Beiträge zum Thema: Einleitung

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mittwoch, 1. März 2017 gab es zu hohe Herztöne - bis 190 - auf dem CTG beim Frauenarzt. Sie wies mich sofort in die Klinik ein, da es ihr nicht geheuer war. In der Klinik angekommen, bezog ich mein Zimmer und alle CTG's waren unauffällig normal. Trotzdem musste ich zur Überwachung bis Freitag den 3. März 2017 bleiben. Immer hatte ich die Hoffnung, dass wenn ich schon mal im Krankenhaus bin, die Geburt vielleicht losginge. Es passiert leider bis zur Entlassung nichts und auch die Untersuchung ergab keinen geburtsreifen Befund. Die Ärztin sagte, dass wir Montag, den 6. März 2017 nach Befund entscheiden würden, ob eingeleitet wird. Somit musste ich die Klinik ohne Baby verlassen und am Wochenende jedoch zur CTG Kontrolle erscheinen. Samstag gab es keine Unauffälligkeit, Sonntag jedoch war das CTG wieder nicht optimal. 

 

Aufgrund des schlechten CTG am Sonntag, durfte ich wieder in der Klinik bleiben - und Montag, den 06.03.2017 wird eingeleitet. Der Tag auf den wir so lange gewartet haben - unser Engel soll geboren werden. Am besagten Montag war ich 8.45 Uhr mit meinem Gatten im Kreißsaal. Gleich wurde ich ans CTG angeschlossen, welches unauffällig war. Anschließend bekam ich meinen Einlauf, danach wurde die Fruchtblase geöffnet und ab 10.00 Uhr war ich am Wehentropf. Ganz sanft fingen die Wehen an - ich merkte wie der Bauch sich leicht zusammen zieht, aber ich konnte noch lachen und Spaß machen. Gegen 14.00 Uhr bekam ich ein leichtes Mittel gegen die Schmerzen - sie waren noch aushaltbar, aber stetig ansteigend.

 

Nach dem leichten Mittel gegen die immer stärker werdenden Schmerzen, ging es mir erstmal wieder besser. Gegen 16.00 Uhr wollte ich mich bewegen und durfte im Kreißsaal auf und ab gehen. Immer wieder blieb ich stehen oder hockte mich hin, um die Wehen zu veratmen. Jedoch hat mein Kreislauf nicht mitgespielt und ich musste mich wieder hinlegen. Natürlich wieder an das CTG geschlossen, und das bewegen tat dem Baby wohl nicht gut - die Herztöne wurden wieder schlechter. Eine Ärztin wurde gerufen, um zu schauen ob es dem Baby gut geht - soweit war alles in Ordnung. Gegen 18.00 Uhr ging alles ziemlich schnell. Meine Harnblase wurde geleert, in der Hoffnung, dass die Wehen noch stärker wurden. Ja, sie wurden stärker und meine Stimme deutlich lauter. Ich habe sehr oft mitgedrückt und nun leicht an meine Grenzen gekommen - wenn ich gewusst hätte, was in der letzten Stunde noch passiert.

 

Plötzlich wurden die Herztöne wieder schlechter und auf einmal wurden es im Kreißsaal immer mehr Menschen. Eine Hebamme, eine Hebammenhelferin und drei Ärzte in weißem Kittel waren anwesend. Ich wusste nicht wie mir geschieht, ich dachte, sie schneiden mich jede Minute auf. Der Arzt sagte, dass es dem Baby nicht gut geht und sie nun schnell handeln müssen. Meine Beine wurden fest geschnallt und ein grünes Tuch wurde darüber gelegt. Schlussendlich setzen sie die Saugglocke ein - ich musste mehrmals mitdrücken, ein anderer Arzt drückte von oben auf meinem Bauch um das Kind zum Ausgang zu schieben. Und plötzlich kam um 19.04 Uhr mein Baby aus mir heraus und hatte die Nabelschnur zweifach um den Hals, war blau und der Kopf sehr mitgenommen durch die Saugglocke. Aber Felix schrie und erholte sich schnell. Ich wurde geschnitten, bin gerissen und wurde schlecht genäht. 

 

Alle Schmerzen haben sich gelohnt, unser Baby, unser Felix, hat mit 3680 g und 53 cm am 6'märz 2017 das Licht der Welt erblickt und uns sprachlos und überglücklich gemacht.

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Als ich die 40. Schwangerschaftswoche erreicht hatte, wurde mir bewusst, dass es ab jetzt jeden Augenblick losgehen könnte. Hinter mir lag eine traumhafte Schwangerschaft, ohne morgendliche Übelkeit, ohne Stimmungsschwankungen und ohne Heißhungerattacken - eine wundersame und sorglose Zeit. 

Seit einigen Tagen jedoch machte sich still und heimlich ein Kribbeln im Bauch bemerkbar. Dieses Kribbeln im Bauch, das dem Schmetterlingsgefühl ziemlich ähnlich ist. Es ist die Aufregung vor dem Unbekannten. Davor wie letztendlich unser Baby das Licht der Welt erblickt. Denn wir haben uns zwar für die spontane Entbindung entschieden, aber wir wussten auch, dass dafür alle Voraussetzungen erfüllt sein müssen und unter Umständen eine Sectio unumgänglich ist. 

Meine Gedanken kreisten immer und immer wieder um die Frage nach dem WIE. Wie wird mein Körper mir zeigen, mich ‚as soon as possible‘ in die Geburtsklinik zu begeben. Wie unterscheide ich einen Fehlalarm vom Ernstfall? Wie kommt mein Körper mit den Strapazen einer Geburt klar? Wie reagiere und gehe ich mit den Wehen um und bin ich stark genug, sie ggf. lange zu ertragen?

Es war der zweite Sonntag im März dieses Jahres, als ich gegen 8 Uhr aufstand, um dringend das Badezimmer aufzusuchen. Ich hatte die Toilette noch nicht ganz erreicht, platschten wenige und kleine Tröpfchen auf die Fliesen der Keramikabteilung. Ich blieb verwundert stehen und überlegte kurz, ob ich gerade auf den Boden unseres Badezimmers uriniert hatte. Dann musste ich darüber lachen. Darauf folgte dann aber schnell die Frage, ob es womöglich doch schon Fruchtwasser sein könnte. Ich erinnerte mich an den Vorbereitungskurs. „Ein Blasensprung ist keine hollywoodreife Vorstellung“, sagte die Hebamme. Ich rief mir die Informationen aus dem Kurs ins Gedächtnis, die ich jetzt benötigte, um die Lage zu beurteilen und entsprechend zu handeln. Aber eins hatte ich in der gesamten Zeit bis zum Kreißsaal nicht - Panik! Ganz im Gegenteil. Ich ging zu meinem Ehemann und brachte ihm ganz schonend bei, dass wir wahrscheinlich im Laufe des Tages einen Ausflug in die Klinik unserer Wahl machen würden. Er war genauso gelassen wie ich. Aber das waren wir wahrscheinlich nur, weil ich noch keine Wehen verspürte. Wir beschlossen abzuwarten und zu beobachten, ob sich noch was tut. Die nächsten Anzeichen ließen etwas auf sich warten und wieder war es das Fruchtwasser. Diesmal aber schon ein kleines bisschen mehr. Aus dem wahrscheinlichen Besuch wurde in unseren Gedanken schnell ein definitiver Besuch, denn beim Verlust des Fruchtwassers steigt bekanntlich das Infektionsrisiko. Mein Mann wartete auf mein Startsignal. Wir informierten kurz die werdenden Großeltern, unsere Geschwister und enge Freunde.

Gegen 16 Uhr wurden wir im Kreißsaal vorstellig. Die diensthabende Hebamme untersuchte mich und es war ganz eindeutig Fruchtwasser. „Herzlichen Glückwunsch! Sie gehen nicht mehr ohne Baby nach Hause.“ Puh! Keinen Frühstart hingelegt. Wir bleiben! Und ich bleibe vor allem liegen. Denn unser kleiner Schatz ist noch nicht ganz in der Startposition. Ich muss liegend transportiert werden. Oha! Gerade bin ich noch quer über den ganzen Besucherparkplatz gelaufen und jetzt darf ich nicht mal mehr alleine von der Untersuchungsliege bis zu unserem Familienzimmer gehen. Aber gesagt, getan. Nun hieß es die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Bis dato hatte ich aber immer noch gar keine Wehentätigkeit und der Muttermund war noch fest verschlossen. Eine Hebamme, die gegen 21:30 Uhr das letzte CTG an diesem Tag machte, verabschiedete sich mit den Worten: „Schlafen Sie sich aus für morgen. Wir werden dann die Geburt einleiten.“

Als hätte mein Körper keine Lust auf äußerliche Einwirkung, kamen die ersten Vorwehen, die aber noch so leicht waren, dass ich sie nicht besonders veratmen musste. Dann wurden die Wehen zunehmend heftiger. Gegen Mitternacht hatte ich dann schon mit starken Wehen zu kämpfen. Mein Mann und ich machten uns auf den kurzen Weg in den Kreißsaal. Ich bat um Schmerzlindernde Mittel und bekam ein Zäpfchen, das aber unter Umständen nichts mehr brachte. Wow! Das sind ja rosige Aussichten. Und tatsächlich half das Mittel überhaupt nicht. 

Im Familienzimmer angekommen, wurden meine Wehen so heftig, dass ich dachte, mein Kreislauf versagt. Zumal ich leider zwischen den Wehen gar keine Abstände mehr hatte. Als ich gerade hoffte, die eine Wehe ebbt gerade ab und ich kann Kraft sammeln für die nächste, war die nächste bereits da und drängte sich mir auf. Hat man uns im Kurs nicht versprochen, dass man zwischen den Wehen kleine Erholungsphasen hat? Wo zum Teufel sind dann meine? 

Um 1 Uhr standen wir wieder im Kreißsaal auf der Matte. Ich habe meine Situation so gut es ging geschildert. Die Hebamme schloss mich ans CTG und untersuchte anschließend meinen Muttermund. 2 Zentimeter. „Da muss sich noch einiges tun. Das wird noch dauern.“ Das kann nicht sein. „Ich habe keine Pausen zwischen den Wehen und sie sind so stark“, wiederholte ich das, was ich eingangs gesagt hatte. Das schaffe ich nicht mehr lange, dachte ich mir. Bin ich so schmerzempfindlich? Eigentlich kann ich Schmerz gut verkraften. Ich muss doch noch mehr in dieser Nacht aushalten. Wieso bin ich jetzt schon so erschöpft und am Ende meiner Kräfte? Dann folgte das, wovor ich gewarnt hatte. Mir war während der Wehen so schlecht geworden, dass ich mich vielfach übergeben musste. Als sich mein Magen komplett geleert hatte, untersuchte die Hebamme meinen Muttermund abermals. Es war 2 Uhr morgens. Innerhalb der letzten 60 Minuten um weitere 6 Zentimeter geöffnet. Das verschlug selbst der Hebamme den Atem. Denn damit hatte sie nicht gerechnet. Vorhin waren es gerade mal 2 Zentimeter. Jetzt schon 8. Endlich hatte sie wie auch wir begriffen, was da vor sich ging. Ich war nicht wehleidig. Auch wenn es meine erste Geburt war, schien unser Baby es plötzlich ganz eilig zu haben. Die Ärztin wurde dazu geholt. Sie besprachen kurz die Lage und wendeten sich anschließend mir zu. Ich bat, mir eine PDA zu geben. Die beiden Frauen sahen sich kurz verwundert an. Dann hörte ich die Ärztin reden: „Wir können Ihnen keine PDA geben. Wir würden nicht einmal mehr schaffen, den Zugang rechtzeitig zu legen, geschweige denn, das Mittel zu verabreichen, so dass es wirkt, bevor das Kind auf der Welt ist.“ 

Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Mein erster Gedanke war, ich bekomme keine PDA. Ich muss noch viel mehr als bisher ohne PDA ertragen. Bitte nicht. Dann schoss mir aber ein zweiter Gedanke durch den Kopf. Moment mal, das Baby ist der nächsten Viertelstunde auf der Welt, schätzte die Ärztin. Das gab mir so viel positive Energie und ich war überwältigt von dem Gedanken, gleich unser Baby das erste Mal in meinen Armen zu halten. Mittlerweile hatten die Presswehen eingesetzt. Ein weiterer Arzt kam hinzu, der mir mit knappen Worten erklärte wie ich die Presswehen nutzen sollte, um dem Kind auf die Welt zu helfen. Vier Presswehen weiter sagte mein Mann zu mir, das Köpfchen wäre schon da. Von da an wusste ich, wir haben es geschafft. Und so war es auch. Mit der nächsten Wehe wurden wir Eltern eines zauberhaften Mädchens. Die Hebamme sagte die Uhrzeit an: 2:42 Uhr. Vom Einsetzen der Wehen bis zur Geburt waren knapp drei Stunden vergangen.

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Mein Geburtsbericht beginnt tatsächlich 12 Stunden vor der Geburt.

 

Es ist Mittwoch der 21.02.2018. Ein Tag vor dem errechneten Geburtstermin. Heute habe ich einen Termin beim Frauenarzt und frage mich, wie oft ich wohl noch mit großer Kugel hier auftauchen werde. Kaum am CTG angeschlossen, schlägt der Kleine nochmal Purzelbäume und genießt wohl nochmal die letzten Stunden in Mamas Bauch. Der Ärztin gefiel das allerdings gar nicht. Der Kleine ist zu aktiv und wir sollten das nochmal im Krankenhaus checken lassen.

Also sind wir erstmal nach Hause, haben die Kliniktasche geholt und sind dann sofort weiter ins Krankenhaus gefahren. Für mich stand fest, wenn ich heute da bleiben muss, werde ich das Krankenhaus nicht mehr ohne Baby verlassen. Deswegen habe ich mir geschworen, wenn ich nur zur Beobachtung in der Klinik bleiben soll, fahre ich wieder nach Hause. Somit haben wir die Tasche erstmal im Auto gelassen und sind dann in den Kreissaal gegangen. Kaum angekommen, kam ich auch sofort dran, weil meine Ärztin mich schon angekündigt hat. Auch hier wurde ich wieder ans CTG angeschlossen und tatsächlich habe ich dann die ersten Wehen gespürt. Es war ein sehr leichtes ziehen und noch sehr unregelmäßig, aber bis zu diesem Moment konnte ich mir unter Wehen noch gar nichts vorstellen. Nun, da waren sie. Ganz leicht, ein bisschen unangenehm aber nicht schmerzhaft. Auf dem CTG-Streifen wurden sie ebenfalls erkannt und die Herztöne waren auch hier wieder sehr unregelmäßig. Nach einer kurzen Ultraschalluntersuchung sagte die Ärztin mir dann genau das, was ich nicht hören wollte. SIE MÜSSEN ZUR BEOBACHTUNG HIER BLEIBEN.

 

Aber nicht mit mir! Ich Sturkopf habe mich dann auf meine Verantwortung hin, selber entlassen.

 

Mein Mann war natürlich stinksauer. Denn für ihn hieß es, seine Frau heute Nacht mit einem unguten Gefühl alleine zulassen, weil er um 18 Uhr die Nachtschicht antreten muss.

Wir sind also gemeinsam wieder nach Hause gefahren und wenige Minuten später ging es für ihn zur Arbeit. Kaum war er aus dem Haus, hatte ich doch ein mulmiges Gefühl. War es richtig wieder nach Hause zu fahren? Was ist wenn jetzt was passiert?

Aber was ein Zufall, stand wenige Minuten später meine Mama vor der Tür. Sie wollte doch nur mal kurz vorbeischauen. Ja. Ein Mama-Herz weiß genau wann es gebraucht wird. Die Ablenkung war Balsam für die Seele. Gegen 21 Uhr hat sie mich dann wieder alleine gelassen und ich konnte mir noch in Ruhe mein Mittwoch-Abend-Programm ansehen. Im TV liefen zu der Zeit immer Geburtssendungen, die ich mit großer Freude geschaut habe. Um ca. 22.30 Uhr ging ich ins Bett und schlief auch recht zügig ein.

 

Um 23.30 Uhr wurde ich wach. Ich merkte, wie das Bett und meine Beine nass wurden. Vor Schock traute ich mich nicht zu bewegen, aber ich merkte, dass es immer mehr Wasser wurde. Also bin ich schnell ins Bad gestürmt und habe mich erstmal ein paar Minuten aufs Klo gesetzt. Als es allmählich besser wurde, ging ich zurück ins Schlafzimmer und rief meinen Mann an.

SCHATZ, DIE FRUCHTBLASE IST GEPLATZT. Während er sich auf den Weg machte, bin ich nochmal schnell unter die Dusche. Wer weiß, wann ich das nächste Mal dazu kommen werde. Ich trocknete mich gerade ab, da stürmte schon mein Mann ins Bad. So schnell war er noch nie Zuhause. Er schnappte sich die Taschen und schützte den Beifahrersitz mit Handtüchern und Wickelauflagen.

Um ca. 00.00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg. Auf der Fahrt rief mein Mann dann unsere Eltern an und kündigte dem Kreissaal mit, das wir unterwegs sind. Die Hebamme sagte nur. IST ES DAS ERSTE KIND? LASSEN SIE SICH ZEIT. WIR HABEN HIER NOCH GUT ZU TUN.

Oh je. Ist es da so brechend voll?! Bitte nicht! Im Auto hatte ich nur eine Wehe, die aber schon ordentlich zu spüren war. Also kein Vergleich zu denen am Mittag.

Am Krankenhaus angekommen, ging es mir noch super. Ich spürte nur einen seltsamen Schmerz im Rücken. Mein Mann wollte extra auf dem Storchenparkplatz direkt am Einfang parken, aber ich sagte ihm er soll doch lieber auf dem normalen Parkplatz, weil er bei dem anderen nur ein paar Stunden stehen darf und ich die paar Schritte schon schaffen würde. Doch wer hätte es gedacht. Kaum ausgestiegen, kam eine Wehe nach der anderen. Alle 20 Meter musste ich Pause machen und die Wehen veratmen. Wir haben tatsächlich 20 Minuten bis zur Kreissaaltür gebraucht. Wir klingelten an der Tür. BITTE WARTEN SIE NOCH EINEN MOMENT.

Die Minuten vor der Tür waren für mich die Hölle. Ich hatte nur eine Wehenpause von einer Minute und dieser fiese Schmerz im Rücken wurde immer stärker. Mein Mann musste mich regelmäßig ans Veratmen erinnern. So oft geübt Zuhause und trotzdem wieder vergessen. Ab diesem Punkt habe ich auch die Zeit aus den Augen verloren. Ich glaube wir standen so eine gute Stunde vor der Tür aber für mich fühlte es sich an wie eine Ewigkeit. Ich wusste nicht, was für mich gerade am besten ist. Erst bin ich vor der Tür hin und her gelaufen, dann habe ich mich an den Tresen gelehnt und zum Schluss habe ich mich auf die Bank gelegt. Dort habe ich dann einen starken Druck nach unten gespürt. Für mich war es sehr schwierig zu deuten. Muss ich jetzt aufs Klo oder ist das schon dieser berühmte Druck nach unten? Ich erklärte es meinem Mann und er klingelte nochmal. Dann kam auch endlich die Hebamme. Wir durften rein. Im selben Raum, in dem ich schon vor ca. 9 Stunden am CTG angeschlossen wurde. Für mich der perfekte Raum. Denn hier war die Badewanne. Ich habe immer von einer Wassergeburt geträumt.

Auch jetzt wurde ich wieder an den Wehenschreiber angeschlossen. Ich fragte sofort nach einer PDA aber die Hebamme sagte, dass das CTG erstmal eine halbe Stunde laufen soll. Ich dachte nur. BITTE NICHT! Dann musste mein Mann mich erstmal verlassen, weil er mich noch am Empfang anmelden sollte. (Entschuldigung, aber kann man sowas nicht nach der Geburt klären?!)

Die Hebamme hatte nebenbei noch 2 andere Geburten und ließ sich deswegen nur selten bei mir Blicken. Für mich war das schrecklich. Alleine mit der Situation und den Schmerzen klar zu kommen. Der Druck nach unten wurde immer stärker und ich konnte ihn nicht mehr aufhalten. Ich bekam leichte Panik und stöhnte extra etwas lauter vor mich hin, damit mal jemand nach mir sieht. Daraufhin kam auch die Ärztin. Ich sagte ihr, dass ich drücken muss, doch sie sagte ich soll es noch ein wenig aufhalten. Sie zog mir die Hose aus und untersuchte mich. OHHH. WIR HABEN SCHON 10cm! ABER ER LIEGT NOCH ZIEMLICH WEIT OBEN. ES DAUERT NOCH EIN BISSCHEN.

Ich dachte nur. Bitte lass meinen Mann schnell wieder hier sein!

Und dann kam er auch. Um 02.08 Uhr. Zeitgleich mit der Hebamme. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ab diesem Moment waren die Wehen nicht mehr schmerzhaft, sondern ich spürte nur diesen Druck nach unten und die Schmerzen im Rücken. Die Hebamme meinte, wir müssen jetzt noch den Kreissaal wechseln und ich sollte nochmal aufs Klo gehen, aber ich konnte wirklich keinen Schritt mehr gehen. Ich habe gespürt, es ist jetzt gleich soweit. Mein Sturkopf hat sich mal wieder durchgesetzt. Sie untersuchte mich nochmal und rief die Ärztin dazu.

Sie sagte ihr, dass wir nicht mehr wechseln können, da er sich jetzt auf den Weg macht.

Mein Mann stellte sich an mein Kopfende und die Ärztin und Hebamme machten sich bereit.

Ab hier sind meine Erinnerungen nur noch gestückelt. Ich durfte endlich dem Druck nachgeben und pressen. Erst war ein bisschen Angst dabei, dass man sich alles aufreißt aber ich drückte einmal mit voller Kraft und sollte dann eine kurze Pause machen und husten. Und Schwups. Da war er schon. Der Kopf. Es war gar nicht so schlimm. Bei der nächsten Wehe habe ich nochmal all meine Kraft zusammen genommen und dann war er da. Der erste Schrei. Mein Sohn. Mein Leben. Am 22.02.2018 um 02.38 Uhr. Nur 3 Stunden nachdem die Fruchtblase geplatzt ist.

Sie legten mir den Zwerg auf den Bauch und mein Mann durfte die Nabelschnur durchschneiden. Kaum zu glauben, aber man hat den Schmerz tatsächlich sofort vergessen. Es war der schönste Moment in meinem Leben!

 

Nach der Geburt haben sich Ärztin und Hebamme nochmal bei uns entschuldigt, dass sie uns so lange vor der Tür warten ließen. Sie haben niemals damit gerechnet, dass der kleine Mann es so eilig hat und in nur 3 Stunden das Licht der Welt erblickt. Für sie war es selbstverständlich, dass die Geburt des ersten Kindes immer länger dauert. Doch jede Geburt, jede Gebärende und jedes Kind sind anders! Ich hatte eine schöne Geburt, aber würde es nicht diesen Hebammenmangel geben, wäre sie wohl traumhaft schön gewesen.

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Am 10.10.2017 schlief ich, wie gewöhnlich, am Mittag. Ich war immer so furchtbar Müde. Ich war alleine zu Hause, denn mein Mann konnte leider in der Woche vom E.T. (12.10.2017) nicht, wie geplant, zu Hause bleiben. Ich lag mit meiner Hündin auf der Couch. Wie immer machte sie sich unglaublich dick, so wachte ich auf und wollte mir Platz schaffen. Plötzlich bemerkte ich, dass meine Hose nass war. Noch im Halb-Schlaf war ich leicht verwirrt und ging zur Toilette. Da das Laufen nicht aufhörte, wurde mir klar, dass meine Fruchtblase gerissen war. Ich schnappte mir mein Handy und rief meinen Mann an. Dieser war völlig aufgelöst, da er so weit weg war, und versuchte seine Mutter zu erreichen. Allerdings hatte sie noch Kinder im Auto die sie nach Hause bringen musste. Er rief dann also seinen Vater an. Dieser wohnt nur 20 Min. weg von uns und ist dann auch sofort losgefahren. Lustiger Weise ist mein Mann wohl wie ein Blitz nach Hause gefahren, denn er kam Zeitgleich mit seinem Vater an, obwohl er eigentlich über eine Stunde gebraucht hätte. Ich schnappte mir meine Tasche und so fuhren wir ins Krankenhaus.

 

Wir kamen im Krankenhaus an und ich wurde gleich am CTG angeschlossen. Die Wehen waren deutlich zu sehen, allerdings spürte ich keine. Die Schwester gab mir eine dieser netten Einlagen, kontrollierte meinen Muttermund und verwies uns ins Wartezimmer, damit ein Arzt sich das alles nochmal anschaut. Und dort saßen wir nun ... volle 2 Stunden! In diesen 2 Stunden bekam ich spürbare Wehen. Ich lief den Gang auf und ab, bis der Arzt dann endlich kam. Er untersuchte mich kurz, gab mir ohne weitere Erläuterung eine Tablette mit den Worten das mein Entzündungswert zu hoch sei und verwies uns wieder zur Schwester die nochmal nach meinem Muttermund schauen sollte. 2cm ... wir waren nun schon seit 3 Stunden dort und ich wusste, das wird noch länger dauern. Mein Mann und ich gingen draußen spazieren und nach gefühlten 5 Stunden wieder zurück zum Kreißsaal. Dort bot man mir ein Bett und ein Zimmer an. So kam ein netter Herr und fuhr mich aufs Zimmer. Während der Fahrt nach oben wurde mir plötzlich schlecht und ich bekam einen Spuckbeutel, den ich auch sofort benutzen musste. Auf der Station wurde ich von der Schwester mit den Worten: "Sie sehen aber gar nicht gut aus" begrüßt. Die Schwester brachte uns in unser Zimmer, erklärte uns alles und schon brauchte ich einen zweiten Spuckbeutel. Sofort rief die Schwester im Kreißsaal an und ließ mich wieder nach unten bringen. Unsere Sachen können wir im Zimmer lassen, sagte sie.

 

Und da waren wir wieder. Wir warteten vor dem Wehenzimmer und kamen dann recht fix in ein Zimmer, wo ich an ein CTG angeschlossen wurde. Und auch dort verbrachten wir sehr viel Zeit. Die Wehen bekamen spürbar kürzere Abstände und die Schwester bot mir Schmerzmittel über den Tropf an. Leider hatten diese keine große Wirkung. Gegen 21 Uhr wurde mein Muttermund noch einmal kontrolliert ... 5cm ... und Schwupps wurden wir in den Kreißsaal geführt. Mittlerweile waren wir schon 6 Stunden im Krankenhaus. Dort bekam ich dann dieses durchaus modische Kittelchen und wurde wieder an sämtliche Geräte angeschlossen. Die Zeit dort verging so unglaublich langsam. Die Schwester teilte mir mit, dass mein Kind mit dem Gesicht nach oben liegt und wir jetzt versuchen werden ihn zu animieren sich zu drehen. Ich musste auf allen Vieren auf meinem Bett Knien. Das war unter den Umständen, als die Wehen mit nur noch 1 Minute Abstand kamen gar nicht so einfach. Alles versucht, nichts hat geholfen, also wieder in Rückenlage. Da ich unerträgliche Schmerzen hatte wurde mir Lachgas angeboten. Damit kam ich überhaupt nicht klar. So gegen Mitternacht und nach 100 Positionswechseln (es stellte sich später heraus das diese mehr als unnötig waren) bekam ich eine PDA. Ab diesem Moment war alles wie auf Wolken, vielleicht war es aber auch die Mischung aus den ganzen Schmerzmitteln? Egal dachte ich mir und versuchte mich auszuruhen. Ich schlummerte zwei Stunden vor mich hin. Eine Schwester kam zu mir mit den Nachrichten, dass meine Wehen aufgehört haben und ich nun einen Wehentropf bekomme. Völlig benebelt nickte ich mit dem Kopf und wurde an den Tropf angeschlossen.

 

Am Wehentropf angeschlossen ging es dann flott voran. Allerdings hörte ich dann, wie die Schwestern sich unterhielten und festegestellt haben, dass dieses blöde CTG Gerät nicht richtig funktioniert. Da wären wir dann bei den unnötigen Positionswechseln, denn geändert hat es am defekten CTG auch nichts. Eine Schwester kam mit einer riesen Nadel auf mich zu und erklärte das sie meinem Baby Blut über den Kopf abnehmen müssten da es ihm nicht gut geht. Der erste Versuch scheiterte doch der zweite klappte dann. Nach kurzer Zeit bekam ich die Aussage zu hören, dass mein Fruchtwasser umgeschlagen ist. Auf meine Frage wieso dies so ist, war die knappe Antwort der Schwester: " Ihr Kind ist sehr gestresst und hat in das Fruchtwasser gemacht". Keinerlei weitere Informationen. Ständig hörte ich die Schwestern tuscheln und langsam wurde mir etwas mulmig. Eine weitere unnötige Information war das ein Kaiserschnitt nun nicht mehr möglich ist. Super dachte ich mir. WARUM genau teilt ihr mir das dann mit? Ich war so erschöpft, hatte Kopfschmerzen und stand mittlerweile völlig neben mir. Gegen 4 Uhr und weiteren unerträglichen Wehen kamen endlich die erlösenden Worte. SIE DÜRFEN JETZT PRESSEN! Nach 45 min dann die Enttäuschung, wir würden es nicht alleine schaffen. Die Saugglocke kam zum Einsatz und um 04.59 Uhr erblickte unser kleiner Prinz das Licht der Welt. Sofort kam der Arzt reingestürmt und nahm das Kind mit. Ich hatte keine Chance, ihn überhaupt zu sehen. Mein Mann, der die ganze Zeit leise und brav in der Ecke saß war sehr blass, sagte kein Wort. Es kam eine Ärztin, die mich nun dank der Saugglocke nähen musste. Mein Mann verließ dabei den Raum und kam auch sehr lange nicht wieder. Nach 40 min waren wir endlich fertig und die Schwester sagte zu mir, ich solle mich doch bitte anziehen. Mit einer PDA ist das alleine fast unmöglich also übernahm mein Mann das, sagte aber immer noch keinen Ton.

Von unserem Kind bis jetzt immer noch keine Spur.

 

Plötzlich kam der Arzt in den Raum - ohne unser Kind. Er erklärte uns kurz, dass er eine Infektion hat, kurz beatmet werden musste und nun auf der Neo liegt. Wir waren vollkommen geschockt. Mit der Information, dass dies halt manchmal vorkommt und dass wir gleich zu ihm gebracht werden, wurden wir in ein Zimmer gebracht. Meinem Mann schossen die Tränen in die Augen. Ich fragte ihn mehrmals was los sei, bis er mir endlich eine Antwort gab. Unser Kind war komplett grün gewesen und hatte die Nabelschnur um den Hals. Die Ungewissheit, wo er ist und wie es ihm geht machte meinen Mann wahnsinnig. Mittlerweile war es 06.30 Uhr und wir waren immer noch im dem Zimmer. Mein Mann ging immer wieder zu den Schwestern und fragte, wann wir unser Kind nun endlich sehen dürfen. Die unverschämteste Antwort die wir bekamen war: " Sie müssen noch warten wir haben gerade Schichtwechsel" BITTE? Na und? Was zur Hölle soll das alles? Dieses Krankenhaus ist furchtbar, was sich im Laufe unseres Aufenthaltes mehrmals bestätigte. Um 7.00 Uhr endlich, nach 2 verdammt langen Stunden wurden wir zu unserem Kind gebracht. 

Dort lag er ruhig in seinem Kasten auf der Neointensiv, angeschlossen an tausend Kabeln. Ich sah ihn zum ersten Mal und das war kein schöner Anblick... Ich fing an zu weinen, eine Schwester holte ihn aus seinem Kasten und legte ihn mir auf die Brust. Es war das schönste Gefühl der Welt doch gleichzeitig war ich einfach unglaublich traurig.

Aber er war da... er war endlich da! Und wir waren nun Mama und Papa.

 

 

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Ich hatte irgendwie eine Vorahnung...

 

Ich konnte bereits Nächte lang nicht schlafen... 

Aber erstaunlicherweise konnte ich dann am 22. auf den 23. Dezember 2017 wieder so gut schlafen, das war wirklich so schön.

Am 23. Dezember 2017 habe ich schon zu meinem Mann gesagt, dass es die Ruhe vor dem Sturm ist. Wir haben, als wir zu meinen Eltern sind und noch shoppen waren, die Tasche mit im Auto gehabt. Vom 23. auf dem 24. Dezember hab ich ebenfalls so gut geschlafen Heiligabend haben wir bei meinen Schwiegereltern verbracht, da war ziemliche Randale im Bauch und ich wusste irgendwie nicht wohin mit mir, konnte nicht stehen, nicht sitzen oder liegen. War schon seltsam. Wir sind nachts dann um ca. 1:30 Uhr Zuhause gewesen. Als wir im Bett lagen, konnte ich überhaupt nicht schlafen, ich war hellwach, bin dann bei ca. 4:00 Uhr auf’s Sofa ins Wohnzimmer gewandert, da mein Mann am Schnarchen war und ich ihn auch nicht mit dem Fernseher wecken wollte. Was sehr unnormal war, mein Mann kam um 4:40 Uhr runter und hat nach mir geschaut, normalerweise wird er nie wach. Dass ich dieses Mal aber nicht im Bett war, war irgendwie auch für ihn seltsam, er ist dann wieder hoch,  weil er dachte ich kann unten im Wohnzimmer noch in Ruhe schlafen.

 

Da ich hellwach war, dachte ich, geh ich wieder ins Bett und guck da Fernsehen, störte meinen Mann ja eh nicht. Bin die Treppe hoch und merkte irgendwie wurde es feucht. Decke und Handy in die Ecke geschmissen. ab auf Toilette, da lief es auch schon wie ein Wasserfall; hab mein Mann gerufen und mich hingestellt, um zu gucken, ob es wirklich läuft ohne es halten zu können. Hat mir die Hebamme gesagt, dass man es so für sich prüfen kann. 

 

Da kam leicht die Freude und irgendwie auch Panik in mir auf. Der Gedanke, nun geht es los, unsere Tochter möchte nun kommen, aber auch die Angst vor der Geburt. Wird es schnell gehen, tut es sehr weh...

 

Ich hab mich etwas gewaschen, umgezogen und bin noch etliche Male zur Toilette, da immer wieder Fruchtwasser nach lief. Alle Sachen geschnappt und dann ging es auch schon los zum Krankenhaus.

 

Als wir ankamen war es ca. 5:30 Uhr, es lief immer noch Fruchtwasser, meine Leggings war völlig durchnässt. Die Anmeldung aus dem Notdienst rief im Kreißsaal an und gab Bescheid. Dann habe ich die Aufkleber für die stationäre Aufnahme bekommen und wir sind hoch in Richtung Kreißsaal. Von Wehen war noch nichts zu bemerken. Am Kreißsaal angekommen, klingelten wir. 

 

Dann mussten wir noch warten, da viel zu tun war. Nach 30 Minuten kam endlich die Hebamme und brachte uns zum CTG. Leider nur kleine Wehen zusehen gewesen. Dann kam die Ärztin um mir eine Kanüle zu legen und Blut abzunehmen. CTG lief dann auch schon fast eine Stunde und dann hieß es Ultraschall. Da ich keine Hose hatte und nur im Krankenhaus Schlüppi war, hab ich ein Bettlaken bekommen. Ultraschall war soweit ok, der kleinen ging es super, es war auch noch etwas Fruchtwasser zu sehen, danach wurden wir auf Station gebracht und mussten alle 2 Std wieder zum CTG. 

Wir sind mehrere Male durch das KH spaziert und draußen, sofern es vom Wetter her ging, aber Wehen wurden nicht stärker. Fruchtwasser lief bis zur Geburt auch immer wieder total viel nach. Ich war schon total genervt, jedes Mal CTG und nichts hat sich getan, dann hieß es zum letzten Mal um 21:00 Uhr zum CTG. Ok. Ich musste auch direkt nach 12 Std also um 17 Uhr schon den ersten Antibiotika Tropf bekommen und danach dann alle 8 Stunden. 

 

Ich war also direkt schon mit Medikamenten zu geknallt. Immer wieder Blutdruck und Fieber messen und und und – war alles schon echt nervenaufreibend. Nachts ging es dann los mit Wehen, die schon schmerzhafter wurden, aber wieder nicht ausreichend und es tat sich vom Muttermund her überhaupt nichts! Nachts 1:00 Uhr kam die Schwester rein für den nächsten Tropf. Ich sollte mich ausruhen und endlich versuchen zu schlafen, konnte ich aber nicht, hab auf der Bettkante gesessen und bin immer mal weggenickt, hielt aufgrund der Schmerzen nicht lange an, Ich war dann bereits über 24 Stunden wach. Am nächsten Morgen 26. Dezember 2017 so bei 5:30 Uhr bin ich in den Kreißsaal. Weil mir nicht so gut war und ich das Gefühl hatte es stimmt was nicht, da wurde ich wieder an das CTG gesetzt.

Stärkere Wehen waren dann auch endlich zusehen. Mein Mann war auch wieder auf den Weg ins Krankenhaus, danach war ich wieder auf Station und bekam um 8:00 Uhr wieder den Antibiotika Tropf und wieder ging es alle paar Stunden in den Kreißsaal, aber heute sollte dann auch etwas getan werden um einzuleiten.

 10:30 Uhr wieder Kreißsaal. Da bekam ich ein Gel, damit der Muttermund sich nach vorne schiebt, da er leider nach hinten gekippt war, dann hieß es in 6 Stunden soll ich wieder kommen. Das Gel brannte so extrem - widerliches Gefühl. Hat auch direkt wieder dafür gesorgt, dass mir ein Riesen Schwall Fruchtwasser lief und ich mich wieder komplett umziehen konnte. Da steht man im Zimmer und fühlt sich, als wäre man geplatzt.

 

Um 16:00 Uhr gab es erneut den Antibiotika-Tropf. Meine Bettnachbarin war mit Ihrem Mann aus dem Zimmer und mein Mann ging auch kurz eine Zigarette rauchen. Als meine Bettnachbarin wieder rein kam, ging es mir so schlecht, der Kreislauf war im Keller, ich hab Sterne und dann nur schwarz gesehen, der Blutdruck auch zu niedrig, direkt kam die Schwester und der Pfleger, Anruf im Kreißsaal und direkt ging es im Rollstuhl schon rüber. Mein Mann wollte mir erst noch das Handy in die Hand geben, falls was ist, hab gesagt Quatsch alles gut - und dann sowas. Er kam auch gerade wieder als es rüber ging.

 

Ich wurde untersucht und direkt schon etwas angepflaumt weil es mir sichtlich wehtat, wie die Hebamme mich untersuchte, dann lief sie los um Schmerzmittel zu holen. Ich dachte so cool endlich. Aber im Gegenteil - ich fühlte mich wie auf Drogen, völlig benommen und die Schmerzen spürte ich immer noch, wir wurden dann mit dem Tropf zurück auf Station geschickt, damit ich nochmal etwas schlafen kann. Vom Schmerzmittel musste ich ziemlich oft und viel Spucken. Kreislauf war nicht besser, im Gegenteil. 

 

Die Assistenzärztin kam nochmal ins Zimmer und sagte uns, dass sie mit dem Oberarzt spricht, was nun gemacht wird. Kurz darauf kam die Schwester rein, wir sollen bitte wieder in den Kreißsaal kommen. Die Assistenzärztin wusste auch schon nicht mehr was sie tun sollte und wartete auf Feedback vom Chefarzt. 

 

Ein weiteres Mal bekam ich dieses Gel nicht. Sie war dann auch der Meinung, dass es die ganze Zeit vielleicht kein Fruchtwasser war und wollte es nochmal testen - ich dachte echt die verarscht mich, aber Test positiv, es ist Fruchtwasser - was auch sonst!

 

Sie untersuchte mich nochmal um zu gucken wie weit der Muttermund nun war. Danach kam eine andere Hebamme um auch nochmal zu schauen, da die Assistenzärztin sich nicht sicher war. Sie nahm das Schmerzmittel ab und gab mir einen Tropf mit Wasser. Die Hebamme empfahl mir dann auch die PDA und ging los um das zu besprechen. Irgendwann hieß es PDA, da war es so ca. 18:45 Uhr, hab mich vorher nie damit befasst und wusste nicht, wie genau das abläuft. Dann kamen die Anästhesisten und erklärten mir alles in Ruhe. 

 

An der Bettkante genuckelt sitzend, ging es los, Rücken würde eingeschmiert, vor mir ein netter Herr, der mich beruhigte, vorsichtig und erklärend hat er die PDA gesetzt, bei jeder Wehe musste ich Bescheid sagen und es wurde kurz pausiert. Als die PDA dann saß ging es mir schon viel besser. Ich hatte dann auch einen Katheter bekommen, bei dem die Hebamme mich schon überreden musste. Ich hab da so ein Theater gemacht, dass ich sowas nicht möchte und mein Mann fing auch an mich damit zu nerven, sodass ich noch sagte, lass du dir doch ein Katheter geben. Naja gut, Katheter wurde dann gesetzt - gruselig!

 

Der Muttermund war inzwischen auch schon 5 cm geöffnet. Um 22:00 Uhr war Schichtwechsel und die Hebamme die unsere Emma später auf die Welt brachte kam zu uns in den Kreißsaal. In der Zeit bekam ich auch noch einen Wehentropf um die Wehen mehr in Gang zu bringen. Dann kamen die Wehen auch schon in kürzeren Abständen. Ich sollte mich aufrichten und mich gekniet am Bett abstützen und ein Bein anwinkeln um die kleine weiter ins Becken zu bekommen. Lange hielt ich es nicht aus. Da ich meine Beine kaum spürte und wie Wackelpudding waren. So sollte ich mich dann wieder hinlegen und dann ging es alle 4 Wehen im Wechsel linke Seite - rechte Seite. Bein angewinkelt. 

 

Unsere Hebamme sagte mir, dass ich auch schon mit pressen dürfe. Als die kleine tiefer lag und sie nochmal schaute, hat sie schon ihre Haare sehen können! Sie sagte plötzlich, sie sieht schon ganz viele, ganz dunkle Haare! Ich fragte noch: „Echt jetzt?“ und sie fragte ob ich mal anfassen möchte, aber ich wollte nicht, ich hatte für mich das Gefühl, ich kann das Bett nicht loslassen, ich muss noch festhalten. 

 

Unserer Emma wurde dann am Kopf Blut entnommen um zu gucken, ob sie vom Sauerstoff her noch gut versorgt ist. Die Wehen kamen nun in ganz kurzen Abständen.Ich durfte dann auch schon kurz darauf pressen und war verwundert, wir hatten keine weiteren Infos aber dachten, nun scheint es loszugehen - ich darf pressen. Mein Mann saß mir immer an der Seite und ich war so froh, dass er da war. Er konnte mir zwar nicht helfen. Aber da sein hat für mich gereicht. Es war so ein komisches Gefühl, die PDA Betäubung durfte ich nicht weiter nach drücken, um zu spüren wann ich pressen muss. Ich hatte immer das Gefühl, als müsse ich auf Toilette, aber Gott sei Dank ist nichts passiert. 

Die Hebamme rief mir immer zu weiter, weiter, aber ich konnte nicht und musste erstmal durchatmen, so ging es paar Male, dann ging es wieder weiter und dann war das Köpfchen da! Das war vom Gefühl her das Schlimmste! Danach war es eine große Erleichterung! Ich musste etwas schräger liegen, bei der nächsten Wehe kam sie komplett. So ein wunderschönes Mädchen. Unsere Tochter. In ein Handtuch gewickelt, bekam ich sie direkt auf die Brust. Mein Mann durfte die Nabelschnur durchschneiden. 

 

Danach gab es noch ein Medikament, damit sich die Plazenta löste. Und noch einmal pressen und sie war da. Wir haben Sie uns zeigen und erklären lassen. Hätte nicht gedacht, dass wir uns die ansehen würden. Nun war unser Glück perfekt und die Horror 44 Stunden waren endlich vorbei! Dachte ich, bis die Hebamme wieder rein kam und uns sagte, dass die Plazenta eine Nebenplazenta hat und ein Stück fehlt - was bedeutet, dass eine Operation dann nun auch noch nötig war. Ich war entsetzt, fertig, traurig und konnte nicht glauben, warum ich damit nicht verschont blieb. 

 

Mein Mann ging mit der Kleinen in den anderen Kreißsaal Zimmer, um mich herum die zwei Anästhesisten, die Hebamme, die Assistenzärztin und der Chefarzt. Die PDA wurde verstärkt. Hat auch etwas gedauert, weil ich immer noch etwas gespürt habe. Hätte ich nicht zur Geburt die PDA gehabt. Hätte ich eine Narkose bekommen. Tja nun musste ich die ganze Prozedur noch Live miterleben. Abgedeckt würde nicht viel, ich starrte die ganze Zeit Nacht rechts, auf das Bild an der Wand. Die Anästhesistin war die ganze Zeit an meiner Seite und beruhigte mich. Zudem wurde ich direkt auch noch genäht.

 

Für mich war es wie ein Alptraum. Endlich hat man seine Tochter im Arm und dann noch sowas! Unsere Tochter kam um 1:00 Uhr auf die Welt. Um 4:00 Uhr ca. war der ganze Spuk endlich vorbei. Ich wurde zu meinem Mann gebracht, bekam dort noch einen Tropf mit Wasser. Da ich zudem einen sehr starken Blutverlust hatte. Um 7:30 Uhr waren wir dann endlich auf Station in unserem Familienzimmer. 

44 Stunden Blasensprung, 45 Minuten dauerte es nachdem die Wehen vernünftig waren, bis die Kleine da war. 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Ich war vom ersten Tag an stets gerne schwanger. Doch irgendwann kommt die Zeit, da kann man es kaum noch abwarten sein Baby in den Armen zu halten. 

 

Und dann am 16.12.2017 machte sich unser kleines Baby auf den Weg. Seit Monaten schlief ich die erste Nacht mal wieder so richtig gut. Keine Senkwehen, keine Übungswehen, keine Ein – und Durchschlafprobleme. Als Erstgebärende denkt man sich da nichts bei…und dann platze um 7 Uhr meine Fruchtblase. Glücklicherweise sogar auf der Toilette – so ersparte ich meinem Mann eine ausgedehnte Putzaktion.

 

Uff…sollte es dann endlich soweit seit? 

Völlig überwältigt von den vielen Emotionen schrie ich durch die Wohnung: „ Schatz, die Fruchtblase ist geplatzt. Aufwachen!“ Naja, mein Mann ist eher der gemütliche Typ und das war nun natürlich kein wenig anders. 

Ich rief im Krankenhaus an und die freundliche Hebamme sagte mir, dass ich mich noch in Ruhe zu Hause duschen kann und frühstücken soll. Ruhe…sie hat gut reden. Natürlich war ich schnell wie der Blitz und stand mit Sack und Pack bereit zur Abfahrt.

Auf Station angekommen wurde ich ans CTG angeschlossen. So gut wie keine Wehentätigkeit und bei der Untersuchung war der Muttermund bei 2 cm und weich. Ich durfte erst einmal mein Zimmer beziehen. Alle 4 Std sollte ich mich wieder im Kreissaal melden, wenn sich nichts Gravierendes tut. Nach dem nächsten CTG hatten wir jedoch die gleichen Ergebnisse. Ein Arzt kam und klärte uns darüber auf, dass ich gegen 19 Uhr eingeleitet würde und zur Vorsicht antibiotisch abgedeckt würde, da das Baby quasi auf dem Trockenen liegt und durch den Muttermund Keime in die Fruchtblase gelangen könnten. Also schickte ich meinen Mann nach Hause, damit er sich noch ein wenig ausruhen konnte. Ich versuchte das gleiche, jedoch ohne Erfolg. 

Stattdessen ging ich auf große Wanderschaft im Krankenhaus. Treppen rauf und Treppen runter – ein Tipp der Hebamme vom Vorbereitungskurs. Immer in Bewegung bleiben.

Also meldete ich mich weitere 4 Std später auf Station. Immer noch kaum merkliche Wehen- Tätigkeit. Ein kleiner Fortschritt beim Muttermund, ganze 4 cm. Ich bekam dann auch die erste Antibiose. 

Und wieder hieß es warten und wandern. Zur nächsten Untersuchung war dann auch mein Mann wieder dabei und da sich weiterhin nichts tat wurde ich mit Hilfe einer Tablette eingeleitet. 

Wow, sag ich euch. Dass ich so schnell Wehen bekäme, hätte ich nicht gedacht. Keine 30 Minuten nach der Einnahme bekam ich Wehen und dann auch gleich im 2 Minuten tackt. Ab da an durften wir frei entscheiden ob wir im Kreissaal bleiben möchten oder aufs Zimmer gehen wollen. Wir nahmen die letztere Option. Ein nicht so schöner Nebeneffekt der Wehen war, dass ich andauernd auf die Toilette musste. Dann zog der Abstand der Wehen noch mal an – ca. alle 1 bis 1 ½ Minuten. Wir gingen in den Kreissaal und ich wurde dort nochmals untersucht. Ich muss sagen, diese Untersuchung war mit Abstand das Schlimmste an der gesamten Geburt. Da mein Muttermund scheinbar ein wenig versteckt lag, hatte die neue zuständige Hebamme Probleme ihn zu erreichen. Ich hatte starke Schmerzen und war völlig verzweifelt. Ich weinte und bat sie damit aufzuhören. In dem Moment verfluchte ich die Hebamme, doch sie hörte nicht auf und lokalisierte meinen Darm als Schmerzauslöser. Ich war der felsenfesten Überzeugung, dass nach zahlreichen Toilettengängen nichts mehr kommen würde. Doch ich lag falsch. Ich bekam einen kleinen Einlauf und danach fühlte ich mich wesentlich besser und die nächste Untersuchung war wieder Schmerzfrei. Jedoch war der Muttermund weiterhin bei 4 cm. 

Die Wehentätigkeit nahm weiterhin zu und sie kamen ca. alle 30 Sekunden. Mein Mann war mir eine große Stütze und massierte mir bei jeder Wehe den unteren Rücken. Eine Wohltat für mich. Ich selber versuchte mich auf meine Atmung zu konzentrieren und ging bei jeder Wehe tief in Knie. Ich versuchte im Zimmer hin und her zu laufen, jedoch war zwischen den einzelnen Wehen zu wenig Zeit verstrichen. Ich hatte nach knapp 2 Std mit diesen Wehen gefühlt keine Luft mehr zum Atmen. 

Eigentlich wollte ich gerne eine natürliche Spontangeburt, da sich aber weiterhin der Muttermund nicht weiter öffnete, entschied ich mich dann aber für eine PDA. Der Anästhesist kam gegen 1.45 Uhr und ich bekam einen Wehen Hemmer. Diese sorgten dafür, dass mein ganzer Körper zitterte und ich mich hinlegen musste. Ich bekam einen Katheter in den Rücken gelegt. Ich hatte es mir deutlich schlimmer vorgestellt, wie es dann wirklich wahr. Der Anästhesist war super klasse. Er machte mir jedoch keinen Mut, denn er glaubte nicht, dass die Geburt bald sei. Seine Erfahrungen waren eher das die Geburt aufgrund der Medikamentes der PDA zum zeitweisen Stillstand kommt. Ich nutzte die Ruhe um ein wenig zu entspannen und machte die Augen zu. 

Da ich in einem kleinen Krankhaus entbunden habe, wurde die Bereitschaft gerufen. Somit bekam ich eine neue Hebamme. Sie betrat auf ca. 3 Uhr das Zimmer und war sehr euphorisch: „Hallo ihr zwei, wie geht es euch? Also ich würde dich gerne einmal untersuchen, denn dein CTG verrät mir das du es gleich geschafft hast.“ Hmm… davon war ich jetzt nicht wirklich überzeugt. Aber sie hatte Recht. Mein Muttermund war bei 9 cm und ich spürte einen starken Druck ins Becken. Sie bat mich, dass ich mich auf die andere Seite drehe, da das Würmchen als Sternengucker (Gesicht nach oben) im Becken lag. Und tatsächlich bewirkte meine Drehung auch die Drehung des Würmchens. Gegen 3.30 Uhr war den Muttermund bei ungefähr 9,5 cm und der Druck ins Becken wurde immer stärker und intensiver. Ich wollte unbedingt pressen, durfte es aber noch. Irgendwann sagte sie dann zu mir, dass ich endlich die 10 cm erreicht habe und ich nun aktiv pressen darf. Nach 5 Presswehen war es dann endlich geschafft. 

 

Am 17.12.2017 um 4.01 Uhr erblickte unsere kleine Tochter Amy das Licht der Welt. 

Ich bekam sie sofort zum Bonding auf meine nackte Haut gelegt und betrachtete sie voller Stolz. Mein Mann schnitt dann nach einiger Zeit die Nabelschnur durch. Die Nachgeburt war dann eher unspektakulär. Dann kam die Oberärztin dazu um mich zu untersuchen und meine kleinen Verletzungen am Damm zu versorgen. Die Ärztin wurde ein wenig unruhig, da ich ihr zu stark blutete. Da sie die Blutungsquelle nicht ausmachen konnte, wurde ich zur Kürettage in den OP gebracht. 

Zurück im Kreissaal wurde mir unsere Tochter angelegt und wir genossen die ersten Minuten als Familie. 

 

Ich habe mir die Geburt immer anders vorgestellt und war auch ein wenig ängstlich. Heute kann ich sagen, dass es alles nur halb so schlimm war und ich mich tatsächlich auf eine weitere Schwangerschaft und Geburt freue.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Es war der 30. April und ich war sechs Tage drüber. Also sind wir ins Krankenhaus zur Kontrolle gefahren. Dort war eine Ärztin die ich bisher nicht kannte. Plötzlich war alles anders, sie machte mir total Angst - zu wenig Fruchtwasser. Keine richtige Versorgung mehr und so weiter. Bleiben durfte ich aber nicht, da sie schon drei Einleitungen hätten. Ich habe natürlich total Angst gehabt, weil ich den morgen auch schon mit starken Schmerzen wach wurde. Ich war mir sicher, dass es Wehen sind aber da im CTG nichts aufzuzeichnen war, wurde ich nach Hause geschickt. Über den Tag wurde es mal schlimmer, mal besser. Und abends fingen dann, wie ich jetzt weiß, wirklich Wehen an. Gegen 23 Uhr hatte ich auf einmal richtig starke Schmerzen und wollte ins Krankenhaus. Trotzdem immer dieser Hintergedanke, hoffentlich schicken sie mich nicht wieder weg. Trotzdem sind wir dann gegen 23:30 Uhr losgefahren. Dort angekommen, wurde ich sofort an CTG angeschlossen, wo natürlich keine mehr aufgezeichnet wird. Da ich aber schon alle drei Minuten Wehen hatte, habe ich darum gebeten mich auch so zu untersuchen. Diesmal war eine ganz liebe Ärztin da, die mich untersuchte. Muttermund 4 cm, sie fahren nicht mehr nach Hause. Ich sollte meinen Koffer aus dem Auto holen und wieder hochkommen. Nun war es ungefähr 24 Uhr. Mein Mann und ich sind runter zum Auto und ich dachte wirklich, ich schaffe es nicht mehr nach oben, so schlimm waren die Schmerzen. Also hat er mich nur noch in den Fahrstuhl gezogen. Wir sind hochgefahren. Und in den Kreißsaal. Eine Hebamme hat nachgeschaut und der Muttermund war auf 7 cm innerhalb der 5 Minuten. Mir war so schlecht und noch mal sollte ich aufstehen. Da sie den Kreißsaal mit der Badewanne brauchten und ich doch noch mal in einen anderen sollte. Auf dem Flur bin ich dann zusammengebrochen und konnte nicht mehr. Mir war schlecht ich hatte solche Schmerzen - zu einfach eine durchgehende Wehe. Trotzdem bin ich irgendwann im anderen Kreißsaal angekommen. Ich habe nur noch gerufen, es geht los, er kommt jetzt und die Hebamme ganz ruhig, ach wenn ich schon drückt, dann geht es bald richtig los, ich dachte, ich spinne - einfach solche Schmerzen von Null auf Hundert. Voller Schmerzen habe ich mich noch auf diesem Stuhl gezogen Punkt zu dem Zeitpunkt hatte ich sogar noch meine Jeanshose an die sie mir zack runtergezogen hat im CTG war immer noch keine Wehe, ich hatte aber eine durchgehende Wehe und plötzlich gingen die Presswehen los.

 

Ungefähr vier oder fünf die Jeanshose noch halb an meinem Bein war Lias um 0.47 Uhr schon da. Der bis dahin absolut schönste Moment beim ganzen Leben. Und mit nichts zu vergleichen, alle Schmerzen waren sofort vergessen. Durch die schnelle Geburt hatte er große Anpassungsschwierigkeiten musste leider auf die Kinderintensivstation für eine Woche, was aber an sich überhaupt nicht schlimm war, da wir wundervolle Betreuung hatten – tolle Stillberatung dort und alles super geklappt hat. Wir durften schnell nach Hause, außerdem hat er in der zweiten Nacht kurz aufgehört zu atmen, doppelt froh war ich natürlich, dass er angeschlossen war und gut betreut. Jetzt ist der kleine Mann bereits 28 Monate, unfassbar. Es war eine Geburt, die ich wirklich unglaublich lange verarbeitet habe. Weil ich sagen muss, gerade bei der ersten Geburt rechnet man mit 10 20 Stunden, aber nicht mit einer. Leider war es auch so stressig den Tag, dass ich einfach alles überhaupt kaum wahrgenommen habe.

 

Geburt Milo am 7.11 2017 war meine zweite Geburt, dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlt Stunden hing ich am CTG voller Aufregung – eine Einleitung. Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette + 2 Stunden CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen, die kannte ich ja nun von vor einem Jahr. Nein das kann nicht sein, sagte die Krankenschwester, Wehen kommen erst nach einer größeren Dosis das wäre ja nur eine Viertel-Tablette gewesen. Die leichten Wehen blieben aber, ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette diesmal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr CTG. Ich wollte so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Also ich meine zeitnah, da ich schnell wieder nach Hause zu meinem anderen Sohn wollte. Also natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam also meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch, zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten Punkt die Hebamme wollte ein CTG anschließen, aber ich habe sie direkt gebeten erstmal zu untersuchen, dass mir beim CTG die Wehen angezeigt werden. So war es dann auch Muttermund war bei 5 cm keine Wehe im CTG. Ich wusste was das heißt ganz schnell mein Mann anrufen und meine Freundin die ja gerade erst nach Hause gefahren ist dass sie bitte einmal zu Lias fährt und mein Mann kommt. Dann ging alles wie beim ersten Mal noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Wie mein Mann reingelaufen kam weiß ich nur noch so halb, weil die Schmerzen nicht wieder zu essen haben. Sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später um 22:26 Uhr war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal ich durfte Milo noch ganz lange auf dem Arm behalten, es wurde sich so gut gekümmert. Auch Milo musste auf die Kinderintensiv, weil er durch die schnelle Geburt seine Temperatur nicht halten konnte und der Blutzucker nicht optimal war aber nach 3 Tagen durften wir dann auch nach Hause.

 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren wer wünscht sich nicht so tolle Geburten. Selbst die Intensivbehandlung war nicht schön, aber es gibt wirklich Schlimmeres. Mir war es immer wichtig, bei meinen Kindern zu sein und das war aber bei beiden kein Problem, ich durfte immer bei ihm bleiben immer bei ihm sein. Ich hatte eine super Betreuung und Beratung. Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind wobei ich Angst habe dass ich dann nur zehn Minuten dauert.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Bei meinem jüngsten Sohn waren wir bei 40+4 im Krankenhaus zur Kontrolle. Es war ein Sonntag, die 2 Großen waren versorgt und mein Mann war dabei. Nachdem die Hebamme geschaut hatte meinte sie nur "er macht keinerlei Anstalten". Ich habe daraufhin gefragt ob man nicht einleiten könnte. Nein das könnte man erst am Mittwoch, außer es ist etwas nicht in Ordnung. Die Ärztin schaut jetzt aber nochmal drüber. Gesagt getan die Ärztin schallte und meinte dann auch, dass alles ok war. Ich wollte aber nicht mehr die Schwangerschaft war durch Krankenhaus Aufenthalte geprägt und jetzt gerade war mein Mann da und die Kinder versorgt. Nach einer halben Std. Betteln und Bitten hat sie dann gemeint, dass doch ein paar Verkalkungen zu sehen seien und wie einleiten könnten. Ich sollte mich aber auf eine absolute Horror-Geburt einstellen.

 

Mir wurde dann gegen 14 Uhr ein "Tampon" gelegt. Die Hebamme machte mir noch mächtig Vorwürfe und meinte dann, dass sie zum Glück Schichtende hat und wir spazieren gehen sollen. Gesagt getan. Der Tampon schlug eine halbe Stunde später schon an. CTG unauffällig, Muttermund weich, Köpfchen drückt. Bis 17 Uhr sind wir also hoch, runter, hin und her gelaufen. Ich hatte starke Wehen und wollt meine Mama zusätzlich bei mir haben. Ich sie also angerufen. Ich bin noch Fotos machen aber so, wie du dich anhörst hast du auch noch keine richtigen Wehen. Ich komme, sobald ich fertig bin. Mein Mann machte währenddessen auch Witze. Ich hätte bei unserer Tochter ganz anders ausgesehen, als es losging. Das würde noch dauern. Um 17.30 hab ich mich dann unter heftigen Schmerzen in den Kreißsaal geschleppt. CTG angeschlossen. Nicht eine Wehe, Muttermund 1 cm. Sie rief die Ärztin hinzu um den Tampon zu entfernen, bevor ich noch heftiger Schmerzen bekomme. Die Ärztin kam um 17.45 rein. Schaute. Meinte nur ‚ach du Scheiße‘ und zog mir alles aus und sagte zur Hebamme 6 cm. Plötzlich kam dann um 17.47 doch eine Wehe, die angezeigt wurde und ich durfte endlich pressen. Eine weitere Wehe – später um 17.50 Uhr lag mein Sohn bei mir auf dem Bauch. Durch die schnelle Geburt kam der Mutterkuchen nicht hinterher und so lag ich dann noch 45 min in Fruchtwasser, Urin und Blut. Nebenbei verfluchte ich meinen Mann, dem ich übrigens während der Geburt so heftig die Hand zerdrückt habe, dass er Tage später noch Erinnerung daran hatte. Und meine Mutter, die um 18.30 dann auch endlich mal da war.

 

Unser kleinster hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und hat die schnelle Geburt sehr gut weg gesteckt. Ich hingegen kam mir auch eine Woche danach wie in Trance vor und konnte nicht richtig realisieren, dass ich so schnell, mit so wenig Geburtsschmerzen ein Kind bekommen habe. Ich habe durch die schnelle Geburt bei der Teile von der Fruchtblase zurück geblieben sind 1 1/2 Wochen später einen Blutstau gehabt mit Fieber usw. Ich musste künstliche Wehen über einen Tropf bekommen, damit alles raus kommt. Erst danach, nach fast 2 Wochen, fühlte ich mich nicht mehr benommen und konnte anfangen die Zeit richtig zu genießen.

 

Ich hoffe euch gefällt der Geburtsbericht. Ich möchte damit niemandem vor einer Einleitung oder einen schnellen Geburt Angst machen. Aber es gibt viele Frauen, die sich danach wie ich gefühlt haben. Das ist nichts Schlimmes und nur weil man keine Tage in den Wehen lag oder unendlichen Schmerzen hatte, kann eine so heftige, schnelle Geburt auch sehr traumatisch sein.

 

Ich danke euch fürs Lesen.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Geburt Milo

 

Am 7.11 2017 war meine zweite Geburt. Dieser Tag begann mit einer Einleitung. Gefühlte unzählige Stunden hing ich am CTG, voller Aufregung. Schließlich hatte ich eine Einleitung noch nie erlebt. Und ganz ehrlich: Das wollte ich eigentlich nie. Nun war es aber soweit, gegen 12 Uhr bekam ich die erste Tablette und hing zwei Stunden am CTG. Ich hatte schon tierische Schmerzen und auch Wehen. Die kannte ich ja von der ersten Geburt von vor einem Jahr. Die Krankenschwester aber war der Meinung, das könnten keine Wehen sein, die kämen erst bei einer höheren Dosis. Ich hätte ja erst eine viertel Tablette bekommen. Die leichten Wehen blieben aber und ich wartete ab. Um 18 Uhr gab es die nächste Tablette. Dieses Mal hatte ich überhaupt keine Schmerzen und lag bis 20 Uhr am CTG. Ich wollte so so gerne eine ganz schnelle Entbindung. Besser gesagt, eine zeitnahe, denn ich wollte so schnell als möglich wieder nach Hause zum meinem anderen Sohn. Und das natürlich mit Milo. Um 21 Uhr kam meine Freundin und wir sind das Treppenhaus hoch und runter gelaufen. Und plötzlich fingen die Wehen wieder an, sehr regelmäßig, alle vier Minuten. Um 10 Uhr sollte ich zur kurzen Kontrolle in den Kreißsaal kommen. Das tat ich dann auch. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wehen schon alle 3 Minuten und die Hebamme wollte ein CTG anschließen. Ich habe sie aber gebeten, mich erst einmal zu untersuchen. Und siehe da, mein Muttermund war schon bei 5 cm und keine einzige Wehe am CTG zu erkennen. Ich wusste was das heißt und habe ganz schnell mein Mann angeufen und meine Freundin. Die befand sich gerade schon wieder auf dem Heimweg.  Ich bat sie zu Lias zu fahren und meinen Mann zu mir zu kommen. Dann ging alles wie beim ersten Mal, nur noch schneller. Die Wehen wurden immer schlimmer, ich wurde nur noch schnell auf den Stuhl gesetzt. Ich erinnere mich nur noch so halb, wie mein Mann herein kam, die Schmerzen waren heftig.  Ich  hatte sehr schmerzhafte Wehen und vier Presswehen später, um 22:26 Uhr, war Milo geboren. Es war wieder eine wahnsinnig schnelle Geburt, aber so viel angenehmer. Ich war ganz alleine im Kreißsaal  und durfte Milo noch ganz ganz lange auf dem Arm behalten. Wir sind sehr gut versorgt worden. Auch wenn Milo nach der schnellen Geburt auf die Intensivstation musste, weil er seine Körpertemperatur nicht halten konnte und sein Blutzucker nicht optimal war. Aber 3 Tage später durften wir nach Hause. 

Alles in allem kann ich mich nicht beschweren. Wer wünscht sich nicht eine schnelle Geburt. Selbst die Intensivbehandlung war nicht wirklich schlimm. Mir war es immer wichtig bei meinem Kindern zu sein. Das war bei Milo, wie auch bei unserem großen Sohn, kein Problem. Ich durfte jederzeit bei ihnen bleiben.  Genauso wünsche ich es mir fürs dritte Kind. Wobei ich schon ein bisschen Angst habe dass, ich dann nur zehn Minuten dauert.

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