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10 Fragen im Interview: Alleinerziehend im 3 Generationshaus

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1. Was macht man eigentlich als allein erziehende Mutter anders?

 
Ich kann ja nur von mir sprechen, aber ich denke man ist durchgeplanter. 
Ich plane zum Teil sogar das Duschen.
Ich betreue meinen 3,5 jährigen Sohn Zuhause und pflege meinen 86 jährigen Vater. Da ist Planung alles.
 

2. Was ist das Beste an einem 3-Generationen-Haushalt?

 
Bei uns ist immer Leben in der Bude. 
Was ich sehr schätze, ist die Zeit die mein Sohn mit meinem Vater verbringt. Da der Kontakt zum leiblichen Vater sehr gering ist, hat er in seinem Opa seine männliche Bezugsperson gefunden. 
 

3. Was magst du gar nicht?

 
Das ich so wenig spontan sein kann! 
 

4. Was sollte der Staat zur Unterstützung Alleinerziehender besser machen? 

 
Schwierige Frage. Was sich wohl viele Alleinerziehende wünschen ist mehr finanzielle Unterstützung.
Vor allem auch bessere Berechnungen für die Rente später.  Da ich aber meinen Vater pflege, und er eine Pflegestufe hat, ist das finanzielle bei uns besser gesichert. 
 

5. Hast du Tipps für andere Alleinerziehende?

 
Nehmt euch soviel Zeit für euch wie es nur geht. Ich mache das oft selbst zu wenig und merke es dann gesundheitlich oder auch seelisch. 
 

6. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

 
Das ich meinen vollen Respekt gegenüber jedem Alleinerziehenden habe, egal ob Mutter oder Vater. Man ist einfach so oft auf sich allein gestellt, auch mit seinen Nöten und Ängsten. 
 

7. Warum hast du dich für diesen Weg entschieden?

 
Als ich 20 Jahre alt war, starb meine Mutter völlig unerwartet. Ich lebte noch zuhause. Mein Vater war zu diesem Zeitpunkt 79 Jahre alt. Da war es für mich klar, dass wir zusammen leben bleiben. Von dem Vater meines Sohnes trennte ich mich, als mein Sohn 15 Monate war. Ich bereue es nicht einen Tag. 
 

8. Was machen in deinen Augen viele Eltern falsch?

 
Viele wollen zu perfekt sein. Wohnung top ordentlich, Klamotten und Makeup sollen sitzen. So ein Verhalten habe ich schon lange abgelegt.
 

9. Kannst du trotz dieser Situation auch mal abschalten?

 
Selten, weil mein Sohn sehr anhänglich ist. Abends wenn er dann schläft habe ich meine zwei Stunden Feierabend. In diesen Stunden mache ich manchmal Sport, lackiere meine Nägel, lese ein Buch oder schaue Serien. Diese Zeit genieße ich dann sehr. 
 

10. Wie lässt sich ein eventueller Beruf mit diesem Familienleben vereinbaren?

 
In meiner Situation momentan sehr schwer. Ab Sommer wird mein Sohn in einen heilpädagogischen Kindergarten gehen, da er leichter Asperger Autist ist. 
Ich hoffe, dass ich dann wenigstens Halbzeit arbeiten gehen kann.  Man muss ja wenigstens ein bisschen für die Rente vorsorgen...
 
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