Beiträge zum Thema: CTG

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageEs war soweit. Der errechnete Termin war schon vor 3 Tagen und beim erneuten CTG schreiben hieß es: noch nicht wirklich geburtsreif. Tja siehe da, unser Zwerg war anderer Meinung und machte sich tags darauf, um etwa 10 Uhr vormittags, mit beginnenden Wehen auf den Weg. Am frühen Nachmittag, mit Absprache meiner Schwester (wollte auf Nummer sicher gehen, dass es auch wirklich richtige Wehen waren), fuhren wir ins Krankenhaus. Nach erster Untersuchung war der Muttermund etwa 2 cm offen. Die wollten mich ernsthaft nochmal Heim schicken, was ich mit den Schmerzen verweigerte. Nach 1 Stunde Treppensteigen war er dann schon 5cm offen – ich freute mich riesig und dachte das könnten wir noch vor Mitternacht schaffen. Um etwa 9 hielt ich es nicht mehr aus. Ich wurde 3x verstochen durch Assistenten mit dem ersten Schmerzmittel und da es nicht wirkte gab es kurz darauf die PDA. Ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Tja, 9cm offen, fehlte nur mehr 1 cm aber der blieb aus. Alle Versuche scheiterten. Es blieb bei 9 cm. Um etwa 4 Uhr früh wurde mir gesagt, dass es dem Kind nicht mehr so gut ging und ein Kaiserschnitt her muss. In dem Moment war ich schockiert und erleichtert zu gleich. Und etwa eine halbe Stunde später konnten wir unsere Maus endlich in den Armen halten. Egal wie es ablief, sie war und ist gesund. Unser ganzer Stolz! 

Theresa

 
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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_16-09Samstagvormittag (06.01.) waren wir zum CTG in der Klinik, da ich ja schon ein paar Tage drüber war & alle 2 Tage zum Frauenarzt musste, blieb mir auch nichts anderes übrig. 

Dann sagte die Ärztin, wenn vorher nichts passiert, werde ich am Donnerstag (11.01) eingeleitet. 

Wie auch sonst war keine einzige Wehe zu sehen. Also ging es wieder nach Hause. Am Montag (08.01.) hatte ich dann schubartig heftige Rückenschmerzen, aber hab es nicht ernstgenommen, da ich auch die Monate davor dort immer mal wieder Schmerzen hatte. Also ging es wieder los zum Frauenarzt.

Alles wie immer: keine Wehe. Gar nichts. Nicht mal die Schmerzen konnte er erklären. Naja gut, also ging es wieder nachhause.

Mein Freund hat mir noch eine Wärmflasche gemacht, damit gingen die Schmerzen auch weg. Natürlich haben wir beim Arzt dann noch einen Termin für Mittwochmorgen (10.01.) ausgemacht.

Dienstagmorgen (09.01.) waren die Rückenschmerzen weg. Gegen Mittag wurde es aber wieder unerträglich. Da wir aber von Freunden Geschichten gehört hatten von wegen: „Die schicken euch wieder weg, wenn es noch nicht losgeht“, blieben wir zu Hause auf meinen Wunsch. 

Ich habe im Laufe des Tages vor Schmerzen das ganze Haus zusammen geschrien, irgendwann dämmerte es mir dann auch: DAS SIND WEHEN. Naja gut, ging dann auch irgendwann weg.

Mittwoch (10.01) immer noch dasselbe aber weniger, dafür, wenn sie kamen, umso schmerzhafter.

Eigentlich hätte ich ja meinen Frauenarzttermin gehabt, aber ich glaube die Busfahrt hätte ich nicht überstanden.

Gegen 19:30 war es dann so weit: Fruchtblase geplatzt. Erstmal das ganze Bett geflutet. 

Ich konnte mich vor Panik erstmal nicht bewegen, aber bin dann doch noch duschen gegangen (mit Hilfe von meinem Freund).

Mein Freund hat in der Zeit seinen Schwager angerufen (arbeitet auch beim städtischen Klinikum & kennt natürlich gefühlt jeden) – er  hat sich dann ins Auto gesetzt und uns zur Klinik gefahren. 

Um 20:13 Uhr wurde ich offiziell aufgenommen.

Soweit so gut. Ich wurde ans CTG angeschlossen, allerdings war ich dort grad mal 30 min.  Dann waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich drauf bestand etwas dagegen zu bekommen. 

Also erstmal an den Tropf. Schmerzen noch schlimmer, also nach einer PDA gebettelt.

Der, der die legen sollte war schon auf dem Weg, als er mit meinem Schwager ins Gespräch kam (von wegen: was machst du denn hier etc.). Dann meinte er auch, dass eine PDA bei mir schon nichts mehr bringt.

Nach 2 Stunden Klinik-zusammenbrüllen und Freund-fast-erwürgen (hab mich an seinem Pullover Kragen festgehalten) war der kleine Schatz um 22:15 Uhr da.

Ich werde nie vergessen wie mein Freund geschaut hat, er wollte weinen aber hat es unterdrückt. Er sagt mir bis heute noch wie sehr sich das Ereignis eingebrannt hat.

Er hat dann die Nabelschnur durchtrennt und ich hab erstmal mit Max gekuschelt, danach angelegt zum Stillen, da ich wollte, dass er die gute Vormilch bekommt. Dann habe ich 2 Abstilltabletten bekommen (persönliche Gründe). Die Ärztin hat alle Papiere fertig gemacht, was ewig gedauert hat. Gegen 00:30 Uhr ist mein Freund dann nach Hause gefahren (irgendwer muss sich ja noch um den Hund kümmern); gegen 01.30 Uhr waren wir auf unserem Zimmer, der Kleine hat durchgeschlafen und ich hab ihn die ganze Nacht beobachtet, weil ich es immer noch nicht fassen konnte .

Am 13.01. haben wir mit unserem Schwager und der Schwester von meinem Freund die Klinik verlassen und sind nach Hause gefahren.

Die 3 haben dann noch ein Paket vorbereitet mit Pre-Nahrung, Fläschchen und allem, was man so braucht. 

Damit hatte sich die Einleitung für Donnerstag (11.01) auch erledigt.

 

Vanessa W.

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

01_Montag_Geburtsbericht_VorlageIch muss ausholen, von Anfang an erzählen. 

Unser Geburtstermin war der 28.07.2017, ich hoffte es würde der 17.07.2017 werden, weil es sich so schön schreibt und spricht... ich dachte allerdings, dass es völlig unrealistisch sei; 11 Tage zu früh und dann auch noch das erste Kind. Ich hatte von vielen gehört, dass sie das erste Kind übertragen hatten.

Nun, es war der 06.07.2017, ich hatte einen Termin bei meinem Frauenarzt zum CTG. Befund: „Oh, schon alle 8 Minuten Wehen. Merken Sie schon was?“. 

Ich spürte tatsächlich schon was, hatte aber beim besten Willen nicht an Wehen gedacht. 

In den Mutterpass wurde eingetragen: 36+6, CTG o.B. (ohne Befund). Gut, wir sind frühstücken gegangen und waren am nächsten Tag zum Geburtstag eingeladen. 

Ich hatte mich total gefreut und war dann ziemlich enttäuscht, dass ich solche Schmerzen hatte. Es fühlte sich an, wie ziemlich starke Unterleibsschmerzen. Mein Mann ging alleine und ich nähte noch ein Outfit fertig und legte mich aufs Sofa. 

Mein Mann berichtete natürlich, wieso ich nicht gekommen war. Er hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da bekam ich schon den ersten Anruf. „Sofort ins Krankenhaus, das sind Wehen!!“

Es war mein erstes Kind, ich war total verunsichert. Und na ja, dachte mir: „Der 07.07.2017 würde auch in Ordnung sein“.

Ich rief meine Hebamme an, um sie nach Rat zu fragen und sie sagte, dass es so lange keine Wehen sind, wie ich nachfragen müsste ob es welche sind! 

Gut, erst einmal entspannt bleiben also. Mein Mann kam trotzdem früher wieder. 

An dem Abend passierte nichts mehr und am nächsten Tag, 08.07.2017, sind wir gegen Abend ins Krankenhaus, so um 21:30. 

Die Schmerzen waren mittlerweile stärker geworden und ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. 

Es wurde ein CTG geschrieben – keine Wehen, Herztöne aber ziemlich hoch vom Kind (teilweise 190). Da der nächste Tag ein Sonntag war, sollten wir um 08:00 Uhr zurückkommen, um das Ganze noch mal zu überprüfen.

Muttermund getastet: verschlossen.

Die Ärztin machte ein Ultraschall und schickte uns dann mit dem Befund 'Geburtsbereit aber kein Geburtsbeginn' gegen 00:00 Uhr nach Hause. 

Um ca. 1:00 Uhr bin ich dann zu Hause eingeschlafen. Um 02:15 Uhr bin ich wach geworden und die Schmerzen waren so stark, dass ich sie „veratmen“ musste! 

Ich habe meinen Mann geweckt. Er hat dann den Abstand der Wehen gemessen: alle 5-6 Minuten. 

Die Nacht war zu Ende. Wir sind aufgestanden, ich bin rumgelaufen und habe versucht die Schmerzen irgendwie auszuhalten. 

Ich dachte, das kann ja gar nicht sein. Wir waren doch grade noch im Krankenhaus. 

Mein Mann machte sich Chicken Nuggets, er wusste wohl schon, dass es erstmal länger nichts gibt. 

Ich dachte: naja um 08:00 Uhr sollen wir sowieso ins Krankenhaus, dann können wir jetzt auch noch so lange warten. Um 6:30 rief mein Mann im Krankenhaus an, er war sich sicher, dass es keine normalen Schmerzen mehr waren. Er sagte, dass wir um 08:00 Uhr einen Termin hätten, ich aber schon solche Schmerzen habe, dass ich sie veratmen muss. 

Die Hebamme am Telefon sagte, dass wir jetzt schon kommen sollten. Wir machten uns fertig und fuhren los. Wieder wurde ein CTG geschrieben, ich sollte mich auf die Liegen legen... aber das ging nicht. Ich konnte es nur im Stehen aushalten. CTG Ergebnis: wieder nichts! Die Hebamme schaute nach dem Muttermund: 3cm! - wir durften bleiben! Mein Mann meldete mich an. Um 08:39 Uhr.

Wir kamen in den Kreissaal und mir wurde ein Zugang gelegt und dann lag ich erstmal da. Wieder am CTG, wieder keine Wehen angezeigt. Ich spürte aber definitiv etwas! 

Ich dachte, gut, 10.07.2017 wäre auch in Ordnung. Ich dachte, es würde bestimmt noch bis zum nächsten Tag dauern! Es folgten zahllose Positionswechsel und Toilettengänge. Irgendwann kam die Hebamme mit einem Gymnastikball. Ich sollte in den Vierfüßler gehen und meinen Oberkörper auf dem Ball abstützen. Die Hebamme ging raus und ließ uns erstmal alleine. Im 2. Kreißsaal lief eine andere Geburt. Plötzlich plätscherte es zwischen meinen Beinen: meine Fruchtblase war geplatzt! 

Mein Mann bekam sofort Panik und suchte den Knopf, um die Hebamme zurück zu holen. Sie kam und fragte, ob ich mich umziehen wollte. Aber nein, ich wollte die nassen Sachen nur ausziehen.

Sie untersuchte mich wieder: Muttermund 5 cm geöffnet!

Ich spürte plötzlich Presswehen und konnte das Pressen nicht unterdrücken. Die Hebamme Spritze mir etwas, was das Pressen unterdrücken sollte. Es wirkte nicht und zwischen den Presswehen untersuchte sie mich wieder: Muttermund 8 cm. Ich sollte weiter versuchen das Pressen zu unterdrücken. Es ging aber nicht und ich musste pressen. 

Um 12:39 Uhr, genau 4 Stunden nach Aufnahme, wurde unsere Tochter Emma am 09.07.2017 geboren. Bei 37+2, mit 3000g und 48cm. 

Das schönste Geschenk nach einer, für mich, Traumgeburt!

Auch das Datum ist für mich mittlerweile das Schönste. 

Es ging so schnell und auch die Wehen fühlten sich einfach an, wie wahnsinnig starke Unterleibsschmerzen. Keiner weiß, wieso das CTG meine Wehen nicht anzeigte. 

Die Ärztin, die uns am Vorabend nach Hause schickte, kam zu uns aufs Zimmer, als wir aus dem Kreißsaal kamen und entschuldigte sich dafür, dass sie meine Wehen nicht erst genommen hatte und uns nach Hause geschickt hatte.

 

Danielle D.

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01_Montag_Geburtsbericht_26-08Ich kam am Freitag den 06.05.2017 mit Wehen ins Krankenhaus. In der 35+5 Woche wurde ich sofort an den CTG angeschlossen und es waren nur minimale Wehen zu sehen. Ich musste zur Überwachung da bleiben, weil ich keinen Gebärmutterhals hatte. Der Kleine hatte schon mit dem Kopf gedrückt, es hieß warten, warten, warten; entlassen würden die mich sowieso nicht, weil es viel zu riskant wäre, dachte ich. Ich bekam Magnesium, um alles etwas zu stoppen. Samstag verging sehr gut und ich hatte kaum Schmerzen. Sonntag auch. Am Sonntagnachmittag kam meine Hebamme und sagte, heute wird Magnesium abgenommen, wenn er kommen will, kommt er; wenn nicht, warten wir. Ich dachte mir, okay, dann noch schnell essen was das Zeug hält und ich hatte unfassbare Lust auf Schokolade. In der Zeit habe ich noch mit meinen Mädels in der Gruppe geschrieben. Es war alles super. Abends musste ich nochmal zur Untersuchung, um zu schauen, wie weit der Muttermund eröffnet ist. Er war bei 6 cm. Ich musste spazieren gehen. Treppe rauf, Treppe runter. In der Zeit bekam ich leichte Wehen, die ich eigentlich gar nicht bemerkt hatte. Aber das CTG Gerät schon - es war kurz nach Mitternacht, dann habe ich mich etwas hingelegt - meine Mama auch. Ich war die ganze Zeit mit meinen Mädels am Schreiben. Alle haben schon gewartet und kurz vor 6 platzte meine Fruchtblase. Ich dachte mir nur so, „Was war das?“. Meine Mama wurde wach, weil das ganze Wasser auf den Boden lief. Dann kam wieder eine Hebamme, um das CTG Gerät anzuschließen. Dann kam meine Mama mit dem Satz „In 30 min kommen die Wehen“. Aha, die kamen schon nach zwei Minuten – auf einen Schlag, sodass ich mich erstmal übergeben musste. Nein ich habe nicht vor Schmerzen geschrien, ich habe nur noch gesagt, „Meine arme Schokolade, die war doch so gut“. Nach all dem musste ich im Zimmer etwas rumgehen, damit der Muttermund mehr aufging. Das machte ich fünf Minuten, bis ich zu meiner Mama sagte, ich müsse auf Toilette. Meine Mama: „Nein, mein Schatz, du musst nicht, unser Emil macht sich auf den Weg“. 20 Sekunden später stand eine Hebamme im Zimmer, um zu fragen, was los ist. Bis ich wieder sagte, ich müsse auf Toilette. Beide entgegneten im gleichen Ton: „Nein du musst nicht“. Dann ging es in den Kreißsaal. 

Nach ein paar pressenden Wehen kam mein kleiner Sonnenschein in der 36. Schwangerschaftswoche mit stolzen 3500 Gramm zur Welt. Es war wirklich eine Traumgeburt und ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt. 

 

 

Eure Olga

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Geburtsbericht_12-08Mein Name ist Maike und ich bin 29 Jahre alt. Direkt als mein Partner und ich erfuhren, dass ich schwanger war, hatten wir den kleinen Krümel in meinem Bauch in unser Herz geschlossen. Die Schwangerschaft verlief bis auf die üblichen Wehwehchen, wie hier mal ein Morgen mit Übelkeit und da mal etwas Rückenschmerzen, sehr ruhig und schön und mit jedem Mal Baby-TV bei der Frauenärztin wurde unsere Vorfreude größer und größer. 

Der Krümel entwickelte sich auch super und war schon ziemlich schnell zum Brötchen geworden.

Weil er allerdings so groß geschätzt wurde, bekam ich einen Termin im Klinikum, bei dem geschaut werden sollte, ob eingeleitet wird, damit das Krümelchen nicht zu groß für eine natürliche Geburt wurde...Immerhin ist er mein erstes Kind.

In der Nacht vor dem Termin (der 4 Tage vor dem errechneten Entbindungstermin lag) hatte ich dann allerdings auch schon leichte Wehen und im Klinikum wurde festgestellt, dass ich auch schon etwas Fruchtwasser verloren hatte, weshalb dann direkt eingeleitet wurde. Das kam für meinen Partner (der mich morgens spontan begleitet hat) und mich dann zwar ziemlich plötzlich, aber irgendwie war man auch erleichtert dass es endlich losging. 

Um 11 Uhr wurde mir dann das Zäpfchen gelegt und gegen 15 Uhr hatte ich die ersten deutlichen Wehen.

Da wir allerdings gerade erst umgezogen waren, musste mein Partner nochmal weg, da ein die Wohnungsübergabe anstand. Also hielt ich die ersten Wehen ohne Hand zum Festklammern aus und musste regelmäßig zum CTG schreiben. Die Wehen kamen wurden schnell stärker und pünktlich zum Platzen der Fruchtblase gegen 17.30 Uhr kam mein Partner dann endlich zurück. Da ich zu dem Zeitpunkt schon auf meinem Zimmer lag und natürlich, wie das dann immer so ist, die beiden Zimmernachbarinnen gerade Besuch hatten, rief er eine Schwester, die mich samt Bett direkt in den Kreißsaal schob...Es sollte also losgehen.

Es ging dann auch tatsächlich alles ganz schnell, was laut Hebamme wohl eher ungewöhnlich war für eine Erstgeburt. Der Muttermund öffnete sich recht zügig und auch die Presswehen meldeten sich rasch an. Genau die machten uns dann aber Probleme. Als ich das erste Mal pressen durfte, meldete sich das CTG mit einem fiesen Piepen...Die Herztöne des Krümels waren gefährlich abgesackt und mit einem Mal ging alles ganz schnell...Während mein Partner mich beruhigte standen auf einmal statt der einen Hebamme noch 3 weitere und zwei Ärzte im Kreißsaal und ich wurde für einen Notkaiserschnitt umgezogen. So wirklich realisiert was passiert habe ich allerdings gar nicht, weil ich nur Sorge um mein Krümelchen hatte. Nachdem sich die Herztöne noch einmal beruhigt hatten und es dann bei der nächsten Presswehe aber doch wieder kritisch wurde, wurde ich in den OP gebracht. Leider durfte mein Partner nicht mitkommen, da alles so schnell gehen musste. In der Hektik und da ich noch Schmerzen durch die Wehen hatte und schlecht stillhalten konnte, war das setzen der Betäubung schwierig, klappte dann aber irgendwann zum Glück doch, sodass ich zumindest keine Vollnarkose bekommen musste.

Dann ging alles ziemlich schnell. Ein sehr netter Pfleger saß die ganze Zeit an meinem Kopf und redete mit mir. Irgendwann konnte ich dann endlich einen Schrei hören und wusste der Krümel ist da. Nachdem er untersucht wurde durfte ich ihn dann auch endlich kurz sehen und ich kann euch sagen: Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich...Er war gesund und munter...Die Herztöne waren mit jeder Presswehe abgesackt, weil sich seine Nabelschnur um seinen Hals gelegt hatte, aber das hatte der kleine Superheld gut überstanden.

Während er dann schon zum Papa gebracht wurde, der die ganze Zeit wartend im Kreißsaal verbracht hatte und schon ziemlich nervös war, wurde meine Bauchdecke noch wieder zugenäht und ich musste noch eine Weile im Aufwachraum überwacht werden.

Als ich dann endlich zu meinen zwei liebsten durfte, war das ehrlich gesagt ziemlich komisch. Da lag mein Freund auf dem Bett und auf seiner Brust ein kleines Wesen. Mein erster Gedanke war: Das ist mein Baby? 

Als er mir dann auf dem Bauch gelegt wurde brauchte ich tatsächlich noch einen Moment um zu verstehen dass er tatsächlich das Krümelchen ist, das 9 Monate in meinem Bauch war. Irgendwie fehlte mir dieser Moment ihn direkt nach der Geburt bei mir gehabt zu haben. 

Ich stillte den kleinen das erste Mal und genoss die Zeit dann immer mehr mit ihm. Ehrlich gesagt...So richtig verstanden dass er mein Kind ist, habe ich in der Nacht noch nicht...Das brauchte tatsächlich seine Zeit und die ersten Tage waren etwas schwer. Aber mit jeder Minute wurde meine Liebe zu dem Krümel immer größer und langsam wurde mir auch bewusster, dass ich Mama bin...Endlich. Und es gibt nichts Schöneres als dieses Gefühl. Wenn der Kleine mich heute, 3 Monate später anlacht, könnte ich Purzelbäume schlagen vor Freude. Und auch wenn seine Geburt ziemlich aufregend war, gab es für mich keinen schöneren Tag in meinem Leben.

 
 
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