Beiträge zum Thema: Familienleben

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Die Welt die ich die hinterlassen möchte, für dich... 

 

sind Ruhe und Gelassenheit den du bist ein besonderer Mensch - das warst du schon immer und wirst du immer bleiben. 

 

Alles an Dir ist besonders auch wenn das nicht immer jemand sieht und gewisse Eigenschaften an Dir als unangezogen sehen oder sogar nervig. Manche Menschen sehen besondere Kinder nicht, da sie nicht immer anders aussehen. 

Manche Menschen werden dich kritisieren und an Dir rumnörgeln, ja auch ich als Mutter tue dies manchmal. Aber Zweifel niemals an Dir, den du bist stark. Du bist stärker als du denkst.

Und ich weis du wirst so einige Menschen irgendwann umhauen mit deinen tollen Taten. 

Ihnen zeigen was du kannst.

Einfach alles verändern - und dies versuche ich mit dir. 

 

Ich möchte dir die Welt so hinterlassen wie du es dir wünscht, Dir beim träumen helfen-

mit Dir den richtigen Weg für deine Ziele aussuchen, Schritt für Schritt wie beim laufen lernen in die richtige Richtung gehen um dann zu sehen das du deine Ziele erreicht hast. 

Deine Freude, dein stahlen und Energie zu sehen. Ich wünsche mir für dich eine bessere Welt - mehr Glück und vor allem Gesundheit. 

Menschen die dich so nehmen werden wie du bist. 

Dich lieben lernen, hinter dir stehen und dich auch in den schwersten Tagen begleiten. 

 

Denk immer daran mein Schatz- du bist so stark. 

Und vorallem etwas ganz besonderes.... 

 

In liebe deine Mama 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Mein wunderbarer Sohn,

 

Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Denn Du hast mich zu einer Mama gemacht. Dabei wollte ich anfangs nie Kinder, bis Du Dich heimlich eingeschlichen hast. Unerwartet, ungeplant und zu einem Zeitpunkt, der unpassender kaum hätte sein können. Denn ich war jung. Zu jung. Und ohne berufliche Perspektive. Doch als ich beim Frauenarzt saß, weinend und verzweifelt, und er den Ultraschall machte, hab ich Dich zum ersten Mal gesehen. Nur 5 mm groß, mit hektischem Herzschlag. Es war sofort Liebe! Ungeachtet der Umstände, meiner persönlichen Probleme und dem sozialen Stand. Ich wusste, dass ich jetzt erwachsen werden muss, weil ich bald für Dich sorgen muss. Zum ersten Mal in meinem Leben ignorierte ich kritische Stimmen in meinem Umfeld. Keiner traute es mir zu, für Dich sorgen zu können. Ehrlich gesagt, ich kann das aus heutiger Sicht sogar verstehen, aber damals tat mir das fehlende Vertrauen wirklich weh. Um so mehr bemühte ich mich, Dir die Mutter zu sein, die Du brauchst. Lange, bevor Schlagwörter wie „Bindungsorientiert“ oder „Attachement Parenting“ bekannt wurden, handelte ich vor allem nach meinem Bauchgefühl und nicht danach, was in Ratgebern stand oder was mir vermeintliche Ratgeber einzutrichtern versuchten. Und wieder äußerten sich die Stimmen in meinem Umfeld kritisch. Du würdest mir auf der Nase herumtanzen. Du würdest auf die schiefe Bahn geraten. Deine Zukunft wurde in den düstersten Farben gemalt. Doch ich wusste, dass ich das Richtige tue. Spätestens mit einem Blick in Deine wunderbaren Augen wusste ich, dass sich alles zum Guten wenden wird. Und das tat es auch. Du warst vier Jahre alt, als ich meine Ausbildung begann und etwa zeitgleich auch eine Person in unser Leben trat, der uns bis heute begleitet und Dir ein wenig den Vater ersetzte, den es zwar biologisch gab, sozial aber nur wenig Bedeutung für uns hatte, auch wenn er Dich genau so sehr liebt wie ich. 

 

Mit den Jahren wurdest Du natürlich größer. Einer turbulenten Grundschulzeit folgten entspanntere Oberschuljahre. Du wurdest immer größer. Eines Abends bist Du als kleiner Junge ins Bett gegangen und als junger Mann wieder aufgestanden. So kommt mir das jedenfalls vor, denn ich habe kaum bemerkt, wie schnell Du größer geworden bist und wie sehr Du Dich verändert hast. Letztes Jahr hast Du Deinen hervorragender Realschulabschluss abgelegt. Und ich saß unendlich stolz im Publikum und dachte an all die Lehrerinnen, die mir vor etlichen Jahren sagten, aus Dir könne nichts werden.

 

Gestern hast Du Deinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. In wenigen Monaten machst Du nun Deinen ersten Schritt in ein eigenständiges Leben. Dann bist Du fast 18 Jahre alt und bald bist Du flügge. Das heißt für mich nicht, dass ich mich nun entspannt zurück lehnen werde im Sinne von „Meine Arbeit ist getan“. Das werden schon Deine beiden kleinen Schwestern zu verhindern wissen. Aber ich kann voller Stolz darauf zurückblicken, dass mein Widerstand und mein Trotz Dich und mich eng zusammen geschweißt haben und ich hoffe sehr, dass ich Dich mit all den notwendigen Fähigkeiten ausgestattet habe, die Du für die Welt da draußen brauchst. Doch egal, wohin es Dich verschlägt und was noch kommen mag: Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Denn durch Dich hab ich gelernt, was das Leben bedeutet und nur durch Dich hab ich Jahre später den Mut gehabt, das Abenteuer Mutterschaft noch ein bisschen zu verlängern und Deinen zwei kleinen Schwestern das Leben geschenkt. Danke, dass ich Deine Mama sein darf.

 
In Liebe, Mama

 

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Liebe Marie,

 

heute möchte ich dir die Geschichte erzählen, wie ich deinen Papa kennengelernt habe.

 

Es war 2011 und eine meiner besten Freundinnen war gerade 18 geworden. Aus diesem Anlass lud sie viele Freunde und Bekannte zu sich nach Hause ein. Ich machte mich also schick und begab mich auf den Weg zu der Feier. Ich weiß noch genau, dass ich einen gemusterten Pullover getragen habe. Als ich eintraf, waren noch nicht viele Leute da. Wir aßen Pizza, lachten und hatten einen ziemlichen Spaß. Im Laufe des Abends trudelten immer mehr Gäste ein. Und irgendwann kam auch dein Papa zur Tür herein. Er war mit zwei Freunden mitgekommen und hatte ursprünglich gar nicht vor, auf die Feier zu gehen. Ich fand ihn sofort toll. Er hatte etwas längere blonde Haare und ein super ansteckendes Lachen. Im Laufe des Abends stellte uns eine Freundin einander vor. Wir redeten über Gott und die Welt, tauschten Handynummern aus und vergaßen völlig die Zeit. Ich war ganz schön traurig, als der Abend vorbei war. Leider verloren wir uns dann erstmal aus den Augen. Ich glaube, wir haben uns ungefähr zwei Jahre kein einziges Mal gesehen. Wir schrieben uns lediglich ab und zu, aber auch das wurde immer weniger. Irgendwann, es war Herbst 2012, schrieb mir dein Papa wieder und wir beschlossen, uns zu treffen. Wir gingen mit ein paar gemeinsamen Freunden Essen und hatten eine Menge Spaß. Also verabredeten wir uns wieder, diesmal schauten wir einen Film im Kino an. Die Treffen häuften sich und im Laufe der Zeit konnten wir gar nicht mehr ohne den anderen. An manchen Tagen fuhren wir einfach nur in der Gegend herum und redeten über das Leben. An anderen Tagen gingen wir ins Schwimmbad oder lernten die Familien des anderen kennen. Wir liebten es einfach, Zeit miteinander zu verbringen. Dann, am 30. Dezember 2012 fragte mich dein Papa auf einem Steg am Chiemsee mitten in der Nacht, ob ich mit ihm zusammen sein will. Und ja, ich wollte das mehr als alles andere (die Geschichte hört sich ein wenig nach einem kitschigen Liebesfilm an ,aber es ist wirklich so passiert, du kannst deinen Papa fragen ;)). Unsere Beziehung hat seitdem Höhen und Tiefen erlebt. Es gab Zeiten, da haben wir viel gestritten und uns sogar mal für eine kurze Zeit getrennt. Aber sie hat dafür mindestens genauso viele Höhen erlebt. Wir haben jung geheiratet (ich war 22 und dein Papa war 23) und wir haben dich bekommen, unser größtes Geschenk! Ich möchte keine Sekunde mit euch Zweien missen wollen, ihr beide seid meine große Liebe! Ich freue mich so sehr auf die Zukunft mit euch und bin so froh, dass ich dich und deinen Papa habe.

 

In Liebe,

 

deine Mama

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

 

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Mein liebes Kind,

 

Ich will nur das du weisst, ....

Das du zu einer Zeit geboren wurdest an dem alles etwas chaotischer ist als zu meiner Kindheit. In einer Zeit, in der Kinder schon viel mehr erwachsen sein müssen, als sie sollten. In einer Zeit, in der man viel mehr von kleinen Händen erwartet als sie halten können. In einer Zeit in der kleine Füße mehr laufen müssen als man erwarten dürfte. 

Ihr müsst viel mehr wissen, lernen und können. Eure Kindheit besteht darin zu lernen, nicht darin es zu lernen, in dem ihr euch ausprobieren dürft. Sondern in dem ihr Vorschriften einhalten müsst und in allem gut sein sollt. Ihr dürft euch nicht in dieser Zeit in Pfützen schmeißen, weil es euch dreckig macht. Ihr dürft in dieser Zeit nicht im Regen tanzen, weil ihr krank werdet. Nicht mehr alleine rausgehen, weil eure Eltern Angst haben müssen. 

In meiner Zeit war ich von früh bis abends durchgehende draußen, der Hunger trieb mich Heim. Voll mit Dreck, Matsch und strahlende Augen. Ein Abenteuer nach dem anderen, was ich erleben durfte, was mich leitete - alles auszuprobieren und dadurch zu lernen was gut ist und was nicht. Ich verstehe die Eltern heut zu Tage, aber ich möchte dir mitgeben mein Kind - sei wie du bist, mit deinen Fehlern, deiner Lebenslust, deinem aufgedrehten, deinen lustigen wenn auch manchmal blöden Ideen, probiere alles aus - Tanz im Regen, spring in die tiefsten Pfützen um Abenteuer zu erleben. Durchkämme Berge - Täler und den Dschungel. Sei einfach nur Kind....

 

Alles andere erlebst du noch früh genug....

 

 

In großer unendlicher Liebe 

Deine Mama 

 
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Das ist eine besondere Geschichte unserer Familie ♥️ 

 

Ilijan mein Schatz, diese Zeilen hier zu schreiben fallen mir nicht leicht. Denn einerseits sind sie von Freude aber dennoch auch von Trauer. Nach aussen hin erscheinen wir wohl wie jede andere Familie hier auf dieser Welt. Ein glückliches Ehepaar ,die sich nie gesucht und dennoch gefunden haben, und dazu einen wundervollen Sohn - Dich! Doch die Fassade verbirgt ein trauriges Schicksal. Du bist nicht Papas & Mamas erstes Kind. Nein, denn du hast einen großen Bruder, der im Himmel bei den Sternen wohnt. 2 Jahre bevor du das Licht der Welt erblickt hast, hat dein großer Bruder Darijan nach einem Tag Kampf um sein Leben seine Augen für immer geschlossen und ist über die Regenbogenbrücke zu den Sternen geflogen. Ich möchte dir hier mit diesem Brief vom ihm erzählen, damit auch du ihn immer in Erinnerung behalten wirst, obwohl du ihn nie kennengelernt hast. Wenn dich irgendwann mal jemand fragt ob du Geschwister hast, kannst du es mit einem stolzen Ja beantworten. Du musst ihn nicht leugnen, Nein! Du kannst voller Stolz von diesem kleinen, großem Kämpfer erzählen. Denn das war dein Bruder! Niemals habe ich jemand so Starkes gesehen. Und du bist ihm so unglaublich ähnlich. Aber eins musst du wissen, es wird Menschen geben, die werden das nicht verstehen. Aber das ist OK. Nicht jeder kann mit diesem Thema umgehen. Aber du sollst wissen, dass du dich dafür niemals schämen musst. Für uns bist du das größte Glück & auch wir wissen, dass Darijan da sein kleines Händchen mit drin hatte. Denn er hat dich zu uns geschickt. Wie ich schon sagte, nach aussenhin scheinen wir völlig normal. Aber im Inneren sind wir etwas ganz besonderes. Und das darfst du niemald vergessen. Eine besondere Familie mit zwei wundervollen Söhnen zu sein ist nicht seltsam, sondern kostbar! Mein Sohn, Papa & Mama lieben dich so unendlich sehr. 

 
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Mein lieber Schatz,

 

3 Jahre alt bist du schon. Du denkst das Dir die Welt gehört. So selbstverständlich wie du durch die Welt gehst, so ängstlich schaue ich Dir zu. Als Deine Mama werde ich mir immer Gedanken um Dich machen, egal ob du 3 oder 30 Jahre alt bist. 

 

Doch das weißt Du nicht, denn ich zeige es Dir nicht. Ich bestärke Dich in Deinem Tun. Du sollst selbstständig und selbstbewusst sein. Du sollst Dich ausprobieren und auch mal etwas machen wovor Du vielleicht Angst hast. Du sollst einmal eine starke und selbstbewusste Frau sein. 

 

Ich ermutige Dich und halte deine Hand auch wenn ich innerlich ein bisschen möchte das Du immer mein kleines Mädchen bleibst. 

 

Und auch wenn ich manchmal nicht so handle wie Du es Dir wünschst, solltest Du wissen das ich es nur für Dich mache. Wenn Du selbst einmal Mama bist, wirst Du mich verstehen. 

 

Was Du noch wissen solltest: Ich war einmal ganz genauso wie Du. 

 

Du bist mein größtes Glück. 

 
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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Meine liebes Kind Leni Christin, 

 

Ein paar Zeilen an dich zu richten, ist eines der wenigen Dinge die ich noch tun kann. Ich hoffe es geht dir gut dort oben im Sternenkinderhimmel.  Dass du tanzt und spielst im Regenbogenland, voller Liebe und Lachen.  

 

Neulich hab ich ihn gesehen, euren Regenbogen. Und sofort fühlte ich mich dir so nah. 

 

Wenn ich an den Tag deiner Geburt denke, so bin ich sofort von Schmerz und Trauer erfüllt und zugleich von großem Stolz, deine Mama zu sein. Von diesem wunderschönen Mädchen. Niemals werde ich dich vergessen, immer bist du ein Teil von uns. Ich danke dir, dass du uns deinen Bruder Leonard geschickt hast. Aber ich will auch das du weißt, dass wir immer wieder an dich denken. Mal mit ein paar Tränen in den Augen, mal mit einem Lächeln im Gesicht. Deine große Schwester Elly hat dir ein Bild in den Himmel geschickt. Sie fragt so oft nach dir. Ich glaube ganz fest daran, dass wir uns wiedersehen. Diese Vorstellung gibt mir Hoffnung.

 

Ich möchte dir noch sagen, dass ich ich dich immer lieben werde und du fest in unseren Herzen bist.

 

Bis bald mein Kind, tausend Küsse in den Himmel!

Deine Mama Anja

 
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An dem Tag , an dem du geboren wurdest ...

Stand die Zeit still, denn nichts sollte so bleiben und werden wie es war. 

Aber bevor ich dazu komme, wäre es für dich wichtig zu wissen warum. 

 

Gute 11 Monate bevor du auf die Welt kamst, durfte dein Geschwisterchen noch im Bauch zu den Engeln in den Himmel ziehen. Es war für unsere kleine Familie ein großer Schmerz und vor allem ich, deine Mama leide noch immer unter diesen harten Schicksalsschlag, bin aber dennoch mehr als glücklich dich mein Regenbogenbaby in meinem Leben du haben. Du vervollständigst mein ganzes Leben, sowie das deiner Geschwister. 

 

Als ich kurze Zeit nach dem Schicksalsschlag mit Dir schwanger wurde, änderte sich unser komplettes Leben, den mein Körper hatte mit der Schwangerschaft so seine Probleme. Und trotz mehreren Krankenhausaufenthalten, versuchten wir es so gut es ging zu meistern, das du so lange deinen warmen Ort unter meinem Herzen behalten konntest. Jedoch ging es deiner Mami von Tag zu Tag schlechter, sodass ich in der 31 Ssw. wieder in das Krankenhaus kam. Es war Dezember und bald sollte Weihnachten sein. Für deine Geschwister war es zu der Zeit sehr schwer, denn sie wollten, dass Mama zu Weihnachten bei ihnen ist. Aber gesundheitlich ging es mir zunehmend schlechter und mein Kreislauf brach mehrmals am Tag zusammen. 

 

Aufgenommen auf Station, wurde ich überwacht. Am nächsten Tag gegen Abend holte ich Wasser als ich einen Druck im Kopf spürte und umfiel, mehr wusste ich nicht mehr. 

 

Die Ärzte waren sich uneinig und so fing das Spiel im Kreißsaal an. Ein Arzt kam herein und bereitete mich auf den Kaiserschnitt vor, kurze Zeit später hieß es nein wir probieren das noch, dann wurde ich wieder vorbereitet auf den Kaiserschnitt - dieses Hin-Her-Spiel ging bis in die Morgenstunden und mein Zustand verschlechterte sich. Da niemand wusste wie ich auf eine Narkose reagieren würde, ob ich wieder aufwachen würde, entschieden sich die Ärzte für eine Einleitung in der 32. Ssw. Sie klärten mich auf, dass es ein Frühchen wird, was für Komplikationen kommen werden. Innerlich wusste ich bzw. musste ich mich auf das Schlimmste einstellen. 

 

Die Geburt war nicht das schlimmste ... sie dauerte wie die meisten, als du jedoch endlich da warst ...

Stand die Zeit still! 

 

Denn.... du gabst keinen Ton von dir ...

In den Moment brach ich in Tränen aus... sollte das das Ende sein? 

 

Ein paar Sekunden bei der Kinderärztin und der Hebamme und du gabst ein leises Keuchen von dir. 

Ich durfte dich ganze 60 Sekunden auf der Brust halten, als du gingst - die Ärztin nahm dich mit. 

 

Es dauerte eine Ewigkeit und mir schien die Zeit nicht zu vergehen. Ich geriet in Panik und wusste nicht was geschehen war. Nach dieser Ewigkeit - etwa 2 Stunden - kam die Kinderärztin zurück mit einer zweiten Kinderärztin und einen riesigen Inkubator... darin lagst du mein kleiner Engel. Für dein Alter mit 49 cm sehr groß, aber einfach nur Haut und Knochen bedeckt von 1000 Kabeln. Du wurdest beatmet, da du kurz nach der Geburt das Atmen eingestellt hattest. In diesem Glaskasten, der mollig warm war, solltest du zu Kräften kommen... das war 10 Tage vor Weihnachten.

 

Jeden Tag war ich bei dir, jeden Tag wünschte ich mir das du stärker wirst und Kraft tankst. Es gab so viele Rückschläge, aber du bist der größte kleine Kämpfer den ich kenne, denn trotz Rückschläge hast du mir das größte Weihnachtswunder gemacht, dass es gibt. Du hast dich so ran gehalten, das du an Heilig Abend mit mir nach Hause gehen durftest. Und deine Geschwister kennen lernen konntest

 

Diese Zeit hat für mich still gestanden und wird es auf ewig ....

 
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Mein lieber Luke Anakin,

 

ich will nicht sagen, dass ich dich von unseren 3 Kindern am meisten liebe, denn das wäre unfair deinen Geschwistern gegenüber. Aber weisst du was? Du bist mein ganz besonderer kleiner Junge. Als ich damals erfahren habe, dass ich mit dir schwanger bin, konnte ich es kaum glauben. In meinem Leben hatte ich nicht immer Glück und als ich ziemlich spät deinen Papa kennengelernt habe, da gab es kaum noch eine Steigerung für mich. Er macht mich so unendlich glücklich und er hat dich mir geschenkt. Ja, du bist ein Geschenk für mich. Ein Geschenk deshalb, weil durch dich alles Schlechte ausgelöscht wurde, wir eine richtige Familie wurden und du für mich der wunderbarste kleine Junge auf der ganzen Welt bist.

 

Vielleicht fragst du dich später einmal warum du keine junge Mama hast, vielleicht wirst du sogar dafür gehänselt. Aber Liebe kennt kein Alter. Das wurde mir mit deinem Papa bewusst, der so viel jünger als ich ist und der trotzdem oder gerade deshalb einer der wunderbarsten Menschen ist, die mir je begegnet sind.

 

Luke, du bist unser Sonnenschein und der Beweis unserer grossen Liebe. Jeden Morgen, wenn du aufwachst, freue ich mich auf den Tag mit dir. Freue mich, dass du da bist und unser gemeinsames Leben so viel schöner machst. Deine Lebensfreude ist ansteckend, dein ganzes Wesen lässt uns immer wieder unser grosses Glück spüren.

 

Zugegeben, du hast es uns auch immer leicht gemacht. Ein zufriedenes Baby, dem Weinen fremd war. Ein Baby, welches man als echtes „Anfängerbaby“ bezeichnen konnte. Und nun bist du schon bald drei Jahre alt und noch immer hast du dir dein sonniges Gemüt bewahrt. Jeden Tag aufs Neue schenkst du uns so viel Freude, gibst mir bei meiner Erkrankung allein durch dein Lächeln Kraft. 

 

Luke, ich liebe dich. Du bist mein Auserwählter. Mein grosses Glück, auf dass ich so lange warten musste. Ich bin so unendlich glücklich, dass du bei uns bist. 

Ich bin gespannt auf deinen Lebensweg. Und ich weiss, dass du nicht immer mein lieber kleiner Junge sein wirst. Aber bei allem was du tust, werde ich jederzeit hinter dir stehen. Dich trösten, wenn du Trost brauchst. Mit dir schimpfen, wenn du Unfug angestellt hast. Und dich jederzeit lieben, egal was passiert.

Werde gross mein kleiner Junge und lass dir Flügel wachsen. Und falls du fällst, dann fange ich dich auf.

 

Deine Mama

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