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10 Mütter im Interview - Seid ihr eher Team bunt oder Ton in Ton?

preview_COLOURBOX10649122Seid ihr eher Team bunt oder Ton in Ton?

 

„Wir sind im Team bunt, ich achte zwar darauf, dass es nicht ganz wild aussieht aber auch nicht langweilig. Es sind immerhin Kinder. Meine Kleine sucht sich ihre Sachen gelegentlich selber aus. Und da kann es schon einmal sehr bunt aussehen.“ (Noreen E.)
 
„Einmal so einmal so, es muss einfach passen.“ (Jennifer E.)
 
„Team Ton in Ton! Schuldig! Ich bin der Typ der selbst alles sehr clean und schlicht hält. Ich ertappe mich immer wieder selbst für die Kinder alles schlicht halten zu wollen. Aber hey, was bringt für mein Auge harmonische Aussehen, wenn es für die Kinder absolut uninteressant erscheint. Kinder lieben Farbe, also versuche ich mich immer mehr zu pushen und ins Team Bunt zu wechseln.“ (Lisa W.)
 
„Ich mag die Harmonie innerhalb des Tons. Somit versuche ich immer alles abzustimmen und ziehe gerne Ton in Ton an.“ (Verena K.)
 
„Wir sind eindeutig Team bunt. Gerne auch passende Farben zusammen, aber nie einfarbig. Bunte Kleidung hebt die Stimmung und sieht nach Lebenslust aus.“ (Marie G.)
 
„Ich finde es ja wahnsinnig schwierig schöne Sachen für Jungs zu finden und für Mädchen gibt's da so viel Auswahl. Also wir gehören definitiv zu dem Team bunt. Bei uns sind bis auf rosa alle Farben im Schrank vorhanden. Das Einzige was mir persönlich nicht so gefällt sind kitschige Aufdrucke. Ich zieh dem Kleinen gerne moderne und schlichte Basics an. (Victoria M.)
 
„Hmm schwierig. Ich würde sagen zu 70% Ton in Ton, aber manchmal darf es dann schon etwas bunter sein.“ (Ela F.)
 
„Absolut Team bunt, wenn es um Klamotten geht. Bei Möbelstücken und der Wohnungseinrichtung, sieht das schon anders aus. Da darf es dann gerne Ton in Ton sein.“ (Nicole R.)
 
„Wir sind absolut Team Ton in Ton. Die Kleidung ist farblich immer aufeinander abgestimmt und teilweise sogar stimmig mit unserer Decke.“ (Emine A.)
 
„Wir sind am liebsten Bunt, auf jeden Fall so, dass alles zusammenpasst.“ (Nadine K.)
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10 Fragen im Interview: Kinderkrankenpflegerin/Kinderkrankenschwester

COLOURBOX82670661. Was macht man eigentlich als staatlich examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder einfach Kinderkrankenschwester?

Kinderkrankenschwestern haben ein sehr umfangreiches und abwechslungsreiches Aufgabenfeld! Es kommt immer sehr drauf an, in welchem Bereich der Kinderkrankenpflege man tätig ist. Da gibt es zum Beispiel die Kinderstationen der Krankenhäuser, die Entbindungsstationen oder auch die Kinder- und FrühgeborenennItensivstationen. Außerhalb der Kliniken gibt es die häusliche ambulante Kinderkrankenpflege und eben den Bereich in dem ich arbeite, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik in einer Klinik. 
Generell kümmere ich mich um Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersklassen, die mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern bei uns stationär aufgenommen werden. Meine Arbeit begrenzt sich aber nicht nur auf klassische pflegerische Tätigkeiten wie Verbandswechsel, Unterstützung bei der Körperpflege, Wundversorgung usw. sondern erstreckt sich auch über das gesamte Feld der Pädagogik. Zu meinen Aufgaben gehört es, die Patienten so gut es geht in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, Defizite, die durch externe Faktoren entstanden sind, auszugleichen und ihnen und ihren Familien dabei zu helfen negative Einflüsse und Umstände abzustellen. Ihre Krankheiten zu überwinden und präventiv zu arbeiten. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind es nun mal die psychischen Krankheiten und nicht die rein körperlichen die man behandelt, dies verlangt natürlich ein hohes Maß an Empathie und Einfühlungsvermögen und einfach einen noch sensibleren Umgang als man ihn in meinem Beruf von Natur aus zeigen muss!  

2. Was ist das Beste an deinem Job?

Die Arbeit mit den Kindern! Es ist schön zu sehen wie man ihnen aus Krisensituationen heraus helfen kann, sie stärken kann und ihnen verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück bringen kann oder überhaupt erst einmal eines aufzubauen.  

3. Was magst du gar nicht?

Den ganzen schrecklichen bürokratischen Teil! Dokumentation ist sinnig und wichtig aber auch ehrlich gesagt nervig! Die Zeit die man mit Schreiben verbringt, kann man nicht bei den Patienten sein! 

4. Hast du Tipps zur ersten Hilfe?

Ruhe bewahren ist das Wichtigste! Das Kind beruhigen und ggf. Notruf absetzen und selber nicht in Panik verfallen! Unruhe der Eltern überträgt sich direkt auf die Kinder und beeinflusst sie negativ. 
Eltern sollten meiner Meinung nach wenigstens einmal einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für den Umgang mit verletzen Kindern besuchen! Das würde helfen, dass bei Verletzungen, leicht oder schwer, direkt richtig gehandelt wird, bevor die Profis da sind! 

5. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

Oh da gibt es viele Dinge! Das was ich glaube ich am häufigsten zu Eltern und Angehörigen sage ist: „handeln sie nach gesundem Menschenverstand“ 

6. Warum gerade dieser Job?

Ich habe als Kind selber mal in einem Kinderkrankenhaus gelegen, dort fand ich die Kinderkrankenschwestern besonders toll! Die Art wie sie mit mir umgingen, die Fürsorge und einfach ihr nettes Wesen, haben damals wohl schon den Wunsch nach diesem Beruf in mir geweckt! Tja und das Ziel habe ich verfolgt. Das ich nun aber in der KJP und nicht mehr im normalen Krankenhaus arbeite hat überwiegend einfach etwas mit den Arbeitsbedingungen zu tun und nicht mit der Arbeit an sich! 

7. Was machen in deinen Augen viele Eltern falsch?

Falsch klingt immer so vorwurfsvoll. Viele Eltern agieren aus Unwissenheit oder eigener Unsicherheit nicht im Sinne ihres Kindes. Nehmen ihnen z.B. zu viel an Eigenständigkeit ab oder überfordern sie. Hoher Leistungsanspruch ist in der heutigen Gesellschaft in meinen Augen auch durchaus ein Problem für viele Kinder. Eltern sollten versuchen ihr Kind im Blick zu behalten und auf es einzugehen ohne es einzuengen oder ihm zu viel Spielraum zu lassen. Ein gesundes Mittelmaß wäre wünschenswert.

8. Kannst du daheim gut abschalten?

Ich würde sagen ja! Ich berichte manchmal über belastende Ereignisse aus dem Klinikalltag, damit ist es dann auch getan. Die Arbeit endet für mich sobald die Kliniktüre hinter mir zu fällt.

9. Wie lässt sich dein Beruf mit dem Familienleben vereinbaren?

Da ich selber noch keine eigenen Kinder habe, mir aber welche mit meinem Mann wünsche, werde ich das erst herausfinden! 
Ich denke aber, dass es grundsätzlich nicht einfach ist in der Pflege zu arbeiten und den dadurch vorprogrammierten Schichtdienst mit der Familie zu verbinden. Leider ist das System nicht besonders familienfreundlich!

10. Was würdest du dir wünschen, dass Eltern in Notfallsituationen besser machen? 

Grundsätzlich machen Eltern in Notfallsituation selten etwas falsch! Wichtig ist in erster Linie die richtige Hilfe zu rufen oder diese anzunehmen.

 

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10 Fragen im Interview: Mutter in der Trennungsphase

COLOURBOX125731361. Was macht man eigentlich wenn man beschließt sich zu trennen?

Man hat ein Ziel vor Augen und muss nur noch den Weg dahin finden. Und dann loslaufen und nicht stehen bleiben. 

 

2. Was ist das Schlimmste in dieser Situation?

Zu wissen das es riesen große Steine auf dem weg zum Ziel geben wird und das man diese aus dem weg schaffen muss. Und das dir jeder reinreden will mit "versucht es doch nochmal". Am meisten die die keine Ahnung haben wieso weshalb und warum.

 

3. Was machst du um das alles durchzustehen?

Tanzen. Meine beste Freundin an meiner Seite haben. Wissen das es jeden Tag ein Stück weiter geht.

 

4. Was würdest du dir wünschen, besser zu machen? 

Garnix. Ich denke es ist gut und genau richtig wie ich es mache.

 

5. Hast du Tipps zur für andere in deiner Situation?

Wenn ihr den Entschluss gefasst Habt. Lasst euch nicht abbringen. Auch wenn ihr wisst das es schwer wird. Auch aus Steinen kann man Brücken bauen. Nur nicht aufgeben. Der Scherbenhaufen ist zwar groß aber man kann auch was neues daraus bauen.

 

6. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

Ja ich weiß es ist meine Entscheidung gewesen. Und ich wollte das so. Und auch wenn es vielleicht erstmal beschissen ist wird es auf jedenfall besser. Und ja ich bin glücklich mit meiner Entscheidung!

 

7. Warum gerade diese endgültige Entscheidung?

Weil ich gegen Windmühlen geredet habe. Und irgendwann hört man damit auf und stellt fest das man allein besser dran ist.

 

8. Was machen in deinen Augen viele Eltern während der Trennung falsch?

Das ganze auf dem Rücken der Kinder auszutragen und diese zu manipulieren. Vor allem von dem der verlassen wird.

 

9. Kannst du daheim gut abschalten?

Jetzt wo ich in meinen eigenen 4 Wänden mit meinen Kindern lebe und alles an seinem Platz ist ja. 

 

10. Wie lässt sich deine Entscheidung mit dem Familienleben vereinbaren?

Sehr gut. Ich finde man merkt auch den Kindern an das die Situation besser als vorher ist auch wenn der Papa unter der Woche nicht greifbar ist. Ich bin wieder fröhlich und die Kinder sind es auch.

 

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10 Fragen im Interview: Mutter eines Schwerbehinderten Sohnes

 

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1. Was ändert sich im Leben, wenn ein schwerbehindertes Kind in die Familie kommt?

Zuerst einmal alles und dann auch wieder nichts. Das ist eine Frage, die sehr schwer zu beantworten ist. Man versucht natürlich die Alltags-Aktivitäten dem anzupassen, was mit einem behinderten Kind möglich ist. Gleichzeitig ist es aber meiner Meinung nach sehr wichtig, so „normal“ wie möglich zu leben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass behinderte Kinder zu viel mehr in der Lage sind, als man sich selbst manchmal eingestehen mag. 
 

2. Was ist das Beste an diesen besonderen Kindern?

Diese Frage wiederum ist ganz schnell beantwortet: Kinder mit Behinderung haben einen unglaublichen Lebenswillen, eine große Freude an allem, was um sie herum geschieht und so viel Energie, Herausforderungen zu meistern. Man muss sie nur tun lassen.

3. Was magst du gar nicht im Umgang mit der Behinderung?

Samthandschuhe und Glaskästen. Anders gesagt, ich mag es nicht, wenn Menschen mit Behinderung (das gilt auch für erwachsene Behinderte) behandelt werden wie rohe Eier. Geht auf die Menschen zu, ganz unbefangen, ganz normal. Macht keinen Bogen um sie und starrt sie nicht an als wären sie nicht von dieser Welt. Menschen mit Behinderung sind anders, ja. Aber ist das nicht jeder von uns auch? Anders als andere? 
 

4. Was würdest du dir wünschen, dass andere Eltern im Bezug darauf besser machen könnten?

Mein größter Herzenswunsch wäre, dass andere Eltern ihre „gesunden“ Kinder mit Kinder mit Behinderung unbefangen spielen lassen. Ein Handicap ist nicht ansteckend! Nehmt euch lieber ein Beispiel an euren Kindern – die wollen nämlich einfach nur Spaß haben mit anderen Kindern. 
 

5. Hast du Tipps für den Umgang mit behinderten Menschen?

Dazu habe ich ja oben schon kurz etwas gesagt. Behinderten Menschen muss man begegnen wie jedem anderen Menschen auch. Mitleid hilft nicht weiter, Ablehnung noch viel weniger. Und wer nicht sicher ist, der fragt den Betroffenen einfach. 
 

6. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

Menschen mit Behinderung und vor allem Kinder, die ein oder mehrere Handicaps zum Start ins Leben mitbekommen haben, sind Menschen! Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Nehmt sie wie sie sind. 

7. Haderst du manchmal mit deinem Schicksal?

Nein, gar nicht. Es ist zwar nicht immer leicht, Mutter eines behinderten Kindes zu sein, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass ich mich – und die ganze Familie  - bemitleide. Allerdings gibt es Tage, an denen ich mich frage, warum ausgerechnet mein Kind mit einer Behinderung leben muss. Das sind die Tage, wenn weniger ich, aber mehr mein Kind, zum wiederholten Mal die Erfahrung machen muss, etwas nicht zu können. Nicht weil es nicht will, sondern weil es aufgrund seines Handicaps einfach nicht kann. Das tut manchmal sehr weh.
 

8. Was machen in deinen Augen viele Eltern mit behinderten Kindern falsch?

Sie schotten sich ab von der Gesellschaft, leben nur noch in einer sehr beschränkten Welt und nehmen oft nicht genügend Hilfe von außen an. Ein behindertes Kind zu haben heißt nämlich nicht, das Mann- und Frau-Sein, das Ehepartner-Sein und das Mensch-Sein mit der Geburt des Kindes abgeben zu müssen. Und – auch das ist wichtig: Es heißt auch nicht, dass gesunde Kinder, die es in der Familie vielleicht auch noch gibt, immer und überall hinten an stehen müssen. 
 

9. Kannst du daheim gut abschalten?

Ich nehme mir Freiräume und Zeit nur für mich. Ich sage nicht, dass das leicht ist. Dafür muss man halt auch mal „Fünfe grade sein lassen“. Und bei mir ist es auch nicht so, dass die Behinderung meines Sohnes das alles überdeckende Thema in der Familie ist. Das ist eine Frage der Einstellung: Nehme ich das Leben und die Aufgaben die es mir gestellt hat, einfach an und mache das Beste daraus oder sehe ich ein behindertes Kind in der Familie als „Strafe“ für irgendetwas und Belastung? 

10. Wie lässt sich dein Beruf mit dem Familienleben vereinbaren?

Wie bei jeder anderen Mutter auch – manchmal stoße ich an meine Grenzen. Nach wie vor liegt die Hauptlast auf den Müttern, Haushalt, Kindererziehung und Beruf zu vereinbaren. Wobei ich aber merke, dass vor allem jüngere Väter zu Hause viel mehr Unterstützung leisten als das noch vor Jahren der Fall war. Auch die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, mit oder ohne Behinderung, sind heute ja viel besser geworden.

 

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10 Fragen im Interview - Mutter mit eigener gewalttätiger Kindheit

d4d445c0c1e5081a8b112962bcf1b4b38a5a6dd296867b942351bef00c4de2ba1. Was macht man als Mutter anders, wenn man selbst eine gewalttätige Kindheit erlebt hat?

Ich glaube, vordergründig gestaltet man den Alltag genauso liebevoll wie eine Mutter, die eine behütete Kindheit hatte. Ich liebe mein Kind nicht anders, nicht mehr aber auch nicht weniger. 

2. Gibt es trotzdem etwas aus der Vergangenheit, das dich im Hinblick auf die Erziehung deiner Kinder geprägt hat?

Ja, da ist zum Beispiel die Angst davor, als Mutter bei der Erziehung meiner Kinder zu scheitern. Und die Angst, unterbewusst, unbewusst und reflexartig Handlungen zu wiederholen, die mir in meiner Kindheit teilweise täglich begegnet sind. 

3. Was möchtest du selbst mit allen Mitteln vermeiden, dass deine Kinder erleben?

Da gibt es nur eines: Meine Kinder sollen nie Angst vor den eigenen Eltern haben müssen. Angst haben nach Hause zu kommen, weil man eventuell was falsch gemacht haben könnte, von dem man selbst aber noch gar nichts weiß. Angst durch die Türe zu gehen und aus heiterem Himmel eins drüber zu bekommen. Solche Gefühle dürfen Kinder nicht haben.

4. Was würdest du dir wünschen, dass andere Eltern besser machen? 

Ich hoffe das andere Eltern, besonders Eltern die Gewalt in der Vergangenheit erfahren haben umso liebevoller mit ihren Kindern umgehen. Wichtig ist, die eigene Frustration über das erlebte zu verarbeiten und nicht an den eigenen Kindern auszuleben. Eltern, die selbst als Kind Gewalt erlebt haben, sind an den Ereignissen nicht schuld! Und ihre eigenen Kinder erst recht nicht. 

5. Hast du Tipps um den Umgang mit einer so negativen Vergangenheit zu lernen?

Der Lebens- oder Ehepartner sollte unbedingt darüber Bescheid wissen, weil auch ohne Kinder hat man im Alltag Situationen die nicht immer leicht sind und manchmal kann es passieren das man etwas überreagiert. Wenn der Partner um die Vergangenheit weiß, kann er sich besser auf solche Situationen einstellen. Das sollte aber nicht als Entschuldigung für jegliches Fehlverhalten missbraucht werden. 

Den allgemeinen und ultimativen Lösungsansatz gibt es aber nicht. Jeder Mensch ist anders, jeder verarbeitet Erlebtes anders. Professionelle Unterstützung kann manchmal hilfreich sein, den richtigen Weg im Umgang mit der Vergangenheit zu finden. Ganz wichtig aber ist, finde ich, sich darüber im Klaren zu sein, dass man selbst ein solches Verhalten nie an den Tag legen möchte. Auch nicht um sich selbst zu rächen oder um Frust abzulassen. 

6. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden? 

Nur weil man rein genetisch miteinander verwand ist ,muss man nicht unbedingt Kontakt miteinander haben und man kann auch zu einem geliebten Menschen Mama / Papa / Oma /Opa sagen, der es rein biologisch gar nicht ist, aber durch sein Verhalten den „Status“ viel eher verdient hat. Und nur weil man selbst irgendwann einmal Kinder hat, muss man nicht mit der Mutter die einem die Kindheit zur Hölle gemacht hat, Kontakt haben. Manchmal ist es für alle Seiten besser, sein eigenes Seelenheil vor die vermeintliche Familie zu stellen.

7. Hast du manchmal Angst selbst so zu werden wie deine Mutter?

Ja, die Angst ist da. Schließlich kann ich meine genetischen Wurzeln ja nicht einfach ausreißen. Allerdings habe ich am eigenen Leib erfahren müssen, welche Qualen Kinder gewalttätiger Eltern aushalten müssen. Das alleine reicht, um jeden Tag aufs Neue alles daran zu setzen, niemals so zu werden. 

8. Was machen in deinen Augen viele Eltern falsch?

Ich glaube es ist vor allem die Tatsache, dass manche Eltern von ihren Kindern Dinge erwarten, die sie in ihrem Alter noch gar nicht verstehen können. Ein kleinkindliches Gehirn ist noch gar nicht komplett ausgereift, manches können Kinder noch gar nicht umreißen oder begreifen. Eltern, die zu viel erwarten, verlieren dann leichter die Geduld mit ihren Kindern. Das birgt Gefahren. 

Außenstehende machen gerne den Fehler, über die Erziehung zu urteilen, obwohl sie zum Beispiel beim Einkaufen nur einen minimalen Ausschnitt der Erziehung mitbekommen haben. Eltern, die ihrem, vielleicht schon seit einer halben Stunde quengelnden Kind, in einem lauten Ton zu verstehen geben, „dass es jetzt reicht“, sind noch lange keine ungeduldigen Eltern, die ihrem Nachwuchs mit zu viel Strenge oder vielleicht auch Gewalt begegnen.

9. Kannst du inzwischen deine Vergangenheit auch einmal ausblenden?

Ja , dass kann ich. Es war auch gut das ich mich allgemein für einen anderen Werdegang wie meine Mutter entschieden hatte . Sie war noch sehr jung ohne Ausbildung , hatte sich noch nicht „ausgetobt“. Mir war es wichtig erstmal eine Ausbildung zu machen und mit meinem Partner das Leben zu genießen, bevor Kinder den weiteren Weg mitbestimmen. 

10. Wie lässt sich deine Kindheit mit deinem jetzigen Familienleben vereinbaren?

Eigentlich sehr gut, im Alltag ist mit zwei kleinen Kindern unter vier Jahren so viel Trubel, da kommt man eher selten zum nachzudenken was einmal war. Nur manchmal abends, wenn ich den Tag Revue passieren lasse, da kommt manchmal der Gedanke " wenn ich das damals gemacht hätte dann ..." Aber der Gedanke verfliegt auch wieder schnell.

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10 Fragen im Interview - Totgeburt - Sternenmama im 9. Monat

461e1f2e7f07730e9412bacdd99353c972e66e1d4abfba52524bf5d9fcfc7679Es ist noch immer ein Thema in unserer Gesellschaft, über das niemand gerne spricht. Der Umgang mit Eltern, die ihr Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben, fällt vielen schwer. Das Wissen um den Verlust macht unsicher und verursacht Angst. Nicht selten werden Sternenkinder-Eltern unbewusst ausgegrenzt oder durch „falsche“ Aussagen unglaublich verletzt. Wir haben eine Sternenkind-Mama befragt.

 

1. Vielleicht kannst Du uns erst einmal erzählen, was passiert ist?

Es war im Jahr 2013 als ich im Januar erfuhr das ich schwanger bin. Zuerst war die Nachricht ein Schock, denn eine erneute Schwangerschaft so kurz nach der Geburt unserer ersten Tochter war überhaupt nicht geplant. Doch die Freude über meine zweite Tochter wurde von Tag zu Tag größer. Und auch die Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen, bis zu diesem Tag, der alles verändert hat. 
Es war in der 32 SSW, als ich am Abend zuvor schon so ein komisches Gefühl hatte, die Kleine in meinem Bauch bewegte sich nicht. Vielleicht um mich selbst zu beruhigen, redete ich mir ein, dass sie einfach nur viel schläft. Doch am nächsten Morgen war mein mulmiges Gefühl immer noch vorhanden und ich wusste instinktiv, irgendetwas stimmt nicht. Mittags war meine Angst dann so groß, dass ich im Kreißsaal anrief und meine Sorge schilderte. Die Hebamme bat mich darum umgehend vorbei zu kommen.  Vergeblich versuchte die Hebamme, den Herzschlag meiner kleinen Tochter hörbar zu machen. Nicht nur ich, auch sie wurde immer unruhiger und rief schließlich den Frauenarzt dazu, der eine Ultraschall-Untersuchung machen sollte. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr.Der Ultraschall zeigte es auf brutale und erbarmungslose Weise: Das Herz meiner Tochter schlug nicht mehr. Für mich war das unbegreiflich, ich habe nur noch geschrieen und wollte es nicht wahrhaben, dass ich mein Kind verloren habe noch ehe es überhaupt geboren war. Das konnte nicht sein! Er musste sich geirrt haben! 
Noch am selben Abend wurde die Geburt eingeleitet. Die kommende Nacht war für mich der Horror. Ich schwankte zwischen Verzweiflung und der Hoffnung, dass meine Kleine sich wieder bewegt und der Arzt sich geirrt hat. Der nächste Tag war der schlimmste und zugleich der schönste – meine Lilli kam zur Welt und ich durfte sie sehen zu dürfen, im Arm halten, sie streicheln und mich von ihr verabschieden. 
Meine Tochter starb durch einen Nabelschnurknoten.

2. Wann realisiert man diese schreckliche Nachricht?

Das ist eine gute Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Natürlich kommen die Fakten im Kopf an, aber das Herz und der Verstand wollen sich mit einer solchen endgültigen Nachricht nicht abfinden. An dem Tag, als ich erfuhr, dass das Kind in mir nicht mehr am Leben ist, habe ich immer wieder gehofft, mein Arzt habe sich geirrt und Lilli bewegt sich gleich wieder. Während der Geburt, bei jeder Wehe schöpft man glaube ich Kraft in der Hoffnung auf den ersten lauten Schrei der Kleinen. Die Zeit lässt sich vielleicht so beschreiben: Es ist wie ein schrecklicher Traum, aus dem man einfach nur noch aufwachen möchte.  
Erst bei der Beerdigung realisiert man ein wenig, das eigene Kind nie aufwachsen sehen zu können,  aber man möchte es noch nicht ganz begreifen. 
Viele Tage und Wochen später begreift man so langsam, was wirklich passiert ist. 

3. Kannst du deine Gefühle in der ersten Zeit danach beschreiben?


Ich weiß es gar nicht, wie man das beschreiben soll. Auf der einen Seite ist da die schreckliche Gewissheit, dass das Kind, das in deinem Bauch herangewachsen ist und auf das du dich gefreut hast, einfach nicht mehr da ist. Auf der anderen Seite dieses schöne Gefühl, sie wenigstens für ein paar Augenblicke im Arm gehalten und sie angesehen zu haben. Und dann ist da auch noch die Verantwortung für die große Schwester, die du ja nicht mit Lilli beerdigt hast.  
 

4. Was würdest du dir wünschen, dass Menschen im Umgang mit Sternenkinder-Eltern besser machen? 

Ich würde mir wünschen das die Menschen damit offener umgehen. Vor allem würde ich mir wünschen, erst zu überlegen, bevor so mancher dumme Kommentar losgelassen wird. Es tut weh, Dinge zu hören wie „Du bist noch jung, du kannst noch mehr Kinder bekommen“ oder „Die Natur hat bestimmt gewusst, warum.“  

5. Hast du Tipps zur Bewältigung dieser enormen psychischen Belastung für andere Eltern? Was hat dir geholfen?

Jede Frau und jeder Mann geht anders mit dieser Situation um. 
Mir tat es gut mit anderen Eltern zu reden, die auch ein Sternenkind haben  und Gefühle auszutauschen. Ja, Reden tat mir sehr gut. Auch der Besuch von Lillis Grab hilft mir.
Aber ich empfehle eine psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen da man alleine diesem Schicksalsschlag nicht verarbeiten kann. 

6. Wie geht es dir inzwischen damit? Wie lange ist es nun her?

Wie es mir geht? Ich bin noch immer auf einer Art Achterbahn der Gefühle, es geht Bergauf und Bergab. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an Lilli denke, kein Tag an dem ich mir nicht versuche vorzustellen, wie sie jetzt aussehen könnte und wie sie mit ihrer großen Schwester spielen würde. Ich vermisse Lilli wahnsinnig und es tut immer noch sehr weh, sie verloren zu haben. 
Am 7. Juli 2017 wäre meine Kleine 4 Jahre alt und es tut immer noch unheimlich weh, zu wissen, dass wir sie verloren haben. 

7. Was sollte sich allgemein in Bezug auf dieses Thema ändern?

Ich würde mir wünschen, dass die Gesellschaft viel offener mit dem Thema umgeht, es sollte viel mehr über den Verlust eines Kindes gesprochen werden. Uns Eltern tut nicht nur die Tatsache weh, das eigene Kind nicht aufwachsen sehen zu dürfen, auch die Tatsache, dass diese Kinder in der Öffentlichkeit totgeschwiegen werden, schmerzt. Einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gibt es zum Glück schon. Heute dürfen auch Kinder beerdigt werden, die weniger als 500 Gramm wiegen. Denn es ist egal, ob das Baby noch im frühen Schwangerschafts-Stadium stirbt oder wie meine Lilli, so kurz vor Schwangerschafts-Ende – jedes Baby im Bauch seiner Mutter ist ein Lebewesen und verdient es mit Respekt und Anstand behandelt zu werden.
 

8. Kannst du die Ereignisse inzwischen ab und zu einmal ausblenden? 

Um ehrlich zu sein NEIN.

9. Wie lässt sich der Verlust von Lilli mit dem Familienleben vereinbaren? Hat es Einflüsse auf die weitere Familienplanung?

Nachdem Lilli tot zur Welt kommen musste, hat unser Familienleben einiges durchgemacht. Anfangs hatte ich sehr oft das Gefühl, mein Mann versteht meine Trauer und Verzweiflung nicht. Ich habe sogar geglaubt, er habe mit dem Ganzen ganz schnell abgeschlossen. Das war aber überhaupt nicht der Fall, nur trauern Väter meist ganz anders als die Mütter. Männer reden nicht über ihre Gefühle – das war bei uns das Problem. Es hat lange Zeit gebraucht bis wir wieder zueinander gefunden haben. Heute weiß ich, wir hätten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollen um zu lernen, wie wir miteinander umgehen sollen und wie wir gegenseitig die Trauerarbeit des anderen verstehen. 
Einen tiefgreifenden Einfluss auf die Familienplanung hatte es bei mir nicht, dass Lilli in meinem Bauch gestorben ist. Für mich stand ziemlich bald fest, ich möchte noch ein Kind.

10. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

Redet mit uns, offen, ehrlich und ohne Scheu. Aber vergesst eines nie: Unser Kind gehört  für immer zur Familie, auch wenn es nicht bei uns sein kann.

Wir möchten den Eltern, denen dies oder ähnlich Schlimmes erfahren ist eine Freude machen, bzw. eine Erinnerung schaffen, daher könnt ihr euch von Herzen gerne dies herunterladen, ausfüllen und einrahmen. Wir wünschen euch viel Kraft!

 

Sternenerinnerung

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10 Fragen im Interview: extreme Frühchenmama mit HELLP-Syndrom

COLOURBOX77796121. Was war der Grund für die frühe Geburt Deines Kindes?

Bei mir wurde ein schweres HELLP-Syndrom diagnostiziert und zusätzlich eine Präeklampsie. Beim HELLP-Syndrom fällt der Wert der für die Blutgerinnung verantwortlichen Thrombozyten gefährlich niedrig, es kommt zu erhöhten Leberwerten und eine nachlassende Blutgerinnung. Das HELLP-Syndrom ist eine der schwersten schwangerschafts-bedingten Erkrankungen und für Mutter und Kind lebensbedrohlich. 

2. Wann realisiert man diese schreckliche Nachricht?

Realisieren kann man eine solche Nachricht gar nicht, da wird man einfach "rein geworfen". Es gibt überhaupt keine Zeit, sich damit auseinander zu setzen. 

3. Kannst Du deine Gefühle in dieser Zeit beschreiben?

Es fühlt sich schrecklich an, nichts tun zu können, dem Schicksal völlig ausgeliefert zu sein. Die Angst um sein Kind ist einfach unglaublich groß, das eigene Kind wird einem ja regelrecht „entrissen“, denn ein Kaiserschnitt muss bei dieser Diagnose ganz schnell erfolgen. Und auch für meinen Mann war das wohl die schrecklichste Erfahrung seines Lebens, er musst ja nicht nur um das Leben unseres Kindes bangen, sondern auch um meines.   

4. Was würdest Du Dir wünschen, dass Mitmenschen im Umgang mit „Frühchen-Eltern“ besser oder anders machen? 

Ich würde mir wünschen, dass wir als Eltern wahr genommen werden. Nur weil man ein Frühchen hat, das nicht kurz nach der Geburt mit nach Hause darf und um dessen Leben man noch lange bangen muss, hat man trotz allem ein Kind bekommen. Man darf auch Frühchen-Eltern gratulieren! Denn die Geburt quasi „tot zu schweigen oder zu ignorieren“ ist doch schrecklich. 
Aber auch Aussagen wie "ich weiß nicht ob ich das könnte..."  sind völlig fehl am Platz! Was sollen wir Eltern denn machen? Sollen wir gehen? Nein – wir sind in dieses Leben hineingeworfen worden und müssen damit zurecht kommen. Ob wir das können – danach werden wir vom Schicksal nicht gefragt. 
Und bitte, erspart Eltern, die zusammen mit ihrem Frühgeborenen um dessen Leben kämpfen Sätze wie: „Sonst ist aber alles gut oder?" Wir haben Sorgen, Ängste und Nöte, ist das nicht genug? 

5. Hast Du Tipps zur Bewältigung dieser enormen psychischen Belastung für andere Eltern? Was hat Dir geholfen?

Reden, reden und nochmal reden! Versteckt eure Angst und eure Sorgen nicht in euch. Lasst es raus, auch die Verzweiflung oder auch die Wut, die manchmal in euch kocht. Denn die Frage nach dem Warum oder dem Sinn dahinter, dass Euer Kind einen so schweren Start ins Leben hat, frisst Euch auf, wenn Ihr sie nicht heraus lasst. Psychologische Hilfe ist ebenfalls ratsam. Die Bereitschaft, diese Hilfe anzunehmen kommt aber oft erst dann, wenn Ihr als Familie endlich zusammen Zuhause sein dürft. 

6. Wie geht es Euch heute?

Leonie ist mittlerweile 2,5 Jahre alt und es geht uns allen gut. Sie macht Fortschritte und wir freuen uns natürlich über jeden kleinen Erfolg. Mittlerweile sind wir eine ganz normale kleine Familie.  

7. Was sollte sich in der Gesellschaft im Bezug auf den Umgang mit Eltern frühgeborener Kinder ändern?

Ich wünsche mir viel mehr Offenheit! Dieses Thema wird so oft herunter gespielt oder gar nicht angesprochen. Aber auch wir sind Eltern, die ein Kind bekommen haben, die stolz auf dieses kleine Wunder sind, auch wenn die Angst um das Leben dieses kleinen Menschen das Glück einer Geburt überlagern kann. 
Ich wünsche mir auch eine bessere Vorbereitung der Hebammen. Manche sind völlig überfordert und als Eltern steht man dann ziemlich alleine da. 
Auch wünsche ich mir, dass in der Öffentlichkeit viel mehr gezeigt wird, dass nicht nur „große“ Frühchen eine Chance haben zu überleben und ein normales Leben zu führen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sogar kleine Kämpfer mit einem Gewicht von 310 Gramm überleben können.  Dank moderner Medizin, aber auch weil ein so kleiner Mensch einen unglaublich starken Lebenswillen haben kann. 

8. Lebst Du heute wieder etwas unbelasteter nach den vielen Monaten voller Angst um das Leben Deines Kindes? 

Ja, das auf jeden Fall. Wobei ich schon sagen muss, dass unsere Gedanken sich in erster Linie um die Kleine drehen – aber ich glaube, dass hat nichts mit Frühchen zu tun, das ist einfach so, wenn man Eltern geworden ist. 

9. Wie lässt sich dieses Erlebnis mit dem Familienleben vereinbaren? Hat es Einflüsse auf die weitere Familienplanung?

Ja natürlich. Denn ein kleiner Mensch, der sich ins Leben kämpfen muss, braucht noch mehr Aufmerksamkeit, da käme ein zweites Baby in kurzem Zeitabstand einfach zu früh. Aber die Tatsache, dass Leonie und ich riesiges Glück hatten, noch am Leben zu sein, wird mich nicht davon abhalten noch mal schwanger zu werden. 

10. Was hast Du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

"Ein Frühchen ist nichts für Weicheier"

 

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10 Mütter im Interview - Läuft es seit dem Nachwuchs noch rund mit dem Partner?

e8f1b9f86822548bec0f0e583169bac9a09a200ad1b44b9570d8b5820d1b4e4cLäuft es seit dem Nachwuchs noch rund mit dem Partner?

"Mein Freund ist glücklicherweise total geduldig. Klar die erste Zeit ist man erst mal nur Eltern und es braucht eine Weile bis man wieder richtig Zeit für die Beziehung hat. Es heißt immer man soll sich Zeit nehmen, aber das ist leider immer leichter gesagt als getan." (Janine B.)

 

"Ja, das tut sie. Man muss sich umstellen. Die Themen, um die es größtenteils geht, sind mit Kind/ern andere.

Solange man sich jedoch noch Zeit zu zweit nimmt bzw. diese entsprechend nutzt, bleibt man ein gutes Team/Paar." (Caro K.)

 

"Die Zweisamkeit kommt etwas zu kurz, wenn er von der Arbeit heim kommt gibt es Abendessen, dann wird unser Kind ins Bett gebracht und dann ist man meist so müde und kaputt, da passiert nicht mehr viel. Aber es kann wenigstens auch kein "Unfall" passieren und das Zweite gleich nach kommen..." (Julia B.)

 

"Öhm, es hat zumindest ein Geschwisterkind geklappt..." (Janine A.)

 

"Sexuell? Nicht ganz. Aber in Sachen Beziehung? Ja, man muss sich bewusst darauf konzentrieren und daran arbeiten. Von nichts kommt eben auch hier nichts." (Ashley V.)

 

"Ich glaube jede Partnerschaft muss sich nach einem Kind wieder neu finden. Man muss sich Zeit füreinänder schaffen." (Sylvia S.)

 

"Ja. Tut es!"  (Anne W.)

 

"Eigentlich schon." (Seyda A.)

 

"Es geht. Ich denke aber aus Erfahrung - man braucht ein gutes Netzwerk das hilft Freiraum zu schaffen damit man noch Paar sein kann. Wenn das nicht der Fall ist wird man sich ziemlich sicher verlieren." (Angie H.)

 

"Klar, aber man muss auch (wie immer in einer Beziehung) was dafür tun." (Jana G.)

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10 Mütter im Interview - Wie fühlen sich eigentlich Wehen an?

899d71eea35443d41fd3f1402a4075ef2398ccbde304208d1ae71a9ed528520aWie fühlen sich eigentlich Wehen an?

Ein bisschen wie sehr starke Blähungen bei einer Magen-Darm-Grippe. (Janine A.)

Schwer zu beschreiben, als würde der Körper komplett verkrampfen. (Caro K.)

Ja das ist eine gute Frage... Da ich dachte, es seien nur Senkwehen, sind diese ja anscheinend nicht so schlimm gewesen. Es war auf jeden Fall erträglich. (Anne W.)

Schmerzhaft. Einfach nur verdammt schmerzhaft, als würde sich alles zusammen ziehen im Unterleib und die Presswehen als würde es einen zerreißen, man will sein Kind einfach raus drücken. (Julia B.)

Wie Nierenschmerzen, die komplett durch den Rücken hoch und nach vorne durch den Bauch ziehen. Nur 1.000 Mal schlimmer. (Jana G.)

Ich muss gestehen, ich hatte glaube ich Luxuswehen. Es hat im Rücken ziemlich gezogen und ich konnte nicht sitzen, liegen oder stehen... laufen hingegen ging noch super. Zwei Presswehen und der Kleine war schon da. Im Nachhinein betrachtet hatte ich wahrscheinlich gesamt 5 Stunden Wehen, welche ich als solche aber nicht genau zuordnen konnte, weil man als Erstgebärende Wehen ja noch nicht genau definieren kann. (Janine B.)

Sehr sehr schmerzhaft. Wie ein schrecklicher Wadenkrampf. Der nicht mehr aufhört. Nie mehr. (Angie H.)

Schrecklich. Also Nein, aber doch. Anfangs wie schlimme Unterleibsschmerzen bei der Periode, aber dann einfach nur schmerzhaft und für mich kaum erträglich! (Ashley V.)

Ich würde Wehen wie starke Magenkrämpfe beschreiben. (Sylvia S.)

Sehr unangenehm. Ein bisschen als wenn der ganze Körper weh tut und sich verkrampft. (Anja W.) 
 
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10 Fragen im Interview: Hebamme

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1. Was macht man eigentlich als Hebamme?

 
Als Hebamme kümmert man sich natürlich hauptsächlich um Frauen während der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett. Außerdem hat man auch immer einen Überblick über das Neugeborene. Die Hebammenbetreuung kann auf Wunsch der Frau schon ab positiven Schwangerschaftstest in Anspruch genommen werden. Die Frauen haben die Wahl, die Schwangerschaftsvorsorge einzig und allein von der Hebamme durchführen zu lassen (denn bis auf die Ultraschalluntersuchungen steht die reine Hebammenbetreuung der eines Gynäkologen in nichts nach) oder aber eine Kombination aus ärztlicher Vorsorge und Hebammenvorsorge zu wählen. Die meisten Frauen entscheiden sich für letzteres und das ist auch völlig in Ordnung so. Als Hebamme überwacht man den Schwangerschaftsverlauf, hilft bei Schwangerschaftsbeschwerden und hat in verschiedensten Themen eine beratende Funktion. Die Begleitung und Betreuung der Geburt ist das Hauptaugenmerk der Hebammentätigkeit. Je nachdem, wo man als Hebamme arbeitet, begleitet man die Frauen im Krankenhaus, im Geburtshaus oder Zuhause. Man überwacht stetig den Geburtsverlauf, stellt sicher, dass es Mutter und Kind gut geht und ergreift bei eventuell auftretenden Komplikationen schnell Maßnahmen.
Die Betreuung im Wochenbett ist sehr individuell und kommt auch immer darauf an, welchen "Hebammenbedarf" die Frau hat. In den ersten Tagen nach der Geburt kommen viele Hebammen täglich oder zumindest alle 2 Tage um die Wundheilungs- und Rückbildungsprozesse der Frau zu überwachen, aber auch, um das Neugeborene stets im Blick zu haben. Man hilft beim Stillen/Füttern, überprüft die kindliche Gewichtszunahme, hilft bei der Nabelpflege, beim ersten Baden, usw... 
Die Aufgabenbereiche einer Hebamme sind vielfältig, sie lassen sich schwer in einigen Worten zusammen fassen. Man begleitet Frauen/Familien während einer ganz besonderen, sehr privaten und intimen Zeit, um ihnen und ihren Neuankömmlingen zu einer möglichst unbeschwerte Schwangerschaft und einem guten Start ins Leben zu verhelfen.
 

2. Was ist das Beste an deinem Job?

 
Was das Beste ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich liebe die Vielfältigkeit, die mein Beruf mit sich bringt. Jedes Paar, jede Frau, jedes Kind ist anders. Jede Geburt ist auf ihre eigene Weise zauberhaft und es ist sehr schön, an diesem Wunder teilhaben zu dürfen. 
Viele Menschen denken, dass die Geburten das Beste und Schönste am Hebammenberuf sind, und das mag es für viele Hebammen auch sein. Für mich zählt aber das "Große Ganze". Sowohl die Schwangerschaft, als auch die Geburt und die ersten Wochen danach als Hebamme begleiten zu dürfen, dabei mit so viele verschiedenen Menschen zu arbeiten und die Individualität einer jeden Familie kennen zu lernen ist für mich etwas ganz besonderes. Es wird einfach nie langweilig.
 

3. Was magst du gar nicht?

 
Hmm, gute Frage. Ich mag es nicht, alleine Patientenbetten durch die engen Krankenhausflure zu schieben, denn dabei stoß ich immer überall gegen.... Spaß beiseite, ich kann gar nicht so genau sagen, was ich nicht mag. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Dinge bei der Arbeit, die ich nicht mag, aber dass ist völlig unterschiedlich und situationsabhängig, kann ich also pauschal nicht sagen.
 

4. Was würdest du dir wünschen, dass die Eltern besser machen?

 
Ich finde, alle Eltern sind gut so, wie sie sind, eben auf ihre eigene persönliche Art und Weise. Allerdings fällt mir oft auf, dass viele Eltern in Hinblick auf die Geburt oder auch auf die erste Zeit mit Baby verunsichert sind, weil sie von den Schwiegereltern, von Freunden/Bekannten, aus einem Erziehungsratgeber (usw.) vermeintlich gute Tipps, Vorgaben, Ratschläge und Empfehlungen bekommen. Natürlich meint das Umfeld es nur gut, allerdings kann diese Vielzahl an verschiedenen Meinungen gerade in so einer empfindlichen und (noch) unbekannten Zeit manchmal eher ins Gegenteil ausschlagen. Daher würde ich mir wünschen, dass viele Eltern viel mehr auf ihr Bauchgefühl hören. Natürlich kann man die Ratschläge und Tipps seines Umfelds anhören und annehmen, denn viele können wirklich hilfreich sein. Ich finde nur, als Elternpaar sollte man sich seine eigene Meinung bilden, an seinen eigenen Erfahrungen reicher werden und auch mal aus eigenen Fehlern lernen. Man sollte Vertrauen in sich selber haben, sowohl als Mutter, sowie auch als Vater. Man wächst mit seinen Aufgaben.
 

5. Hast du Tipps zur Geburt und der ersten Zeit als Familie?

 
Auf jeden Fall sollte man sich im Vorfeld schon einmal Gedanken darüber gemacht haben, wie man sich die Geburt (und auch das Wochenbett) im besten Falle vorstellt. Das diese Vorstellungen oftmals von der Realität abweichen, liegt leider nicht immer in unserer Hand, aber es ist trotzdem gut zu wissen, was man möchte und was nicht. Ich finde es auch hilfreich, wenn man gut informiert ist (z.B. durch den Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses), damit man zumindest eine kleine Vorstellung davon hat, was auf einen zu kommt. Wichtig ist, dass negative Gedanken, Ängste und Zweifel im Vorfeld so gut es geht aus dem Weg geräumt werden, dafür bieten sich zum Beispiel ausführliche Gespräche mit der Hebamme an. Man sollte der Geburt und der ersten Zeit als Familie offen entgegentreten. 
 

6. Was hast du schon 100x gesagt und würdest es hier gern noch mal los werden?

 
Viele Frauen trauen sich nicht, ihre tatsächlichen Wünsche zu äußern, aus Angst vor den Reaktionen ihres Umfelds. Um mal ein Beispiel zu nennen, gibt es Frauen die während der Geburt gerne eine PDA haben wollen, sich aber nicht trauen, diesen Wunsch zu äußern, da sie Angst haben, als schwach zu gelten. Sie haben das Gefühl zu versagen. Diese Situation habe ich schon ganz oft im Kreißsaal erlebt. Für viele Frauen, die sich schon über mehrere Stunden tapfer und stark durch die Geburt ihrer Kinder kämpfen, ist eine PDA ein Segen, und in keinster Weise ein Zeichen für Schwäche. Eine Geburt ist wahnsinnig anstrengend und manchmal auch wahnsinnig langwierig, wenn man am Ende seiner Kräfte ist, können Schmerzmittel (auch andere, nicht nur die PDA) eine gute Wahl sein, um der Frau wieder "ein bisschen Luft zum Atmen" verschaffen zu können. Das ist keine Schande. Gleiches gilt für Frauen, die nicht stillen wollen, oder andere Wünsche haben. Ich akzeptiere die Wünsche einer jeden Frau, denn sie allein ist diejenige, die die Entscheidung trägt. Niemand sonst, hat das Recht darüber zu urteilen. Was ich damit sagen will: Die Meinung anderer Leute ist völlig unwichtig, solange die Frau sich mit ihren Entscheidungen wohl fühlt.
 

7. Warum gerade dieser Job?

 
Seit meinem 10. Lebensjahr wollte ich Hebamme werden, mich hat dieser Beruf schon immer fasziniert. Die ganze Thematik rund um die Entstehung eines Menschen, die Schwangerschaft, die Geburt und die Neugeborenenzeit hat mich schon immer in ihren Bann gezogen und ich bin unglaublich stolz darauf, daran teilhaben zu dürfen. Ich könnte mir keinen anderen Beruf vorstellen.
 

8. Was machen in deinen Augen viele Eltern falsch?

 
Spontan fällt mir dazu ehrlich gesagt gar nichts ein. Ich finde, alle Eltern sollten einen Weg für sich finden, so wie sie ihn für richtig halten. Meine persönliche Meinung spielt dabei keine Rolle.
 

9. Kannst du daheim gut abschalten?

 
Ja, ich kann sehr gut zuhause abschalten. Sobald ich im Auto sitze und auf dem Heimweg bin, verlasse ich mit jedem Kilometer den ich fahre, gedanklich auch die Arbeit. Wenn ich Zuhause bin, bin ich Ich. Mutter und Ehefrau. Ich kümmere mich um meine Familie, erledige den Haushalt und mache Sachen, die mir gut tun. Dabei denke ich selten an die Arbeit. Wenn ich bei der Arbeit etwas erlebt habe, was einem auch als Hebamme nie leicht fällt (z.B. die Begleitung einer Totgeburt, ein krankes Neugeborenes, schwere Komplikationen bei der Mutter), muss ich natürlich auch Zuhause erst einmal alles Sacken lassen. Manchmal hilft es auch, mit Kolleginnen über die Erlebnisse zu sprechen. Es ist wichtig, Arbeit und Privatleben voneinander zu trennen, denn sonst können manche Erlebnisse ziemlich belastend sein. Man muss hier einfach eine gewisse Distanz gegenüber den eigenen Empfindungen aufbauen und Abstand wahren, eben viele Dinge nicht zu nah an sich ranlassen. Das bedeutet nicht, dass man als Hebamme nicht mitfühlt, denn das tun wir immer, in jeglicher Hinsicht. Ob mit Freude, oder Trauer.
 

10. Wie lässt sich dein Beruf mit dem Familienleben vereinbaren?

 
In meinem Fall ist es schon ziemlich schwierig, da meine Tochter noch relativ klein ist und ihre Kindergartenzeiten sich in keinster Weise mit meinen Arbeitszeiten decken. Daher klappt es bei uns nur, weil mein Mann Gleitzeit hat, also morgens flexibel zur Arbeit fahren kann. Außerdem haben wir sehr viel Unterstützung von der Oma, ohne die wahrscheinlich gar nichts klappen würde. Wenn ich am Wochenende arbeiten muss, ist das natürlich immer etwas bedauerlich. Mein Mann und meine Tochter unternehmen viel ohne mich, was sehr schade ist. Allerdings habe ich durch die Wochenenddienste auch oft unter der Woche frei, sodass ich die Zeit mit meiner Tochter ganz in Ruhe nachholen kann. Letztendlich muss man schon so ehrlich sein und sagen, dass der Hebammenberuf sehr schwer vereinbar ist mit einem eigenen Familienleben. Nichts desto trotz ist es nicht unmöglich, solange man gut plant und organisiert. Ich arbeite Vollzeit im Schichtdienst, natürlich haben andere Frauen mehr von ihren Kindern und Ehemännern, allerdings habe ich nicht das Gefühl, zu viel zu verpassen. Die Zeit, die ich Zuhause mit meiner Familie verbringe, genieße ich in vollsten Zügen.
 
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