Beiträge zum Thema: Briefe an mein Kind

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

Briefe_amK_16-08An dem Tag, an dem du geboren wurdest...

startete die Weltmeisterschaft

Es war der 14. Juni letzen Jahres. Die WM hat genau an diesem Tag gestartet. Ganz Deutschland und auch wir waren im Fußballfieber.

Der errechnete Termin war bereits um drei Tage überschritten. Ich war sehr aufgeregt, denn du bist meine erste Schwangerschaft, meine Erstgeborene. Es war klar, in den folgenden Tagen würdest du das Licht der Welt erblicken, doch nur wann?! Ganz nervös mit der täglichen Aufregung, dass es bald losgehen kann, ist es genau an dem Tag um 16 Uhr passiert. Dein Vater und ich saßen im Wohnzimmer, wollten uns das erste WM-Spiel anschauen und hatten soweit alles vorbereitet für einen gemütlichen Spätnachmittag. Doch der Blasensprung riss uns aus unserer Gemütlichkeit. Da schreckte ich von der Couch auf, lief Richtung Bad und ging in die Wanne. Ich wusste, nun geht es los. Wir fuhren ins Krankenhaus nachdem ich mich umgezogen hatte. Es war eine sehr aufregende Fahrt. Ich wusste nicht wohin mit meinen Gefühlen. Freude, Nervosität und teils auch Ängste begleiteten mich. Im Krankenhaus angekommen durfte ich mein Zimmer beziehen. Ich wurde bereits zuvor kontrolliert und sollte mich weiterhin bewegen, denn "da unten" wollte sich noch nichts tun. Mit einigen Spaziergängen, die ich quälend und langatmig durchgezogen hatte, war es endlich soweit. Wir durften in den Kreißsaal, hatten noch ein Wärmebad für die Entspannung und dann ging alles ganz schnell. In nicht einmal sechs Stunden warst du da. Die Schmerzen und Ängste waren verschwunden. Ich spürte nur noch Liebe. Meine Mama-Gefühle waren unbeschreiblich, der Moment war einfach unbeschreiblich! Ein wundervoller Tag, an den ich gerne zurückblicke. Deine Geburt, deine kleine Geschichte: unsere Ida.

Ein kurzer Brief für unsere bezaubernde Tochter Ida. Auch wenn der WM-Start nicht an Deinem Tag gewesen wäre, würden wir diesen Tag nie vergessen.

(Lara)

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Briefe_amK_Freitag_VorlageDas wünsche ich dir zu deinem 18. Geburtstag...

 

Dieser Brief ist an unsere bezaubernde Tochter gerichtet.

 

Dieses Jahr wirst du 18 Jahre alt. 18 Jahre - wie schnell doch die Zeit vergeht.

Wir blicken gerne auf die schönen Ereignisse zurück. Angefangen mit deiner Geburt, dann die schönen gemeinsamen Momente, sei es in den unzähligen Reisen oder Kuschelmomenten zu Hause. Du erfüllst uns mit ganz viel Liebe und bereicherst unser Leben mit deinem Dasein. Es ist schön, eine Tochter zu haben, eine Tochter wie du es bist!

 

Wir lieben deine Zielstrebigkeit, die du in deinem beruflichen Weg, sowie generell im Leben ansetzt. Den Fleiß, den du in deine Arbeiten steckst, sei es in deinen Theateraufführungen oder bei der täglichen Hausarbeit. Mit voller Stolz können wir als Eltern sagen, du bist wundervoll. Ein bezauberndes Mädchen, mittlerweile ja schon eine zauberhafte Frau.

In den vorherigen Jahren gab es natürlich auch anstrengende Phasen. Die Pubertät oder die Trotzphasen hatten wir aber schnell hinter uns gelassen. Nun bist du reifer, hast deinen eigenen Lebensstil. Deinen Stil, der dich auch zu deinem "DU" macht. Wir wünschen dir zu deinem 18. Geburtstag nur das Beste. Vor allem aber, dass der Respekt, die gegenseitige Liebe, die Zusammengehörigkeit der Familie, bestehen bleibt. Denn heutzutage ist das nicht selbstverständlich. Wir sind glücklich, dass wir als Familie harmonieren und uns auch bei Problemen zusammensetzen und alles besprechen können. Dafür sind wir dankbar und wünschen, dass alles Bestehende in der Zukunft gefestigt bleibt. Wir lieben dich und hoffen, dass die Zukunft nur Positives für dich bringt.

 

Deine Eltern

Familie Rima

 
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Briefe_amK_Freitag_VorlageLiebe Emma, 

der Tag an dem du geboren wurdest... ich kann mich noch ganz genau erinnern. 

Sonntag, 9. Juli 2017. 

Es war warm. Ein toller Tag! 

Nachts fingen die Wehen an, bis zum Morgen konnte ich es aber noch zu Hause aushalten. 

Dein Papa bestand nach 6 Stunden darauf, ins Krankenhaus zu fahren. 

Wir durften direkt in den Kreißsaal, als wir im Krankenhaus ankamen. Dort verbrachten wir auf die Minute genau 4 Stunden bis zu deiner Geburt! Es war eine schöne Geburt, genau so wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Wir verbrachten weitere 4 Stunden im Kreißsaal bis wir auf unser Zimmer gezogen sind.

Wir haben gekuschelt, die ersten Stillversuche haben wir gewagt und du hast mich angepinkelt. 

Alles war mir egal, ich war so froh dass du da warst! 

Gerade als wir auf unser Zimmer gekommen sind, kam deine Oma... oder wie du sie heute nennst 'Ela'. 

Sie konnte sich kaum halten vor Freude und war direkt verzaubert von dir. 

Kurz danach kam dein Opa. Er brachte seine Kamera mit und machte die ersten richtigen Schnappschüsse von dir. 

Deine Haare noch ganz verklebt, du hattest so tolle dunkle dichte Haare. 

Dein Papa konnte es gar nicht abwarten dich auch endlich mal zu halten. Er hatte ja sonst nur deine Tritte durch meinen Bauch gespürt. 

Er war so stolz, stolz auf dich, auf uns. Wir haben es geschafft! 

Ich bin schnell unter die Dusche gehuscht. Als ich wieder raus kam, warst du eingeschlafen. Dein Papa war auch eingenickt. 

Ich legte mich zu euch und beobachtete euch beide, bis du wach wurdest.

Wir wagten den nächsten Stillversuch und es klappte immer besser. 

Ich war so erleichtert, dass es klappte. Das hatte ich mir so gewünscht! 

Als alle weg waren, konnten wir so richtig zur Ruhe kommen. Ich konnte meine Augen nicht von dir lassen, ich musste dich einfach anstarren. 

Du hast die Nacht in meinem Arm verbracht, ich konnte dich nicht weg legen. 

Es ist als würde die Welt stoppen, wie in einer Seifenblase... nur wir. 

Dieser Tag ist nun fast 2 Jahre her. Oft denke ich zurück und dann schaue ich dich an. Wie du jetzt hier umher läufst, wie du lachst und ja, auch wenn du zickig bist, bist du das windervollste Kind was es für uns gibt! 

Wir lieben dich und hoffen, dass du dich immer geliebt fühlst.

Danielle

 
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Briefe_amK_26-07Ich will nur, dass du weisst...

...dass ich immer auf dich aufpassen werde.

 

16.02.2019, vor nicht einmal vier Wochen mussten wir ins Krankenhaus.

Ich war etwas verunsichert. Denn zum ersten Mal hattest du dich verletzt. Du und ich waren alleine zu Hause und haben, so wie jeden Tag, gespielt. Gerade bist du in deiner "Hopps"-Phase und möchtest ständig auf- und abspingen. Kaum eine Sekunde etwas lockerer gehalten, da ist es passiert. Dein Kopf fällt mit einem Rückwurf an die Ecke des Laufgitters. Du weinst, du schreist so laut vor Schmerzen. Mein Herz blutet. Doch ich bleibe klar. Meine erste Reaktion: dich aufheben, halten und versuchen dich zu beruhigen.

 

Eine Stunde zuvor hatte ich dir was zu essen gegeben. Vom lauten Schreien hattest du alles erbrochen. Ich war etwas verunsichert, habe die Notfall-Kindernummer angerufen und mich telefonisch beraten lassen. Da du sonst auf mich einen guten Eindruck gemacht hattest, war ich vorerst zu Hause geblieben. Doch mein Innerstes blieb nicht ruhig. Zwei Stunden später bin ich mit dir ins Krankenhaus gefahren. Dort wurdest du, als kleine Patienten, gleich kontrolliert. Die Äüßerliche Erscheinung war in Ordnung, außer, dass du einen kleinen roten Fleck auf dem Kopf hattest. Da du, aber nicht mal acht Monate alt warst, blieben wir zur Beobachtung 24 Stunden stationär. So wurden wir Samstagabend eingewiesen und wurden am Montag gleich frühs entlassen. Deine Werte waren zum Glück erfreulich und wir kamen "nur" mit einem Schrecken davon.

 

Ich versuche mein Bestes als Mutter zu geben, dich zu beschützen, auf dich so gut es geht aufzupassen. Solch ein Missgeschick hätte nicht passieren dürfen. Von nun an, habe ich ein doppeltes Auge auf dich und auf meine Handlungen mit dir. Denn du bist das Kostbarste für mich und meine kleine Welt mein Engel.

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Briefe_amK_19-07Mein geliebter Sonnenschein,

es gibt Züge an Dir, die an Dir wirklich besonders sind. Du bist so schnell in Deiner Entwicklung, viel schneller als Deine beiden Geschwister. Du erstaunst uns immer wieder mit dem, was Du schon alles kannst und wie schnell Du das alles lernst. Du bist keine zwei Jahre alt und formulierst schon Drei-Wort-Sätze, benennst Tiere und Farben und Personen. Nur Papa sagst Du noch nicht. Immer noch nicht. Sehr zum Leidwesen Deines Vaters. 

Du bist noch wirklich klein. Viel kleiner als andere Kinder in Deinem Alter. Trotzdem spürt man aber sofort Deine Anwesenheit im Raum, sobald Du ihn betrittst. Und das liegt nicht nur daran, dass man Deine Schritte weitläufig hören kann, wenn Du läufst, sondern vor allem an Deiner Persönlichkeit. So klein Du bist, hast Du schon eine unheimlich starke Persönlichkeit. Du setzt Dich durch. Um jeden Preis. Selbst gegenüber Deiner großen Schwester. Ich hatte in der Schwangerschaft mit Dir eigentlich erwartet, dass ich Dich eines Tages mal vor Deiner Schwester schützen müsste. Heute ist es so, dass ich die große Schwester manchmal vor Dir schützen muss.

Du haust mich immer wieder um mit all Deinen Fähigkeiten. Ich sitze hier und beobachte staunend, wie Du Deine Welt für Dich entdeckst und wie schnell Du dabei lernst. Angst ist Dir dabei überwiegend fremd. Es gibt nicht viel, wo vor Du Angst hast. Da geht natürlich dann auch mal was bei schief. Wie oft hab ich schon eine Beule von Dir gepustet, weil Du Dich selbst überschätzt hast. Wenn Du zum Beispiel unbedingt auf den Tisch klettern musstest und Du auf halbem Weg gemerkt hast, dass das dann doch noch eine Nummer zu groß für Dich ist. Doch das große Gebrüll hält nur wenige Minuten und dann probierst Du es nochmal und wenn Dir dann was gelingt, sitzt Du stolz da und freust Dich wie ein kleiner Keks und ich kann nichts anderes machen als zu staunen und zu lachen und mich zu wundern, wie schnell Du groß geworden bist. Das sind alles Züge, die an Dir wirklich besonders sind und für die ich Dich bewundere und ich freue und fürchte mich zugleich vor dem, was noch vor uns liegen mag, wenn ich Dich dabei beobachte, wie Du Deine Welt Stück für Stück entdeckst. Vor allem aber hab ich Freude dabei und wenn es mal doch schief geht, bin ich für Dich da und tröste Dich und ermutige Dich, es ein weiteres Mal zu versuchen, bis es klappt. Weil ich Deinen Ehrgeiz sehe und Dein Selbstvertrauen und weil ich Dich über alles liebe und mir wünsche, dass Du Dir diese Eigenschaften bewahrst und daraus eines Tages etwas Großes machst.

In Liebe, Mama

Nicole S.

 
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Briefe_amK_12-07Mein kleines Herz,

ich will nur, dass Du weißt, wie sehr ich Dich liebe. Bei allen Reibereien, die wir schon hatten und die wir noch haben werden, sollst Du niemals vergessen, dass ich Dich für immer liebe. Egal was kommt und was passiert. Das sag ich Dir jeden Abend, wenn ich Dich ins Bett bringe. Auch und gerade dann, wenn unser Tag wieder ganz besonders anstrengend war. Weil ich Dein Blitzableiter bin für all die Gefühle, die in Dir sind. 

Du warst schon immer besonders sensibel. Schnell war Dir alles zu viel, Du hast so viel geweint und warst nur auf meiner Brust mit Deinem Leben zufrieden. Das war natürlich anstrengend für mich, weil ich in der Zeit nichts anderes machen konnte, als Dich auf mir liegen zu lassen, damit Du besser in dieser Welt ankommen kannst. Du hast praktisch ganze erste Lebenshalbjahr auf mir drauf verbracht. Viele hat das gestört. Sie sagten, dass ich Dich zu sehr verwöhne und dass Du deshalb so schreckhaft auf Fremde reagierst, weil ich Dich ja ständig umsorge. Das war mir aber egal. Ich hab gelächelt und mir still gedacht: „Ach, wenn nur Du mal verwöhnt worden wärst..!“ Die Wochen vergingen und wurden Monate, bald schon Jahre. Eine kleine Schwester kam dazu, den großen Bruder hattest Du bereits bei Deiner Geburt, auch wenn Euch 13 Jahre trennen und Ihr zwei irgendwie nie das klassische Geschwisterpärchen werden konntet. 

Das Zusammenleben mit Dir ist manchmal wirklich sehr anstrengend. Denn Du forderst so viel von mir. Es gibt Tage, an denen ich nicht in der Lage bin, all Deinen Forderungen nachzukommen und muss Dir dann die eine oder andere versagen. Dann bist Du wütend, traurig und weinst und bis sauer auf mich und ich fühl mich schlecht, weil ich nicht möchte, dass Du diese negativen Gefühle hast. Und doch bin ich auch stolz darauf, dass Du in der Lage bist, mir diese negativen Gefühle zu zeigen. Auch, wenn das für mich manchmal schwer zu ertragen ist. Es gibt Stimmen in meinem Umfeld, die Dein Verhalten tyrannisch finden und ja, manchmal empfinde ich das selber so. Aber ich weiß auch, dass Du Deine Gefühle voll auslebst und ausleben darfst und musst. Wie sonst sollst Du später wissen, was Du fühlst, wenn ich Dir das heute verbiete? Und wie sonst sollst Du lernen, wie Du mit Deinen Gefühlen umgehen sollst, wenn Du sie heute nicht ausleben darfst? Du musst noch früh genug lernen, Dich zurück zu nehmen, Deine Gefühle verbergen lernen, Frust aushalten lernen. Bis dahin bin ich weiterhin Dein Blitzableiter und fange Dich und Deine starken Gefühle wieder und wieder auf. Das ist meine Aufgabe als Deine Mama und ich tue es gerne für Dich, damit Du irgendwann als großes, starkes Mädchen in die Welt hinaus gehst und sie für Dich eroberst. Und das wirst Du auch, mein kleines Mädchen. Das Leben mit Dir zehrt manchmal sehr an meinen Kräften, aber spätestens abends, wenn Du im Bett liegst und ich Deine kleine Hand halte und Du mich anlächelst, wenn ich Dir sage, wie sehr ich Dich liebe, merke ich immer wieder, dass es mir das wert ist. Weil Du etwas ganz Besonderes bist. Ich will nur, dass Du das weißt.

In Liebe, Mama

Nicole S.

 
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Briefe_an_mein_Kind_Freitagsserie

 

Die Welt die ich die hinterlassen möchte, für dich... 

 

sind Ruhe und Gelassenheit den du bist ein besonderer Mensch - das warst du schon immer und wirst du immer bleiben. 

 

Alles an Dir ist besonders auch wenn das nicht immer jemand sieht und gewisse Eigenschaften an Dir als unangezogen sehen oder sogar nervig. Manche Menschen sehen besondere Kinder nicht, da sie nicht immer anders aussehen. 

Manche Menschen werden dich kritisieren und an Dir rumnörgeln, ja auch ich als Mutter tue dies manchmal. Aber Zweifel niemals an Dir, den du bist stark. Du bist stärker als du denkst.

Und ich weis du wirst so einige Menschen irgendwann umhauen mit deinen tollen Taten. 

Ihnen zeigen was du kannst.

Einfach alles verändern - und dies versuche ich mit dir. 

 

Ich möchte dir die Welt so hinterlassen wie du es dir wünscht, Dir beim träumen helfen-

mit Dir den richtigen Weg für deine Ziele aussuchen, Schritt für Schritt wie beim laufen lernen in die richtige Richtung gehen um dann zu sehen das du deine Ziele erreicht hast. 

Deine Freude, dein stahlen und Energie zu sehen. Ich wünsche mir für dich eine bessere Welt - mehr Glück und vor allem Gesundheit. 

Menschen die dich so nehmen werden wie du bist. 

Dich lieben lernen, hinter dir stehen und dich auch in den schwersten Tagen begleiten. 

 

Denk immer daran mein Schatz- du bist so stark. 

Und vorallem etwas ganz besonderes.... 

 

In liebe deine Mama 

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Mein wunderbarer Sohn,

 

Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Denn Du hast mich zu einer Mama gemacht. Dabei wollte ich anfangs nie Kinder, bis Du Dich heimlich eingeschlichen hast. Unerwartet, ungeplant und zu einem Zeitpunkt, der unpassender kaum hätte sein können. Denn ich war jung. Zu jung. Und ohne berufliche Perspektive. Doch als ich beim Frauenarzt saß, weinend und verzweifelt, und er den Ultraschall machte, hab ich Dich zum ersten Mal gesehen. Nur 5 mm groß, mit hektischem Herzschlag. Es war sofort Liebe! Ungeachtet der Umstände, meiner persönlichen Probleme und dem sozialen Stand. Ich wusste, dass ich jetzt erwachsen werden muss, weil ich bald für Dich sorgen muss. Zum ersten Mal in meinem Leben ignorierte ich kritische Stimmen in meinem Umfeld. Keiner traute es mir zu, für Dich sorgen zu können. Ehrlich gesagt, ich kann das aus heutiger Sicht sogar verstehen, aber damals tat mir das fehlende Vertrauen wirklich weh. Um so mehr bemühte ich mich, Dir die Mutter zu sein, die Du brauchst. Lange, bevor Schlagwörter wie „Bindungsorientiert“ oder „Attachement Parenting“ bekannt wurden, handelte ich vor allem nach meinem Bauchgefühl und nicht danach, was in Ratgebern stand oder was mir vermeintliche Ratgeber einzutrichtern versuchten. Und wieder äußerten sich die Stimmen in meinem Umfeld kritisch. Du würdest mir auf der Nase herumtanzen. Du würdest auf die schiefe Bahn geraten. Deine Zukunft wurde in den düstersten Farben gemalt. Doch ich wusste, dass ich das Richtige tue. Spätestens mit einem Blick in Deine wunderbaren Augen wusste ich, dass sich alles zum Guten wenden wird. Und das tat es auch. Du warst vier Jahre alt, als ich meine Ausbildung begann und etwa zeitgleich auch eine Person in unser Leben trat, der uns bis heute begleitet und Dir ein wenig den Vater ersetzte, den es zwar biologisch gab, sozial aber nur wenig Bedeutung für uns hatte, auch wenn er Dich genau so sehr liebt wie ich. 

 

Mit den Jahren wurdest Du natürlich größer. Einer turbulenten Grundschulzeit folgten entspanntere Oberschuljahre. Du wurdest immer größer. Eines Abends bist Du als kleiner Junge ins Bett gegangen und als junger Mann wieder aufgestanden. So kommt mir das jedenfalls vor, denn ich habe kaum bemerkt, wie schnell Du größer geworden bist und wie sehr Du Dich verändert hast. Letztes Jahr hast Du Deinen hervorragender Realschulabschluss abgelegt. Und ich saß unendlich stolz im Publikum und dachte an all die Lehrerinnen, die mir vor etlichen Jahren sagten, aus Dir könne nichts werden.

 

Gestern hast Du Deinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. In wenigen Monaten machst Du nun Deinen ersten Schritt in ein eigenständiges Leben. Dann bist Du fast 18 Jahre alt und bald bist Du flügge. Das heißt für mich nicht, dass ich mich nun entspannt zurück lehnen werde im Sinne von „Meine Arbeit ist getan“. Das werden schon Deine beiden kleinen Schwestern zu verhindern wissen. Aber ich kann voller Stolz darauf zurückblicken, dass mein Widerstand und mein Trotz Dich und mich eng zusammen geschweißt haben und ich hoffe sehr, dass ich Dich mit all den notwendigen Fähigkeiten ausgestattet habe, die Du für die Welt da draußen brauchst. Doch egal, wohin es Dich verschlägt und was noch kommen mag: Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Denn durch Dich hab ich gelernt, was das Leben bedeutet und nur durch Dich hab ich Jahre später den Mut gehabt, das Abenteuer Mutterschaft noch ein bisschen zu verlängern und Deinen zwei kleinen Schwestern das Leben geschenkt. Danke, dass ich Deine Mama sein darf.

 
In Liebe, Mama

 

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Liebe Marie,

 

heute möchte ich dir die Geschichte erzählen, wie ich deinen Papa kennengelernt habe.

 

Es war 2011 und eine meiner besten Freundinnen war gerade 18 geworden. Aus diesem Anlass lud sie viele Freunde und Bekannte zu sich nach Hause ein. Ich machte mich also schick und begab mich auf den Weg zu der Feier. Ich weiß noch genau, dass ich einen gemusterten Pullover getragen habe. Als ich eintraf, waren noch nicht viele Leute da. Wir aßen Pizza, lachten und hatten einen ziemlichen Spaß. Im Laufe des Abends trudelten immer mehr Gäste ein. Und irgendwann kam auch dein Papa zur Tür herein. Er war mit zwei Freunden mitgekommen und hatte ursprünglich gar nicht vor, auf die Feier zu gehen. Ich fand ihn sofort toll. Er hatte etwas längere blonde Haare und ein super ansteckendes Lachen. Im Laufe des Abends stellte uns eine Freundin einander vor. Wir redeten über Gott und die Welt, tauschten Handynummern aus und vergaßen völlig die Zeit. Ich war ganz schön traurig, als der Abend vorbei war. Leider verloren wir uns dann erstmal aus den Augen. Ich glaube, wir haben uns ungefähr zwei Jahre kein einziges Mal gesehen. Wir schrieben uns lediglich ab und zu, aber auch das wurde immer weniger. Irgendwann, es war Herbst 2012, schrieb mir dein Papa wieder und wir beschlossen, uns zu treffen. Wir gingen mit ein paar gemeinsamen Freunden Essen und hatten eine Menge Spaß. Also verabredeten wir uns wieder, diesmal schauten wir einen Film im Kino an. Die Treffen häuften sich und im Laufe der Zeit konnten wir gar nicht mehr ohne den anderen. An manchen Tagen fuhren wir einfach nur in der Gegend herum und redeten über das Leben. An anderen Tagen gingen wir ins Schwimmbad oder lernten die Familien des anderen kennen. Wir liebten es einfach, Zeit miteinander zu verbringen. Dann, am 30. Dezember 2012 fragte mich dein Papa auf einem Steg am Chiemsee mitten in der Nacht, ob ich mit ihm zusammen sein will. Und ja, ich wollte das mehr als alles andere (die Geschichte hört sich ein wenig nach einem kitschigen Liebesfilm an ,aber es ist wirklich so passiert, du kannst deinen Papa fragen ;)). Unsere Beziehung hat seitdem Höhen und Tiefen erlebt. Es gab Zeiten, da haben wir viel gestritten und uns sogar mal für eine kurze Zeit getrennt. Aber sie hat dafür mindestens genauso viele Höhen erlebt. Wir haben jung geheiratet (ich war 22 und dein Papa war 23) und wir haben dich bekommen, unser größtes Geschenk! Ich möchte keine Sekunde mit euch Zweien missen wollen, ihr beide seid meine große Liebe! Ich freue mich so sehr auf die Zukunft mit euch und bin so froh, dass ich dich und deinen Papa habe.

 

In Liebe,

 

deine Mama

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Mein liebes Kind,

 

Ich will nur das du weisst, ....

Das du zu einer Zeit geboren wurdest an dem alles etwas chaotischer ist als zu meiner Kindheit. In einer Zeit, in der Kinder schon viel mehr erwachsen sein müssen, als sie sollten. In einer Zeit, in der man viel mehr von kleinen Händen erwartet als sie halten können. In einer Zeit in der kleine Füße mehr laufen müssen als man erwarten dürfte. 

Ihr müsst viel mehr wissen, lernen und können. Eure Kindheit besteht darin zu lernen, nicht darin es zu lernen, in dem ihr euch ausprobieren dürft. Sondern in dem ihr Vorschriften einhalten müsst und in allem gut sein sollt. Ihr dürft euch nicht in dieser Zeit in Pfützen schmeißen, weil es euch dreckig macht. Ihr dürft in dieser Zeit nicht im Regen tanzen, weil ihr krank werdet. Nicht mehr alleine rausgehen, weil eure Eltern Angst haben müssen. 

In meiner Zeit war ich von früh bis abends durchgehende draußen, der Hunger trieb mich Heim. Voll mit Dreck, Matsch und strahlende Augen. Ein Abenteuer nach dem anderen, was ich erleben durfte, was mich leitete - alles auszuprobieren und dadurch zu lernen was gut ist und was nicht. Ich verstehe die Eltern heut zu Tage, aber ich möchte dir mitgeben mein Kind - sei wie du bist, mit deinen Fehlern, deiner Lebenslust, deinem aufgedrehten, deinen lustigen wenn auch manchmal blöden Ideen, probiere alles aus - Tanz im Regen, spring in die tiefsten Pfützen um Abenteuer zu erleben. Durchkämme Berge - Täler und den Dschungel. Sei einfach nur Kind....

 

Alles andere erlebst du noch früh genug....

 

 

In großer unendlicher Liebe 

Deine Mama 

 
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