Beiträge zum Thema: Gastbeitrag

Blog


Veröffentlicht am von

Gastbeitrag - Kinder kurz- und langfristig finanziell absichern

Gastbeitrag_22-08Wer genügend Geld zurücklegt, der kann mit einem guten Gefühl durch das Lebens schreiten. Doch spätestens dann, wenn erwachsene Menschen nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich sind, muss die Geldanlage für Kinder thematisiert werden. Das Sparen für Kinder ist gar nicht so kompliziert, wie man gemeinhin annimmt. Mit den folgenden Tipps gelingt es bestimmt!

Geld vermehren mit Geduld und Köpfchen

Wer Geld anlegen möchte, der sollte stets verschiedene Anlageformen miteinander vergleichen. Geld investieren funktioniert heute so einfach wie nie, da sich jeder Verbraucher innerhalb von kurzer Zeit online informieren kann. Auch das Lesen verschiedener Zeitschriften zum Thema Finanzen und Sparen geben Aufschluss darüber, welche Anlageformen sich wirklich lohnen.

Besonders bietet es sich natürlich an, einen Teil des Vermögens in Aktien oder in eine Immobilie zu investieren. Doch gerade der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zählt nicht zwingend zu den sicheren Absicherungen des eigene Nachwuchses. Zu hoch ist das Risiko, dass der Kredit nicht rechtzeitig abgezahlt werden kann oder hohe Kosten aufgrund dringender Reparaturen auf das Kind zurückfallen.

Um die Ersparnisse für das eigene Kind zu mehren, müssen Eltern in der Regel viel Zeit investieren. Gerade an der Börse lässt sich das Geld zumeist nicht von heute auf morgen mehren. Daher ist es wichtig, dass das Kapital schon so früh wie möglich angelegt wird. Umso größer wird die Rendite am Ende sein.

Existenzielle Bedrohungen mit finanziellen Reserven absichern

Geld macht nicht glücklich. Dieser Spruch ist zwar im Kern ganz richtig, allerdings kann fehlendes Geld in Verbindung mit einem Schicksalsschlag sehr wohl unglücklich machen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf lange Sicht zu planen. Befinden sich eines oder mehrere Kinder im Haus, so sollten diese in jedem Fall vor einem Jobverlust oder gar dem Tod eines Elternteils abgesichert werden.

Wenn der Hauptverdiener aus gesundheitlichen oder anderen Gründen von heute auf morgen nichts mehr beisteuern kann, dann sind Kinder auf Reserven angewiesen, die sofort greifbar sind. Es nützt in diesem Fall nichts, wenn das Geld fest angelegt wird, weil es eigentlich für das Erwachsenenleben gedacht war.

Geht es um eine konkrete Summe, welche speziell Kinder vor dem finanziellen Ruin schützt, so sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: Zum einen muss die Miete, Lebensmittel und Nebenkosten im besten Fall über mehrere Jahre gezahlt werden können. Zum anderen muss im Zweifel das Kind oder der verbliebene Elternteil für eine Beerdigung, den Umzug und einiges mehr aufkommen. Später kommen Ausbildungskosten hinzu.

Damit die Existenz gesichert wird, solange das Kind abhängig vom Elternhaus ist, muss viel Geld beiseite gelegt werden. Es bietet sich an, diese Summe breit zu streuen. Konkret bedeutet das: Ein Teil des Geldes muss im Notfall sofort verfügbar sein, ein Teil kann mittelfristig angelegt werden.

Ein guter Start ins Erwachsenenleben dank vorausschauender Eltern

Mindestens 50 bis 100 Euro sollten im Monat weggelegt werden, um dem Kind den Start ins Leben zu erleichtern. Wer schon in den ersten Lebensjahren mit dem Sparen speziell für das Kind beginnt, der kann auf diese Weise eine stattliche Summe ersparen.

Von den Ersparnissen kann auf lange Sicht hin der Einzug in die erste Wohnung, ein Aufenthalt im Ausland oder der Führerschein bezahlt werden. Es ist immer schön, wenn Kinder sich diese besonderen Ausgaben nicht selbst über Jahre erarbeiten müssen.

Natürlich ist es nicht für jede Familie möglich, diesen Betrag zu sparen. Jeder sollte so viel investieren, wie es das monatliche Einkommen erlaubt. Wichtig ist nur, dass die Beträge regelmäßig weggelegt werden. Wer hier einen Dauerauftrag bei der Bank einrichtet, der kommt gar nicht erst in die Versuchung, das Geld anderweitig ausgeben. Im Zweifel ist es auch sinnvoll, die Großeltern oder andere nahe Verwandte um Hilfe zu bitten. Wenn jeder einen kleinen Betrag dazu gibt, ergibt sich auf Dauer ein stattlicher Sparbetrag.

Verantwortung von klein auf lernen

Wer sich wünscht, dass die eigenen Kinder schon früh mit Geld umgehen können, der sollte die Sprösslinge zeitig mit dem Thema vertraut machen. Bereits in der Grundschule sollten Kinder ein geringes Taschengeld bekommen, das sie nach Belieben entweder ausgeben oder sparen können. Auf diese Weise lernen die Kinder: Nur wenn ich geduldig und sparsam bin, kann ich mir auch größere Anschaffungen leisten.

Außerdem sollten Eltern dem Nachwuchs kindgerecht vermitteln, dass das Geld nicht etwa zur freien Verfügung steht, sondern hart erarbeitet werden muss. In diesem Zusammenhang ergibt es Sinn, das Zusammenspiel aus Arbeitstagen unter der Woche und dem Finanzieren des nächsten Familienurlaubs zu erläutern. Nicht zuletzt spielt die Vorbildfunktion eine wichtige Rolle: Machen die Eltern keine Schulden und wissen mit dem Geld zu haushalten, ist das die halbe Miete.

Bildquelle: nattanan23 - Pixabay.co

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsbericht_Montag_VorlageEs war Montag, der 02.01.2017 als ich vorzeitig ins Krankenhaus kam aufgrund meiner Schwangerschaftsvergiftung. Nur noch 4 Tage bis zum geplanten ET und keinerlei Anzeichen von Wehen. Du warst laut der Oberärztin eine kleine Sternenguckerin. Am Abend bekam ich leichte Oberbauchschmerzen und Blut abgenommen, was zum weiteren Verlauf führte. Am nächsten Morgen war ich pünktlich um 7.00 Uhr unten im Kreissaal am CTG; meine Hebamme sollte eigentlich auch da sein, aber sie hatte ein wenig verschlafen. Nach weiteren 2 Std am CTG sollte ich mich bei der Oberärztin entscheiden ob ich eine natürliche Geburt will, was aber nur zu 30% klappen wird laut ihren Aussagen (da noch alles dicht war und keinerlei Wehen, aber sich mein Zustand verschlechterte) oder einen Kaiserschnitt will. Daraufhin wollte ich den Kaiserschnitt, da mir das Risiko zu groß war das ich meinem Würmchen und mir schaden könnte durch die Zustände. Ich hatte so großen Hunger, durfte nichts essen und trinken seit Montagabend. Um ca. 15 Uhr sollte ich im OP dazwischen geschoben werden. Schnell umgezogen, dicke Socken an und einen Tropf drangehangen. Nach ca. 10 Minuten bin ich im durchsichtigem Hemdchen mit meinem Mann(der Gott sei Dank alles verdeckt hatte) und der Hebamme in den Op-Bereich rübergegangen. Ich legte mich auf die kleine Liege, bekam die Betäubung und anschließend die Spinalanästhesie gesetzt. Es war sehr kalt dort, ich zitterte und meine Hebamme hielt mir die Hand. Danach kam mein Mann zu uns und sie machten den Vorhang zu und fingen an. Mir wurde währenddessen ein wenig übel und ich kämpfte mit meiner Atmung, da mir diese plötzlich sehr schwer fiel. Und nach 2 Minuten hörten wir den ersten Schrei, sie legten die kleine Maus kurz auf die Seite von meiner Schulter, der Vater stütze sie. Beide gingen mit der Hebamme in den U-Raum und ich wurde zugenäht und in den Aufwachraum gebracht. Nach einer gefühlten Ewigkeit brachte mich die Hebamme in den Kreißsaal wo die ganze Familie und meine Maus warteten. Der Papa und sie kuschelten ganz nah und ohne Kleider beieinander. 

Und so wurde die kleine Mila mit 55cm, 3360 Gramm um 15:24 Uhr geboren.

 

Lisa H.

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Happy Baby - no alcohol - Erst der Suizidversuch brachte die Diagnose

Happy_Baby_18-07Das Kind kommt auf die Welt mit nur einem Ohr, der kleine Finger der linken Hand ist verkürzt, der linke Arm fehlgebildet, außerdem wird Skoliose diagnosdiziert, eine Wirbelsäulenverkrümmung.

Verdacht auf Fetales Alkoholsyndrom?
Nein!
“Es war bekannt, das meine Mutter Alkohol in der Schwangerschaft getrunken und Antidepressiva genommen hat”, sagt der Sohn.
Die Mutter streite das ab. Bis heute.
“Aber mein Vater wusste es. Der hat es mir erzählt. Der ist wütend”, sagt der Sohn.
Im Verlauf der Jahre stellt sich heraus, dass der kleine Justin* nicht nur unter körperlichen Beeinträchtigungen zu leiden hat.
Er kann sich nur sehr schlecht konzentrieren, vergisst sehr viel, kann nicht leisten, was er tun soll und fühlt sich oft genug hoffnungslos überfordert. Justin hat Probleme seine Impulse zu kontrollieren und seine Wutausbrüche sind legendär. Hinzu kommen Schlafprobleme, die Nächte empfindet er als Qual. “Gefühlt werde ich 999 Mal wach”, sagt er.
Wird inzwischen mal der Verdacht auf Fetales Alkoholsyndrom geäußert? Bekommt Justin Therapien, Medikamente?
“Nein”, merkt er kurz und knapp an, nur die Skoliose sei operiert worden.
Das Leben nimmt seinen Lauf. Es dauert nicht lange, dass die Eltern sich scheiden lassen. Justin bleibt bei seiner Mutter, einer Erzieherin, bis er 15 Jahre ist. Dann haut er ab und wohnt für fünf Jahre bei seinem Vater, einem selbständigen Unternehmer. Justin ist kreuzunglücklich, das Leben überfordert ihn in jeder Hinsicht, er bekommt Depressionen. Trotzdem schafft er den Hauptschulabschluss und beginnt eine Ausbildung zum Fachlageristen. Drei Monate vor der Prüfung schmeißt er hin. “Wegen der Psyche”, erklärt Justin. Er nimmt ein zweites Mal Anlauf Fachlagerist zu werden. Wieder Abbruch. Begründung dieses Mal: zu sensibel. Auch die Skoliose zollt Tribut.
Justin fängt an sich selbst zu verletzen. Erste Gedanken nicht mehr leben zu wollen befallen ihn. Justin hält es nicht mehr aus beim Vater und flüchtet zur Mutter. Doch auch hier geht es ihm nicht besser. 21 Jahre ist er, als er sich umbringen will. Der Suizidversuch mißglückt, setzt aber auf wundersame Weise innere Kräfte frei. Justin weist sich selbst in die Psychiatrie ein.
“Dort habe ich sehr viel über mich erfahren”, sagt er. Dort stellt man ihm auch endlich die Diagnose: Fetales Alkoholsyndrom im Vollbild, gepaart mit schweren Depressionen.
Wirkliche Hilfe bekommt er offenkundig nicht – es folgen weitere Aufenthalte in einer anderen Psychiatrie. Dort erhält er noch eine Diagnose on top: Borderline.*
Medikation? Begleitende Therapien? “Nur Antidepressiva”, berichtet Justin. Und weiter: ” Ich wollte das nicht. Dann habe ich sie doch genommen und bin voll abgeschmiert. Das ist mir nicht bekommen. Ich habe denen gesagt, dass sie mir Cannabis verschreiben sollen, weil ich damit im Alltag ganz gut zurecht komme.”
Inzwischen lebt Justin allein in einer Wohnung mit zwei Wellensittichen. Ab und an kommt eine Betreuerin vorbei oder er fährt zu ihr. Sie befürwortet einen Umzug in eine betreute Wohngemeinschaft. Bei einem seiner Elternteile zu wohnen ist keine Option mehr. “Sie kommen beide mit meiner Psyche nicht klar”, erklärt Justin. Und Justin möchte es auch selbst nicht: “Sie streiten so viel, das überfordert mich.”
Im August wird Justin ein drittes Mal Anlauf nehmen für eine Ausbildung. Dieses Mal zum Sozialassistenten. Das liegt ihm deutlich mehr: “Ich glaube, das passt gut zu mir, weil ich besonders gut darin bin mich in andere Menschen hineinzuversetzen und zuzuhören.”
Wenn Justin sein bisheriges Leben Revue passieren lässt, dann “wundert es mich schon, dass ich vorher nie in psychologischer Behandlung war” – Diagnose Fetales Alkoholsyndrom hin oder her. Die Beeinträchtigungen hat es ja schließlich gegeben und gibt es bis heute. Aber so, wie die eigene Mutter wider besseres Wissen abstreitet Alkohol während der Schwangerschaft getrunken zu haben, so verständnislos reagiert auch die weitere Verwandtschaft. “Es wird immer wieder gesagt, ich soll mich nicht auf der Diagnose ausruhen. Dabei tue ich das doch gar nicht. Ich habe es ihnen immer und immer wider erklärt, wie das ist mit FAS, inzwischen habe ich keine Lust mehr”, klagt Justin. Sein Vater sei sauer auf Justin’s Mutter, dass sie alles abstreitet. “Aber ich merke ihr an, dass sie ein schlechtes Gewissen hat”, sagt Justin.
Er selbst habe akzeptiert, dass er krank sei: “Ich rede da offen drüber.” Wenn man sich mit den speziellen Beeinträchtigungen auseinandersetze und entsprechend damit umgehe, dann “ist das Leben trotzdem ein schönes”.
Justin möchte möglichst vieles über das Syndrom erfahren. Als er liest, dass in Deutschland jedes Jahr 10.000 Babys mit Alkoholschäden geboren werden, dass inzwischen 300.000 Betroffene damit leben müssen, ist er maßlos entsetzt: “Bitte was? Ich dachte, das haben nicht so viele.”
P. S. Entsetzt ist Justin nicht zuletzt als er erfährt, dass er eine fragwürdige Doppeldiagnose – Fetales Alkoholsyndrom plus Borderline – bekommen hat. Schon seine Betreuerin hatte an der Diagnose Zweifel angemeldet. Nun will sich Justin an ausgewiesene Experten des Fetalen Alkoholsyndroms wenden; dies auch im Hinblick auf eine angemessene Medikation und Unterstützung.
In diesem Zusammenhang wird auf folgenden Beitrag hingewiesen:
 
*Name ist geändert
 
Autorin: Dagmar Elsen
Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Happy Baby - no alcohol / Das Entsetzen war größer als die Scham

Happy_Baby_11-07Es war extrem hart für mich zu realisieren, dass ich FAS habe. Denn FAS haben heißt, es gibt kein Mittel dagegen. Das bedeutet, dass ich ein Leben lang damit klar kommen muss, dass ich sehr sehr viele Dinge nicht kann und nicht werde lernen können. Und selbst wenn ich etwas erlernt habe, dass es urplötzlich wieder verschwindet. Es ist so schwer zu akzeptieren, dass ich deshalb viele meiner Träume begraben muss. Und besonders schlimm ist, dass ich nie komplett selbständig werde leben können.

Was mich obendrein schmerzt, ist die Tatsache, dass ich das alles klar vor Augen habe. Ich verstehe, fühle und weiß ganz genau, was mit mir ist. Ich kann das alles reflektieren.

Das macht das Leben für mich nicht leichter – weil ich fühle, wie es anders ist und anders sein könnte. Das macht mich wütend, das macht mich traurig. Ich frage mich, warum nur? Warum ich? Tja, das fragt sich wohl jeder, der ein Handicap oder eine schlimme Krankheit hat. Manchmal, wenn so vieles schief läuft, dann will ich auch nicht mehr.

Gut ist, dass diese Gefühle auch wieder aufhören und ich mir selber sagen kann: Es macht keinen Sinn, zu sehr darüber nachzudenken, weil man es ja nicht ändern kann und weil man, wenn man die ganze Zeit grübelt, es einem nur noch schlechter geht. Es ist besser, die Sache anzunehmen und irgendwie das Beste daraus zu machen.

Es ist ja auch nicht so, dass ich keine Talente hätte und nichts Schönes erleben würde. Und ich glaube, dass es auch viel ausmacht, wenn man ein schönes Zuhause hat und eine Familie, auf die man sich verlassen kann, so wie ich. Das gibt mir viel Sicherheit.

Trotzdem habe ich mich so lange geschämt für mich, geschämt dafür, dass ich FAS habe. Deshalb hätte ich mir auch niemals vorstellen können, dass ich eines Tages anderen gegenüber mal über die Lippen bringen würde: Ich habe FAS.

Bis, ja, bis der Tag kam, als mein Entsetzen über das, was ich da sah, größer war als meine Scham. Ein Mädchen, das ich kenne, hochschwanger, saß fröhlich auf der Bank und trank Bier. Ich dachte: Was macht sie da bloß? Das geht doch nicht.

Ich bin zu ihr hin und habe zu ihr gesagt: “Hey, lass’ das, Du darfst keinen Alkohol trinken, sonst passiert Deinem Baby, was mir passiert ist.” Das Mädchen sah mich mit großen Augen an und fragte: “Wieso? Was denn? Was meinst Du?” Zum ersten Mal kam über meine Lippen: “Ich habe FAS, meine biologische Mutter hat Alkohol getrunken, als sie mit mir schwanger war. Jetzt habe ich ganz viele Probleme und muss starke Medikamente nehmen.”

Das Mädchen ließ die Bierflasche sinken und wollte wissen: “Was denn für Probleme?” Ich erwiderte: “Ich kann mich ganz schlecht konzentrieren, ich vergesse furchtbar viel, ich bin oft unruhig und ich kann mich schlecht kontrollieren, wenn ich wütend bin und ich werde leider ganz schön schnell wütend. Und Mathe kann ich fast gar nicht.” Außerdem gestand ich ihr, dass ich manchmal blöde Sachen anstelle, weil ich meistens gar nicht so wirklich weiß, was ich da eigentlich mache. Erst hinterher wird mir das klar, wenn ich Ärger kriege und wir darüber reden.

Ich habe das Mädchen dann gar nicht mehr gesehen. Später habe gehört, dass sie kein Alkohol mehr angerührt und ein gesundes Baby zur Welt gebracht hat. Das hat mich wahnsinnig gefreut.

Autorin: Dagmar Elsen

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Little Walking Wolf – Kunst im Kinderzimmer

 
IMG_8798
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir haben drei wunderschöne Kinderzimmerprints geschickt bekommen, von Little Walking Wolf.
 
Drei einzigartige Kunstdrucke auf Leinwand, die man in verschiedenen Größen und Motiven auswählen kann und die online bei www.littlewalkingwolf.de oder direkt im Shophttp://shop.littlewalkingwolf.de zu finden sind. Das schon einmal vorweg, aber:

 

Wer ist eigentlich Little Walking Wolf?

 

IMG_0228

 
Kindermotive für die Wand,
süß wie die Kleinen an der Hand –
bei Little Walking Wolf gibt’s tolle Sachen,
Dinge, die drei Schwestern machen:
Elefant, Bär und Pirat
lustig, bunt – nicht akkurat;
Feuerwehrmann, Pferde, Drachen,
kleine Mädchen, die fröhlich lachen.
Originale, Poster, Leinwanddruck,
wir schicken es ruck, zuck.
Wünsche sind möglich, ist doch klar –
wenn es gefällt ist’s wunderbar!
Quelle: Little Walking Wolf
 
 
 
 
 
Ein Team aus drei Schwestern, die kreativer kaum sein können. Im Portfolio haben sie unter anderem Poster, Leinwände, Postkarten, Kunst für Erwachsene aber auch wundervolle mit Liebe gehäkelte Produkte, sowie kunterbunte Accessoires.

 

Was ist das Tolle an Little Walking Wolf?

 

IMG_4889

 
Bei den drei Schwestern entsteht alles mit viele Liebe und durch Handarbeit, die Kindermotive sind farbenfroh, fröhlich und vor allem kindgerecht.
 
Ganz individuell kann man entscheiden, welches Motiv in welcher Größe auf Leinwand oder als Poster gedruckt wird.

 

 

 

 

Schaut doch mal rein, es lohnt sich!

IMG_2658 

 

 

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Little Walking Wolf – Kunst im Kinderzimmer

 
IMG_8798
 
Wir haben drei wunderschöne Kinderzimmerprints geschickt bekommen, von Little Walking Wolf.
 
Drei einzigartige Kunstdrucke auf Leinwand, die man in verschiedenen Größen und Motiven auswählen kann und die online bei www.littlewalkingwolf.de oder direkt im Shophttp://shop.littlewalkingwolf.de zu finden sind. Das schon einmal vorweg, aber:

 

 

 

Wer ist eigentlich Little Walking Wolf?

IMG_0228

 
Kindermotive für die Wand,
süß wie die Kleinen an der Hand –
bei Little Walking Wolf gibt’s tolle Sachen,
Dinge, die drei Schwestern machen:
Elefant, Bär und Pirat
lustig, bunt – nicht akkurat;
Feuerwehrmann, Pferde, Drachen,
kleine Mädchen, die fröhlich lachen.
Originale, Poster, Leinwanddruck,
wir schicken es ruck, zuck.
Wünsche sind möglich, ist doch klar –
wenn es gefällt ist’s wunderbar!
Quelle: Little Walking Wolf
 
Ein Team aus drei Schwestern, die kreativer kaum sein können. Im Portfolio haben sie unter anderem Poster, Leinwände, Postkarten, Kunst für Erwachsene aber auch wundervolle mit Liebe gehäkelte Produkte, sowie kunterbunte Accessoires.

 

Was ist das Tolle an Little Walking Wolf?

IMG_4889

 
Bei den drei Schwestern entsteht alles mit viele Liebe und durch Handarbeit, die Kindermotive sind farbenfroh, fröhlich und vor allem kindgerecht.
 
Ganz individuell kann man entscheiden, welches Motiv in welcher Größe auf Leinwand oder als Poster gedruckt wird.

 

Schaut doch mal rein, es lohnt sich!

 

IMG_2658 

 

 

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Gastbeitrag - Wenn die Mutter mal krank ist

 

preview_COLOURBOX6154106

Es ist halb sieben als der Wecker klingelt. Alles tut mir weh, mein Kopf brummt und mir ist sehr kalt. Aber ich muss aufstehen, weil mein Sohn in den Kindergarten muss. 

 

Er wartet schon an seinem Bettchen mit einem strahlenden Lächeln auf mich. Ich habe letzte Nacht Fieber bekommen, und mir ist heute morgen gar nicht nach lächeln zu mute, aber ich versuche es trotzdem.

 

Frühstück für den Kleinen machen und dabei die Brotzeit für den Kindergarten zusammen packen.

 

Ein Blick in den Spiegel... oh sehe ich schrecklich aus! Aber ich fühle mich sogar so schlecht das es mir egal ist.

 

Ich ziehe meinen Sohn um und überlege wie ich es schaffen soll, heute aus dem Haus zu kommen. Mein ganzer Körper schmerzt und die Wirkung der Scherztablette lässt auf sich warten.

 

Oder soll ich ihn lieber zu hause lassen? Nein bloß nicht, sonst kann ich mich nicht wenigstens 5 Stunden ausruhen. 

 

Gegen 8.00 Uhr verlassen wir das Haus, der Wind bläst, kälter als es in Wirklichkeit ist, in mein Gesicht. Mein Sohn ist bestens gelaunt, er freut sich auf den Kindergarten und erzählt mir von seinem Traum. Ich denke nur noch an mein Bett, aber ich muss jetzt funktionieren....

 

noch 30 Minuten dann kann ich mich ins Bett legen... wenigstens für 5 Stunden.

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Gastbeitrag - Wie hat mich mein Kind lieb ?

preview_COLOURBOX8458431

 

Manche von Ihnen kennen das.

Ihr Kind geht lieber zur Oma und zu einer anderen Person und weint, wenn Sie es nehmen wollen.

An was liegt das?

 

Vielleicht ist die Lösung einfach als man denkt.

Sie verbringen eventuell zu wenig Zeit mit ihm.

Aber was tun, damit ihr Kind Sie wieder lieb hat?

Diese 5 Schritte zeigen es.

 

1. Spielen Sie etwas mit ihm

 

Wenn Sie viel zu tun haben, legen sie mindestens Freitags und Samstags zwei bis drei Stunden für ihr Kind zum spielen ein.

 

2. Machen Sie ihm eine Überraschung

 

Kinder lieben Überraschungen.

Machen Sie ihm deshalb einmal im Monat eine Überraschung.

Gehen Sie mit ihm essen.

Gehen Sie in das Kino oder essen Sie mit im ein Eis.

Ihr Kind wird sich freuen.

 

3. Sagen Sie ihm, dass Sie es lieb haben

 

Damit weiß ihr Kind, dass sie es lieb haben und es hat vielleicht auch ein bisschen mehr vertrauen zu Ihnen.

Aber sagen sie es von Herzen, nicht weil Sie es müssen.

 

4. Machen Sie ein Gute Nacht Ritual

 

Zum Beispiel lesen Sie ihm eine Gute Nacht Geschichte vor oder singen Sie ihm ein Gute Nacht Lied.

 

5. Machen Sie Blödsinn mit ihm

 

Besonders kleine Kinder im Alter zwischen ein und zwei Jahren lieben es, wenn sie mit ihm Blödsinn machen und zum Beispiel das Kasperletheater spielen oder es einfach mal durchkitzeln.

 

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Gastbeitrag - Was ist mit den Kindern los?

preview_COLOURBOX9419703

 

Hauptsächlich ein beliebtes Thema bei Lehrern oder Erziehern. "Jede Generation an Kinder wird immer schlimmer". Aber ist das wirklich so? Oder denken wir nur, das es so ist, weil wir einfach Erwachsen geworden sind und die Dinge anders betrachten als damals, als wir noch Kind waren? 

 

Ich glaube schon das die heutige Jugend ziemlich frühreif ist und manche auch einfach zu "lasch" erzogen werden. Aber es gibt auch immer noch die schüchternen, braven, die keinen Mist bauen und sich ganz normal verhalten, das blöde daran ist nur, das sie einfach nicht auffallen. Es wird immer nur über die Problemfälle gesprochen und es wird sich auch nur um die gekümmert. Die anderen machen ja keine Probleme. 

 

Aber wie sich die Kinder fühlen die immer von den lauten, frechen überschattet werden interessiert niemanden. Denn wenn es ihnen schlecht gehen würde würden sie ja was sagen. Ist das so? Sie wollen einfach nicht im Mittelpunkt stehen und auch nicht die komplette Aufmerksamkeit auf sich lenken, was aber nicht heißt, dass es ihnen nie schlecht geht! 

 

Leider verstehen es aber auch nur die, die entweder früher auch so still waren, oder die jetzt stille Kinder haben und sich damit auseinander setzen mussten. 

 

Dieser Text soll mal als kleiner Denkanstoß dienen, dass schüchterne Menschen auch mal was sagen wollen, aber sich meist nicht trauen, weil sie denken sie nerven. "Die lauten Kinder haben jetzt schon so oft gefragt oder genervt, sage ich mal lieber nicht auch noch was". 

 

Redet mit den schüchternen, selbst wenn sie nicht soviel zu sagen haben, sie meinen es nicht böse! Die meisten müssen einfach auftauen.

Gesamten Beitrag lesen
Veröffentlicht am von

Die Geschichte einer Geburt

5360a8ae587c391af90414532f4486fbe06e044ef676348dec1aa849c9331474Das Leben ist ein Geschenk – auch wenn es uns manchmal verzweifeln lässt

Ich möchte euch heute unsere Geschichte erzählen. Erst einmal zu mir: Ich bin 22 Jahre alt, habe einen 23 Jahre alten Mann und eine fast 6 Monate alte Tochter. 

Mein Mann und ich hatten schon immer einen großen Kinderwunsch und so versuchten wir trotz unseres doch recht jungen Alters so schnell als möglich ein Baby zu bekommen. Doch dies war, aufgrund meiner Vergangenheit gar nicht so einfach. 

Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich täglich mit Kreislauf- und Augenproblemen zu tun. Ohnmachtsanfälle gehörten auch dazu. Anfangs dachte ich es, die Probleme seien stressbedingt, denn ich hatte gerade meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin begonnen. Doch die Situation änderte sich nicht und ich bekam immer mehr Angst davor, alleine irgendwo hin zu gehen. Denn mittlerweile häuften sich meine Krankenhausaufenthalte, weil ich mir sehr oft bei meinen Ohnmachtsanfällen eine Gehirnerschütterung zuzog. Die Ursache musste also unbedingt gefunden werden. Ich war bei den unterschiedlichsten Ärzten, darunter auch Kardiologen und Neurologen. Etliche EKG, Blutdruckmessungen, EEK, MRT und CT später war ich genau so schlau wie vorher - nichts war gefunden worden. Keiner kannte den Grund für meine gesundheitlichen Probleme. Erst nach einer invasiven Herzuntersuchung gab es zumindest eine Diagnose. Und die lautete: Sinustachykardie ( ständig hohe Herzfrequenz), Hypotonie (niedrigen Blutdruck), eine angeborene Reiz-Leitungs-Störung (AVNRT) und einen AV-Block ersten Grades. Das war ein bisschen viel auf einmal, ich war natürlich am Boden zerstört. Abhilfe sollten Medikamente schaffen, aber es besserte sich einfach nichts. Im Gegenteil: Ein paar Monate später hatte ich immer stärker werdende Ohrbeschwerden. Es fühlte sich an wie ein schmerzhafter Druck auf dem rechten Ohr. Eher zufällig ertastete ich dann einen Knoten in meiner Ohrmuschel. Natürlich bin ich sofort zum Arzt gefahren und erhielt nur eine Stunde später die niederschmetternde Nachricht, dass in meinem Ohr ein Tumor wuchs. Eine Operation sollte so schnell wie möglich erfolgen. Mit örtlicher Betäubung, denn die Kosten für eine Vollnarkose wären nicht übernommen worden. Was blieb mir übrig? Ich war 19 Jahre alt, hatte Herzprobleme, einen Tumor im Kopf und stand kurz vor meinem Examen. Ich musste die Operation über mich ergehen lassen! Im September 2014 wurde ich erfolgreich in örtlicher Betäubung operiert. Der Tumor stellte sich zum Glück als gutartig raus. Ich habe meine letzten Prüfungen eine Woche nach der OP gehabt und zum Glück bestanden. Bis auf die Herzprobleme schien sich mein Leben endlich wieder zu normalisieren.

Die Freude allerdings währte nicht lang. Denn im November war der Tumor wieder da und ich musste erneut operiert werden. Diesmal aber mit „weitreichender Ausschabung“. Warum ich diese beiden Tumore hatte, weiß bis heute keiner mit Gewissheit. Viele Ärzte sind der Meinung, dass meine Hormone dabei eine erhebliche Rolle gespielt haben könnten. Das aber bedeutete in Folge, dass eine Schwangerschaft sowohl für mein Herz eine Gefahr darstellen als auch Auslöser zur erneuten Tumorbildung sein könnte. Sogar das Stillen meines Kindes könnte für meinen Körper eine zu große Belastung darstellen. 

Unser beziehungsweise mein Kinderwunsch aber war so groß, dass wir das Risiko unbedingt eingehen wollten. Und, im Februar 2016 wurde ich tatsächlich schwanger. Ein Traum ging in Erfüllung, trotz Schwangerschaftsübelkeit mit Krankenhausaufenthalt und Gewichtsabnahme von fast 9 Kilogramm, Schmerzen und Kreislaufproblemen bis zum Ende der Schwangerschaft freute ich mich jeden Tag auf unser kleines Mädchen und nahm das alles gerne in Kauf. 

Gegen Ende der Schwangerschaft, so in der 32. SSW, hatte ich zweimal die Grippe und einen Magen-Darm-Infekt. Meine ungeborene Tochter hat in dieser Zeit auch nicht mehr viel zugenommen, da ich ja nicht viel Nahrung zu mir nehmen konnte. Doch wir kämpften uns durch die Zeit. Sobald als möglich sollte die Geburt meiner Kleinen eingeleitet werden. Einen Tag vor dem errechneten ET war es dann soweit, ich bekam meine erste Tablette. Leider ohne Erfolg, mein Körper machte keine Anstalten, unsere Tochter in die Welt zu entlassen. Das Baby lag schon vier Wochen lang richtig tief in meinem Becken, trafen wir an jenem Mittwochmittag die Entscheidung, die Kleine per Kaiserschnitt zu holen. Es wollten sich einfach keine Wehen einstellen und mein Muttermund war seit Wochen nicht mehr als Fingerkuppen-durchlässig. Einen letzten Versuch unternahm die Hebamme mit mir in der Nacht zum 16.11.2016 um die Kleine normal zu entbinden. Aber da bis 24 Uhr überhaupt keine Veränderungen zu erkennen waren, schickten wir meinen Mann nach Hause und ich versuchte zu schlafen. Um 04:50 platzte plötzlich mitten im Schlaf meine Fruchtblase. Ich habe sofort der Schwester Bescheid gesagt, dir mir zunächst nicht glauben wollte, bis sie bei mir im Zimmer war um dann panisch im Kreissaal anzurufen und mich anzukündigen. Sie organisierte sofort einen Rollstuhl und versuchte noch mich „trockenzulegen“. So vergingen nochmals 10 Minuten. Im Kreissaal wurde ich ans CTG angeschlossen und man sah sehr schön die Wehentätigkeit. Mein Muttermund war mittlerweile 4 bis 5 cm geöffnet, also hatten wir laut Hebamme noch Zeit und ich sollte meine Familie benachrichtigen. Ich rief meinen Mann und meine Mama an. Das muss so gegen 5.10 Uhr in der Früh gewesen sein. Ich wusste, bis die beiden im Krankenhaus ankämen, wäre es kurz vor 6 Uhr. Plötzlich bekam ich extrem heftige Wehen in sehr kurzen Abständen. Die Schmerzen waren unerträglich. So schlimm, dass ich mich mit der Hebamme entschloss, eine PDA durchführen zu lassen und füllte den entsprechenden Fragebogen aus. Im Nachhinein weiß ich das ich die Öffnungswehen und die Austreibungsphase innerhalb ein paar Minuten hatte. Wir hatten gerade die Hälfte des Fragebogen ausgefüllt, als mich der Pressreiz überkam und dies auch tat. Die Hebamme war ganz erschrocken und sagte ich dürfe auf keinen Fall pressen. Schnell kontrollierte sie den Muttermund, der jetzt 10 Zentimeter weit offen und mein Baby bereit war zur Welt zu kommen. Von da an ging alles unglaublich schnell. Die Ärztin kam angerannt, die Hebamme hat mir Anweisung gegeben die ich nicht erfüllen konnte, bis plötzlich kein Herzton mehr zu hören war. So schnell konnte ich nicht schauen, drücke die Ärztin erst mit der Hand, dann dem kompletten Unterarm mein Kind nach unten und die Hebamme versuchte von unten zu helfen. Ich sollte währenddessen meine Beine halten, meinen Kopf anheben und pressen. Leichter gesagt als getan, wenn eine 80-Kilo-Frau quasi auf dir sitzt und versucht, dein Baby aus dir heraus zu drücken. Ich hatte 5-10 Minuten durchgehende Presswehen bis meine kleine Malia Kim am 16.11.2016 um 05:38 endlich das Licht der Welt erblickte. 

Ich durfte die Nabelschnur durchschneiden und die Ärztin untersuchte Malia an meinen Füßen das erste mal, bis die Ärzte von der Intensivstation kamen. Mir kam dieser Zeitraum unheimlich kurz vor, doch es waren rund 8 Minuten, bevor mein Mann und meine Mama den Kreissaal betraten durften, die Intensivärzte kamen und Malia weggebracht wurde zum. Ich wurde fast eine Stunde genäht, da ich sowohl einen Damm- als auch einen Scheidenriss hatte. Währenddessen wurde Malia noch einmal in den Kreissaal zurück gebracht, gemessen, gewogen und angezogen. Unsere Tochter war 2845 gr schwer und 51 cm groß. Ich hab davon nicht viel mitbekommen, aber mein Mann durfte die Kleine kurz in den Armen halten bevor Malia zur Überwachungssstation gebracht wurde. Eigentlich nur für eine Stunde. Daraus wurden allerdings drei bis vier Stunden und nur durch sehr lauten Protest von mir, durfte ich mein Kind dann endlich auch in den Arm nehmen. 

Ich habe, wie mir empfohlen wurde, abgestillt und die Flasche gegeben. 

Durch den starken Blutverlust während der Geburt hatte ich wieder mit meinem Kreislauf zu kämpfen, dass hab ich aber gut gemeistert mit der Hilfe meiner Familie. Wir waren überglücklich und hofften das der Spuck jetzt ein Ende hat. 

Es sollte aber anders kommen. 4 Wochen nach der Geburt hatte ich plötzlich Milch in meiner Brust. Meine Hebamme beruhigte mich und meinte,so etwas passiere immer wieder einmal. Ich könne ja versuchen Malia zu stillen beziehungsweise natürlich abzustillen. Ich entschied mich zu stillen, doch dies erwies sich als sehr problematisch da Malia nicht richtig an der Brust saugen konnte. Auch Schnuller oder Flaschen hat sie nicht genommen, sie hat sofort gewürgt. Das Resultat ist eine Kieferverformung. Also musste ich abpumpen. Meine Hebamme und ich haben wirklich alles versucht, meinen Milchfluß anzuregen, aber das Gegenteil war der Fall. Die Milch wurde immer weniger. Und als Malia mit 6 Wochen wegen Fieber bis 41 Grad, an Weihnachten ins Krankenhaus kam, versiegte meine Muttermilch ganz, denn mir fehlte einfach der Nerv und die Ruhe im Krankenhaustrubel weiter abzupumpen. 

Nach 3 Tagen durften wir zum Glück wieder nach Hause. Aber der Alltag mit Malia wurde nicht besser. Die Kleine war von Geburt an ein Kind, das viel geschrieen hat. Aber nach unserem Krankenhausaufenthalt wurde es noch schlimmer. Bis zu 10 Stunden täglich, öfter länger als eine Stunde am Stück weinte Malia, wir konnten sie einfach nicht beruhigen. 

In unserer Verzweiflung ließen wir Malia vom Osteopathen untersuchen, waren mit ihr in der Schreiamblanz und bei der Physiotherapie. Nichts brachte wirklich Linderung. Wir mussten wohl damit leben, ein Schreibaby zu haben. Wer das nicht selbst erlebt hat, kann sich kaum vorstellen, wie sehr das an den Nerven zehren kann und wie schnell man an die eigenen Grenzen stößt. Ohne Hilfe von außen ist es kaum möglich, diese Zeit zu überstehen. Wir haben Glück, unsere Familie und Freunde helfen wo sie können. Manchmal reicht es, dass wir einen kurzen Spaziergang unternehmen können, um mal kurz durchzuatmen. 

Anfang März sind wir umgezogen. Wir hatten ein bisschen die Hoffnung, dass in unser Leben ein bisschen Ruhe einkehrt, wobei wir wussten, dass wir mit Malias Schreien zurecht kommen müssten. Wir hatten soweit tatsächlich alles gut im Griff, weil wir uns gegenseitig ablösten und auch immer Hilfe von außen annahmen. 

Die erste Märzwoche kränkelte Malia und wir sind Samstags zu unseren Kinderarzt gefahren, da sie sich nicht gut anhörte und ständig husten musste. Er sagte sie hätte nur eine leichte Erkältung und sie solle Nasentropfen nehmen. Gesagt, getan.

Am 06.03.2017 wurde allerdings unser Leben auf eine harte Probe gestellt. Ich schreibe diese Zeilen mit Tränen in den Augen den jede Erinnerung daran tut weh.

Malias Zustand hatte sich nicht verbessert aber auch nicht verschlechtert, als sie gegen Abend bei einem Hustenanfall blau angelaufen ist und regungslos da lag. Sie hatte aufgehört zu atmen. Einfach so. Ich habe sofort begonnen sie zu wiederbeleben. Nach einer guten Minuten hat sie wieder geatmet. Erst in dem Moment hat mein Mann reagiert. Wäre ich keine Krankenschwester wüsste ich auch nicht ob ich so schnell reagiert hätte. Wir riefen sofort im Krankenhaus an, erklärten was passiert war und und sagten das Malia im Moment stabil sei. Man riet uns, die Kleine selbst ins Krankenhaus zu fahren, um sie durch den Transport im Krankenwagen nicht noch mehr aus der Bahn zu werfen. Im Krankenhaus wurde Malia sofort untersucht und dabei festgestellt, dass der RS- Virus ihre Bronchien sehr angegriffen hat. Das aber hätte unser Kinderarzt bereits sehen und handeln müssen, dann wäre es erst gar nicht zum Atemstillstand gekommen. Es folgten 4 Tage Krankenhaus mit Adrenalin- Inhalationen um die Bronchien zu erweitern. Malia ging es zunehmend besser und wir durften nach Hause, da ich, aufgrund meiner früheren Tätigkeit auf der Intensivstation Malia zu Hause betreuen konnte und mich auch um die wichtigen Inhalationen kümmern konnte. 

Das alles ist es eine ganze Weile her und schafft uns natürlich immer noch. Unsere Tochter Malia ist sehr ängstlich geworden und fremdelt zur Zeit. Das Schreien wurde noch schlimmer. Aber, statt daran zu verzweifeln, haben wir gelernt, das Leben zu schätzen, mit allen Schwierigkeiten. Denn wir hatten unser Kind beinahe ganz verloren – was waren dagegen schon Stunden voller Schreien und Weinen! Malia hat zwar noch immer Probleme mit der Lunge beziehungsweise mit den Bronchien und dies wird auch eine Zeit so bleiben, aber wir können damit umgehen. 

Vor zwei Wochen haben wir kirchlich geheiratet und unsere Malia wurde getauft. Wir sind nicht perfekt, wir sind jung und machen Fehler, aber wissen das Leben zu schätzen und halten zusammen als kleine Familie, die schon viele Tiefen erleben musste. Wir haben dabei aber auch gelernt, das Leben zu schätzen und zu genießen. Niemand weiß, wieviel gemeinsame Zeit uns gegeben ist. 

Ich danke omaMa für die Chance unsere Geschichte zu teilen.

Gesamten Beitrag lesen