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10 Mütter im Interview - Welche Windelsorte nutzt ihr? Und warum?


preview_COLOURBOX21660163Welche Windelsorte nutzt ihr? Und warum?

 

 

 

 

„Wir haben Pampers benutzt. Grund 1 waren die Coupons, die die Windeln günstiger machen und wenn sie im Angebot waren auf Masse gekauft wurden. Ich habe gelegentlich andere Windeln getestet, allesamt durchgefallen.“ (Noreen E.)

„Wir nutzen Pampers. Bis jetzt. Da wir bei Größe MICRO angefangen haben und es diese nur von Pampers gibt, sind wir erst einmal damit gestartet. Vorerst wird es auch so bleiben, bis wir wahrscheinlich auf Stoffwindelsysteme umsteigen werden. Für dir sprechen nicht nur die geringeren Kosten (Anschaffung einmalig teuer, aber auf die Jahre gesehen.), die Verträglichkeit der Babypopos, das oft schnellere trocken werden, sowie aus Sicht der Umwelt!“ (Lisa W.)

„Wir nutzen Pampers und ehrlich gesagt deswegen, weil es sie früher schon gab und ich schon mit Pampers gewickelt wurde. Also frei nach dem Motto was früher gut war kann heut nicht schlecht sein.“ (Verena K.)

„Wir benutzen die Sorte von DM, wir haben viele Sorten ausprobiert... und haben uns schlussendlich für die günstigste, am angenehmsten riechende Marke entschieden.“ (Marie G.)

„Moltex Ökowindeln. Das sind zwar auch Wegwerfwindeln, sie bestehen aber immerhin bis zu 50% aus nachwachsenden Rohstoffen und sind Chlor-, Latex- und Parfümfrei.“ (Ela F.)

„Ich benutz entweder die Pampers Babydry oder die Babylove und die dann auch noch im Wechsel zwischen normalen Windel und Pants. Das kommt dann auf die Stimmung vom Zwerg an, einmal geht das Windeln nur im Stehen das nächste einmal klappt's wieder mit Ablenkung im Liegen. Der Windelrekord liegt bei uns bei 20 min.... das war aber auch wirklich ein Kampf. Für die Nacht benutze ich am liebsten die Babydry die halten einfach am besten trocken und tagsüber mag ich die Babylove am liebsten da die so wahnsinnig weich sind.“ (Victoria M.)

„Alles was so im Angebot war... Unser Kind war immer unkompliziert.“ (Jennifer E.)

„Wir benutzen Pampers. Es wird laut Werbung von Hebammen empfohlen und macht einfach einen guten Eindruck.“ (Emine A.)

„Wir haben uns für Pampers entschieden. Den genauen Grund dazu kann ich gar nicht genau nennen. Aber was ich dafür zweifelsohne sagen kann, ist, dass wir mit Pampers total zufrieden waren und keinerlei klagen zu berichten hatten.“ (Nicole R.)

„Wir benutzen von Baby Dream (Rossmann's Eigenmarke), da wir schon einige ausprobiert hatten, aber Liam morgens komplett durchnässt war.“ (Nadine K.)

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KOKADI, ein Stern erobert das Firmament

KOKADI, ein Stern erobert das Firmament

 

 

 

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Das Baby ist endlich geboren und so ziemlich jede junge Mutter kennt dieses Gefühl, das kleine Wesen am liebsten gar nicht mehr aus den Armen zu lassen. So sehr genießen Mütter – und natürlich auch Väter – die Körpernähe zu ihrem Kind. Und auch das Neugeborene fühlt sich besonders wohl in dieser völlig neuen Umgebung, wenn es den gewohnten Herzschlag der Mutter hören kann. 
Um auch im Alltag, der sich nur allzu schnell wieder einstellt, diese enge Bindung behalten zu können, war für uns ganz schnell klar, dass wir unser Kind in einer Babytrage ganz nah bei uns haben möchten, wann immer es möglich ist. Wir wollten unserem kleinen Schatz diese Geborgenheit bieten und damit eine noch stärkere Bindung zwischen uns und unserem kleinen Wunder schaffen. Und praktisch ist so eine Babytrage ja unumstritten.        
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
c3acb0ca-57fd-4f14-b1c4-0a4f03694182Nach etlichen Recherchen war klar, dass es eine Babytrage von KOKADI sein soll. KOKADI wurde uns schon vorab von Freunden und Familienmitgliedern wärmstens empfohlen. Im Jahr 2010 wurde die Firma gegründet, da die Unternehmerin selbst damals vergeblich auf der Suche nach einer Trage war, die sowohl modern als auch praktisch und dazu auch noch qualitativ hochwertig war. Nach dem Motto „selbst ist die Frau“ gründete Ceyda Temur die Marke mit dem spiraligen Stern als Logo und den Namen KOKADI, den ihre damals 17 Monate alte Tochter vor sich hin plapperte.
Unsere Entscheidung, unser Baby in einer KOKADI-Trage zu tragen, war also gefallen. Jetzt mussten wir uns „nur“ noch für eines der Produkte und ein Design entscheiden, was gar nicht so einfach war. Es gibt Tragetücher in modischen und stylischen Designs und es gibt Babytragen. WrapTai, WrapStar, Onbu, Flip oder TaiTai heißen die unterschiedlichen Modelle. 
Unsere Wahl fiel auf den Flip – das Original wegen seiner eher sportlichen und dennoch elegant anmutenden Art. Das Auspacken war unglaublich spannend. War die Farbe tatsächlich so toll, wie im Online-Shop gezeigt? Und fühlt sich der Stoff wirklich so weich an wie beschrieben? Auf beide Fragen gibt es nur eine Antwort. Ja! Die Farbe und auch die Qualität des Stoffes haben uns auf Anhieb begeistert. Mit der im Paket enthaltenen detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen Anlegen der Babytrage war es auch überhaupt kein Hexenwerk, den Flip für seinen ersten Einsatz vorzubereiten. Die gepolsterten Gurte machen das Tragen sehr angenehm, das spürte man sogar, bevor das Baby endlich in seiner Trage kuscheln durfte. Völlig problemlos, ohne irgendwelche Verrenkungen oder stressigen Momente fand unser Schatz seinen Platz in der KOKADI-Babytrage. Es muss gemütlich darin sein! Denn nur nach wenigen Minuten war er darin eingeschlafen und wir konnten auf „Erkundungs- und Erprobungstour“ gehen.  
 
       
 
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Mittlerweile ist der Einsatz unserer KOKADI-Babytrage Flip im Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Kuscheleinheiten für Mama, Papa und Baby lassen sich perfekt in den Tagesablauf integrieren und die Freiheit, die es mit sich bringt, nicht immer einen Kinderwagen im Einsatz haben zu müssen, ist schier grenzenlos. 
Alles in allem können wir die Firma KOKADI nur empfehlen. Auch an die Eltern, die sich für das Tragen ihres Babys vielleicht nicht so begeistern können wie wir. Denn KOKADI hat neben den Babytragen auch Kuscheltücher, Babydecken oder Trage-Jacken im Programm. Sogar PUPIDU Stoffwindeln finden sich im Online-Shop, den man unbedingt besuchen sollte. 
Auf der Internet Seite www.KOKADI.com sind alle Artikel erhältlich.
 
 
 
 
 
 
 
 
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10 Dinge, die man mit Kindern gemacht haben sollte

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1. Gemeinsam die Seele baumeln lassen

Kinder werden viel zu schnell erwachsen. Gerade deswegen sollte man die Zeit, in der sie noch klein sind, nutzen. Einfach mal bei selbstgemachter Limonade und entspannender Musik die Seele baumeln lassen wirkt wahre Wunder.

2. Gemeinsam backen

Welches Kind mag keine süßen Naschereien? Gemeinsam einen Kuchen backen macht Spaß und bringt den Kindern ein Erfolgserlebnis, auf das sie stolz sein können.

3. Am See baden

Es muss nicht immer der große Urlaub sein. Auch ein Nachmittag am See mit der ganzen Familie ist vor allem für die Kinder ein großes Erlebnis. Tipp: einen Badesee suchen, an dem es auch einen großen Spielplatz gibt. So ist Ihr Kind beschäftigt und lernt gleich neue Spielkameraden kennen.

4. Picknicken

Picknicken mag auf den ersten Blick nicht ganz so spektakulär klingen, aber richtig vorbereitet wird das Picknick im Grünen ein großes Abenteuer. Vor allem abends, wenn es langsam dämmert, sorgen Fackeln und ein Nachtspaziergang für eine ganz besondere Stimmung.

5. Gemeinsame Rituale pflegen

Regelmäßige Rituale bringen Entspannung und sorgen für eine engere Bindung zwischen Kind und Eltern. Schon das tägliche Vorlesen vor dem Schlafengehen schafft eine enge Vertrautheit, an die sich sowohl Kind und Elternteil ihr Leben lang zurückerinnern werden.

6. Gemeinsam Sterne beobachten

Egal ob im Winter oder im Sommer – ein sternenklarer Himmel findet sich zu jeder Jahreszeit. Besonders für Kinder sind Sterne etwas Magisches. Das sollte man nutzen und gemeinsam mit den Kindern versuchen, ein paar Sternbilder herauszufinden. Vielleicht sehen Sie sogar eine Sternschnuppe?

7. Nach Italien fahren

Pizza und Pasta – kaum ein Kind sagt dazu nein. Und auch die meisten Eltern können einen entspannenden Italienurlaub gut gebrauchen. Italien ist auch deshalb eine gute Wahl, weil Kinder dort meist sehr gerne gesehen werden.

8. Eine Sandburg bauen

Oft braucht es nicht mehr als Sand oder Matsch, um ein Kind glücklich zu machen. Drücken Sie Ihrem und sich selbst eine Schaufel in die Hand und versuchen Sie doch einmal, die größte Sandburg Ihres Lebens zu bauen.

9. Jahrmärkte und Zirkus

Eine ganz eigene, wunderbare Welt stellen Jahrmärkte und Zirkusse dar. Fast jedes Kind ist von diesen besonderen Eindrücken und Gerüchen begeistert, welche die Kinderaugen zum Strahlen bringen.

10. Ein Bilderalbum basteln

So schön die Bilder mit dem Smartphone auch werden, leider sind sie oft ziemlich schnell wieder vergessen. Erinnerungen lassen sich am besten in Form von Bildern in einem gemeinsam angefertigten Album aufbewahren. 

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mein Sonnenschein

 

ich möchte dir einmal erzählen, wie dein Weg in diese Welt war. Es war im Juni 2016, als dein Papa und ich uns dazu entschlossen haben, dass deine große Schwester ein Geschwisterchen bekommen soll. Und schon zwei Monate später warst du bereits unterwegs. Viel schneller als gedacht und die Freude war bei uns allen riesig. Dein errechneter Geburtstermin war der 23. April 2017. 

 

In der Schwangerschaft mit dir ging es mir leider gar nicht gut. Anfangs war mir oft übel und ich musste immer auf die Toilette und war ständig müde. Die Übelkeit verging nach ein paar Wochen, doch dass ich ab sofort nachts 2 bis 3 Mal auf die Toilette musste und ich zudem an Schlafstörungen litt, machten es mir nicht leicht den Alltag zu bestreiten. Deine große Schwester wollte ja auch versorgt werden. Ab etwa der 24. Woche gesellten sich dann noch Schmerzen in der Symphyse und Sodbrennen dazu. Doch die Freude darüber, dass du bald bei uns bist, überwog zu jedem Zeitpunkt. Mit großer Vorfreude bereiteten wir uns auf deine Ankunft vor. Das erste Mal gespürt habe ich dich übrigens in der 16. Woche. Ganz zaghaft noch, doch die Tritte wurden bald kräftiger. Ebenfalls in der 16. Woche erfuhren wir, dass du ein kleines Mädchen bist. Deinen Namen hat sich übrigens dein Papa ausgedacht. 

 

Ab etwa der 32. Woche hatte ich immer wieder mit Senkwehen zu tun. Auch der Bauch wurde riesig groß und war doch recht hinderlich im Alltag. Er hatte sich auch recht früh schon gesenkt. Deine Bewegungen taten jetzt oft weh und doch freute ich mich über jeden einzelnen Stupser von dir. Jetzt wurde die Schwangerschaft aber auch wirklich sehr unangenehm. Ständig hatte ich irgendwo Schmerzen, ich kam schnell aus der Puste und zudem hatte ich auch Probleme mit dem Wasserlassen. Der Schwangerschaftsschnupfen war da fast noch die harmloseste Begleiterscheinung. Ich hoffte und betete, dass die Zeit bis zu deiner Geburt schnell vergehen möge. Ich hatte mich sehr auf diese Schwangerschaft gefreut, doch all meine Beschwerden machten die Freude zunichte. Nur die Tatsache, dass du unterwegs bist, ließ mich all die Beschwerden ertragen. Denn ich liebte dich sofort über alles, nachdem ich diesen hauchzarten, feinen rosa Strich auf dem Schwangerschaftstest entdeckt hatte.

 

Als der April dann kam, hatte ich schon oft ziehende Vorwehen, die im Laufe der nächsten Wochen noch stärker und häufiger auftraten. Einige Male dachte ich schon, dass du dich jetzt auf den Weg machst, doch gerade dann, wenn ich anfing mir sicher zu sein, hörten die Wehen wieder auf. Es war frustrierend. 

 

Am Abend des 21. April löste sich dann der Schleimpfropf. Und so habe ich am nächsten Tag, es war der 22. April 2017 und ein Samstag, Maßnahmen ergriffen um deine Geburt in Gang zu bringen und benutzte Nelkenöltampons und kochte mir zudem einen Tee aus Ingwer, Zimt und Nelken. Das Wetter war kalt und unbeständig, aber wir beschlossen dennoch, mit deiner Schwester einen kleinen Spaziergang an einem nahegelegenen See zu machen. Insgeheim hoffte ich, dass der Spaziergang die Geburt zusätzlich in Gang bringen würde. Dieser Tag war übrigens für Papa und mich etwas Besonderes, denn es war unser 11. Jahrestag. Den Rest des Tages verbrachten wir dann ganz gemütlich. Nachmittags legte ich mich nochmal zum schlafen hin, da ich die letzten Nächte nämlich sehr, sehr schlecht geschlafen hatte und dementsprechend müde war. Ich wachte nach gut zwei Stunden, gegen 17:30 Uhr, wieder auf und fühlte mich ein wenig fitter. Ich habe dann noch mit deiner Schwester etwas auf dem Sofa gekuschelt und hatte gegen 19:00 Uhr das unsichere Gefühl, dass ich etwas Wasser verliere. Aber die Einlage war trocken und mein PH-Test blieb auch negativ. Ich habe dann noch Abendbrot gemacht und gemeinsam mit Papa haben wir dann deine große Schwester bettfein gemacht und schlafen gelegt. Aus irgendeinem Grund habe ich mich an dem Abend damit besonders schwergetan, deine Schwester schlafen zu legen und in ihrem Zimmer zurück zu lassen. Ich war richtig traurig, als ich aus ihrem Zimmer rausging. Später haben Papa und Mama noch einen Film geguckt und während des Films so ab ca. 20:30 Uhr merkte ich, dass die üblichen Vorwehen immer stärker zogen und auch das leicht undichte Gefühl blieb, obwohl die Vorlage weiterhin staubtrocken war. Mithilfe meiner Wehenapp sah ich, dass das Ziehen etwa alle vier bis sechs Minuten kam, aber nicht regelmäßig und nie gleich stark und manchmal war ich nicht sicher, ob das ein Ziehen war oder nicht, doch das änderte sich ab ca. 23:00 Uhr. Jetzt wurde das Ziehen von Mal zu Mal immer stärker und ich mochte nicht mehr sitzen, wenn so eine Wehe kam. Viel lieber bin ich dann aufgestanden und hab mich am Tisch festgehalten und die Hüfte gekreist. Dein Papa beobachtete mich mit großer Sorge dabei. Er fragte, ob alles okay sei oder ob die Geburt losgeht und dass ihn mein Verhalten an die Geburt deiner Schwester erinnere. Ich war immer noch nicht sicher, ob das jetzt noch Vorwehen oder echte Wehen sind. Dein Papa wollte wissen, ob wir nicht vielleicht mal ins Krankenhaus fahren sollten. Doch dafür hätten wir die Oma wecken müssen, damit sie auf deine Schwester aufpasst und ich wollte nicht unnötig die Pferde scheu machen und alle in Alarmbereitschaft versetzen wegen ein paar harmloser Vorwehen. Im Stillen jedoch fragte ich mich inzwischen schon selber bei jeder Wehe, ob es nicht besser wäre ins Krankenhaus zu fahren. Die Sorge, dass man uns wieder nachhause schicken könnte, war aber noch zu groß und so veratmete ich ein paar weitere Wehen bis etwa 23:45 Uhr und dann kam eine, die mich etwas in die Knie zwang und jetzt wusste ich, dass wir wohl besser doch mal ins Krankenhaus fahren sollten! Also ging Papa die Oma holen und ich rief im Kreißsaal an, um uns schon mal anzukündigen. Dann holte der Papa noch meinen Klinikkoffer und Sachen für mich zum Anziehen und um kurz nach Mitternacht fuhren wir los ins ca. 10 Autominuten entfernte Krankenhaus. Unterwegs erwischte mich wieder eine richtig fiese Wehe. Im Auto sitzend angeschnallt war die gleich doppelt und dreifach gemein und ich wusste plötzlich, dass es eine verdammt gute Idee war, ins Krankenhaus zu fahren. Mit meinem liebsten Metallica-Song „One“ bogen wir auf dem Krankenhausgelände ein.

 

Im Kreissaal wurde erstmal ein CTG geschrieben, dass tatsächlich bereits leichte Wehen aufzeichnete, aber für mein Gefühl waren sie noch zu leicht und immer noch etwas zu unregelmäßig. Anscheinend sah die Hebamme das allerdings anders. Noch vor der Untersuchung war sie der Ansicht, dass wir bleiben werden. Ich dachte tatsächlich, dass sie mich veräppeln möchte. Rückblickend allerdings denke ich, dass ihr wohl bereits klar war, dass die Geburt begonnen hatte. Ich habe auch bei den leichtesten CTG-Hügelchen schon gut gepustet. Zusätzlich habe ich immer wieder unkontrollierbar gezittert, obwohl mir wirklich warm war. Die Hebamme mutmaßte lächelnd, dass der Körper wohl bereits weiß, was ihm bevorsteht. Die anschließende Untersuchung bestätigte dann, dass du eine Punktlandung hinlegen wirst. Der Muttermund war bereits 2 bis 3 cm offen, der Kopf war noch nicht fest im Becken und einen Blasensprung oder einen Riss konnte man dagegen nicht nachweisen. Wir sollten ein wenig laufen gehen und bei der Gelegenheit haben wir uns dann im Krankenhaus zur Aufnahme angemeldet und den Geburtsticker via WhatsApp aktiviert. Zurück auf der Kreißsaalstation wurde um 02:30 Uhr bereits das nächste CTG geschrieben. Die Hügelchen waren jetzt etwas größer, der Abstand ein wenig geringer. Wir sollten uns noch ein wenig ausruhen und versuchen zu schlafen oder wenigstens zu dösen, was mir allerdings schwerfiel. Die Wehen kamen nun etwa alle vier Minuten, waren regelmäßiger und zogen schon richtig nach unten. Liegen und sitzen fand ich inzwischen richtig, richtig doof! Stehen und laufen dagegen waren erste Sahne, so kam ich mit den Wehen am besten zurecht. In den letzten klaren Momenten wurde dann auch mir endlich bewusst, dass du jetzt tatsächlich geboren werden willst. Ein weiteres CTG mit Untersuchung und mit anschließendem Schichtwechsel der Hebammen sollte gegen 05:30 Uhr mit anschließendem Schichtwechsel der Hebammen erfolgen. Bei der Gelegenheit gab es ein Buscopan-Zäpfchen. Die neue Hebamme hieß Nadja. Eine kleine, runde und total liebe Polin. Sie untersuchte mich gegen 06:30 Uhr und der neue Muttermundbefund hieß: 4 cm mit etwas Dehnung sogar 5 cm und der Kopf war fest im Becken. Doch in dem Moment war ich echt enttäuscht. So wenig nur in den letzten fünf, fast sogar sechs Stunden und das, wo die Wehen die letzten zwei Stunden schon so wehtaten?

 

Gegen 07:00 Uhr morgens war dann auch Tante A. da. Sie saß vor dem Kreissaal und bediente den Liveticker mit dem, was sie hörte. Außerdem hat sie Mama und Papa was zu essen vorbeigebracht. Die Wehen waren inzwischen so stark, dass ich sie vertönen musste, aber ich bemühte mich noch darum, das nicht so laut zu tun. Liegen und sitzen waren immer noch total doof, also liefen Papa und ich den Flur der Kreissaalstation auf und ab und Papa unterstützte mich ganz toll dabei, die Wehen zu veratmen. Dabei fiel mein Blick auch in den Kreissaal, in dem deine große Schwester vor 28 Monaten geboren wurde und ich brach in Tränen aus, weil mich die Erinnerungen daran wieder einholten und dass ich sie gerade sehr vermisse und jetzt viel lieber zu Hause wäre und deine Schwester knuddeln möchte, als hier zu sein. Ich war für einen Moment mit all den Gefühlen total überfordert. Während ich das schreibe, habe ich, bei der Erinnerung an diesen Moment, wieder Tränen in den Augen. Nadja fragte, was los sei und ich erzählte es ihr. Sie lächelte und sagte, dass wir auch wieder in diesen Kreissaal gehen werden! Das heißt, dass du im selben Kreißsaal und auf demselben Bett wie deine Schwester zur Welt kommen wirst. 

 

Um 07:45 Uhr zogen wir dann um in den Kreissaal. Ab jetzt war das Liegen auch deutlich angenehmer als das Stehen oder Laufen, allerdings wollte ich nochmal auf die Toilette, weil ich das Gefühl hatte, dringend groß zu müssen. Nadja aber sagte, dass das nicht der Darm ist, der sich da meldet, sondern dein Köpfchen, das schon sehr tief liegt. Die Wehen kamen jetzt alle zwei Minuten und jetzt hatte ich auch keinen Bock mehr darauf, leise zu sein. Dafür waren die Schmerzen jetzt doch zu stark. Und sie wurden noch viel stärker, nachdem Nadja um 08:10 Uhr die Fruchtblase sprengte. Der Muttermund war nun 7 cm offen. Für meinen Geschmack noch immer viel zu wenig! Jetzt hatte ich irgendwie auch keine Lust mehr auf das Schauspiel. Ich hatte mehr als genug. Die Schmerzen waren zu heftig und ich fing an zu weinen, weil das alles so wehtat, zu langsam ging, einfach alles doof war. Nadja hing mich daraufhin an einen Schmerztropf. Im Liveticker wurden nun Wetten abgeschlossen, wann du wohl geboren wirst und die getippten Uhrzeiten reichten von 08:30 Uhr bis10:30 Uhr. Ich sollte nun die Position wechseln. Die ganze Zeit lag ich wie ein dicker Käfer auf dem Rücken und wollte nun in den Vierfüßlerstand. Ich hatte das Gefühl, dass das die beste Position ist und tatsächlich, nachdem der Hebamme und Papa die Wendung gelungen ist, waren die Wehen auch leichter zu ertragen. 15 Minuten blieb ich in etwa so, bis Nadja mich um 08:30 Uhr erneut untersuchen wollte. Also wurde ich wieder umgelagert und Nadja untersuchte mich. Sie lächelte mich an und sagte: „Vollständig“! Ich fragte sie, ob sie schon erkennen kann, ob du mit dem Gesicht nach oben oder nach unten liegst. Sie sagte, du schaust nach unten. Das wollte ich hören! Endlich konnte es losgehen, dachte ich. Doch Nadja bremste mich nach einem ersten Pressversuch. Ich sollte die Wehen weiter veratmen! Wie zum Geier sollte ich das denn machen? Sie machte mir vor, wie ich hecheln sollte und ich gab mein Bestes zu hecheln, doch es wollte mir einfach nicht so richtig gelingen. Papa hat es mir immer wieder vorgemacht und ich versuchte es ihm nachzumachen, aber es klappte nicht. Ich musste immer wieder pressen. Der Druck deines Kopfes war inzwischen enorm, es brannte und drückte. Nadja hatte Not dafür zu sorgen, dass du nicht zu schnell zur Welt kommst und bremste mit der Hand deinen Kopf, damit er nicht zu schnell geboren wird. Sie rief den Arzt zur Geburt und dann durfte ich endlich drücken und das tat ich. Und wie ich das tat. Ich presste, einmal, zweimal und ein drittes Mal und dann spürte ich, wie dein Kopf und im gleichen Moment der Rest hinterher kam. Du kamst regelrecht auf die Welt geschossen und sofort wurdest du mir direkt auf den Bauch gelegt! Der Arzt hat es dann übrigens nicht mehr zur Geburt geschafft.

 

Ich war baff! Da warst du nun endlich. Und du warst offenbar genauso baff. Du hast mit großen Augen geguckt, aber keinen Mucks von dir gegeben. Du warst ein bisschen bläulich, aber das ist ganz normal. Den Moment brauchtest du wohl, um zu realisieren, dass sich deine Umgebung gerade radikal verändert hat. Nach ein paar Sekunden hast du endlich angefangen zu atmen und fingst an zu schreien! Papa schoss erstmal für den Liveticker ein Foto und nahm als Sprachnachricht deinen ersten Schrei für die Liveticker-Gemeinde auf! 

 

In der Zwischenzeit wurdest du schon mal grob gereinigt und abgenabelt und wir holten Tante A. zum Bestaunen und Fotos machen in den Kreissaal. Die war so gerührt, dass sie erstmal ein paar stille Tränchen verdrücken musste. Nadja eröffnete mir dann, dass sie mich angeschwindelt hat. Du hast nämlich garnicht nach unten geguckt. Du hast, wie deine Geschwister auch, nach oben geguckt und bist als Sterngucker zur Welt gekommen. Den Schwindel hab ich ihr jedoch nicht übel genommen, denn nur so hab ich mich überhaupt getraut, ohne Angst zu pressen. Nadja musste dann zu einer anderen Frau, die während meiner Presswehen in den Kreissaal gekommen war und wir bestaunten und bekuschelten dich erst einmal in aller Ruhe. Nadja kam irgendwann wieder und wollte dich wiegen und messen, doch soweit kam sie garnicht, weil die andere Frau nun ebenfalls Presswehen hatte und Nadja dringender brauchte als ich. In der Zeit hast du viel zu weit von mir entfernt auf dem Wickeltisch gelegen. Das hat mich sehr gestört, aber Papa traute sich nicht, dich zu holen und mir zu geben, weil Nadja ihm gesagt hat, dass sie gleich wiederkäme um dich weiter zu versorgen und ich durfte noch nicht aufstehen, sonst hätte ich dich gleich wieder zu mir geholt. So konnte ich dich über eine halbe Stunde nur aus der Ferne bewundern. Ich konnte es kaum erwarten, dass Nadja wiederkommt, damit ich dich wieder in meinen Armen halten konnte. Ziemlich genau eine Stunde nach dir kam dann das andere Baby zur Welt und endlich kam auch Nadja zurück und nun hatten wir dann auch alle deine Daten:

4030 g, 55 cm und 36 cm Kopfumfang. Und das Beste: Ich blieb komplett unverletzt!

 

Wir durften gegen 11:30 Uhr dann auf die Wöchnerinnenstation in unser gebuchtes Familienzimmer umziehen. Papa fuhr aber erstmal nach Hause, um dort erstmal ein paar ruhigere Stunden Schlaf zu bekommen. Der war nämlich tapfer die ganze Zeit wach geblieben, um mich zu unterstützen und für mich da zu sein und das sogar, obwohl ich seine Hände ganz schön mit meinen Fingernägeln malträtiert habe. Dein Papa hat seinen Job ganz, ganz toll gemacht, mich wundervoll unterstützt und bei der richtigen Atmung geholfen. Ich bin sehr froh, dass er mir nicht von der Seite gewichen ist. Ohne ihn hätte ich das bestimmt nicht so gut geschafft. Obwohl du so groß und schwer gewesen bist, war deine Geburt dennoch die schönste von euch drei Kindern. Ein versöhnlicher Abschluss einer sehr anstrengenden Schwangerschaft und ich bin froh und glücklich, dass das so prima gelaufen ist! Du hast uns nun komplett gemacht und unsere Familienplanung ist abgeschlossen. Ich bin unendlich dankbar dafür, drei wunderbare und gesunde Kinder bekommen zu haben.

  

Nachtrag:

Am Nachmittag, nachdem wir alle uns ein kleines bisschen ausgeruht haben, kam dein Papa dann mit deinem Bruder und deiner Schwester zu Besuch. Deine Schwester war ganz schön eingeschüchtert von der gesamten Situation, doch als ich dich auf den Arm nahm und deine Schwester im anderen Arm hielt, fing sie ganz vorsichtig an, dich zu streicheln und zu erzählen, dass du ein Baby bist. Später durfte sie dich dann im Arm halten und das hat sie ganz wunderbar und souverän gemeistert.

 

Nicole

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10 bahnbrechende Erfindungen zur Unterstützung in der Kindererziehung

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1. 1, 2, 3 Methode

Bei dieser Erziehungsmethode, die noch relativ neu aus den USA kommt, zählt man immer bei einem Anliegen oder bei einem Nörgeln vom Kind bis zu der Zahl Drei und spätestens bis dahin muss das Kind angefangen und oder aufgehört haben. Mit der Erziehungsmethode kann im Kindergartenalter angefangen werden  und kann bis zum Pubertätalter verwendet werden. 

 

2. Trotzphase nicht berücksichtigen

Eine auch relativ neue Methode ist, dass man die Trotzphase des eigenen Kindes auf keinen Fall persönlich nehmen sollte. Dieses werden dann auch die Kinder merken und werden mit dem Nörgeln aufhören

 

3. Ablenkung in der Trotzphase

Eine weitere Methode ist das Ablenken des Kindes in Trotzphasen. Gehen Sie mit ihrem Kind heraus oder lassen Sie es alleine heraus, wenn es schon alt genug ist. Eine Methode, die kostengünstig und praktisch zugleich ist. 

 

4. keine leeren Drohungen

Eine Drohung ist eine Drohung. Dahingehend muss die Drohung auch in die Tat umgesetzt werden. Auch eine sozialwissenschaftliche Erfindung, die häufig schon untersucht wurden ist. 

 

5. Konsequent bleiben

Als Eltern eines Kindes in der Trotzphase sollte man sich nicht nur auf sozialwissenschaftliche Erfindungen verlassen. Auch einfach mal selber konsequent bleiben hat häufig einen erstaunlichen Nutzen.

 

6. Bücher lesen

Es gibt heutzutage viele wissenschaftliche Bücher zum Thema Kindererziehung. Lesen Sie sich das eine oder andere Buch durch, um neue Erkenntnisse und Erfindungen für die Erziehung zu erhalten.

 

7. Eieruhr mitlaufen lassen

Sollte ihr Kind eine Arbeit schnell erledigen, stellen Sie dazu einfach eine Eieruhr auf. Diese gibt für das Kind einen zusätzlichen Anreiz für die Erledigung der Aufgabe.

 

8. spielerisch Kinder erziehen

Eine weitere Methode die aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich stammt, ist die spielerische Erziehung von Kindern. Probieren Sie diese einfach aus.

 

9. klassische autoritäre Struktur

Die älteste Erfindung ist wahrscheinlich die autoritäre Erziehung. Auch wenn diese häufig in der Kritik steht, sollte auch diese Anwendung finden.

 

10. Berater hinzuschalten

Eine der neusten Methoden und Erfindungen  ist das Buchen eines Beraters für Kindererziehung, welches jedoch nur im äußersten Notfall gemacht werden sollte. 

 

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

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Mein Herz

 

Du warst heiß ersehnt und sehnlichst erwünscht. 18 Monate hat es gedauert, bis du unterwegs warst. 18 Monate, in denen dein Papa und ich so viele Rückschläge, Fehlgeburten und als Krönung eine Eileiterschwangerschaft hinnehmen mussten. 

 

Doch im April 2014 war es soweit: der Schwangerschaftstest wurde (wieder einmal) positiv. Doch diesmal hatte ich ganz tief in mir die leise Gewissheit, dass diesmal alles gut gehen wird. Du bist auf dem Weg zu uns. Ich hatte eine überwiegend wunderschöne Schwangerschaft mit dir. Zwar plagte mich ein fieser Schwangerschaftsschnupfen und Sodbrennen vom ersten bis zum letzten Tag und auf die letzten Wochen kamen noch Symphysenschmerzen hinzu, aber ich fühlte mich so unendlich wohl mit dir in meinem Bauch, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass diese Schwangerschaft einmal zu Ende sein würde. Der errechnete Geburtstermin war lt. Frauenärztin der 27.12.2014. 

 

Deine Geburt hat recht kurios begonnen. Genau genommen eigentlich schon am Freitag, den 19. Dezember, als ich den ganzen Tag fiese Senkwehen hatte. Abends war ich richtig kaputt davon und sagte zu Deinem Papa, als wir uns abends bettfertig machten, folgende Worte:

 

„Weißt du, was cool wäre? Eine Nacht richtig gut schlafen, dann geht’s morgen früh los und dann kommt unsere Tochter zur Welt!“

 

In dieser Nacht musste ich nur einmal zur Toilette und bin, entgegen meiner Gewohnheiten, erst um kurz vor 08:00 Uhr wieder aufgewacht. Ich war ganz irritiert davon, so lange geschlafen zu haben, fühlte mich aber ziemlich fit! Ich ging runter ins Büro, schaltete den PC ein und wollte mich auf meinen Stuhl setzen, als mir die Fruchtblase geplatzt ist!

 

Man kann sich das wirklich genau so vorstellen! Es lief einfach nur aus mir heraus. Gefühlt literweise! Ich bin erstmal hier unten auf das Klo gegangen, habe mich hingesetzt und die Flüssigkeit erstmal untersucht. Sie war klar, geruchslos und lief immer, wenn ich mich bewegte. Also habe ich mir das Handtuch geschnappt und zwischen die Beine geklemmt aber das half nicht viel. Bis ich oben im Bad war, war es durchnässt. Im Bad oben angekommen, habe ich mich wieder auf das Klo gesetzt und überlegt, wie ich das jetzt deinem Vater so schonend wie möglich beibringen könnte. Mir fiel aber beim besten Willen nichts Vernünftiges ein. Also habe ich erstmal Hose und Unterhose ausgezogen und die nächsten Handtücher geschnappt, um sie mir zwischen die Beine zu klemmen und bin ins Schlafzimmer gegangen. Ich legte mich auf meine Seite des Bettes, wo ich die (in weiser Voraussicht auf die Matraze gelegte) Moltonvorlage vermutete und sprach deinen Papa an:

 

„Weißt du noch, was ich gestern Abend gesagt hab?“ Er grummelte sowas wie „Ja, wieso?“ Und ich erklärte: „Mir ist gerade die Fruchtblase geplatzt!“ Da bekam der Papa große Augen, sprang aus dem Bett und wurde erstmal hektisch. Er lief hin und her und fragte „Was soll ich machen? Was soll ich tun? Kann ich dir helfen? Was machen wir jetzt?“ Das Blöde war, dass ich das in dem Moment selbst nicht so genau wusste und so musste ich mir selbst erst einmal klar machen, was hier gerade passierte. Als ich mich dann gesammelt hatte, habe ich erstmal um frische Handtücher gebeten. Dann sollte er sich frisch machen, der Oma Bescheid sagen und Kaffee aufsetzen, während ich erstmal duschen gehe. Er war vollkommen perplex, dass ich jetzt noch an so profane Dinge wie an das Duschen denken konnte, befolgte meine Anweisungen dann aber sofort. Unter der Dusche hab ich von meinem Babybauch dann Abschied genommen. Mir tat es irgendwie leid, dass er in einigen Stunden weg sein würde und ich deine Bewegungen nicht mehr in mir spüren würde. Denn so anstrengend die letzten Wochen waren, so war es doch eine wunderschöne Schwangerschaft mit dir!

 

Als ich fertig geduscht und angezogen nach unten ins Büro ging, war Oma schon da. Ich habe in Ruhe die letzten Sachen zusammen gesucht, habe zwei Kaffee getrunken, mich dann von deinem Bruder und von deinem Papa verabschiedet und bin mit Opa gegen 09:00 Uhr morgens in das Krankenhaus gefahren. Im Kreissaal angekommen, wurde routinemäßig ein CTG geschrieben und die Aufnahme durchgezogen. Am CTG waren keine Wehen erkennbar. Bei der Untersuchung um ca. 10:00 Uhr wurde allerdings der Blasensprung bestätigt. Die Untersuchung des Muttermundes ergab, dass er mit ganz viel gutem Willen so eben gerade etwas fingerdurchlässig war (das hatte aber schon ziemlich wehgetan!), stramm und weit hinten weggekippt saß. Also ein total geburtsunreifer Befund. Na, das konnte ja heiter werden. 

Man schickte uns zunächst einmal auf Station, ich sollte mein Zimmer schon mal beziehen und danach viel spazieren gehen, um die Wehen anzuregen. Gegen 12:00 Uhr sollten wir für ein neues CTG wieder im Kreissaal sein. Das verzögerte sich dann aber doch ein wenig, weil die Hebamme mit einer anderen Geburt beschäftigt war. Es war deine kleine Freundin P., die zu diesem Zeitpunkt geboren wurde. Es war ca. 14:30 Uhr, ehe wir wieder in den Kreissaal gerufen wurden. Auch dieses Mal waren am CTG keine nennenswerten Wehen zu sehen. Am Muttermund hatte sich aber mit viel Optimismus schon mal ein bisschen was getan: 1 cm! Wir sollten in einer Stunde wiederkommen und es wurde mir nahegelegt, dass ich über eine Einleitung nachdenken sollte. Außerdem sollten wir nochmal was essen gehen. Und das tat ich auch! Ein großes Schnitzel mit Kartoffelsalat und zwei Stücke Kuchen wanderten in meinen Magen, während Oma und ich das Wetter draußen beobachteten. Es war ein sehr stürmischer und regnerischer Tag und dann zog sogar ein Wintergewitter auf. Dein Papa fragte per WhatsApp, ob du gerade geboren wirst.

 

Um ca. 16:00 Uhr wurden wir erneut in den Kreissaal bestellt. Als es soweit war, waren am CTG endlich erste leichte Wehen zu erkennen. Um sie anzustupsen, gab es nun eine viertel Tablette Cytotec und wir wurden wieder aufs Zimmer geschickt, wo wir inzwischen H. und P. als Bettnachbarin bekommen hatten. Im Laufe der nächsten Stunde wurden die Wehen dann stärker und regelmäßiger, ab ca. 17:30 Uhr kamen sie ungefähr alle vier bis fünf Minuten und wollten langsam veratmet werden. Oma hat deshalb gesagt, dass wir mal wieder in den Kreissaal gehen sollten. Dort wurde wieder ein CTG geschrieben und da zeigten sich schon deutlichere Wehen als noch am Nachmittag, auch wenn der Muttermund weiterhin nur 1 bis 2 cm offen war und auch das nur mit gutem Willen. Er war allerdings auch weiterhin sehr stramm und fest und überhaupt nicht geburtsreif. Deswegen waren die Wehen wohl auch schon so unangenehm. Gegen 19:00 Uhr wurden wir dann trotzdem in den Kreissaal verlegt. Die Wehen wurden langsam kräftiger und ich gab die ersten Töne von mir, um mit ihnen fertig zu werden. Das funktionierte am besten beckenkreisend leicht vornüber gebeugt am Kreisbett. Ich wollte deinen Papa dann mal über den neuesten Stand informieren. Der saß ja zuhause und wartete auf einen Bericht. War ja vorher geplant, dass er nicht dabei ist. Doch als ich versuchte, ihn anzurufen, habe ich ihn nicht erreicht. So rief ich deinen großen Bruder an, der mir dann erzählte, dass sich dein Papa auf den Weg ins Krankenhaus gemacht hatte. Und tatsächlich kam er keine fünf Minuten später an und so gegen 20:00 Uhr stand er im Kreissaal! Ich hab ihm dann gnädigerweise erlaubt bei mir bleiben zu dürfen. Er hatte es zuhause einfach nicht mehr ausgehalten, weil ich ihm länger nicht per WhatsApp geschrieben habe.

Es wurde dann bald wieder ein neues CTG geschrieben und ab da werden meine Erinnerungen undeutlicher. Ich bin lauter geworden unter den Wehen, die inzwischen ca. alle zwei Minuten kamen. Aber so wirklich was gebracht hatten sie vom Gefühl her eher nicht. Der Druck nach unten nahm langsam zu, aber das war es eigentlich auch schon. Ich wollte nicht mehr aufstehen, weil die Wehen im Stehen anfingen unerträglich zu schmerzen. Denn noch immer war der Muttermund bei 2 cm und stramm. So wehte ich noch eine zeitlang vor mich hin, ehe gegen 22:00 Uhr ein Hebammenwechsel stattfand und was soll ich sagen: es war die Hebamme, bei der ich zur Geburtsanmeldung war und die ich mir für deine Geburt gewünscht habe. Mir hatte Hanna einfach schon auf den ersten Blick gefallen. Hanna ist eine ca. 50jährige recht energische Polin. Superlieb und durchsetzungsstark! Genau das Richtige für mich! Hanna untersuchte mich gegen 22:45 Uhr nochmal. Der Muttermund war immerhin jetzt bei 5 cm, aber leider war er nicht weicher geworden. Deswegen haben die Wehen wohl auch so furchtbar wehgetan und ich verlor zum ersten Mal wirklich meinen Mut und begann vor lauter Enttäuschung zu weinen, weil es alles so langsam voran ging. Daher hat sie mir eine Buscopan verabreicht und von da an ging es plötzlich so richtig vorwärts. Das habe ich zum einen an der Heftigkeit der Wehen gemerkt, aber auch daran, dass sie auf mich effektiver wirkten. Allerdings war ich jetzt auch wirklich bei jeder Wehe sehr laut. Deine Tante A. hatte draußen vor dem Kreissaal warten müssen und noch da draußen hat sie mich stöhnen gehört. Als Hanna mich um 23:30 Uhr nochmal untersuchte, war ich vollständig geöffnet und durfte endlich mithelfen, dich auf die Welt zu bringen. Das war aber leichter gesagt als getan, weil du dich nicht so recht ins Becken einstellen wolltest und so drehte und wendete ich mich mit jeder weiteren Wehe auf die jeweils andere Seite. Dein Papa hielt derweil tapfer meine Hand und fragte, ob er da bleiben sollte oder ob er rausgehen sollte und ich beschloss, dass ich ihn gern bei mir hätte. Das wäre Stunden vorher nicht denkbar für mich gewesen! Hanna sagte, dass ich mich jetzt beeilen soll weil sie um 0 Uhr den Laden dicht macht und ich sollte bis dahin fertig sein. Sie feuerte mich immer wieder an nach unten zu pressen. Inzwischen lag ich auf dem Rücken, da das war für mich irgendwie noch am bequemsten war und ich hatte so noch die meiste Kraft um nach unten zu drücken. Oma hielt derweil meinen Kopf und mein linkes Bein und drückte mich hoch, während ich das rechte Bein in Hannas Seite drückte. Der Druck deines Kopfes hatte jetzt ganz massiv zugenommen und ich spürte regelrecht, wie er alles in mir auseinander dehnte, während Hanna meinen Damm massierte um einen Riss vorzubeugen. Die Presswehen waren inzwischen gigantisch und ich fluchte und brüllte derweil, was das Zeug hielt. Ich sollte die Wehen teilweise noch veratmen, weil mich die Kräfte verließen aber ich konnte nicht, ich musste einfach pressen und schob dich Stück für Stück ganz langsam ans Licht der Welt. Irgendwann sagte Hanna, dass sie deine Glatze sehen könne und ich schaute zu Heinrich hoch und wir fanden das irgendwie beide kurz lustig. Dabei fiel mein Blick auf die Uhr. Es war grad 0:00 Uhr geworden und mir fiel ein, dass du damit wohl ein Sonntagskind werden würdest. Ich sollte noch einmal alle Kräfte zusammennehmen und noch einmal pressen. Hanna nahm meine Hand und führte sie zwischen meine Beine damit ich deinen Kopf fühlen konnte. Das gab mir noch einmal Kraft für die letzten Presswehen. Oma drückte meinen Kopf noch höher, ich presste und dann sah ich, wie du aus mir heraus gerutscht kamst!

 

Ich stammelte so etwas wie „Schau, sie ist da!“ und das gleich ein paar Mal und fragte, warum du nicht geschrien hast, doch in dem Moment hob dich Hanna hoch und legte dich auf meinen Bauch. Es war einfach fantastisch. Endlich endlich hielt ich dich in meinen Armen! Auf diesen Moment haben dein Papa und ich so endlos lange warten müssen. Du warst wohl weniger begeistert von der neuen Welt. Du hattest die Augen fest zusammen gekniffen und geschrien. War dir wohl alles etwas zu hell und zu kalt. Dein Papa und ich waren einfach völlig überwältigt davon, dich endlich sehen, anfassen und riechen zu können! Der Moment deiner Geburt war schlichtweg magisch! Und während wir dich bewunderten, tobte draußen ein heftiger Sturm.

 

Dann hat der Papa erstmal ein paar Fotos von dir und uns gemacht. So nigelnagelneu und frisch gibt es dich nie wieder!Das mussten wir also erstmal festhalten. Entgegen Hannas erster Behauptung, dass du eine Glatze hast, hattest du dann doch eine Menge Haare. Das sah zunächst nur nach Glatze aus, weil du als Sterngucker zur Welt gekommen bist und Hanna zuerst deine Stirn gesehen hatte und nicht den Hinterkopf, wie es der übliche Weg gewesen wäre. Du hattest auch eine richtig dicke Beule auf dem Kopf deswegen. Aber das tat deiner überwältigenden Schönheit auch keinen Abbruch. 

 

Nachdem sich alles ein wenig beruhigt hatte, wurdest du vom Arzt untersucht, während Hanna mich erstmal grob reinigte, Tücher auswechselte und mich für die gute Arbeit gelobt hatte. Der Arzt hatte bei der U1 auch nix zu bemängeln. Dann wurdest du gemessen und gewogen, angezogen und mir zurückgegeben. 54 cm warst du lang und 3700 g schwer. Dein Kopfumfang betrug 34 cm und laut der Hebamme hast du ziemlich lange Beine. Da steht einer Karriere als Model wohl nix mehr im Weg!

 

Danach haben dein Papa und ich ganz viel mit dir gekuschelt und dich bewundert. Oma war schon nach Hause gefahren. Die war total kaputt. Schließlich hat sie ja auch ganz schön hart mitarbeiten müssen, damit du zur Welt kommst. War sicherlich nicht so einfach, mich so lange so festzuhalten und mich zu trösten und für mich da zu sein. 

 

Nachdem der Arzt meinen Damm- und Scheidenriss versorgt hatte, durfte ich bald aufstehen und mich duschen. Dann bekam ich frische Sachen an und durfte mich in mein Bett legen. Dein Papa musste uns dann leider verlassen, während wir auf Station kamen, um endlich zu schlafen.

 

Deine Geburt war ein wundervolles, aber auch heftiges Erlebnis und wir sind so dankbar dafür, dass alles so gut gelaufen war. 

 

Anmerkung am Rande: Die Tatsache, dass man mich mit bereits beginnenden Wehen mit Cytotec eingeleitet hat und mir damit eine unnötig schmerzhafte und heftige Geburt beschert hat, hat mich noch lange beschäftigt. Damals wusste ich nicht, dass Cytotec ein Mittel ist, das man sehr kritisch betrachten muss, weil es mit diesem Mittel öfter zu Komplikationen kommen kann, als mit anderen Einleitungsmethoden. Erschwerend kam die wiederholt ungünstige Kindslage wie beim großen Bruder, die sog. hintere Hinterhauptlage. Meine Nachsorgehebamme prophezeite mir dann, dass mir diese Anomalie auch beim nächsten Kind drohen könnte. Das war zu dem Zeitpunkt aber gedanklich noch sehr sehr weit weg. Und doch näher als gedacht!

 

Nicole

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Gastbeitrag - Wenn die Mutter mal krank ist

 

preview_COLOURBOX6154106Gastbeitrag - Wenn die Mutter mal krank ist

 

 

 

 

Es ist halb sieben als der Wecker klingelt. Alles tut mir weh, mein Kopf brummt und mir ist sehr kalt. Aber ich muss aufstehen, weil mein Sohn in den Kindergarten muss. 

 

Er wartet schon an seinem Bettchen mit einem strahlenden Lächeln auf mich. Ich habe letzte Nacht Fieber bekommen, und mir ist heute morgen gar nicht nach lächeln zu mute, aber ich versuche es trotzdem.

 

Frühstück für den Kleinen machen und dabei die Brotzeit für den Kindergarten zusammen packen.

 

Ein Blick in den Spiegel... oh sehe ich schrecklich aus! Aber ich fühle mich sogar so schlecht das es mir egal ist.

 

Ich ziehe meinen Sohn um und überlege wie ich es schaffen soll, heute aus dem Haus zu kommen. Mein ganzer Körper schmerzt und die Wirkung der Scherztablette lässt auf sich warten.

 

Oder soll ich ihn lieber zu hause lassen? Nein bloß nicht, sonst kann ich mich nicht wenigstens 5 Stunden ausruhen. 

 

Gegen 8.00 Uhr verlassen wir das Haus, der Wind bläst, kälter als es in Wirklichkeit ist, in mein Gesicht. Mein Sohn ist bestens gelaunt, er freut sich auf den Kindergarten und erzählt mir von seinem Traum. Ich denke nur noch an mein Bett, aber ich muss jetzt funktionieren....

 

noch 30 Minuten dann kann ich mich ins Bett legen... wenigstens für 5 Stunden.

 

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Geburtsbericht - Montagsblogserie

Geburtsberichte_Montagsblog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo ihr Lieben,

 
ich möchte euch gerne meine Version von der Geburt meines Sohnes erzählen, die leider nicht so schön war und damit auch anderen Müttern die Augen öffnen und zeigen soll, dass es nicht bei jedem so toll abläuft. 
 
Es fing alles damit an, dass es mir schon in der Schwangerschaft nicht so toll ging. Ich hatte sehr mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Manchmal bin ich morgens wach geworden und habe einfach los geweint, aus was für einem Grund, das wusste ich nicht und so zog sich meine Schwangerschaft weiter.
 
Dann kam diese Diagnose HPV Gebärmutterhalskrebs, die Vorstufe davon. Ich hatte den schlechtesten Wert den man haben konnte und mein Frauenarzt schickte mich nach Marburg zu einem Spezialisten, da war ich schon in der 34 + 2 SSW. Ein Tag vor diesem Termin, das war ein Donnerstag, habe ich leichte Wehen bekommen, die ich nicht so gut einordnen konnte, ob es denn Senkwehen oder normale Wehen waren. Ich rief meine Hebamme an und sie empfohl mir nichts mehr zu machen und mich einfach nur auszuruhen. Das tat ich dann auch und schrieb meine Wehentätigkeit auf. Wie oft sie kamen und das war alle 8-10min. Am nächsten Tag, also Freitag, ging es mir schon besser und wir fuhren zu dem Spezialisten nach Marburg. Er hat mich untenrum untersucht und dabei Sachen gemacht, wo ich mir gedacht habe, dass mein Kind jetzt hier schon kommt und er hat mir auch die fruchtblase gezeigt und das da der Kopf von meinem Sohn liegt, also sprich nach unten hin. Und so kam mir im nachhinein in den Sinn, dass vielleicht wegen dem Arzt die Geburt eingeleitet wurde, weil er da soll viel rum gemacht hat. Naja... 
 
Wir sind dann nach Hause gefahren und dann war erstmal Stille. Am gleichen Tag abends haben meine Wehen wieder eingesetzt und die kamen jetzt schon alle 5 -7 min. Ich war bis um 2 Uhr morgens wach bis ich mit den Wehen ins Bett gegangen bin. Ich konnte auch nicht schlafen und war auch schon früh wach. Um 9 Uhr sind wir aufgestanden und wollten uns für unseren Umzug in eine neue Wohnung bereit machen und fingen an unseren Kleiderschrank auszuräumen. Es war Samstag muss ich noch dazu sagen. Dann ging ich so gegen 9.30 Uhr auf die Toilette und sah auf einmal diesen Schleimpfropf und mein Freund war gerade am organisieren wegen dem Umzug und ich stand dann vor ihm und sagte nur "ich glaube wir fahren in  die Klinik, der Kleine kommt glaube ich". Und er sagte dann nur so "ach was, das kann nicht sein". Ich also seine Schwägerin angerufen und gefragt ob sie mit mir ins Krankenhaus fährt. Sie hat sich natürlich sofort angezogen und war total aufgeregt.
 
Wir sind dann also ins Auto eingestiegen und in die erste Klinik gefahren, in der ich auch sehr gerne geboren hätte. Wir sind in den Kreißsaal hochgegangen und bei mir kamen die Wehen schon alle 2-3min und sie wurden immer stärker. Wir also in den Kreißsaal und die Schwester schaute nach und da war der Muttern und schon 2 Zentimeter auf. Und ich sagte nur "okay  und was jetzt?". Dann lag ich erstmal am CTG  eine halbe Stunde und dann kam eine Ärztin noch dazu und sie prüfte meinen Mutterpass. Sie fragte mich warum mein Frauenarzt den Geburtstermin verschoben hatte und ich hatte darauf keine Antwort, weil er nie mit mir geredet hat, also war ich auch bei den Untersuchungen von ihm immer unzufrieden rausgegangen. Wäre sie von dem ersten Geburtstermin ausgegangen, dann hätte ich bei denen entbinden können, aber da sie nach dem zweiten Termin ausgegangen ist, durfte ich leider nicht bei denen entbinden. Also schickte sie mich in die Uniklinik Giessen, da diese auch eine frühchenstation haben. Ich bin also total unzufrieden, traurig, wütend, enttäuscht hoch in die andere Klinik. Ich muss dazu sagen, dass ich bei den Kreißsaalbesichtigungen in diesen ersten Ruum in der Uniklinik reingeschaut habe und mir sofort klar war, dass ich hier nicht entbinden möchte und wie das Schicksal so spielt kam ich auch in diesen ersten Kreißsaal, aber bis dahin waren es sehr lange qualvolle Stunden.
 
Ich bin also mit meiner Schwägerin hoch in die Klinik, sie meinen Freund angerufen und er ist sofort gekommen. Es war 12 Uhr mittags. So mussten wir die Zeit totschlagen. Ich bekam eine Wehe nach der anderen und Wurde mehrmals an CTG's angehängt, die aber verwunderlicherweise nie etwas aufgezeichnet hatten. Ich war sogar in der Wanne baden und es hat nichts geholfen, der Muttermund öffnete sich nicht weiter. Und so quälte ich mich und bin gelaufen und gelaufen, bis 10.30 Uhr abends war ich noch am spazieren und dann kam mir die Schwester entgegen und sagte zu mir, so es geht los. Als ob sie wüsste das mein Kind jetzt kommt. Ich lasse jetzt sehr viele Details auch aus. Es ist noch sehr viel mehr passiert. Ich bin also in diesem Kreißsaal mit meinem Freund, wir wurden alleine gelassen, nur auf der rechten Seite liegend und mit diesem höllischen Schmerzen. Kurzzeitig hätte ich diesen Kampf auch aufgegeben. Ich war nur noch am verzweifeln, weil ich einfach fix und alle war. Ich musste ständig auf die Toilette und da fiel mir auf, dass ich die Wehen besser im stehen verarmten konnte als im liegen, aber die Schwester sagte immer wieder zu mir, wenn sie mal für 1 Sekunde in den Raum geschaut hat, dass ich mich hin legen sollte. Also wenn ich nochmal ein Kind bekommen sollte, dann mach ich alles anders, aus meiner Sicht und höre auf keinen. Irgendwann gegen 03.30 Uhr morgens kam die Ärztin rein und sagte nur "Warum liegt sie nur auf der rechten Seite, sie muss sich bewegen, damit sich das Kind mitdreht kann". Das war auch der Fehler, aber nicht meiner, sondern der von den Schwestern. Dadurch das ich nur auf der rechten Seite gelegen habe, hat sich mein Kind nicht richtig ins Becken gedreht und hat sich verhakt. Ich wusste nicht, dass so was passieren kann. Also schaute sie nach.
 
Ich durfte einmal pressen und dann fragte sie mich ob ich nochmal spazieren gehen will oder Kaiserschnitt. Was für eine Frage von einer Ärztin. Also bitte! Ich lag da auf diesem Tisch, total am zittern, meine Beine und Arme flogen nur hin und her. Ich hatte nichts mehr unter Kontrolle und dann kommt so eine Frage. Ich hab nur gesagt Kaiserschnitt und bis heute mache ich mir Vorwürfe warum ich es nicht nochmal versucht habe mit spazieren gehen. Im nachhinein war das eine gute Entscheidung von mir, weil er so nie rausgekommen wäre. Um 04:04 Uhr kam mein Sohn zur Welt und dann wurde er mir auch direkt weggenommen, aber das ist eine sehr lange Geschichte. Vielleicht wollt ihr sie auch hören. Das ist jetzt erstmal fürs Erste.
 
Liebe Grüße Alina
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10 Mütter im Interview - Glucke oder lieber Freiheitsmum - was trifft auf euch zu?

 

preview_COLOURBOX1137113Glucke oder lieber Freiheitsmum - was trifft auf euch zu?

 

„Abgesehen davon, dass Rafael alles alleine machen möchte und wirklich ein sehr großes Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten hat. Sowie das er weiß Mama und Papa sind immer da, wenn er Hilfe braucht. Genießt er auch mein größtes Vertrauen. Ich möchte Rafael zur Selbständigkeit ermuntern und somit lasse ich ihn viel alleine ausprobieren. Dass es für uns der richtige Weg ist, zeigt uns wie Rafael bereits mit 2, 5 Jahr motorisch entwickelt ist. Er klettert und springt aus Höhen wie ein großer.“ (Verena K.)

„Freiheitsmum, aber auch einmal Glucke. Es kommt immer drauf an, aber überwiegend Freiheitsmum.“ (Nadine K.)

„Im Moment bin ich eher im Team Glucke. Bis jetzt habe ich ihn nur für einen Frisörbesuch abgegeben, mehr war da bis jetzt noch nicht drin. An eine Nacht ohne ihn ist da noch gar nicht zu denken, er schläft ja auch noch nicht einmal im Ansatz durch, sondern kommt in der Nacht meist zwischen 3 und 4 einmal kurz an die Brust. Ich erhoff mir allerdings Besserung, wenn dann die Krippenzeit losgeht.“ (Victoria M.)

„Ich denke es ist die absolute Mischung. Natürlich will man als Mama das Beste für das eigene Kind und jede Mutter ist auf ihre Art und Weise fürsorglich.“ (Emine A.)

„Ganz klar, Freiheitsmum... NOCH, wer weiß wie ich werde, wenn die Kinder irgendwann in dem Alter sind alleine raus zu gehen.“ (Jennifer E.)

„Ohje, ich hoffe, dass ich die perfekte Mischung hinbekomme!! Aktuell befürchte ich eher in Richtung Glucke zu tendieren... aber, dass ich das erkannt habe ist ja schon einmal der erste Schritt!“ (Ela F.)

„Glucke, ganz eindeutig Glucke... heut zu Tage passieren einfach zu viele Dinge. Ich lasse ungern los und gehe immer auf Nummer sicher.“ (Marie G.)

„Freiheitsmum! Kinder müssen sich entfalten, eigene Erfahrungen sammeln und vor allem müssen sie eine eigene Persönlichkeit entwickeln können, ohne dauernd den Einfluss von Mama zu haben.“ (Nicole R.)

„Ich würde sagen ein Stück von beiden. Will ich meine Kinder vor allen Gefahren schützen? JA! Will ich aber gleichzeitig, dass sie auf eigene Faust die Welt erkunden können? JA! Also wieder die Pädagogin in mir: ein geschützter Rahmen, in dem die Kinder sich selbst ausprobieren können ist wichtig. Man muss selbst herausfinden was für einen selber und sein Kind die richtige Erziehungsmethode ist. Aus meiner Sicht gibt es kein richtig oder falsch. Ansätze aus den verschiedensten Erziehungsmethoden kombiniert können am besten funktionieren. Unsere Kinder sind nun einmal keine Maschinen, für die es Bedienungsanleitungen gibt. Jedes Kind ist ein Individuum, das entsprechend gefördert werden muss.“ (Lisa W.)

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich denke ein Mix aus beidem. Einerseits möchte ich meine Kinder natürlich schützen aber anderseits auch nicht einsperren, da man seine Kinder leider nicht vor allem schützen kann. Man kann nur versuchen ihnen das richtige Verständnis und verhalten mitzugeben.“ (Anja Z.)

 

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Gastbeitrag - Wie hat mich mein Kind lieb ?

preview_COLOURBOX8458431Gastbeitrag - Wie hat mich mein Kind lieb ?

 

 

 

Manche von Ihnen kennen das.

Ihr Kind geht lieber zur Oma und zu einer anderen Person und weint, wenn Sie es nehmen wollen.

An was liegt das?

 

Vielleicht ist die Lösung einfach als man denkt.

Sie verbringen eventuell zu wenig Zeit mit ihm.

Aber was tun, damit ihr Kind Sie wieder lieb hat?

Diese 5 Schritte zeigen es.

 

 

1. Spielen Sie etwas mit ihm

 

Wenn Sie viel zu tun haben, legen sie mindestens Freitags und Samstags zwei bis drei Stunden für ihr Kind zum spielen ein.

 

2. Machen Sie ihm eine Überraschung

 

Kinder lieben Überraschungen.

Machen Sie ihm deshalb einmal im Monat eine Überraschung.

Gehen Sie mit ihm essen.

Gehen Sie in das Kino oder essen Sie mit im ein Eis.

Ihr Kind wird sich freuen.

 

3. Sagen Sie ihm, dass Sie es lieb haben

 

Damit weiß ihr Kind, dass sie es lieb haben und es hat vielleicht auch ein bisschen mehr vertrauen zu Ihnen.

Aber sagen sie es von Herzen, nicht weil Sie es müssen.

 

4. Machen Sie ein Gute Nacht Ritual

 

Zum Beispiel lesen Sie ihm eine Gute Nacht Geschichte vor oder singen Sie ihm ein Gute Nacht Lied.

 

5. Machen Sie Blödsinn mit ihm

 

Besonders kleine Kinder im Alter zwischen ein und zwei Jahren lieben es, wenn sie mit ihm Blödsinn machen und zum Beispiel das Kasperletheater spielen oder es einfach mal durchkitzeln.

 

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