassen!“ (Monja H.)

 

„Privat Leben und Zeit mit dem Partner. Man kann halt nicht mehr spontan ins Kino oder so. Aber wenn ich dann meinen Sohn sehe dann ist das alles egal.“ (Janine B.)

 

„Nie ohne Parfum aus dem Haus. Mittlerweile benutze ich gar nichts mehr, da ich denke, dass die künstlichen Gerüche meinem Baby schaden könnten und ich möchte, dass sie mich riecht.“ (Emine A.)

 

„Ich bin keine Mama, die sich gehen lässt, aber für Sport nehme ich mir einfach keine Zeit mehr! Aber ich bin auch um einiges gemütlicher geworden.“ (Claudia A.)

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10 Tipps für den werdenden Papa

 

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1. Cool Down

Dich bringt es auf die Palme, dass Sie schon wieder vergessen hat, wo der Autoschlüssel ist und zum x-ten Mal hast du einen Großbrand in Eurer Küche verhindert? Bleib ruhig, nimm es mit Humor. Das ist zwar einfacher gesagt als getan, aber in Zukunft wird es noch größere Hürden als die verloren gegangene Fernbedienung und den unauffindbaren Lieblingspullover geben.

 

 

 

2. Unterstütze Sie und hilf mit

Es ist schon klar: Niemand will zum Pantoffelhelfen werden, aber ein bisschen Haushaltshilfe schadet nie. Schließlich wird sich deine Partnerin die nächste Zeit intensiv um den neuen Schützling kümmern können. Einfach mal eine ausgeräumte Spülmaschine vorzufinden, kann da wunderbar entstressend für die Liebste wirken. Und da Übung den Meister macht: Fang am besten schon mal an, bevor der Familienzuwachs da ist.

 

3. Geburtsvorbereitungskurse

Du hast Angst? Gut. Alle guten Väter haben irgendwo ein bisschen Angst – auch, wenn sie das natürlich nie zugeben wird. Deine Liebste wird es verstehen, dass du dir nicht begeistert und hocheuphorisch die kompletten Geburtsvorbereitungskurse antun möchtest. Aber zumindest ab und zu mal mitkommen, nachfragen und hinhören könnte auch deine kleinen Ängste verpuffen lassen.

 

4. Hör mal, wer da hämmert

Babysocken shoppen und über Babybionahrung seitenweise Internetseiten durchwühlen ist kaum das Ding eines echten Mannes. Aber auch du bist gefragt in der Vorbereitung für das neue Nesthäkchen. Jedes Küken braucht ein Nest. Es ist also fortan deine primäre Aufgabe, sämtliche Kinderzimmermöbel zusammenzuschrauben und Eure schicken Glasmöbel möglichst perfekt kindersicher zu machen.

 

5. Dabei sein oder nicht? – Das ist hier die Frage

Ihr solltet rechtzeitig – nicht erst bei der hektischen Autofahrt zur Klinik – besprechen, ob der werdende Papa auch bei der Geburt dabei sein sollte. Wie so ziemlich alles, ist auch dies natürlich Geschmacksfrage. Es sollte nur nicht unbedingt zum Streitthema nach der geplatzten Fruchtblase werden.

 

6. Es ist ein/eine…

Den Max in deiner Grundschulkasse mochtest du nicht? Mit dem Namen Fritz verbindest du dein Meerschweinchen von früher? Einigt Euch unbedingt rechtzeitig auf den Namen, diskutiert alle Vorschläge aus. Nichts ist schlimmer als wenn Ihr nachher mit dem Namen Eures neuen Sprosses doch nicht ganz so 100% zufrieden seid. Schließlich wird Eurer Familienzuwachs ihn das ganze Leben tragen (müssen).

 

7. Verwöhne Deine Liebste

Mütter wissen ganz genau, mit welchen Wehwehchen sie zu kämpfen hatten – schmerzende Füße, ein verspannter Rücken und dauernde Müdigkeit. Verwöhne Deine Liebste einfach mal überraschend. Sie wird es dir danken.

 

8. Bürokratie – Ahoi!

Wie bereits erwähnt: Neben Geburtsvorbereitungskursen, ständigen Arztbesuchen und einem eigentlich viel zu stressigen Alltag, sollte es nicht noch an deiner Partnerin hängen bleiben, sich mit Bürokratie rumzuschlagen. Informiere dich rechtzeitig über sämtliche wichtige behördliche Dinge – Kindergeld, Elterngeld, die Anmeldung der Elternzeit etc.

 

9. Ein letzter Urlaub zu zweit

Kinderkriegen ist kein Kinderspiel – das weißt du. Darum buche für Euch ein letztes Mal einen trauten Urlaub zu zweit. Entspannt Euch und freut euch auf das baldige Familienglück.

 

10. Der Schutzschild für Stress

Für dich ist es vielleicht noch Zukunftsmusik, aber du solltest jetzt schon wissen, was auf dich zukommt. Sämtliche Freunde und Verwandte stehen nach der Geburt Schlange, Geschenkkörbe und Windeltorten überfluten dich sozusagen und alle wollen nur eins: Die neue Familie mit Baby besuchen. Sei stark und halte möglichst viel Stress von deiner neuen Familie ab. Schließlich haben Mutter und Kind – und du wahrscheinlich auch – gerade einen stressigen Marathon hinter sich.

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10 Mütter im Interview - 9 Monate Schwangerschaft. Fluch oder Segen?

 

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„Ich muss sagen meine Schwangerschaft war toll! Keine Beschwerden, keine Wehwehchen oder ähnliches! Jedoch hatte ich riesige Angst, da ich davor unser erstes Baby verloren habe!“ (Luisa M.)

 

„Wenn man die halbe Schwangerschaft darum bangt ob dein Kind gesund ist, ist es ein echter Fluch! Lasst bloß nicht jeden Test machen, denn am Ende machen sie euch mit Statistik total verrückt.“ (Pia T.)

 

„Segen... habe die Zeit sehr genossen!“ (Claudia A.)

 

„Beides, ich hatte keine Übelkeit oder Erbrechen. Allerdings hatte ich zum Ende hin ziemlich starke Leisten und Hüftschmerzen wo ich 8 Wochen lang echt ungern gelaufen bin vor Schmerzen. Müde war ich die komplette Schwangerschaft und hab die letzten 6 Wochen auch nur geschlafen. Aber die Dauer fand ich irgendwann ziemlich nervig.“ (Janine B.)

 

„Schwangerschaft ist Segen pur. Ich habe es genossen einen riesigen Bauch zu haben und hatte keinerlei Schwierigkeiten oder Probleme.“ (Emine A.)

 

„Fluch, weil ich echt sehr vieles mitgenommen habe... Blutungen, Bakterien usw. Segen, da wir echt kämpfen mussten, damit unser Schatz entstanden ist und deswegen war ich trotz all der Wehwehchen einfach nur glücklich.“ (Anne W.)

 

„Die erste Schwangerschaft war toll, keine Probleme! Die 2. war auch okay, aber die 3. Schwangerschaft war ein Fluch. Da die zweite Schwangerschaft erst 9 Monate her war, war ich auf die 3. nicht vorbereitet, so schnell sollte es nämlich eigentlich nicht passieren... Ich war viel schneller k.o., mich strengte alles sehr an und ich fühlte mich nicht besonders. In allen drei Schwangerschaften hatte ich starke Übelkeit, Aber - es hat sich gelohnt!“ (Daniela F.)

 

„Segen! Ich war wirklich gerne schwanger. Es war so ein unglaublich tolles und besonderes Gefühl.“ (Monja H.)

 

„Vor allem bei meinen ersten Kindern, habe ich den Bauch sehr vermisst, ich hatte sogar leichte Depressionen.  Beide Schwangerschaften waren wunderbar auch wenn die zweite etwas anstrengender war.“ (Tina R.)

 

„Ich hatte bis auf wenig Ausnahmen durch Erkältung und Migräne eine wirklich tolle Schwangerschaft, klar war der Bauch am Ende ganz schön oft im Weg aber es ist wirklich so " der Mensch will immer das was er gerade nicht hat" Ist man schwanger soll das Kind dann endlich da sein, hat man ein Kind und sieht andere Frauen die noch Kugeln dann wünscht man sich den einen oder anderen Tag auch wieder so ein Bauch daher.“ (Victoria M.)

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10 Tipps zum Geburtsvorbereitungskurs

 

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1. Für wen ist der Geburtsvorbereitungskurs

Der Geburtsvorbereitungskurs ist ein Angebot, welches auf schwangere Frauen, deren Partner oder Mütter ausgelegt ist.

 

2. Ab wann solltet ihr euch anmelden

Die Anmeldung zum Geburtsvorbereitungskurs sollte spätestens um die 20. Schwangerschaftswoche erfolgen. Beginnen solltet ihr mit dem Kurs zwischen der 25. und 33. Schwangerschaftswoche.

 

3. Die Kostenfrage

Die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs werden je nach Krankenkasse entweder komplett oder teilweise übernommen. Nimmt der Partner ebenfalls an dem Geburtsvorbereitungskurs teil, so hat auch er eine Gebühr zu entrichten, die sich meist auf einen Betrag zwischen 60 – 80 EUR beläuft.

 

4. Wer bietet Geburtsvorbereitungskurse an

Geburtsvorbereitungskurse werden sowohl von Kliniken als auch von Familienbildungsstätten, Geburtshäusern, Krankenhäusern und Hebammen angeboten.

 

5. Welche Arten von Kursen gibt es

Je nachdem, wieviel Zeit ihr für den Geburtsvorbereitungskurs zur Verfügung habt und wie flexibel ihr seid, gibt es unterschiedliche Kursarten. Es gibt zum einen den fortlaufenden Kurs, den Intensivkurs, welcher meist an den Wochenenden stattfindet, den Paarkurs, reine Frauenkurse oder auch kombinierte Kurse. Mittlerweile werden auch schon Videokurse angeboten. Grundsätzlich gibt es sowohl Einzel- aus auch Gruppenkurse.

 

6. Welches Wissen wird vermittelt

Der Geburtsvorbereitungskurs gibt Hilfestellung rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt. Hier werden die wichtigsten Fragestellungen erläutert wie die Geburtsphasen, Atemtechniken, körperliche Abläufe, die PDA, der Kaiserschnitt sowie wichtiges Grundwissen für die Phasen nach der Geburt.

 

7. Was ist mit meinem Partner

Vielen Frauen ist es wichtig, dass ihr Partner sie zu den Kursen begleitet. Dies ist auch zu empfehlen, da somit beide Elternteile mit den wichtigsten Abläufen und Informationen bekannt gemacht und versorgt werden. Viele Kurse bieten die Möglichkeit, den Partner zu begleiten.

 

8. Was ist nach der Schwangerschaft

Der Geburtsvorbereitungskurs muss nicht strikt mit der Geburt des Kindes enden. Viele Eltern haben noch offene Fragen und Klärungsbedarf und besuchen auch nach der Geburt noch einige Termine.

 

9. Geburtsvorbereitungskurs nach dem 2. Kind

Auch bei der Geburt des 2. Kindes ist der Geburtsvorbereitungskurs durchaus sinnvoll. Vieles ist nach der Geburt des 1. Kindes doch in Vergessenheit geraten und kann noch einmal aufgefrischt werden. Zudem ist der Geburtsvorbereitungskurs eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Eltern auszutauschen.

 

10. Einen guten Kurs finden

Wenn ihr einen guten Geburtsvorbereitungskurs in eurer Nähe finden möchtet, dann müsst ihr euch im Vorfeld gründlich mit dem Thema auseinandersetzen und Informationen einholen. Es ist zudem hilfreich, sich im Bekanntenkreis oder der Familie einmal umzuhören und dort vielleicht auf Empfehlungen zu stoßen. Auch das Internet bietet zahlreiche Bewertungen.

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10 Tipps um das Erstgeborene auf das Geschwisterchen vorzubereiten

 

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1. Kindgerecht erzählen

Kinder haben noch kein Zeitgefühl. Je jünger ein Kind ist, desto offensichtlicher sollte die Schwangerschaft sein. Das heißt, je runder der Bauch, desto greifbarer ist das Geschwisterchen für das Erstgeborene. Erfährt ein Kind zu früh von dem Geschwisterchen, kann das in Ungeduld und Missmut umschwenken.

 

2. Bedürfnisse eines Babys

Damit bei dem vorhandenen Kind keine falschen Vorstellungen entstehen, ist es wichtig, dass ihr dem Kind vermittelt, dass das Baby zuerst viel Aufmerksamkeit braucht. So können Enttäuschungen über einen neuen, sofortigen Spielkameraden vermieden werden. 

 

3. Spielerisch vorbereiten

Ein Baby bringt viele Veränderungen mit sich – auch für große Geschwister. Um sie auf diese Veränderungen vorzubereiten, eignen sich spezielle Bücher über das Leben mit Geschwistern. Diese gibt es auch für die Schwangerschaft.

 

4. Lieber weniger Details

Eine Schwangerschaft ist etwas Wundervolles. Aber auch Schmerzen und Beschwerden gehören dazu. Diese solltet ihr vor dem Kind nicht erwähnen, dass es das neue Geschwisterchen dafür verantwortlich macht. Kein Kind möchte, dass es der Mama schlecht geht!

 

5. Erstes Kennenlernen

Der dicke Bauch der Mama ist für Kinder spannend. Lasst das Erstgeborene den Bauch streicheln und an ihm horchen. Der erste Kontakt zwischen den Kindern ist für die spätere Bindung wichtig und das Erstgeborene hat das Gefühl, dass es ein Teil des Ganzen ist.

 

6. Angst nehmen

Die Veränderung der Mama kann für viele Kinder beängstigend sein. Um ihnen diese Angst zu nehmen, seht euch gemeinsam Fotos aus der ersten Schwangerschaft und den ersten Jahren an. 

 

7. Mitentscheiden lassen

Ein Baby braucht viel Aufmerksamkeit. Dennoch darf das erstgeborene Kind nicht zu kurz kommen. Zeigt ihm, dass seine Meinungen wichtig sind und lasst das Kind entscheiden, welche Kuscheldecke für das Baby gekauft wird. 

 

8. Verantwortung übernehmen

Auch kleine Kinder können lernen Verantwortung zu übernehmen. Kleinere Kinder können das durch eine Babypuppe lernen. Ist euer erstgeborenes Kind älter, kann es euch bei der Fütterung oder dem Kuscheln unterstützen.

 

9. Bewusste Zeit für das Erstgeborene

Insbesondere erstgeborenen Kindern fällt es schwer, sich an den neuen Erdenbürger zu gewöhnen. Bis zur Geburt mussten sie die Eltern nicht teilen. Trotz der Fokussierung auf das Baby ist es wichtig, dass die großen Geschwister nicht kürzer treten müssen. Plant in euren Tagesablauf bewusst Zeiten ein, die nur dem Erstgeborenen gehören.

 

10. Nicht nur Mama

Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist besonnders intensiv. Je enger diese Beziehung ist, desto schwerer wird es dem Erstgeborenen fallen, dich zu teilen. Es ist bereits vor der Geburt wichtig, dass die Bindung zu anderen Bezugspersonen wie beispielsweise dem Vater oder den Großeltern intensiviert wird. So hat das Kind nicht den Druck um die Auferksamkeit der Mutter zu buhlen.

 

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10 Mütter im Interview - Bettgeflüster! Was hat sich verändert?

 

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„Die Zeit. Das entspannte (Vor) Spiel. Der Lustpegel nachdem man die Kinder ins Bett gebracht hat.“ (Claudia A.)

 

„Naja also unser Sohn ist 8 Wochen alt und noch lief nichts. Ich hatte ewig Wochenfluss, jetzt wo wir beide wieder Lust haben und wollen, schlafe ich aber auf der Couch ein. Könnt mich selbst dafür hauen, aber ich bin einfach k.o.“ (Pia T.)

 

„Bettgeflüster ist nun wirklich Geflüster. Wenn der Zwerg denn abends endlich einmal schläft und der Papa sind zu kaputt von der Arbeit ist wird ganz still und heimlich einmal die Zweisamkeit genossen. Ich hoffe das „Aufregende“ kehrt irgendwann zurück – vielleicht wenn Armin in seinem Zimmer schläft! Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ (Luisa M.)

 

„Einiges. Es ging sehr lange, bis wir uns wieder auf einander einlassen konnten, nach der Geburt unseres Sohnes. Aber auch jetzt, ist es nicht mehr wie zuvor. Dafür genießt man jetzt die Zweisamkeit mehr als zuvor, denn sie ist eindeutig Mangelware!“ (Monja H.)

 

„Absolut gar nichts! Es ist immer noch so schön wie vorher.“ (Emine A.)

 

„Huch, jetzt wird´s intim! Natürlich gibt es Zeiten, in denen im Bett nur noch geflüstert wird, weil da ein – im besten Falle – schlafendes Kind mit im Raum liegt, aber trotz allem hat sich die Aktivität bei uns qualitativ gesteigert. Aber auch erst, als alle drei Wunschkinder da waren und die Nächte und Tage mit ihnen besser wurden. Und als ich mich auch einmal wieder als „Frau“ gefühlt habe und nicht mehr nur als „Mama“! Wir gehen tabuloser mit dem Thema um, da ist ein viel tieferes Vertrauen als vor den Geburten der Kinder! Und wir reden über das Thema Sex schonungslos und lachen viel zusammen – auch im Bett!“ (Daniela F.)

 

„Da unser kleiner Mann im Moment noch zwischen uns schläft, hat sich eigentlich nur das Bett ins Sofa verändert.“ (Anne W.)

 

„Viel! Ich meine schon alleine das wir jetzt zu dritt drin schlafen müsste ja selbsterklärend sein.“ (Victoria M.)

 

„Ganz ehrlich?! ziemlich viel, hätte nie gedacht das mich das Mama sein, so im Kopf verändert, es gibt Tage, Wochen, Monate da denk ich keine einzige Sekunde an Sex. Aber mein Freund ist so mega verständlich und hält durch.“ (Janine B.)

 

„Man macht immer husch husch, damit man nicht unterbrechen muss, im Falle, dass die Kinder wach werden.“ (Tina R.)

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