Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

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Briefe an mein Kind - Freitagsblogserie

05_Freitag_Briefe_amK_06-09Mein liebes Kind, 

Vor über 6 Jahren lernte ich Dich kennen, ich lernte es Dich zu lieben, ich lernte Dich zu verstehen auch wenn Du leise bliebst. Irgendwann nahmst Du meine Hand, du schenktest mir Vertrauen, Stück für Stück. Wir wurden ein Team, dein Papa, Du und Ich! 

Als Du größer wurdest lernten Wir uns zu streiten und vor allem uns wieder zu versöhnen. 

Für viele ist es normal solch eine Mama an der Seite zu haben, für Dich war es das nicht. Man merkte die Angst, dass ich Dich verlasse, an jedem Abend an dem ich Dich ins Bett bringen durfte, als Ich Dir Lieder sang und Geschichten vorlas. Ich wartete bis Du schliefst, hielt Deine Hand, summte leise Dein Lieblings Schlaflied und war für Dich da. 

Dann wurdest Du ein großer Bruder, dein Vertrauen, dass ich bei Dir bleibe wurde größer, ich hatte es nach 3 Jahren endlich geschafft. 

 

Nun bist Du bald 12 Jahre alt, ab und zu bin ich Dir peinlich und vor allem bin ich gemein, wenn Du aufräumen sollst. Im Streit sagst Du oft "Du hast mir nichts zu sagen, Du bist nicht meine Mutter" und bereust das sofort. Du verdrehst gern die Augen und stöhnst genervt, wenn Ich dir was sage. Klar tut das weh, aber es ist ok - es liegt am Alter und nicht an mir, das habe ich gelernt. 

Eine Mama kann niemand ersetzen, aber ich gebe mein bestes Dir eine Freundin zu sein, ein Vertrauter, ein Vorbild, der Trost an schlechten Tagen. Ich bin für Dich da, solange Du mich brauchst. 

Ich liebe Dich

Deine (fast) Mama ❤ 

 

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