Beiträge zum Thema: Familie

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Anfang des Jahres 2016, irgendwann im März, stand ich im (geplanten) Kinderzimmer und hab aus dem Fenster geschaut. Kaum zu glauben, aber in diesem Moment ist ein Storch vorbei geflogen. Naja, was soll ich sagen, er hat wohl beim Vorbeifliegen gesehen, dass ich in einem leeren Zimmer stehe… Jedenfalls, kurz darauf sollte ich erfahren, dass wir ab Dezember zu dritt sind! 

 

Wir mussten 3 Jahre warten, bis sich unser kleines Wunder zu uns auf den Weg gemacht hat. Wir waren ab dem positiven Schwangerschaftstest die glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt.

 

Der errechnete Geburtstermin war der 24. Dezember. Letztendlich ist Lenny an einem Donnerstag geboren, um 23.24 Uhr. 

 

Wir freuten uns, dass er erst einige Tage nach dem 24. Dezember zu uns gekommen ist, allerdings war es eine sehr lange und nervenaufreibende Zeit für uns. Wir waren am 24. und 25. und 26. Dezember täglich gegen 8.00 Uhr morgens im Krankenhaus, um per Ultraschall checken zu lassen, ob es ihm gut geht. Am dritten Tag, also am 26. Dezember hat uns die Ärztin gesagt, dass die Geburt nun eingeleitet wird. Ich bekam ein Zimmer, viele Stunden des langen Wartens standen nun vor uns. Die ganze Familie und sehr viele Freunde haben mitgefiebert und sich immer wieder nach uns erkundigt. Ganze 4 Tage mussten wir ihnen immer wieder sagen, dass er sich noch nicht auf den Weg macht.

 

Auch mit meiner Hebamme war ich in dieser Zeit ständig in Kontakt. Ihr Rat war: raus aus dem Bett und stramm marschieren. Das hab ich dann auch gemacht. Ich bin raus und in den nahegelegenen Wald gelaufen. Als ich plötzlich pinkeln musste, bin ich schnell zwischen die Bäume. Was soll ich sagen, soviel Pech kann man eigentlich nicht haben, aber ich bin dann zu allem Übel auch noch in einen riesen Haufen Hunde-Kacka gelaufen. Es war so schlimm, dass ich die Schuhe wegwerfen musste! 

 

Am 29. Dezember sind wir dann endlich gegen 18.30 Uhr 

in den  Kreissaal eingezogen. Ich war so glücklich, dass es endlich losging, obwohl ich natürlich wusste, dass der schwierigste Teil noch auf mich zukommen würde.

Ich lag fast 4 Stunden in den Wehen, doch leider wollte der Muttermund sich einfach nicht mehr als 2cm öffnen. Uns wurde dann gegen 

 

22. 15 Uhr mitgeteilt, dass unser Sohn wahrscheinlich per Kaiserschnitt geholt werden  muss. So ist es dann leider auch eingetroffen: um 23.24 Uhr hat unser kleiner Schatz endlich das Licht der Welt erblickt. Er durfte zuerst seinen Papa  kennen lernen, worüber er sehr, sehr stolz war. Ungefähr 30 Minuten später durfte auch ich ihn endlich in meine Arme  schließen. 

 

Der Kaiserschnitt war das Schlimmste und zugleich das Beste, was mir je passieren konnte. 

Seitdem sind wir die glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt und er zaubert uns täglich mehrere Male ein Lächeln ins Gesicht.

 

Lenny ist mittlerweile 20 Monate alt. Wie wir vor kurzem erfahren haben, hätte ich aufgrund meiner Hormon-Werte gar nicht schwanger werden können. 

Es war wirklich ein Wunder – deswegen sicher auch der errechnete Geburts-Termin am 24. Dezember!

 

Achja, schnell noch was Lustiges:

 

wir haben beide ganz schön Sauerei gemacht. Er hat das Handtuch, in das er gewickelt wurde, total vollgekackert und ich hab die Narkose nicht vertragen und hab ziemlich viel gebrochen.

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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An dem Tag , an dem du geboren wurdest ...

Stand die Zeit still, denn nichts sollte so bleiben und werden wie es war. 

Aber bevor ich dazu komme, wäre es für dich wichtig zu wissen warum. 

 

Gute 11 Monate bevor du auf die Welt kamst, durfte dein Geschwisterchen noch im Bauch zu den Engeln in den Himmel ziehen. Es war für unsere kleine Familie ein großer Schmerz und vor allem ich, deine Mama leide noch immer unter diesen harten Schicksalsschlag, bin aber dennoch mehr als glücklich dich mein Regenbogenbaby in meinem Leben du haben. Du vervollständigst mein ganzes Leben, sowie das deiner Geschwister. 

 

Als ich kurze Zeit nach dem Schicksalsschlag mit Dir schwanger wurde, änderte sich unser komplettes Leben, den mein Körper hatte mit der Schwangerschaft so seine Probleme. Und trotz mehreren Krankenhausaufenthalten, versuchten wir es so gut es ging zu meistern, das du so lange deinen warmen Ort unter meinem Herzen behalten konntest. Jedoch ging es deiner Mami von Tag zu Tag schlechter, sodass ich in der 31 Ssw. wieder in das Krankenhaus kam. Es war Dezember und bald sollte Weihnachten sein. Für deine Geschwister war es zu der Zeit sehr schwer, denn sie wollten, dass Mama zu Weihnachten bei ihnen ist. Aber gesundheitlich ging es mir zunehmend schlechter und mein Kreislauf brach mehrmals am Tag zusammen. 

 

Aufgenommen auf Station, wurde ich überwacht. Am nächsten Tag gegen Abend holte ich Wasser als ich einen Druck im Kopf spürte und umfiel, mehr wusste ich nicht mehr. 

 

Die Ärzte waren sich uneinig und so fing das Spiel im Kreißsaal an. Ein Arzt kam herein und bereitete mich auf den Kaiserschnitt vor, kurze Zeit später hieß es nein wir probieren das noch, dann wurde ich wieder vorbereitet auf den Kaiserschnitt - dieses Hin-Her-Spiel ging bis in die Morgenstunden und mein Zustand verschlechterte sich. Da niemand wusste wie ich auf eine Narkose reagieren würde, ob ich wieder aufwachen würde, entschieden sich die Ärzte für eine Einleitung in der 32. Ssw. Sie klärten mich auf, dass es ein Frühchen wird, was für Komplikationen kommen werden. Innerlich wusste ich bzw. musste ich mich auf das Schlimmste einstellen. 

 

Die Geburt war nicht das schlimmste ... sie dauerte wie die meisten, als du jedoch endlich da warst ...

Stand die Zeit still! 

 

Denn.... du gabst keinen Ton von dir ...

In den Moment brach ich in Tränen aus... sollte das das Ende sein? 

 

Ein paar Sekunden bei der Kinderärztin und der Hebamme und du gabst ein leises Keuchen von dir. 

Ich durfte dich ganze 60 Sekunden auf der Brust halten, als du gingst - die Ärztin nahm dich mit. 

 

Es dauerte eine Ewigkeit und mir schien die Zeit nicht zu vergehen. Ich geriet in Panik und wusste nicht was geschehen war. Nach dieser Ewigkeit - etwa 2 Stunden - kam die Kinderärztin zurück mit einer zweiten Kinderärztin und einen riesigen Inkubator... darin lagst du mein kleiner Engel. Für dein Alter mit 49 cm sehr groß, aber einfach nur Haut und Knochen bedeckt von 1000 Kabeln. Du wurdest beatmet, da du kurz nach der Geburt das Atmen eingestellt hattest. In diesem Glaskasten, der mollig warm war, solltest du zu Kräften kommen... das war 10 Tage vor Weihnachten.

 

Jeden Tag war ich bei dir, jeden Tag wünschte ich mir das du stärker wirst und Kraft tankst. Es gab so viele Rückschläge, aber du bist der größte kleine Kämpfer den ich kenne, denn trotz Rückschläge hast du mir das größte Weihnachtswunder gemacht, dass es gibt. Du hast dich so ran gehalten, das du an Heilig Abend mit mir nach Hause gehen durftest. Und deine Geschwister kennen lernen konntest

 

Diese Zeit hat für mich still gestanden und wird es auf ewig ....

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mittwoch, 1. März 2017 gab es zu hohe Herztöne - bis 190 - auf dem CTG beim Frauenarzt. Sie wies mich sofort in die Klinik ein, da es ihr nicht geheuer war. In der Klinik angekommen, bezog ich mein Zimmer und alle CTG's waren unauffällig normal. Trotzdem musste ich zur Überwachung bis Freitag den 3. März 2017 bleiben. Immer hatte ich die Hoffnung, dass wenn ich schon mal im Krankenhaus bin, die Geburt vielleicht losginge. Es passiert leider bis zur Entlassung nichts und auch die Untersuchung ergab keinen geburtsreifen Befund. Die Ärztin sagte, dass wir Montag, den 6. März 2017 nach Befund entscheiden würden, ob eingeleitet wird. Somit musste ich die Klinik ohne Baby verlassen und am Wochenende jedoch zur CTG Kontrolle erscheinen. Samstag gab es keine Unauffälligkeit, Sonntag jedoch war das CTG wieder nicht optimal. 

 

Aufgrund des schlechten CTG am Sonntag, durfte ich wieder in der Klinik bleiben - und Montag, den 06.03.2017 wird eingeleitet. Der Tag auf den wir so lange gewartet haben - unser Engel soll geboren werden. Am besagten Montag war ich 8.45 Uhr mit meinem Gatten im Kreißsaal. Gleich wurde ich ans CTG angeschlossen, welches unauffällig war. Anschließend bekam ich meinen Einlauf, danach wurde die Fruchtblase geöffnet und ab 10.00 Uhr war ich am Wehentropf. Ganz sanft fingen die Wehen an - ich merkte wie der Bauch sich leicht zusammen zieht, aber ich konnte noch lachen und Spaß machen. Gegen 14.00 Uhr bekam ich ein leichtes Mittel gegen die Schmerzen - sie waren noch aushaltbar, aber stetig ansteigend.

 

Nach dem leichten Mittel gegen die immer stärker werdenden Schmerzen, ging es mir erstmal wieder besser. Gegen 16.00 Uhr wollte ich mich bewegen und durfte im Kreißsaal auf und ab gehen. Immer wieder blieb ich stehen oder hockte mich hin, um die Wehen zu veratmen. Jedoch hat mein Kreislauf nicht mitgespielt und ich musste mich wieder hinlegen. Natürlich wieder an das CTG geschlossen, und das bewegen tat dem Baby wohl nicht gut - die Herztöne wurden wieder schlechter. Eine Ärztin wurde gerufen, um zu schauen ob es dem Baby gut geht - soweit war alles in Ordnung. Gegen 18.00 Uhr ging alles ziemlich schnell. Meine Harnblase wurde geleert, in der Hoffnung, dass die Wehen noch stärker wurden. Ja, sie wurden stärker und meine Stimme deutlich lauter. Ich habe sehr oft mitgedrückt und nun leicht an meine Grenzen gekommen - wenn ich gewusst hätte, was in der letzten Stunde noch passiert.

 

Plötzlich wurden die Herztöne wieder schlechter und auf einmal wurden es im Kreißsaal immer mehr Menschen. Eine Hebamme, eine Hebammenhelferin und drei Ärzte in weißem Kittel waren anwesend. Ich wusste nicht wie mir geschieht, ich dachte, sie schneiden mich jede Minute auf. Der Arzt sagte, dass es dem Baby nicht gut geht und sie nun schnell handeln müssen. Meine Beine wurden fest geschnallt und ein grünes Tuch wurde darüber gelegt. Schlussendlich setzen sie die Saugglocke ein - ich musste mehrmals mitdrücken, ein anderer Arzt drückte von oben auf meinem Bauch um das Kind zum Ausgang zu schieben. Und plötzlich kam um 19.04 Uhr mein Baby aus mir heraus und hatte die Nabelschnur zweifach um den Hals, war blau und der Kopf sehr mitgenommen durch die Saugglocke. Aber Felix schrie und erholte sich schnell. Ich wurde geschnitten, bin gerissen und wurde schlecht genäht. 

 

Alle Schmerzen haben sich gelohnt, unser Baby, unser Felix, hat mit 3680 g und 53 cm am 6'märz 2017 das Licht der Welt erblickt und uns sprachlos und überglücklich gemacht.

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Mein lieber Luke Anakin,

 

ich will nicht sagen, dass ich dich von unseren 3 Kindern am meisten liebe, denn das wäre unfair deinen Geschwistern gegenüber. Aber weisst du was? Du bist mein ganz besonderer kleiner Junge. Als ich damals erfahren habe, dass ich mit dir schwanger bin, konnte ich es kaum glauben. In meinem Leben hatte ich nicht immer Glück und als ich ziemlich spät deinen Papa kennengelernt habe, da gab es kaum noch eine Steigerung für mich. Er macht mich so unendlich glücklich und er hat dich mir geschenkt. Ja, du bist ein Geschenk für mich. Ein Geschenk deshalb, weil durch dich alles Schlechte ausgelöscht wurde, wir eine richtige Familie wurden und du für mich der wunderbarste kleine Junge auf der ganzen Welt bist.

 

Vielleicht fragst du dich später einmal warum du keine junge Mama hast, vielleicht wirst du sogar dafür gehänselt. Aber Liebe kennt kein Alter. Das wurde mir mit deinem Papa bewusst, der so viel jünger als ich ist und der trotzdem oder gerade deshalb einer der wunderbarsten Menschen ist, die mir je begegnet sind.

 

Luke, du bist unser Sonnenschein und der Beweis unserer grossen Liebe. Jeden Morgen, wenn du aufwachst, freue ich mich auf den Tag mit dir. Freue mich, dass du da bist und unser gemeinsames Leben so viel schöner machst. Deine Lebensfreude ist ansteckend, dein ganzes Wesen lässt uns immer wieder unser grosses Glück spüren.

 

Zugegeben, du hast es uns auch immer leicht gemacht. Ein zufriedenes Baby, dem Weinen fremd war. Ein Baby, welches man als echtes „Anfängerbaby“ bezeichnen konnte. Und nun bist du schon bald drei Jahre alt und noch immer hast du dir dein sonniges Gemüt bewahrt. Jeden Tag aufs Neue schenkst du uns so viel Freude, gibst mir bei meiner Erkrankung allein durch dein Lächeln Kraft. 

 

Luke, ich liebe dich. Du bist mein Auserwählter. Mein grosses Glück, auf dass ich so lange warten musste. Ich bin so unendlich glücklich, dass du bei uns bist. 

Ich bin gespannt auf deinen Lebensweg. Und ich weiss, dass du nicht immer mein lieber kleiner Junge sein wirst. Aber bei allem was du tust, werde ich jederzeit hinter dir stehen. Dich trösten, wenn du Trost brauchst. Mit dir schimpfen, wenn du Unfug angestellt hast. Und dich jederzeit lieben, egal was passiert.

Werde gross mein kleiner Junge und lass dir Flügel wachsen. Und falls du fällst, dann fange ich dich auf.

 

Deine Mama

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Als ich die 40. Schwangerschaftswoche erreicht hatte, wurde mir bewusst, dass es ab jetzt jeden Augenblick losgehen könnte. Hinter mir lag eine traumhafte Schwangerschaft, ohne morgendliche Übelkeit, ohne Stimmungsschwankungen und ohne Heißhungerattacken - eine wundersame und sorglose Zeit. 

Seit einigen Tagen jedoch machte sich still und heimlich ein Kribbeln im Bauch bemerkbar. Dieses Kribbeln im Bauch, das dem Schmetterlingsgefühl ziemlich ähnlich ist. Es ist die Aufregung vor dem Unbekannten. Davor wie letztendlich unser Baby das Licht der Welt erblickt. Denn wir haben uns zwar für die spontane Entbindung entschieden, aber wir wussten auch, dass dafür alle Voraussetzungen erfüllt sein müssen und unter Umständen eine Sectio unumgänglich ist. 

Meine Gedanken kreisten immer und immer wieder um die Frage nach dem WIE. Wie wird mein Körper mir zeigen, mich ‚as soon as possible‘ in die Geburtsklinik zu begeben. Wie unterscheide ich einen Fehlalarm vom Ernstfall? Wie kommt mein Körper mit den Strapazen einer Geburt klar? Wie reagiere und gehe ich mit den Wehen um und bin ich stark genug, sie ggf. lange zu ertragen?

Es war der zweite Sonntag im März dieses Jahres, als ich gegen 8 Uhr aufstand, um dringend das Badezimmer aufzusuchen. Ich hatte die Toilette noch nicht ganz erreicht, platschten wenige und kleine Tröpfchen auf die Fliesen der Keramikabteilung. Ich blieb verwundert stehen und überlegte kurz, ob ich gerade auf den Boden unseres Badezimmers uriniert hatte. Dann musste ich darüber lachen. Darauf folgte dann aber schnell die Frage, ob es womöglich doch schon Fruchtwasser sein könnte. Ich erinnerte mich an den Vorbereitungskurs. „Ein Blasensprung ist keine hollywoodreife Vorstellung“, sagte die Hebamme. Ich rief mir die Informationen aus dem Kurs ins Gedächtnis, die ich jetzt benötigte, um die Lage zu beurteilen und entsprechend zu handeln. Aber eins hatte ich in der gesamten Zeit bis zum Kreißsaal nicht - Panik! Ganz im Gegenteil. Ich ging zu meinem Ehemann und brachte ihm ganz schonend bei, dass wir wahrscheinlich im Laufe des Tages einen Ausflug in die Klinik unserer Wahl machen würden. Er war genauso gelassen wie ich. Aber das waren wir wahrscheinlich nur, weil ich noch keine Wehen verspürte. Wir beschlossen abzuwarten und zu beobachten, ob sich noch was tut. Die nächsten Anzeichen ließen etwas auf sich warten und wieder war es das Fruchtwasser. Diesmal aber schon ein kleines bisschen mehr. Aus dem wahrscheinlichen Besuch wurde in unseren Gedanken schnell ein definitiver Besuch, denn beim Verlust des Fruchtwassers steigt bekanntlich das Infektionsrisiko. Mein Mann wartete auf mein Startsignal. Wir informierten kurz die werdenden Großeltern, unsere Geschwister und enge Freunde.

Gegen 16 Uhr wurden wir im Kreißsaal vorstellig. Die diensthabende Hebamme untersuchte mich und es war ganz eindeutig Fruchtwasser. „Herzlichen Glückwunsch! Sie gehen nicht mehr ohne Baby nach Hause.“ Puh! Keinen Frühstart hingelegt. Wir bleiben! Und ich bleibe vor allem liegen. Denn unser kleiner Schatz ist noch nicht ganz in der Startposition. Ich muss liegend transportiert werden. Oha! Gerade bin ich noch quer über den ganzen Besucherparkplatz gelaufen und jetzt darf ich nicht mal mehr alleine von der Untersuchungsliege bis zu unserem Familienzimmer gehen. Aber gesagt, getan. Nun hieß es die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Bis dato hatte ich aber immer noch gar keine Wehentätigkeit und der Muttermund war noch fest verschlossen. Eine Hebamme, die gegen 21:30 Uhr das letzte CTG an diesem Tag machte, verabschiedete sich mit den Worten: „Schlafen Sie sich aus für morgen. Wir werden dann die Geburt einleiten.“

Als hätte mein Körper keine Lust auf äußerliche Einwirkung, kamen die ersten Vorwehen, die aber noch so leicht waren, dass ich sie nicht besonders veratmen musste. Dann wurden die Wehen zunehmend heftiger. Gegen Mitternacht hatte ich dann schon mit starken Wehen zu kämpfen. Mein Mann und ich machten uns auf den kurzen Weg in den Kreißsaal. Ich bat um Schmerzlindernde Mittel und bekam ein Zäpfchen, das aber unter Umständen nichts mehr brachte. Wow! Das sind ja rosige Aussichten. Und tatsächlich half das Mittel überhaupt nicht. 

Im Familienzimmer angekommen, wurden meine Wehen so heftig, dass ich dachte, mein Kreislauf versagt. Zumal ich leider zwischen den Wehen gar keine Abstände mehr hatte. Als ich gerade hoffte, die eine Wehe ebbt gerade ab und ich kann Kraft sammeln für die nächste, war die nächste bereits da und drängte sich mir auf. Hat man uns im Kurs nicht versprochen, dass man zwischen den Wehen kleine Erholungsphasen hat? Wo zum Teufel sind dann meine? 

Um 1 Uhr standen wir wieder im Kreißsaal auf der Matte. Ich habe meine Situation so gut es ging geschildert. Die Hebamme schloss mich ans CTG und untersuchte anschließend meinen Muttermund. 2 Zentimeter. „Da muss sich noch einiges tun. Das wird noch dauern.“ Das kann nicht sein. „Ich habe keine Pausen zwischen den Wehen und sie sind so stark“, wiederholte ich das, was ich eingangs gesagt hatte. Das schaffe ich nicht mehr lange, dachte ich mir. Bin ich so schmerzempfindlich? Eigentlich kann ich Schmerz gut verkraften. Ich muss doch noch mehr in dieser Nacht aushalten. Wieso bin ich jetzt schon so erschöpft und am Ende meiner Kräfte? Dann folgte das, wovor ich gewarnt hatte. Mir war während der Wehen so schlecht geworden, dass ich mich vielfach übergeben musste. Als sich mein Magen komplett geleert hatte, untersuchte die Hebamme meinen Muttermund abermals. Es war 2 Uhr morgens. Innerhalb der letzten 60 Minuten um weitere 6 Zentimeter geöffnet. Das verschlug selbst der Hebamme den Atem. Denn damit hatte sie nicht gerechnet. Vorhin waren es gerade mal 2 Zentimeter. Jetzt schon 8. Endlich hatte sie wie auch wir begriffen, was da vor sich ging. Ich war nicht wehleidig. Auch wenn es meine erste Geburt war, schien unser Baby es plötzlich ganz eilig zu haben. Die Ärztin wurde dazu geholt. Sie besprachen kurz die Lage und wendeten sich anschließend mir zu. Ich bat, mir eine PDA zu geben. Die beiden Frauen sahen sich kurz verwundert an. Dann hörte ich die Ärztin reden: „Wir können Ihnen keine PDA geben. Wir würden nicht einmal mehr schaffen, den Zugang rechtzeitig zu legen, geschweige denn, das Mittel zu verabreichen, so dass es wirkt, bevor das Kind auf der Welt ist.“ 

Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Mein erster Gedanke war, ich bekomme keine PDA. Ich muss noch viel mehr als bisher ohne PDA ertragen. Bitte nicht. Dann schoss mir aber ein zweiter Gedanke durch den Kopf. Moment mal, das Baby ist der nächsten Viertelstunde auf der Welt, schätzte die Ärztin. Das gab mir so viel positive Energie und ich war überwältigt von dem Gedanken, gleich unser Baby das erste Mal in meinen Armen zu halten. Mittlerweile hatten die Presswehen eingesetzt. Ein weiterer Arzt kam hinzu, der mir mit knappen Worten erklärte wie ich die Presswehen nutzen sollte, um dem Kind auf die Welt zu helfen. Vier Presswehen weiter sagte mein Mann zu mir, das Köpfchen wäre schon da. Von da an wusste ich, wir haben es geschafft. Und so war es auch. Mit der nächsten Wehe wurden wir Eltern eines zauberhaften Mädchens. Die Hebamme sagte die Uhrzeit an: 2:42 Uhr. Vom Einsetzen der Wehen bis zur Geburt waren knapp drei Stunden vergangen.

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Glück und Angst waren meine ständigen Begleiter...

 

Eigentlich hatte ich die ganze Schwangerschaft Angst um dich, denn wir hatten so lange auf dich gewartet und eigentlich schon aufgegeben, nach deinem großen Bruder ein zweites Wunder erleben zu dürfen.

 

Als es nun am 1.2.2018 soweit war und wir zum geplanten Kaiserschnitt ins Krankenhaus kamen, ging alles drunter und drüber; die Hebamme wusste gar nicht, dass wir kommen und fragte, weshalb wir schon da wären. Bei unserem Anruf einen Tag zuvor wurde uns gesagt, deine Geburt wäre der erste Kaiserschnitt an diesem Tag. Wir wurden vertröstet und sollten uns im Café aufhalten...

 

Erfüllt von Angst entschied Papa, vor dem OP auf uns zu warten - meine Gefühle fuhren Achterbahn! Ich war so unbeschreiblich aufgeregt und da war sie dann auch wieder ... meine Angst!

Deine heutige Patentante kam herbeigeeilt und schaffte es gerade noch rechtzeitig, sodass sie mich ab der OP-Vorbereitung begleiten konnte.

 

Dann ging es los - auf zum OP. Unter Tränen öffnete sich die Tür und ich musste Papas Hand loslassen. Mein Herz raste! Nach der Einleitung der Rückenmarksbetäubung durfte dann deine Tante, die zuvor noch etwas in einem gesonderten Raum warten musste, wieder zu mir. Meine Hand ganz fest in ihrer fingen die Ärzte an ... hinter dem blauen OP-Tuch ruckelte es an mir - die ganzen Geräusche machten mir solche Angst! Dazu die Gefühle, die sowieso schon Achterbahn fuhren. Wird alles gut? Bist du gesund? Wir wirst du wohl aussehen?

 

Dann, um 10.35 Uhr erklang ein kurzer, schwacher Schrei - dein Schrei! Ich war so benebelt von einer ganzen Menge Medikamente, aber ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt! Ich war so glücklich auf der einen Seite - ENDLICH ! Mein Baby. Ich hab vor Glück geweint - so tut es denke ich jede Mutter - ein unbeschreibliches Gefühl.Die Tränen des Glücks wird schnell durch Tränen der Angst abgelöst! Die Hebamme zeigte dich kurz, dann nahm sie dich mit - eine Menge Ärzte kamen sofort angerannt, ebenso Schwestern und Hebammen. ICH bekam nur eine Karte mit einem Foto von dir!

 

Was war los? 

 

Die Ärztin sagte, du hast Probleme beim Atmen - sie müsste dich nun mitnehmen auf Station, dort wirst du beobachtet. Während ich noch auf dem OP-Tisch lag, wurdest du von mir in einem riesigen Wärmebett weggefahren. Papa, der ohne jegliche Ahnung, was zuvor geschah, erwartungsvoll vor der Tür wartete, wurde von dieser Situation überrascht - er lief dem Bettchen einfach nur hinterher und wollte bei dir sein. Als die OP beendet war, wurde ich wieder in den Kreißsaal gebracht - ohne mein Baby, nur mit einem Bild von dir! Keiner konnte mir sagen, was nun los ist. Siehe da... da war sie wieder, die Angst! Später dann durfte ich endlich zu dir und du durftest sogar zu mir. Du wurdest mir auf die Brust gelegt, fast nackig - diese kleinen Finger und Zehen, die kleine Nase, die weiche, schrumpelige Haut - so wunderschön!! 

 

Ich weinte und weinte und weinte... eine Mischung aus Glück und Angst.

 

Später zeigte sich, dass du starke Bauchschmerzen hast- eine Untersuchung durch eine Kinderärztin bestätigt ... dein Darm ist verschlossen! Einen Wimpernschlag später lagst du, angeschlossen an Monitoren, auf der Intensivstation! Die Ärzte müssen dich operieren - JETZT! WAS? Operieren? Mein Baby? Ich fragte mich immer wieder, warum ausgerechnet uns so was passieren musste-wieso musste ausgerechnet dein Start ins Leben so "bescheiden" verlaufen? Wir mussten dich den Ärzten überlassen, wir durften dich noch kurz knuddeln und dann, ca. 30 Minuten später, wurdest du, bereits künstlich beatmet, an uns vorbei zum OP gefahren. 

 

2 Stunden sollte alles dauern. 2 Stunden, die unerträglich werden würden. Das wusste ich! Aus 2 Stunden wurden 4. Hallo Angst, Schlaf ruhig noch heftiger zu... Zurück aus dem OP auf der Intensivstation... Da lagst du nun in deinem Intensiv-Bettchen. Immer noch künstlich beatmet; um dich herum piepte alles Mögliche, über einen Monitor wurdest du überwacht. Ich habe gezittert vor Angst! Aber ich wollte einfach nur bei dir sein! Die Schmerzen, die ich wegen des Kaiserschnittes hatte, waren absolut nebensächlich. Die Tränen liefen mir nur so aus den Augen - beruhigen konnte ich mich nicht! Mein Baby ... so hilflos und vollkommen ausgeliefert - mit einem künstlichen Darmausgang! Künstlicher Darmausgang? Wie bitte? Bleibt der nun für immer? Wie soll ich das schaffen? Normalerweise wechselt man einem Baby die Windel und nun war da dieser Beutel an deinem Bauch...Die Schwestern erklärten mir, dass sie mir in den nächsten Tagen die Pflege des Darmausgangs und den Wechsel der Beutel zeigen würden - ich solle keine Angst haben.

 

Keine Angst? Hallo! "Die haben leicht Reden" dachte ich. Mein Baby, gerade ein Paar Stunden alt, liegt im Tiefschlaf und künstlich beatmet mit einem künstlichen Darmausgang und einer Sonde in der Nase auf einer Intensivstation und nicht in einem Bettchen bei mir auf dem Zimmer - so wie es sein sollte. Ich konnte nicht kuscheln! Mein Baby wurde mir in einer unerklärlichen Art durch die ganzen Geräte und Zugänge in seinem Körper fremd! Ich hatte Angst, dich zu berühren, denn das alles machte dich so zerbrechlich für mich!

 

Der Tag deiner Geburt wird mir ein Leben lang in zweierlei Hinsicht in Erinnerung bleiben. Und auch, wenn mittlerweile der Darmausgang wieder weg ist... diese kleinen Narben an deinem süßen, dicken Bäuchlein werden mich immer wieder an all das erinnern, was ich sah!

 

Und auch, wenn Glück durch Angst abgelöst wurde... Deine Geburt war einer der schönsten Tage in meinem Leben !

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mein Geburtsbericht beginnt tatsächlich 12 Stunden vor der Geburt.

 

Es ist Mittwoch der 21.02.2018. Ein Tag vor dem errechneten Geburtstermin. Heute habe ich einen Termin beim Frauenarzt und frage mich, wie oft ich wohl noch mit großer Kugel hier auftauchen werde. Kaum am CTG angeschlossen, schlägt der Kleine nochmal Purzelbäume und genießt wohl nochmal die letzten Stunden in Mamas Bauch. Der Ärztin gefiel das allerdings gar nicht. Der Kleine ist zu aktiv und wir sollten das nochmal im Krankenhaus checken lassen.

Also sind wir erstmal nach Hause, haben die Kliniktasche geholt und sind dann sofort weiter ins Krankenhaus gefahren. Für mich stand fest, wenn ich heute da bleiben muss, werde ich das Krankenhaus nicht mehr ohne Baby verlassen. Deswegen habe ich mir geschworen, wenn ich nur zur Beobachtung in der Klinik bleiben soll, fahre ich wieder nach Hause. Somit haben wir die Tasche erstmal im Auto gelassen und sind dann in den Kreissaal gegangen. Kaum angekommen, kam ich auch sofort dran, weil meine Ärztin mich schon angekündigt hat. Auch hier wurde ich wieder ans CTG angeschlossen und tatsächlich habe ich dann die ersten Wehen gespürt. Es war ein sehr leichtes ziehen und noch sehr unregelmäßig, aber bis zu diesem Moment konnte ich mir unter Wehen noch gar nichts vorstellen. Nun, da waren sie. Ganz leicht, ein bisschen unangenehm aber nicht schmerzhaft. Auf dem CTG-Streifen wurden sie ebenfalls erkannt und die Herztöne waren auch hier wieder sehr unregelmäßig. Nach einer kurzen Ultraschalluntersuchung sagte die Ärztin mir dann genau das, was ich nicht hören wollte. SIE MÜSSEN ZUR BEOBACHTUNG HIER BLEIBEN.

 

Aber nicht mit mir! Ich Sturkopf habe mich dann auf meine Verantwortung hin, selber entlassen.

 

Mein Mann war natürlich stinksauer. Denn für ihn hieß es, seine Frau heute Nacht mit einem unguten Gefühl alleine zulassen, weil er um 18 Uhr die Nachtschicht antreten muss.

Wir sind also gemeinsam wieder nach Hause gefahren und wenige Minuten später ging es für ihn zur Arbeit. Kaum war er aus dem Haus, hatte ich doch ein mulmiges Gefühl. War es richtig wieder nach Hause zu fahren? Was ist wenn jetzt was passiert?

Aber was ein Zufall, stand wenige Minuten später meine Mama vor der Tür. Sie wollte doch nur mal kurz vorbeischauen. Ja. Ein Mama-Herz weiß genau wann es gebraucht wird. Die Ablenkung war Balsam für die Seele. Gegen 21 Uhr hat sie mich dann wieder alleine gelassen und ich konnte mir noch in Ruhe mein Mittwoch-Abend-Programm ansehen. Im TV liefen zu der Zeit immer Geburtssendungen, die ich mit großer Freude geschaut habe. Um ca. 22.30 Uhr ging ich ins Bett und schlief auch recht zügig ein.

 

Um 23.30 Uhr wurde ich wach. Ich merkte, wie das Bett und meine Beine nass wurden. Vor Schock traute ich mich nicht zu bewegen, aber ich merkte, dass es immer mehr Wasser wurde. Also bin ich schnell ins Bad gestürmt und habe mich erstmal ein paar Minuten aufs Klo gesetzt. Als es allmählich besser wurde, ging ich zurück ins Schlafzimmer und rief meinen Mann an.

SCHATZ, DIE FRUCHTBLASE IST GEPLATZT. Während er sich auf den Weg machte, bin ich nochmal schnell unter die Dusche. Wer weiß, wann ich das nächste Mal dazu kommen werde. Ich trocknete mich gerade ab, da stürmte schon mein Mann ins Bad. So schnell war er noch nie Zuhause. Er schnappte sich die Taschen und schützte den Beifahrersitz mit Handtüchern und Wickelauflagen.

Um ca. 00.00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg. Auf der Fahrt rief mein Mann dann unsere Eltern an und kündigte dem Kreissaal mit, das wir unterwegs sind. Die Hebamme sagte nur. IST ES DAS ERSTE KIND? LASSEN SIE SICH ZEIT. WIR HABEN HIER NOCH GUT ZU TUN.

Oh je. Ist es da so brechend voll?! Bitte nicht! Im Auto hatte ich nur eine Wehe, die aber schon ordentlich zu spüren war. Also kein Vergleich zu denen am Mittag.

Am Krankenhaus angekommen, ging es mir noch super. Ich spürte nur einen seltsamen Schmerz im Rücken. Mein Mann wollte extra auf dem Storchenparkplatz direkt am Einfang parken, aber ich sagte ihm er soll doch lieber auf dem normalen Parkplatz, weil er bei dem anderen nur ein paar Stunden stehen darf und ich die paar Schritte schon schaffen würde. Doch wer hätte es gedacht. Kaum ausgestiegen, kam eine Wehe nach der anderen. Alle 20 Meter musste ich Pause machen und die Wehen veratmen. Wir haben tatsächlich 20 Minuten bis zur Kreissaaltür gebraucht. Wir klingelten an der Tür. BITTE WARTEN SIE NOCH EINEN MOMENT.

Die Minuten vor der Tür waren für mich die Hölle. Ich hatte nur eine Wehenpause von einer Minute und dieser fiese Schmerz im Rücken wurde immer stärker. Mein Mann musste mich regelmäßig ans Veratmen erinnern. So oft geübt Zuhause und trotzdem wieder vergessen. Ab diesem Punkt habe ich auch die Zeit aus den Augen verloren. Ich glaube wir standen so eine gute Stunde vor der Tür aber für mich fühlte es sich an wie eine Ewigkeit. Ich wusste nicht, was für mich gerade am besten ist. Erst bin ich vor der Tür hin und her gelaufen, dann habe ich mich an den Tresen gelehnt und zum Schluss habe ich mich auf die Bank gelegt. Dort habe ich dann einen starken Druck nach unten gespürt. Für mich war es sehr schwierig zu deuten. Muss ich jetzt aufs Klo oder ist das schon dieser berühmte Druck nach unten? Ich erklärte es meinem Mann und er klingelte nochmal. Dann kam auch endlich die Hebamme. Wir durften rein. Im selben Raum, in dem ich schon vor ca. 9 Stunden am CTG angeschlossen wurde. Für mich der perfekte Raum. Denn hier war die Badewanne. Ich habe immer von einer Wassergeburt geträumt.

Auch jetzt wurde ich wieder an den Wehenschreiber angeschlossen. Ich fragte sofort nach einer PDA aber die Hebamme sagte, dass das CTG erstmal eine halbe Stunde laufen soll. Ich dachte nur. BITTE NICHT! Dann musste mein Mann mich erstmal verlassen, weil er mich noch am Empfang anmelden sollte. (Entschuldigung, aber kann man sowas nicht nach der Geburt klären?!)

Die Hebamme hatte nebenbei noch 2 andere Geburten und ließ sich deswegen nur selten bei mir Blicken. Für mich war das schrecklich. Alleine mit der Situation und den Schmerzen klar zu kommen. Der Druck nach unten wurde immer stärker und ich konnte ihn nicht mehr aufhalten. Ich bekam leichte Panik und stöhnte extra etwas lauter vor mich hin, damit mal jemand nach mir sieht. Daraufhin kam auch die Ärztin. Ich sagte ihr, dass ich drücken muss, doch sie sagte ich soll es noch ein wenig aufhalten. Sie zog mir die Hose aus und untersuchte mich. OHHH. WIR HABEN SCHON 10cm! ABER ER LIEGT NOCH ZIEMLICH WEIT OBEN. ES DAUERT NOCH EIN BISSCHEN.

Ich dachte nur. Bitte lass meinen Mann schnell wieder hier sein!

Und dann kam er auch. Um 02.08 Uhr. Zeitgleich mit der Hebamme. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ab diesem Moment waren die Wehen nicht mehr schmerzhaft, sondern ich spürte nur diesen Druck nach unten und die Schmerzen im Rücken. Die Hebamme meinte, wir müssen jetzt noch den Kreissaal wechseln und ich sollte nochmal aufs Klo gehen, aber ich konnte wirklich keinen Schritt mehr gehen. Ich habe gespürt, es ist jetzt gleich soweit. Mein Sturkopf hat sich mal wieder durchgesetzt. Sie untersuchte mich nochmal und rief die Ärztin dazu.

Sie sagte ihr, dass wir nicht mehr wechseln können, da er sich jetzt auf den Weg macht.

Mein Mann stellte sich an mein Kopfende und die Ärztin und Hebamme machten sich bereit.

Ab hier sind meine Erinnerungen nur noch gestückelt. Ich durfte endlich dem Druck nachgeben und pressen. Erst war ein bisschen Angst dabei, dass man sich alles aufreißt aber ich drückte einmal mit voller Kraft und sollte dann eine kurze Pause machen und husten. Und Schwups. Da war er schon. Der Kopf. Es war gar nicht so schlimm. Bei der nächsten Wehe habe ich nochmal all meine Kraft zusammen genommen und dann war er da. Der erste Schrei. Mein Sohn. Mein Leben. Am 22.02.2018 um 02.38 Uhr. Nur 3 Stunden nachdem die Fruchtblase geplatzt ist.

Sie legten mir den Zwerg auf den Bauch und mein Mann durfte die Nabelschnur durchschneiden. Kaum zu glauben, aber man hat den Schmerz tatsächlich sofort vergessen. Es war der schönste Moment in meinem Leben!

 

Nach der Geburt haben sich Ärztin und Hebamme nochmal bei uns entschuldigt, dass sie uns so lange vor der Tür warten ließen. Sie haben niemals damit gerechnet, dass der kleine Mann es so eilig hat und in nur 3 Stunden das Licht der Welt erblickt. Für sie war es selbstverständlich, dass die Geburt des ersten Kindes immer länger dauert. Doch jede Geburt, jede Gebärende und jedes Kind sind anders! Ich hatte eine schöne Geburt, aber würde es nicht diesen Hebammenmangel geben, wäre sie wohl traumhaft schön gewesen.

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

Briefe_an_mein_Kind_Freitagsserie

 

...es war ein kalter Herbsttag. Deine Oma fragte einige Tage vorher, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr einen gemütlichen Frauenabend zu machen. 

Ich wählte einen Freitag, an dem dein Papa auf einer Weihnachtsfeier war. 

Ich bereitet ein tolles Essen vor und besorgte einen schönen Wein. 

Wir machten es uns gemütlich, aßen und tranken und lachten dabei. 

Nach einer Weile, sagte deine Oma zu mir, sie müsste mit mir sprechen. Ich war erschrocken, denn aus dem lachenden Gesicht wurde eine ernste Miene. Sie holte ein Foto aus ihrer Tasche. Dort war ein Mann zu sehen, der mich als Baby auf seinem Schoß hielt. Ich fragte sie, wer das sei. 

Sie musste schlucken und fing an zu weinen. Sie erzählte mir, dass dieses mein Erzeuger sei. Mehr konnte sie nicht sagen, sie war bitterlich am Weinen. Ich schaute sie mit großen Augen an und hielt das Bild in meiner Hand. Sie versuchte mir zu erklären, wie es so kam. Warum ich jetzt erst nach 27 Jahren davon erfahren würde. Zum Schluss sagte sie nur, dass es ihr unendlich Leid tut und sie verstehen könne, wenn ich nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Ich schaute sie weiterhin nur an, ohne groß etwas sagen zu können. Sie weinte weiter. Ich bat sie darum, nach Hause zu gehen. Weiterhin war ich Emotionslos. Sie nahm mich in den Arm und entschuldigte sich. Kurze Zeit später, rief dein Opa mich an. Er weinte ebenfalls. Es sagte mir, dass er mich unendlich lieben würde. Ich wäre seine Tochter, und da würde sich nie etwas dran ändern. Er weinte und weinte. Ich war weiterhin sprachlos und bat darum, mit Zeit zu geben. 

 

Ich habe mir zwei Tage Zeit gelassen- habe nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich diese Erkenntnis in keiner Art und Weise beeinflusst, deinen Opa, meinen Papa, weniger zu lieben, als vor dem Gespräch. Auch deiner Oma machte ich keinerlei Vorwürfe. Klar hätte man früher mit mir sprechen können, aber sowas bespricht man auch nicht eben mal beim Abendbrot. Ich liebe deine Oma und deinen Opa, meine Eltern. Und dein Opa ist mein Papa, kein anderer Mensch könnte dieses jemals sein. 

 

Damit möchte ich Dir sagen:

,,Hör immer auf dein Herz, das betrügt dich nicht. Liebe wen du lieben magst und lass dich bin keinem beirren“ 

Deine Mama, die Tochter deines Opas und deiner Oma

 

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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...es war ein kalter Herbsttag. Deine Oma fragte einige Tage vorher, ob ich Zeit und Lust hätte, mit ihr einen gemütlichen Frauenabend zu machen. 

Ich wählte einen Freitag, an dem dein Papa auf einer Weihnachtsfeier war. 

Ich bereitet ein tolles Essen vor und besorgte einen schönen Wein. 

Wir machten es uns gemütlich, aßen und tranken und lachten dabei. 

Nach einer Weile, sagte deine Oma zu mir, sie müsste mit mir sprechen. Ich war erschrocken, denn aus dem lachenden Gesicht wurde eine ernste Miene. Sie holte ein Foto aus ihrer Tasche. Dort war ein Mann zu sehen, der mich als Baby auf seinem Schoß hielt. Ich fragte sie, wer das sei. 

Sie musste schlucken und fing an zu weinen. Sie erzählte mir, dass dieses mein Erzeuger sei. Mehr konnte sie nicht sagen, sie war bitterlich am Weinen. Ich schaute sie mit großen Augen an und hielt das Bild in meiner Hand. Sie versuchte mir zu erklären, wie es so kam. Warum ich jetzt erst nach 27 Jahren davon erfahren würde. Zum Schluss sagte sie nur, dass es ihr unendlich Leid tut und sie verstehen könne, wenn ich nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte. Ich schaute sie weiterhin nur an, ohne groß etwas sagen zu können. Sie weinte weiter. Ich bat sie darum, nach Hause zu gehen. Weiterhin war ich Emotionslos. Sie nahm mich in den Arm und entschuldigte sich. Kurze Zeit später, rief dein Opa mich an. Er weinte ebenfalls. Es sagte mir, dass er mich unendlich lieben würde. Ich wäre seine Tochter, und da würde sich nie etwas dran ändern. Er weinte und weinte. Ich war weiterhin sprachlos und bat darum, mit Zeit zu geben. 

 

Ich habe mir zwei Tage Zeit gelassen- habe nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mich diese Erkenntnis in keiner Art und Weise beeinflusst, deinen Opa, meinen Papa, weniger zu lieben, als vor dem Gespräch. Auch deiner Oma machte ich keinerlei Vorwürfe. Klar hätte man früher mit mir sprechen können, aber sowas bespricht man auch nicht eben mal beim Abendbrot. Ich liebe deine Oma und deinen Opa, meine Eltern. Und dein Opa ist mein Papa, kein anderer Mensch könnte dieses jemals sein. 

 

Damit möchte ich Dir sagen:

,,Hör immer auf dein Herz, das betrügt dich nicht. Liebe wen du lieben magst und lass dich bin keinem beirren“ 

Deine Mama, die Tochter deines Opas und deiner Oma

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

Am 10.10.2017 schlief ich, wie gewöhnlich, am Mittag. Ich war immer so furchtbar Müde. Ich war alleine zu Hause, denn mein Mann konnte leider in der Woche vom E.T. (12.10.2017) nicht, wie geplant, zu Hause bleiben. Ich lag mit meiner Hündin auf der Couch. Wie immer machte sie sich unglaublich dick, so wachte ich auf und wollte mir Platz schaffen. Plötzlich bemerkte ich, dass meine Hose nass war. Noch im Halb-Schlaf war ich leicht verwirrt und ging zur Toilette. Da das Laufen nicht aufhörte, wurde mir klar, dass meine Fruchtblase gerissen war. Ich schnappte mir mein Handy und rief meinen Mann an. Dieser war völlig aufgelöst, da er so weit weg war, und versuchte seine Mutter zu erreichen. Allerdings hatte sie noch Kinder im Auto die sie nach Hause bringen musste. Er rief dann also seinen Vater an. Dieser wohnt nur 20 Min. weg von uns und ist dann auch sofort losgefahren. Lustiger Weise ist mein Mann wohl wie ein Blitz nach Hause gefahren, denn er kam Zeitgleich mit seinem Vater an, obwohl er eigentlich über eine Stunde gebraucht hätte. Ich schnappte mir meine Tasche und so fuhren wir ins Krankenhaus.

 

Wir kamen im Krankenhaus an und ich wurde gleich am CTG angeschlossen. Die Wehen waren deutlich zu sehen, allerdings spürte ich keine. Die Schwester gab mir eine dieser netten Einlagen, kontrollierte meinen Muttermund und verwies uns ins Wartezimmer, damit ein Arzt sich das alles nochmal anschaut. Und dort saßen wir nun ... volle 2 Stunden! In diesen 2 Stunden bekam ich spürbare Wehen. Ich lief den Gang auf und ab, bis der Arzt dann endlich kam. Er untersuchte mich kurz, gab mir ohne weitere Erläuterung eine Tablette mit den Worten das mein Entzündungswert zu hoch sei und verwies uns wieder zur Schwester die nochmal nach meinem Muttermund schauen sollte. 2cm ... wir waren nun schon seit 3 Stunden dort und ich wusste, das wird noch länger dauern. Mein Mann und ich gingen draußen spazieren und nach gefühlten 5 Stunden wieder zurück zum Kreißsaal. Dort bot man mir ein Bett und ein Zimmer an. So kam ein netter Herr und fuhr mich aufs Zimmer. Während der Fahrt nach oben wurde mir plötzlich schlecht und ich bekam einen Spuckbeutel, den ich auch sofort benutzen musste. Auf der Station wurde ich von der Schwester mit den Worten: "Sie sehen aber gar nicht gut aus" begrüßt. Die Schwester brachte uns in unser Zimmer, erklärte uns alles und schon brauchte ich einen zweiten Spuckbeutel. Sofort rief die Schwester im Kreißsaal an und ließ mich wieder nach unten bringen. Unsere Sachen können wir im Zimmer lassen, sagte sie.

 

Und da waren wir wieder. Wir warteten vor dem Wehenzimmer und kamen dann recht fix in ein Zimmer, wo ich an ein CTG angeschlossen wurde. Und auch dort verbrachten wir sehr viel Zeit. Die Wehen bekamen spürbar kürzere Abstände und die Schwester bot mir Schmerzmittel über den Tropf an. Leider hatten diese keine große Wirkung. Gegen 21 Uhr wurde mein Muttermund noch einmal kontrolliert ... 5cm ... und Schwupps wurden wir in den Kreißsaal geführt. Mittlerweile waren wir schon 6 Stunden im Krankenhaus. Dort bekam ich dann dieses durchaus modische Kittelchen und wurde wieder an sämtliche Geräte angeschlossen. Die Zeit dort verging so unglaublich langsam. Die Schwester teilte mir mit, dass mein Kind mit dem Gesicht nach oben liegt und wir jetzt versuchen werden ihn zu animieren sich zu drehen. Ich musste auf allen Vieren auf meinem Bett Knien. Das war unter den Umständen, als die Wehen mit nur noch 1 Minute Abstand kamen gar nicht so einfach. Alles versucht, nichts hat geholfen, also wieder in Rückenlage. Da ich unerträgliche Schmerzen hatte wurde mir Lachgas angeboten. Damit kam ich überhaupt nicht klar. So gegen Mitternacht und nach 100 Positionswechseln (es stellte sich später heraus das diese mehr als unnötig waren) bekam ich eine PDA. Ab diesem Moment war alles wie auf Wolken, vielleicht war es aber auch die Mischung aus den ganzen Schmerzmitteln? Egal dachte ich mir und versuchte mich auszuruhen. Ich schlummerte zwei Stunden vor mich hin. Eine Schwester kam zu mir mit den Nachrichten, dass meine Wehen aufgehört haben und ich nun einen Wehentropf bekomme. Völlig benebelt nickte ich mit dem Kopf und wurde an den Tropf angeschlossen.

 

Am Wehentropf angeschlossen ging es dann flott voran. Allerdings hörte ich dann, wie die Schwestern sich unterhielten und festegestellt haben, dass dieses blöde CTG Gerät nicht richtig funktioniert. Da wären wir dann bei den unnötigen Positionswechseln, denn geändert hat es am defekten CTG auch nichts. Eine Schwester kam mit einer riesen Nadel auf mich zu und erklärte das sie meinem Baby Blut über den Kopf abnehmen müssten da es ihm nicht gut geht. Der erste Versuch scheiterte doch der zweite klappte dann. Nach kurzer Zeit bekam ich die Aussage zu hören, dass mein Fruchtwasser umgeschlagen ist. Auf meine Frage wieso dies so ist, war die knappe Antwort der Schwester: " Ihr Kind ist sehr gestresst und hat in das Fruchtwasser gemacht". Keinerlei weitere Informationen. Ständig hörte ich die Schwestern tuscheln und langsam wurde mir etwas mulmig. Eine weitere unnötige Information war das ein Kaiserschnitt nun nicht mehr möglich ist. Super dachte ich mir. WARUM genau teilt ihr mir das dann mit? Ich war so erschöpft, hatte Kopfschmerzen und stand mittlerweile völlig neben mir. Gegen 4 Uhr und weiteren unerträglichen Wehen kamen endlich die erlösenden Worte. SIE DÜRFEN JETZT PRESSEN! Nach 45 min dann die Enttäuschung, wir würden es nicht alleine schaffen. Die Saugglocke kam zum Einsatz und um 04.59 Uhr erblickte unser kleiner Prinz das Licht der Welt. Sofort kam der Arzt reingestürmt und nahm das Kind mit. Ich hatte keine Chance, ihn überhaupt zu sehen. Mein Mann, der die ganze Zeit leise und brav in der Ecke saß war sehr blass, sagte kein Wort. Es kam eine Ärztin, die mich nun dank der Saugglocke nähen musste. Mein Mann verließ dabei den Raum und kam auch sehr lange nicht wieder. Nach 40 min waren wir endlich fertig und die Schwester sagte zu mir, ich solle mich doch bitte anziehen. Mit einer PDA ist das alleine fast unmöglich also übernahm mein Mann das, sagte aber immer noch keinen Ton.

Von unserem Kind bis jetzt immer noch keine Spur.

 

Plötzlich kam der Arzt in den Raum - ohne unser Kind. Er erklärte uns kurz, dass er eine Infektion hat, kurz beatmet werden musste und nun auf der Neo liegt. Wir waren vollkommen geschockt. Mit der Information, dass dies halt manchmal vorkommt und dass wir gleich zu ihm gebracht werden, wurden wir in ein Zimmer gebracht. Meinem Mann schossen die Tränen in die Augen. Ich fragte ihn mehrmals was los sei, bis er mir endlich eine Antwort gab. Unser Kind war komplett grün gewesen und hatte die Nabelschnur um den Hals. Die Ungewissheit, wo er ist und wie es ihm geht machte meinen Mann wahnsinnig. Mittlerweile war es 06.30 Uhr und wir waren immer noch im dem Zimmer. Mein Mann ging immer wieder zu den Schwestern und fragte, wann wir unser Kind nun endlich sehen dürfen. Die unverschämteste Antwort die wir bekamen war: " Sie müssen noch warten wir haben gerade Schichtwechsel" BITTE? Na und? Was zur Hölle soll das alles? Dieses Krankenhaus ist furchtbar, was sich im Laufe unseres Aufenthaltes mehrmals bestätigte. Um 7.00 Uhr endlich, nach 2 verdammt langen Stunden wurden wir zu unserem Kind gebracht. 

Dort lag er ruhig in seinem Kasten auf der Neointensiv, angeschlossen an tausend Kabeln. Ich sah ihn zum ersten Mal und das war kein schöner Anblick... Ich fing an zu weinen, eine Schwester holte ihn aus seinem Kasten und legte ihn mir auf die Brust. Es war das schönste Gefühl der Welt doch gleichzeitig war ich einfach unglaublich traurig.

Aber er war da... er war endlich da! Und wir waren nun Mama und Papa.

 

 

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