Beiträge zum Thema: Erinnerung

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

 

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Mein lieber Sohn

 

Hätte ich nur geahnt, dass ich allein Deine Familie sein werde. Dass dein Papa uns einfach im Stich lässt und ich von heute auf morgen mit Baby allein dastehe. Alleine alle Tränen und allen Kummer auffangen muss, Nächte lang mit Dir wach bleibe und Dir am Tag drauf trotzdem so viel Liebe und Geduld schenken muss wie ich nur kann. Ich muss vorwiegend alleine dafür sorgen, dass du leckeres Essen auf dem Tisch stehen und ein gemütliches Dach über dem Kopf hast. Ich bin nach einem langen Kindergarten Tag für Dich da und lese Dir dann das selbe Buch drei Mal vor oder spiele mit Dir das gleiche Spiel wieder und wieder bis der Tag zu Ende geht, auch wenn ich lieber mal eine Pause hätte. Aber hätte ich damals geahnt, dass „wir“ nur Du und ich sein werden, hätte ich nichts im Leben anders gemacht. Denn zu aller Anstrengung, die das alleinerziehend sein so mit sich bringt, so gehört auch all das Schöne dazu. Wenn Du etwas Tolles erlebt oder gesehen hast, erzählst Du es zu aller erst mir. Wenn du im Kindergarten ein Kunstwerk gestaltet hast, bringst du es als Geschenk für mich mit nach Hause. Wenn Du kuscheln möchtest, kommst Du in meine Arme und jeden Tag verteilst du unzählige Küsschen an mich. Und jeden Tag lächelst Du wenn Du mich siehst und holst Dir jeden Morgen Deine Mamakuscheleinheit ab, bevor du ans Frühstück denkst. 

Manchmal bin ich mit den Nerven am Ende, aber dein Lachen entschädigt jeden kleinen Moment der Traurigkeit, weil Du das aller beste auf der Welt für mich bist. Du und ich, wir sind ein gutes Team und ich weiß, dass ich genug für dich bin und immer alles für dich geben werde.

 

Ich liebe dich, deine Mama

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