Beiträge zum Thema: Liebe

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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An dem Tag , an dem du geboren wurdest ...

Stand die Zeit still, denn nichts sollte so bleiben und werden wie es war. 

Aber bevor ich dazu komme, wäre es für dich wichtig zu wissen warum. 

 

Gute 11 Monate bevor du auf die Welt kamst, durfte dein Geschwisterchen noch im Bauch zu den Engeln in den Himmel ziehen. Es war für unsere kleine Familie ein großer Schmerz und vor allem ich, deine Mama leide noch immer unter diesen harten Schicksalsschlag, bin aber dennoch mehr als glücklich dich mein Regenbogenbaby in meinem Leben du haben. Du vervollständigst mein ganzes Leben, sowie das deiner Geschwister. 

 

Als ich kurze Zeit nach dem Schicksalsschlag mit Dir schwanger wurde, änderte sich unser komplettes Leben, den mein Körper hatte mit der Schwangerschaft so seine Probleme. Und trotz mehreren Krankenhausaufenthalten, versuchten wir es so gut es ging zu meistern, das du so lange deinen warmen Ort unter meinem Herzen behalten konntest. Jedoch ging es deiner Mami von Tag zu Tag schlechter, sodass ich in der 31 Ssw. wieder in das Krankenhaus kam. Es war Dezember und bald sollte Weihnachten sein. Für deine Geschwister war es zu der Zeit sehr schwer, denn sie wollten, dass Mama zu Weihnachten bei ihnen ist. Aber gesundheitlich ging es mir zunehmend schlechter und mein Kreislauf brach mehrmals am Tag zusammen. 

 

Aufgenommen auf Station, wurde ich überwacht. Am nächsten Tag gegen Abend holte ich Wasser als ich einen Druck im Kopf spürte und umfiel, mehr wusste ich nicht mehr. 

 

Die Ärzte waren sich uneinig und so fing das Spiel im Kreißsaal an. Ein Arzt kam herein und bereitete mich auf den Kaiserschnitt vor, kurze Zeit später hieß es nein wir probieren das noch, dann wurde ich wieder vorbereitet auf den Kaiserschnitt - dieses Hin-Her-Spiel ging bis in die Morgenstunden und mein Zustand verschlechterte sich. Da niemand wusste wie ich auf eine Narkose reagieren würde, ob ich wieder aufwachen würde, entschieden sich die Ärzte für eine Einleitung in der 32. Ssw. Sie klärten mich auf, dass es ein Frühchen wird, was für Komplikationen kommen werden. Innerlich wusste ich bzw. musste ich mich auf das Schlimmste einstellen. 

 

Die Geburt war nicht das schlimmste ... sie dauerte wie die meisten, als du jedoch endlich da warst ...

Stand die Zeit still! 

 

Denn.... du gabst keinen Ton von dir ...

In den Moment brach ich in Tränen aus... sollte das das Ende sein? 

 

Ein paar Sekunden bei der Kinderärztin und der Hebamme und du gabst ein leises Keuchen von dir. 

Ich durfte dich ganze 60 Sekunden auf der Brust halten, als du gingst - die Ärztin nahm dich mit. 

 

Es dauerte eine Ewigkeit und mir schien die Zeit nicht zu vergehen. Ich geriet in Panik und wusste nicht was geschehen war. Nach dieser Ewigkeit - etwa 2 Stunden - kam die Kinderärztin zurück mit einer zweiten Kinderärztin und einen riesigen Inkubator... darin lagst du mein kleiner Engel. Für dein Alter mit 49 cm sehr groß, aber einfach nur Haut und Knochen bedeckt von 1000 Kabeln. Du wurdest beatmet, da du kurz nach der Geburt das Atmen eingestellt hattest. In diesem Glaskasten, der mollig warm war, solltest du zu Kräften kommen... das war 10 Tage vor Weihnachten.

 

Jeden Tag war ich bei dir, jeden Tag wünschte ich mir das du stärker wirst und Kraft tankst. Es gab so viele Rückschläge, aber du bist der größte kleine Kämpfer den ich kenne, denn trotz Rückschläge hast du mir das größte Weihnachtswunder gemacht, dass es gibt. Du hast dich so ran gehalten, das du an Heilig Abend mit mir nach Hause gehen durftest. Und deine Geschwister kennen lernen konntest

 

Diese Zeit hat für mich still gestanden und wird es auf ewig ....

 
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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Mein lieber Luke Anakin,

 

ich will nicht sagen, dass ich dich von unseren 3 Kindern am meisten liebe, denn das wäre unfair deinen Geschwistern gegenüber. Aber weisst du was? Du bist mein ganz besonderer kleiner Junge. Als ich damals erfahren habe, dass ich mit dir schwanger bin, konnte ich es kaum glauben. In meinem Leben hatte ich nicht immer Glück und als ich ziemlich spät deinen Papa kennengelernt habe, da gab es kaum noch eine Steigerung für mich. Er macht mich so unendlich glücklich und er hat dich mir geschenkt. Ja, du bist ein Geschenk für mich. Ein Geschenk deshalb, weil durch dich alles Schlechte ausgelöscht wurde, wir eine richtige Familie wurden und du für mich der wunderbarste kleine Junge auf der ganzen Welt bist.

 

Vielleicht fragst du dich später einmal warum du keine junge Mama hast, vielleicht wirst du sogar dafür gehänselt. Aber Liebe kennt kein Alter. Das wurde mir mit deinem Papa bewusst, der so viel jünger als ich ist und der trotzdem oder gerade deshalb einer der wunderbarsten Menschen ist, die mir je begegnet sind.

 

Luke, du bist unser Sonnenschein und der Beweis unserer grossen Liebe. Jeden Morgen, wenn du aufwachst, freue ich mich auf den Tag mit dir. Freue mich, dass du da bist und unser gemeinsames Leben so viel schöner machst. Deine Lebensfreude ist ansteckend, dein ganzes Wesen lässt uns immer wieder unser grosses Glück spüren.

 

Zugegeben, du hast es uns auch immer leicht gemacht. Ein zufriedenes Baby, dem Weinen fremd war. Ein Baby, welches man als echtes „Anfängerbaby“ bezeichnen konnte. Und nun bist du schon bald drei Jahre alt und noch immer hast du dir dein sonniges Gemüt bewahrt. Jeden Tag aufs Neue schenkst du uns so viel Freude, gibst mir bei meiner Erkrankung allein durch dein Lächeln Kraft. 

 

Luke, ich liebe dich. Du bist mein Auserwählter. Mein grosses Glück, auf dass ich so lange warten musste. Ich bin so unendlich glücklich, dass du bei uns bist. 

Ich bin gespannt auf deinen Lebensweg. Und ich weiss, dass du nicht immer mein lieber kleiner Junge sein wirst. Aber bei allem was du tust, werde ich jederzeit hinter dir stehen. Dich trösten, wenn du Trost brauchst. Mit dir schimpfen, wenn du Unfug angestellt hast. Und dich jederzeit lieben, egal was passiert.

Werde gross mein kleiner Junge und lass dir Flügel wachsen. Und falls du fällst, dann fange ich dich auf.

 

Deine Mama

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Glück und Angst waren meine ständigen Begleiter...

 

Eigentlich hatte ich die ganze Schwangerschaft Angst um dich, denn wir hatten so lange auf dich gewartet und eigentlich schon aufgegeben, nach deinem großen Bruder ein zweites Wunder erleben zu dürfen.

 

Als es nun am 1.2.2018 soweit war und wir zum geplanten Kaiserschnitt ins Krankenhaus kamen, ging alles drunter und drüber; die Hebamme wusste gar nicht, dass wir kommen und fragte, weshalb wir schon da wären. Bei unserem Anruf einen Tag zuvor wurde uns gesagt, deine Geburt wäre der erste Kaiserschnitt an diesem Tag. Wir wurden vertröstet und sollten uns im Café aufhalten...

 

Erfüllt von Angst entschied Papa, vor dem OP auf uns zu warten - meine Gefühle fuhren Achterbahn! Ich war so unbeschreiblich aufgeregt und da war sie dann auch wieder ... meine Angst!

Deine heutige Patentante kam herbeigeeilt und schaffte es gerade noch rechtzeitig, sodass sie mich ab der OP-Vorbereitung begleiten konnte.

 

Dann ging es los - auf zum OP. Unter Tränen öffnete sich die Tür und ich musste Papas Hand loslassen. Mein Herz raste! Nach der Einleitung der Rückenmarksbetäubung durfte dann deine Tante, die zuvor noch etwas in einem gesonderten Raum warten musste, wieder zu mir. Meine Hand ganz fest in ihrer fingen die Ärzte an ... hinter dem blauen OP-Tuch ruckelte es an mir - die ganzen Geräusche machten mir solche Angst! Dazu die Gefühle, die sowieso schon Achterbahn fuhren. Wird alles gut? Bist du gesund? Wir wirst du wohl aussehen?

 

Dann, um 10.35 Uhr erklang ein kurzer, schwacher Schrei - dein Schrei! Ich war so benebelt von einer ganzen Menge Medikamente, aber ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt! Ich war so glücklich auf der einen Seite - ENDLICH ! Mein Baby. Ich hab vor Glück geweint - so tut es denke ich jede Mutter - ein unbeschreibliches Gefühl.Die Tränen des Glücks wird schnell durch Tränen der Angst abgelöst! Die Hebamme zeigte dich kurz, dann nahm sie dich mit - eine Menge Ärzte kamen sofort angerannt, ebenso Schwestern und Hebammen. ICH bekam nur eine Karte mit einem Foto von dir!

 

Was war los? 

 

Die Ärztin sagte, du hast Probleme beim Atmen - sie müsste dich nun mitnehmen auf Station, dort wirst du beobachtet. Während ich noch auf dem OP-Tisch lag, wurdest du von mir in einem riesigen Wärmebett weggefahren. Papa, der ohne jegliche Ahnung, was zuvor geschah, erwartungsvoll vor der Tür wartete, wurde von dieser Situation überrascht - er lief dem Bettchen einfach nur hinterher und wollte bei dir sein. Als die OP beendet war, wurde ich wieder in den Kreißsaal gebracht - ohne mein Baby, nur mit einem Bild von dir! Keiner konnte mir sagen, was nun los ist. Siehe da... da war sie wieder, die Angst! Später dann durfte ich endlich zu dir und du durftest sogar zu mir. Du wurdest mir auf die Brust gelegt, fast nackig - diese kleinen Finger und Zehen, die kleine Nase, die weiche, schrumpelige Haut - so wunderschön!! 

 

Ich weinte und weinte und weinte... eine Mischung aus Glück und Angst.

 

Später zeigte sich, dass du starke Bauchschmerzen hast- eine Untersuchung durch eine Kinderärztin bestätigt ... dein Darm ist verschlossen! Einen Wimpernschlag später lagst du, angeschlossen an Monitoren, auf der Intensivstation! Die Ärzte müssen dich operieren - JETZT! WAS? Operieren? Mein Baby? Ich fragte mich immer wieder, warum ausgerechnet uns so was passieren musste-wieso musste ausgerechnet dein Start ins Leben so "bescheiden" verlaufen? Wir mussten dich den Ärzten überlassen, wir durften dich noch kurz knuddeln und dann, ca. 30 Minuten später, wurdest du, bereits künstlich beatmet, an uns vorbei zum OP gefahren. 

 

2 Stunden sollte alles dauern. 2 Stunden, die unerträglich werden würden. Das wusste ich! Aus 2 Stunden wurden 4. Hallo Angst, Schlaf ruhig noch heftiger zu... Zurück aus dem OP auf der Intensivstation... Da lagst du nun in deinem Intensiv-Bettchen. Immer noch künstlich beatmet; um dich herum piepte alles Mögliche, über einen Monitor wurdest du überwacht. Ich habe gezittert vor Angst! Aber ich wollte einfach nur bei dir sein! Die Schmerzen, die ich wegen des Kaiserschnittes hatte, waren absolut nebensächlich. Die Tränen liefen mir nur so aus den Augen - beruhigen konnte ich mich nicht! Mein Baby ... so hilflos und vollkommen ausgeliefert - mit einem künstlichen Darmausgang! Künstlicher Darmausgang? Wie bitte? Bleibt der nun für immer? Wie soll ich das schaffen? Normalerweise wechselt man einem Baby die Windel und nun war da dieser Beutel an deinem Bauch...Die Schwestern erklärten mir, dass sie mir in den nächsten Tagen die Pflege des Darmausgangs und den Wechsel der Beutel zeigen würden - ich solle keine Angst haben.

 

Keine Angst? Hallo! "Die haben leicht Reden" dachte ich. Mein Baby, gerade ein Paar Stunden alt, liegt im Tiefschlaf und künstlich beatmet mit einem künstlichen Darmausgang und einer Sonde in der Nase auf einer Intensivstation und nicht in einem Bettchen bei mir auf dem Zimmer - so wie es sein sollte. Ich konnte nicht kuscheln! Mein Baby wurde mir in einer unerklärlichen Art durch die ganzen Geräte und Zugänge in seinem Körper fremd! Ich hatte Angst, dich zu berühren, denn das alles machte dich so zerbrechlich für mich!

 

Der Tag deiner Geburt wird mir ein Leben lang in zweierlei Hinsicht in Erinnerung bleiben. Und auch, wenn mittlerweile der Darmausgang wieder weg ist... diese kleinen Narben an deinem süßen, dicken Bäuchlein werden mich immer wieder an all das erinnern, was ich sah!

 

Und auch, wenn Glück durch Angst abgelöst wurde... Deine Geburt war einer der schönsten Tage in meinem Leben !

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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...es war ein kalter Herbsttag. Deine Oma fragte einige Tage vorher, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr einen gemütlichen Frauenabend zu machen. 

Ich wählte einen Freitag, an dem dein Papa auf einer Weihnachtsfeier war. 

Ich bereitet ein tolles Essen vor und besorgte einen schönen Wein. 

Wir machten es uns gemütlich, aßen und tranken und lachten dabei. 

Nach einer Weile, sagte deine Oma zu mir, sie müsste mit mir sprechen. Ich war erschrocken, denn aus dem lachenden Gesicht wurde eine ernste Miene. Sie holte ein Foto aus ihrer Tasche. Dort war ein Mann zu sehen, der mich als Baby auf seinem Schoß hielt. Ich fragte sie, wer das sei. 

Sie musste schlucken und fing an zu weinen. Sie erzählte mir, dass dieses mein Erzeuger sei. Mehr konnte sie nicht sagen, sie war bitterlich am Weinen. Ich schaute sie mit großen Augen an und hielt das Bild in meiner Hand. Sie versuchte mir zu erklären, wie es so kam. Warum ich jetzt erst nach 27 Jahren davon erfahren würde. Zum Schluss sagte sie nur, dass es ihr unendlich Leid tut und sie verstehen könne, wenn ich nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Ich schaute sie weiterhin nur an, ohne groß etwas sagen zu können. Sie weinte weiter. Ich bat sie darum, nach Hause zu gehen. Weiterhin war ich Emotionslos. Sie nahm mich in den Arm und entschuldigte sich. Kurze Zeit später, rief dein Opa mich an. Er weinte ebenfalls. Es sagte mir, dass er mich unendlich lieben würde. Ich wäre seine Tochter, und da würde sich nie etwas dran ändern. Er weinte und weinte. Ich war weiterhin sprachlos und bat darum, mit Zeit zu geben. 

 

Ich habe mir zwei Tage Zeit gelassen- habe nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich diese Erkenntnis in keiner Art und Weise beeinflusst, deinen Opa, meinen Papa, weniger zu lieben, als vor dem Gespräch. Auch deiner Oma machte ich keinerlei Vorwürfe. Klar hätte man früher mit mir sprechen können, aber sowas bespricht man auch nicht eben mal beim Abendbrot. Ich liebe deine Oma und deinen Opa, meine Eltern. Und dein Opa ist mein Papa, kein anderer Mensch könnte dieses jemals sein. 

 

Damit möchte ich Dir sagen:

,,Hör immer auf dein Herz, das betrügt dich nicht. Liebe wen du lieben magst und lass dich bin keinem beirren“ 

Deine Mama, die Tochter deines Opas und deiner Oma

 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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...es war ein kalter Herbsttag. Deine Oma fragte einige Tage vorher, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr einen gemütlichen Frauenabend zu machen. 

Ich wählte einen Freitag, an dem dein Papa auf einer Weihnachtsfeier war. 

Ich bereitet ein tolles Essen vor und besorgte einen schönen Wein. 

Wir machten es uns gemütlich, aßen und tranken und lachten dabei. 

Nach einer Weile, sagte deine Oma zu mir, sie müsste mit mir sprechen. Ich war erschrocken, denn aus dem lachenden Gesicht wurde eine ernste Miene. Sie holte ein Foto aus ihrer Tasche. Dort war ein Mann zu sehen, der mich als Baby auf seinem Schoß hielt. Ich fragte sie, wer das sei. 

Sie musste schlucken und fing an zu weinen. Sie erzählte mir, dass dieses mein Erzeuger sei. Mehr konnte sie nicht sagen, sie war bitterlich am Weinen. Ich schaute sie mit großen Augen an und hielt das Bild in meiner Hand. Sie versuchte mir zu erklären, wie es so kam. Warum ich jetzt erst nach 27 Jahren davon erfahren würde. Zum Schluss sagte sie nur, dass es ihr unendlich Leid tut und sie verstehen könne, wenn ich nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Ich schaute sie weiterhin nur an, ohne groß etwas sagen zu können. Sie weinte weiter. Ich bat sie darum, nach Hause zu gehen. Weiterhin war ich Emotionslos. Sie nahm mich in den Arm und entschuldigte sich. Kurze Zeit später, rief dein Opa mich an. Er weinte ebenfalls. Es sagte mir, dass er mich unendlich lieben würde. Ich wäre seine Tochter, und da würde sich nie etwas dran ändern. Er weinte und weinte. Ich war weiterhin sprachlos und bat darum, mit Zeit zu geben. 

 

Ich habe mir zwei Tage Zeit gelassen- habe nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich diese Erkenntnis in keiner Art und Weise beeinflusst, deinen Opa, meinen Papa, weniger zu lieben, als vor dem Gespräch. Auch deiner Oma machte ich keinerlei Vorwürfe. Klar hätte man früher mit mir sprechen können, aber sowas bespricht man auch nicht eben mal beim Abendbrot. Ich liebe deine Oma und deinen Opa, meine Eltern. Und dein Opa ist mein Papa, kein anderer Mensch könnte dieses jemals sein. 

 

Damit möchte ich Dir sagen:

,,Hör immer auf dein Herz, das betrügt dich nicht. Liebe wen du lieben magst und lass dich bin keinem beirren“ 

Deine Mama, die Tochter deines Opas und deiner Oma

 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Die Welt, die ich dir hinterlassen möchte...

 

Hallo mein Schatz,

noch bist du zu klein um diesen Brief zu lesen, noch ihn zu verstehen wenn ich ihn dir vorlese...

doch heute möchte ich dir die Welt zeigen, die ich dir hinterlassen möchte...

Diese Welt soll gut zu dir sein...

Diese Welt soll dir das geben was du brauchst...

Diese Welt soll dir Essen, Trinken; Kleidung; Bildung geben...

Diese Welt soll nicht so grausam und traurig sein, wie sie jetzt leider ist...

Diese Welt und die Menschen auf ihr sollen dich beschützen und für dich da sein...

Diese Welt soll dich glücklich machen und dich jeden Tag zum Lachen bringen...

Diese Welt soll dir irgendwann deine eigene kleine Familie schenken so wie unsere...

Diese Welt, die ich dir hinterlassen möchte, soll frei von Hass, Wut, Waffen, Angst und all den anderen schlechten und bösen Dingen sein...

Ich weiß das es diese Welt, so wie ich sie dir hinterlassen möchte nie geben wird wahrscheinlich, doch ich hoffe sehr, dass du trotzdem zufrieden und glücklich leben darfst...

 

In Liebe deine Mama... 

 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Liebe Maria-Eleni,

 

heute möchte ich dir eine besondere Geschichte unserer Familie erzählen. Genau in diesem Moment bist du 14 Monate alt, stehst vor mir und strahlst mich mit deinen meerblauen Augen an. Es kommt mir vor als hätte ich schon einmal in solch tolle blauen Augen geschaut. Es ist draußen stürmisch und kalt, ein typischer Novembertag. Genau wie vor 8 Jahren, als unsere Familie im November lernen musste mit Trauer umzugehen. Weißt du Maria-Eleni, bevor du geboren wurdest lebte noch ein Kind bei Omi. Es war dein Onkel und mein Bruder Keanu. Er war wunderschön, hatte wuscheliges blondes Haar, tolle blaue Augen wie du, war 12 Jahre alt, spielte unheimlich gern mit Lego und da war dieser Roller mit dem er stundenlang durch die Gegend düste und die Freiheit liebte. Er liebte das Meer und hat jeden Urlaub den wir in Kroatien machten in vollen Zügen genossen. Keanu war ein toller Kerl. Er war immer fröhlich und ein total freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Doch an einem stürmischen, kalten Tag im November wie heute hat Keanu die Erde verlassen und ist über die Regenbogenbrücke in den Himmel gegangen. Der liebe Gott hat beschlossen, dass dein Onkel in den Himmel kommen soll und uns als Schutzengel zu beschützen. Leider konntest du ihn nicht mehr kennenlernen, aber ich bin mir sicher wenn ich in deine blauen Augen schaue, dass du von ihm geschickt wurdest. Ich möchte dass du weißt, dass du immer noch einen Onkel haben wirst, dein Schutzengel Keanu der über dich wacht und Dir den richtigen Weg zeigt. Außerdem möchte ich dir auf deinen Weg mitgeben, lebe jeden Tag als wär es dein letzter, Träume so viel du willst, genieße in vollen Zügen, sei wütend, lach über dich selbst, schätze was du hast, sei neugierig, hör auf dein Herz und hab keine Angst vor der Dunkelheit. Denn dort kannst du in den Himmel schauen und wenn du Glück hast leuchtet irgendwo im Himmel ein kleiner Stern nur für dich! 

 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

 

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Mein Schniefchen, 

 

Züge, die an dir besonders sind, sind dein absolut soziales Wesen, deine unglaubliche Geduld und deine Gabe aus jedem noch so schweren und negativem Moment etwas Gutes zu machen, in dem du einfach jeden mit deinem Lächeln verzauberst! Und all das, obwohl du von Anfang an keinen leichten Weg gegangen bist. Viel zu früh musstest du deine Wärme Höhle verlassen und das grelle Licht der Welt erblicken. Viel zu klein solltest du fortan um dein Leben kämpfen und stark sein! Dein Herzchen hat es dir dabei nicht immer leicht gemacht! Und doch warst du wie ein Löwe, hast so viele Hürden gemeistert und dich durchgebissen! Und wir standen immer an deiner Seite! Keine Sekunde haben wir an dir gezweifelt und mit dir gekämpft. Nie haben wir geglaubt, zu was man als Eltern fähig sein muss, was man aushalten kann, wie oft man an seine Grenzen gerät, wie emotional man plötzlich ist und wie verdammt sich dieser Kampf trotzdem lohnt. Wenn ich dich heute anschaue, sehe ich nicht das kranke Kind, sondern einen kleinen frechen Jungen, den man einfach nur Lieben kann! Du bereicherst unser Leben so ungemein, für nichts auf der Welt möchte ich unsere Geschichte tauschen! Und auch wenn wir heute noch Hürden zu meistern haben, weiß ich, dass wir diese schaffen werden, dass wir als Eltern dir alles ermöglichen werden, dass du in einer schönen, annähernd unbeschwerten Kindheit aufwachsen kannst, dass du frei bist, wild und ungehalten, frech und abenteuerlustig und weiter unser wahrer Sonnenschein! Und wir werden da sein, wir werden all deine Wege mitgehen und dich unterstützen, wir werden dich lieben, wie wir es jetzt schon tun und wir werden nie aufgeben! 

Als du geboren wurdest, hat man uns gesagt, Kinder wie du suchen sich ihre Eltern aus, denn nicht alle Eltern sind dazu fähig so einen Weg zu gehen! Heute wissen wir, du bist eine Bereicherung für unser Leben, uns hätte nichts Besseres passieren können, wir sind an dir gewachsen, wir haben durch dich als Familie noch enger zusammen gefunden und dafür sind wir dir so unendlich dankbar! 

Wir lieben dich! 

 

Mama und Papa

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Was ich dir zu deinem 18. Geburtstag wünsche ........

 

Du bist doch gerade erst geboren. so klein. so hilflos. so niedlich und zerbrechlich. Kerngesund. und trotzdem hat Mama plötzlich so viel Angst , wie sie noch nie zuvor hatte. 

Ich wusste nicht, dass man für einen Menschen so viel Liebe empfinden kann . 

 

Und plötzlich rückt er immer näher. Dein 1.Geburtstag.

 

Am Abend zuvor weinte ich.

Viele Stunden überlegte ich, wo die Zeit geblieben ist und wie ich es schaffe, die Zeit anzuhalten, die eingefangen Momente noch einmal abzurufen. 

All die Erinnerungen an schöne Momente, der erste Schrei, deine panische Angst vorm Badewasser und den Geruch, deiner noch so empfindlichen Babyhaut . 

Nun kommen schon die ersten Zähnchen und laufen kannst du auch bald. 

Schritt für Schritt eroberst du unsere Wohnung und Opas Garten. 

Wie sehr du Kater Louis liebst und wie sehr er dich .obwohl du ihn ständig am Schwanz ziehst und er einen großen Bogen um dich macht. 

Die tollen Erfahrungen mit Opa, der dir so viele schöne Geschichten erzählt und mit dir die Welt entdeckt . 

Deine lieben Omas , die alles für dich tun würden und dich mit Liebe überschütten . 

Ja -da fallen mir 100 Sachen eine ... 1000...

 

Doch du und auch wir .... wir alle werden uns irgendwann nicht mehr an die Erlebnisse nicht erinnern.

 

Es gibt so viele Menschen, die dich lieben , dir nur das Beste wünschen und irgendwann , plötzlich und einfach so aus deinem Leben verschwinden werden . 

Aber noch bist du zu klein um dies zu verstehen.

 

Also kam mir eine Idee ..

 

Ich beauftragte jeden Gast deiner Geburtstagsfeier einen Brief zu schreiben.  

Einen Brief über dich. 

Über dich und was sie über dich denken.  

Ihre Gefühle und Gedanken, wenn du ihnen in den Sinn kommst oder wenn sie dich sehen .  

Die Erlebnisse mit dir. ob schön, ob traurig. 

Das Gefühl ,als sie dich zum ersten Mal gesehen haben.

 

Du sollst sehen - wie sie dich sehen. 

Beilegen sollen sie auserdem ein Foto von sich. 

 

Und tatsächlich kamen alle meinem Wunsch nach.

 

Diese Briefe bewahre ich seit deinem ersten Geburtstag auf. 

An deinem 18. Geburtstag werde ich sie zur Post bringen und an dich senden.

 

Ich wünsche mir, dass du sie an deinem 18. Geburtstag öffnest, dass du jeden Brief öffnest. Ihn liest. Und vielleicht erinnerst du dich an jeden einzelnen Menschen. 

Vielleicht fallen dir all die schönen Momente wieder ein. Vielleicht erinnerst du dich dann wieder an deinen Uropa, der damals schon 90 Jahre alt war, bei dem du immer auf dem Schoß gesessen oder ihm seinen Gehstock gemopst hast.

 

Ich wünsche dir, dass du Glücklich darüber bist, wie sehr du geliebt wurdest und wirst . 

Ich wünsche dir dass du erkennst, wie wichtig es ist , Menschen im Leben zu haben , die für einen da sind und die dich brauchen .  

Ich wünsche dir die schönsten Gefühle und Gedanken.

Die schönsten Erlebnisse und tollsten Eroberungen.

 

Ich wünsche dir zum 18. Geburtstag, dass du nicht vergisst wer du bist, dass du dir selbst treu bleibst und dass du dein Kind in dir nie verlierst .. 

 

Deine Mama

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An dem Tag, an dem du geboren wurdest, lag ich sehr lange morgens im Bett, nichts ahnend dass du am Abend mein Leben komplett verändern würdest. Es war 2 Wochen vor Termin, ich stand um 12Uhr auf, kontrollierte nochmals, wie fast jeden Tag, ob wir alles für dich haben, putzte nochmals die Wohnung durch und packte meine Kliniktasche erneut um. Papa fragte mich schon ob alles gut sei, da ich anders als die anderen Tage war. Ich fühlte mich super, nur der Papa hatte eine Vorahnung dass es bald losgehen würde. Dann wurde es Abend, 18Uhr, plötzlich eine starke Wehe. Dann ein Schwall Fruchtwasser! Ich fragte mich was das gerade war aber schnell wusste ich dass es nun ernst wird. Ich rief deinen Papa, lachend, glücklich aber sichtlich verunsichert sagte Er:,,Ich wusste es, so komisch wie du heute warst, war mir das schon klar, dass es bald losgeht!" Also, Kliniktasche schnappen und ab in die Klinik zur Abklärung. 

 

Im Kreissaal angekommen bekam ich einen Ultraschall. Dann der Schock. Beckenendlage. Ich sagte der Ärztin, das schaffe ich, ich möchte keinen Kaiserschnitt! Darauf erfolgt ein entsetzter Blick der Ärztin, sie sagte: ,,Wenn Sie denn das Risiko eingehen möchten, dass ihre Tochter stecken bleibt und schwerbehindert wird?" Darauf gefolgt klärte sie mich sowohl über eine normale Geburt in Beckenendlage als auch über einen Kaiserschnitt auf. Meinem Gefühl nach wollte sie gerne einen Kaiserschnitt machen lassen. Ich ließ mir einiges durch den Kopf gehen und entschied mich schweren Herzens für einen Kaiserschnitt, da mir deine Gesundheit am Wichtigsten war! Schnell wurde ich für den Kaiserschnitt vorbereitet da dein Fruchtwasser minütlich weniger wurde. Nun schob man mich in den OP Saal, während sich dein Papa Umzog um mit dabei zu sein. Mir wurde die Spinalanästhesie gelegt und als alles fertig verkabelt war, kam dein Papa in schicken OP-Klamotten in den Saal. Ohne Papa hätte ich das nicht geschafft! Er war meine Stütze!

 

Dann ging es los, der erste Schnitt, später dann das ruckeln und drücken auf meinem Bauch und dann war es endlich soweit! 21:37Uhr, dein erster Schrei, so wundervoll! Ich und Papa fingen an zu weinen, dann sagte der Arzt: ,,schauen sie gleich mal nach links!" Sekunden später wurdest du uns zum ersten Mal gezeigt, ein Unglaublicher Anblick! Da bist du! Du kleines Wesen, was ich 10 Monate in meinem Bauch hatte, das was mich täglich tritt, das Wesen worauf man so lange gewartet hat und wo man sich monatelang darauf vorbereitet hat! Endlich bist du da! Du wurdest untersucht, du warst komplett fit und reif! Dann kamst du wieder zu uns, ich durfte dich zum ersten Mal Berühren, so unglaublich weich deine kleinen Hamsterbäckchen! Dann ging die Hebamme mit Papa und dir in die OP Schleuse wo schon dein Bettchen stand. Papa ging sich schnell umziehen und war sofort wieder bei dir, während ich zugenäht und versorgt wurde. Schließlich war ich nun auch fertig versorgt und kam zurück in die Schleuse wo ihr beide mit der Hebamme gewartet habt.

 

Papa erzählte mir sofort, wie süß du an deiner Hand lutscht und wie friedlich du bist. Dann ging es zurück in den Kreissaal, die Hebamme schob mich, Papa schob dich. Im Kreissaal angekommen, wurdest du gewogen und vermessen. 3760 Gramm, 53cm Länge und 37cm Kopfumfang. Eine kleine proppere Prinzessin! Unsere Prinzessin! Dann das erste Kuscheln und stillen im Überwachungsraum. Unglaublich schön! Später ging es aufs Zimmer, Papa und ich sichtlich fertig. Nun ging es schlafen, es war mittlerweile 1Uhr Mitternacht. Du schliefst die ganze Nacht auf meiner Brust, da ich dich nicht loslassen wollte und mein Glück nicht fassen konnte. 

Ich liebe dich mein Kind!

Mama

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